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Belletristik
Buch Leseprobe Cafè- und Kneipengeschichten, Maximilian Tubè
Maximilian Tubè

Cafè- und Kneipengeschichten


Ein Bummel durch das Leben

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Schampus bis der Kellner kotzt

Dass ich das noch erleben darf...
Silvesterfeier in der "Guten Tränke".
Das erste Mal in all den Jahren, seit wir hier verkehren und versucht haben aus Malte, unserem Kneiper einen reichen Mann zu machen, was bis heute nicht geklappt hat.
Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass er fast immer selbst sein bester Gast ist.
Aber stopp! Das gehört nicht hierher. Verscherze es dir nie mit deinem "Kantinenpächter", sonst kannst du sehen wo du bleibst und dein Bier und deinen Billigfusel am Ballermann trinken gehen!

Alles war vorbereitet: Das Essen gekocht, die Getränke kalt gestellt und Turbo, der den DJ machte, lockerte seine Zunge mit ein paar turbohaften alkoholischen Mund- und Magenspülungen.
Die Kneipe füllte sich langsam und aus den Boxen der Stereoanlage hämmerte zum x-ten Mal "Weiß der Geier oder weiß er nicht...".

Doch wo war Malte? Hatte er kalte Füße bekommen, sich schon wieder abgefüllt oder steckte er im Stau? Ich wusste es nicht, ebenso wenig wie Turbo oder Achmed, der Kellner. Und der Geier wusste es erst Recht nicht.

Rudi und Koslowski hatten sich gerade zum DJ durchgedrängelt, und wollten sich über die Musik beschweren, als dieser zum Mikrofon griff und alle Gäste recht herzlich zur ultimativen Jahresendfeier in der "Guten Tränke" begrüßte, was alle Anwesenden ein wenig verwirrte. Denn das war doch wohl Aufgabe des Kneipers. Aber der war ja bekanntlich nicht da. Turbo ließ sich nicht beirren, wünschte allen Gästen viel Spaß und rief Achmed zu, der gerade damit beschäftigt war, die Gläser zu füllen: >>Schampus bis der Kellner kotzt!<< Aus den Lautsprechern dröhnte dazu "Und heut Abend hab ich Kopfweh..."
Kurze Zeit später war auch Malte da, richtig in Schale geschmissen. Er hatte wirklich im Stau gestanden und half, noch etwas außer Atem, Achmed dabei, das Essen zu servieren.
Ich hatte es mir derweil bei Turbo bequem gemacht, als auch unser Essen kam. >>Nein danke<< sagten wir bereits mit etwas schwerer Zunge. >>Das bischen, was wir essen, können wir auch trinken. Bring uns lieber noch eine Hopfenkaltschale!<<

Es wurde immer gemütlicher, je später es wurde und je mehr wir tranken.
Inzwischen hatten wir auch unseren Stammtisch zurück erkämpft. Mozart, Wolle, Penne, Koslowski, Rudi, Schluck und meine Wenigkeit sangen lauthals alle Wolfgang Petry Titel mit.
Dann begann Turbo bereits den Countdown zu zählen. >>Zehn – Neun – Acht...<<
Gerade noch rechtzeitig konnte Achmed ihm klar machen, dass es noch eine Stunde dauert. >>Ach ja<<, lallte er und schaute leicht schielend auf seine Armbanduhr, >>dann bring mir noch einen Turbo!<<

Um Mitternacht begannen die Glocken vom nahe gelegenen Dom zu läuten. Wir prosteten einander zu, wünschten alles Gute, eben halt das übliche, für das neue Jahr und begrüßten dieses mit einem riesigen Feuerwerk.
Durchgefroren betraten wir wenig später wieder die Kneipe und feierten ausgelassen noch einige Stunden, bis wir, nach dem zehnten "Und heut Abend hab ich Kopfweh...", dem DJ den Strom abstellten.
Wahrscheinlich würden wir nach dem Aufstehen nicht nur heiser von der lauten Singerei sein, sondern auch wirklich noch Kopfweh haben...

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