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> Tierbücher > Der letzte Säumer vom Ballenberg
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Tierbücher
Buch Leseprobe Der letzte Säumer vom Ballenberg , Tews (Mathieu) Eggler
Tews (Mathieu) Eggler

Der letzte Säumer vom Ballenberg


Alphütten-Erzählungen bei Laternenlicht

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Mathieu Eggler, Postfac h 11, CH 3e252 Worben (Schweiz)
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Der idyllische Älplerpfad führt vom Läger her weitgehend ebenen Wegs dorthin. Zuerst geht er zwischen dem Hundschipfen- und dem  Alpenrosen-Hubel hindurch. Meistens im Juni und Juli blühen dort die rostblättrigen Alpenrosen. An einer Staude gibt es mehrere langgestielte Blüten, die sich von ihrem endständigen Ansatz her traubenförmig nach oben strecken. Es ist eine Pracht, wenn der Sonnenschein sie tief rosa bis kräftig rot erstrahlen lässt. Wer sich einmal in Alpenrosen verliebt hat, der möchte sie jedes Jahr neu pflücken gehen und seiner Liebsten nach Hause bringen. Der Hundschipfen- und der Alpenrosen-Hubel, diese sanften mit Rosenpracht geschmückten zwei rundlichen Erhebungen, können mit etwas Phantasie Freier in eine traumhafte Welt versetzen. Ihr Kleid erinnert im Herbst an ein rostfarbenes, im Winter an ein weisses, im Frühling an ein permanentgrün gemustertes und im Sommer an ein dunkles kadmiumsrotes Bikini-Oberteil.


 


Der Ätti ersetzte in den Jahren meiner Jugenderlebnisse einmal für zwei drei Wochen den Senn vom Salibühl. An einem Samstag besuchte ich ihn dort oben. Wie hatte er Freude! Der gemeinsame Abend in der alten Hütte bleibt mir unvergessen. Er erzählte Geschichten von früher, wo er als junger Senn auf Planalp Vieh besorgte, Kühe molk, Käse machte und wo es nötig war, Hand anlegte. Er grub in seinem Gedächtnis kuriose Geschichten von damals aus und berichtete, wie das Älplerleben damals einfacher als einfach war. Wenn sie altes hartes Brot, verschrumpfte Kartoffeln vom Vorjahr und etwas Milch hatten, waren sie zufrieden. Als wir das Nachtlager auf einer dünnen Schicht Bergheu aufsuchten, liess ich im Stubeli die Petroleumlampe noch eine Viertelstunde brennen und dichtete ein Lied fürs Hüttenbuch. Vermutlich haben mich die Alpenrosen dazu inspiriert.


 


Gottes heilger Atem, reine Alpenluft,


spielt mit Lust in meinen Haaren;


lieblich streicht sie um die hohe Felsengruft,


lässt mich neue Kraft erfahren.


Gottes heilger Atem, reine Alpenluft,


schmeichelt mir wie Mädchenliebe;


zärtlich heilt ihr Balsam manche Herzenskluft,


 


weckt mir echte Liebes-Triebe.“ 


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