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Sphaeronauten


QuantenFlüsterer

von Timothy McNeal

science_fiction
ISBN13-Nummer:
9783981357226
Ausstattung:
188 Seiten, Paperback
Preis:
13.90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Capricornus Verlag, M. Fritzsche, Hamburg, Science Fantasy
Kontakt zum Autor oder Verlag:
tmcn@timothymcneal.de
Leseprobe

1.

 

NASA-News 08/08/07

Spitzer Spies Monster Galaxy Pileup

Four galaxies are slamming into each other and kicking up billions of stars in one of the largest cosmic smash-ups ever observed.

The clashing galaxies, spotted by NASA Spitzer Space Telescope, will eventually merge into a single behemoth galaxy up to 10 times as massive as our own Milky Way. This rare sighting provides an unprecedented look at how the most massive galaxies in the universe form.

The new quadruple merger was discovered serentipitously during a Spitzer survey of a distant cluster of galaxies called CL0958+4702, located nearly five billion light-years away. The in- frared telescope first spotted an unusually large fan-shaped plume of light coming out of a gathering of four blob-shaped, or elliptical, galaxies. Three of the galaxies are about the size of the Milky Way, while the fourth is three times as big.

«When this merger is complete, this will be one of the biggest galaxies in the universe", says Kenneth Rines of the Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, Cambridge/Mass.

 

2.

 

Und gleichzeitig ist Endeavour auf dem Weg zur ISS, schoss Frank Lassiter durch den Kopf und überflog die zweite Info auf seinem PC-Monitor.

 

NASA-News 08/08/07

Mission Information (Overview)

Launch Target : Aug 8, 2007- 6.36 p.m. EDT

Orbiter : Endeavour

Mission Number : STS-118 / 119th space shuttle flight

Launch Window : 10 minutes

Launch Pad : 39A

Mission Duration : 11 Days

Landing Site : KSC

Crew Members : Richard A.Mastracchio/Barbara R.Morgan/Charles O.Hobaugh/

                           Scott J.Kelly/Tracy A.Caldwell/Dafydd R.Williams/Alvin Drew Jr.

 

Doch was bedeutete in diesem Fall schon Gleichzeitigkeit? Schließlich waren die Lichtsignale des beobachteten Clash fünf Milli­arden Jahre alt!

Nach kurzer Zeit erlosch jedoch sein Interesse wieder - selbst die europäische Bezeichnung »Milliarde« für die angelsächsische »Billion«, sonst ein Quell ironischen Sinnierens über die damit ver­bundenen transatlantischen Irritationen - heiterten ihn nicht auf, vielmehr quälte ihn erneut die Reminiszenz seines Florida-Trips im Vorjahr, dessen Ergebnis er immer noch nicht zu akzeptieren vermochte.

Eigentlich hatte seine Misere ja bereits vor zwei Jahren begonnen, während seines letzten Falls als Special Agent des FBI; zusammen mit Ian Smith (Pugwash) und Frank A, Thorne (SpaceGuardFoundation) - den man wegen seines zweiten Vornamens, in Memoriam Poe, stets Edgar nannte - hatte er im Auftrag von Julia Dunbar, der Leiterin des National Security Council (NSC) sowie Morgan Cormack, dem Präsidenten des Committee For International Research (CIR), einem privat gesponserten Wissenschaftsgeheimdienst, das deutsche Touris­tenpaar Anna Keller und Benno Baumann beschattet, dem offensicht­lich der Sprung in eine andere Terra-Zeit-Sphäre gelungen war, nachdem sie aus dem Star-Quilt der Lakota-Sioux herausgelesen hat­ten, an welchen Orten solches möglich war. Diesem Inner Circle, der direkt dem Vice President unterstand, hatten noch je ein Vertreter der CIA und der derzeitige Direktor des International UFO Museum And Research Center (IUFOMRC) in Roswell/NM angehört.

Vor zehn Monaten dann - Lassiter hatte mittlerweile seinen Ab­schied genommen, während Smith und Thorne weiterhin als freie Mitarbeiter für NSC und CIR tätig geblieben waren - hatte der Alten-Rat der Florida-Seminolen Julia und Morgan sowie dem Mathemati­ker Phil Carpenter und der Anthropologin Kate Elder - das Lassiter-Smith-Thorne-Trio hatte das Paar zufällig während seiner privaten Recherche-Tour quer durch die Staaten kennengelernt - die Zeitreise-Option ihres Stammes verraten, die allerdings nur für Paare Gültigkeit besaß!

Wie die beiden Deutschen, so hatten auch diese zwei Paare der Versuchung nicht widerstehen können und waren umgehend gereist. Die Drei hatten in keinem Fall eine befriedigende Erklärung parat; ge­radezu aberwitzig erschien ihnen jedoch die Nur-Paare-Option der Seminolen, die sie als Singles automatisch aus dem exquisiten Club der Zeitreisenden ausschloss.

Während Lassiter diesen Status bewusst gewählt hatte und sich auch als Angehöriger der Fifty-Plus-Generation weiterhin wechselnder Temporärpartnerinnen erfreute, One-Night-Stands nicht verschmähte, gelegentliche Bordell-Besuche in Nevada einplante und in allergrößter Not sich durchaus einmal mit einer Love-Doll zufrieden geben konnte, hatten Smith und Thorne ihre Ehefrauen vor Jahr und Tag verloren. Ersterer war laut eigenem Bekunden eines Tages per E-Mail von sei­ner Frau informiert worden, dass es aus sei, punktum; letzterem war die Frau unvermittelt weggestorben, plötzlich und unerwartet, keine Anzeichen, Krebs.

Zweierlei war nach Lassiters Verständnis zutreffend :

Unterstellt, dass diese drei Paare durch die Terra-Zeit surften, so musste es diese Möglichkeit natürlich ebenfalls für Singles geben; darüberhinaus war es ziemlich unwahrscheinlich, dass lediglich er, Smith und Thorne diesem Mysterium auf der Spur waren. Sicherlich gab es ...er würde die Beiden kontaktieren.

So wie er sie kannte, bewegten sie immer noch ihre etwas ange­jahrten Gefährte durch New Mexico, Smith seinen Geo Tracker und Thorne den Ford Taurus; auch er hatte sich bisher nicht von seinem al­ten Chevy Impala trennen können.

Während er sich nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst in Boulder/CO niedergelassen hatte - seine Pension nach zwanzig Dienstjahren sowie ein ererbtes Familienaktienpaket erlaubten ihm ein relativ sorgenfreies Leben in seinem Condominium - waren Smith und Thorne rechtzeitig auf den Immobilienzug im Südwesten aufge­sprungen und hatten Eigentumswohnungen in Roswell/NM und Santa Fe/NM erworben.

Beide hatten ein Informatikstudium absolviert, waren außerdem Spezialisten für Angewandte Physik und galten als Spezialisten für Paranormales und Extra-Terrestrisches sowie Zeit-Problematiken.

Wer das Trio erlebte, war versucht, es mit Hollywood-Größen zu analogisieren; der ältere Lassiter ähnelte Alec Baldwin in Hunt for Red October, wohingegen die gut eine Dekade jüngeren Smith und Thorne stark an Matt Damon in Good Will Hunting, beziehungsweise

Johnny Depp in Pirates of the Caribbean erinnerten.

Lassiter ergriff sein Satellite Computer Phone (SCP), ein Geschenk der ehemaligen NSC-Chefin Julia Dunbar, dessen Konfiguration ei­nem Mini-Modell des Quaders in Stanley Kubricks 2001-A Space Odyssee gleichkam, aktivierte das Touch-Screen-Alphabet und tippte nacheinander die Buchstaben S und T ein, woraufhin das Programm ihn mit den SCPs von Smith und Thorne verband.

 

Klappentext

Teil 2 („QuantenFlüsterer") offeriert die Möglichkeit, mittels gigantischer Rechenoperationen Unwahrscheinlichkeiten wahrscheinlich, sogar real  werden zu lassen, die Zukunft in die Gegenwart zu verlagern, Fiktionen in Fakten zu verwandeln. (Ganz nebenbei erfährt der Leser die wahren Gründe für den amerikanischen Banken- und Immobiliencrash!) Allerdings werden diese Leistungen nicht von mönströsen Maschinen erbracht, sondern vom Gehirn eines sogenannten „Savant", hinter dem logischerweise Politiker, durchgeknallte Wissenschaftler und Geheimdienste her sind. Die zweite Erklärungsvariante löst den Fakt-Fiktion-Gegensatz auf verblüffende Weise.

Rezension

Allgemeine Zeitung Rhein-Main

Suche nach Wesen der Zeit

17.07.2010 - ALZEY

(ple). Der Alzeyer Science-Fiction-Autor Timothy McNeal hat nun auch den zweiten Band seines dreiteiligen Werks „Sphaeronauten" veröffentlicht, das den Titel „QuantenFlüsterer" trägt. Erschienen ist das 186-Seiten-Werk im Hamburger Capricornus-Verlag.

Alle drei Teile der Saga präsentieren die Suche verschiedener Protagonistengruppen nach dem Wesen der Zeit, den Möglichkeiten ihrer Manipulation sowie jeweils am Ende eine Erklärung für das phantastische Geschehen. Die gesamte Handlung spielt in den USA, alle Schauplätze sind authentisch, da mehrfach von McNeal bereist.

„QuantenFlüsterer" lässt den Leser miterleben, wie mit Hilfe gigantischer Rechenoperationen Unwahrscheinlichkeiten real werden. Die Zukunft wird in die Gegenwart verlagert, Fiktion wird zu Fakten. Wer das alles möglich macht? Maschinen? Nein, es sind die „Savants" die McNeal im zweiten Teil auftreten lässt. Mit ihren Fähigkeiten sorgen die Savants für Aufsehen, schnell hängen sich die Geheimdienste, Politiker und Wissenschaftler an ihre Fersen.

Es sind insgesamt vier Handlungsstränge, die McNeal in diesem Teil der Trilogie verfasst hat. Neben der bereits aus dem ersten Teil bekannten Protagonisten-Gruppe, die weiter versucht, die Zeitreise-Technik zu finden, landet ein Savant in den Fingern der Wissenschaftler. Daneben spielt das Spaceshuttle „Endeavour" eine Rolle. McNeal erweitert und vervollständigt den Handlungsstrang außerdem mit Zitaten zur Kosmologie. Der letzte Band der Trilogie soll dann im Herbst erscheinen. Zwischenzeitlich werden alle dre Teile auf CD sowie als Hörbuch produziert (www-action-verlag.com).