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Science Fiction
Buch Leseprobe Im Netz der Hydra, Gerd Kramer
Gerd Kramer

Im Netz der Hydra


Physik und Fiktion

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Kapitel 1



„Wahnsinn!"


Wilson starrte auf den mittleren Monitor.


„Unglaublich!"


Er schloss die Augen, aber dieses Mal nicht vor Müdigkeit, sondern um sich die Grafiken einzuprägen, die seine Zukunft als Wissenschaftler radikal verändern würden.


„Oberaffengeil!"


Er stieß sich mit den Füßen vom Schreibtisch ab, zog die Beine an und versetzte seinen Schreibtischstuhl in so schnelle Drehung, dass die Fliehkraft ihn fast vom Sitz gerissen hätte. Er stoppte die Rotation abrupt, um erneut auf den Monitor zu schauen. Seine zu langen, wirren Haare strich er sich aus dem Gesicht. Das, was er erblickte, war schöner als alles, was er bisher in seinem Leben gesehen hatte. Kein Bild von David Hamilton oder Helmut Newton reichte da heran. Wilson schüttete etwas von dem kalten Kaffee aus der Kanne in seine Tasse, der man ansah, dass sie mehrere Tage nicht gespült worden war. Er hob die Tasse und stieß damit gegen den Flachbildschirm, auf dem die Grafik zu sehen war, die ihn so sehr beeindruckte.


„Prost!", rief er, „auf das größte Genie des Instituts, der Welt, des Universums!"


Er musste die weiteren Schritte jetzt genau überlegen. Natürlich würde er seine Ergebnisse in den nächsten Tagen veröffentlichen. Aber er wollte nichts übereilen. Es war ziemlich unwahrscheinlich, dass ihm jemand zuvorkam. Die Gemeinde der ‚Planetenjäger‘, wie die Wissenschaftler sich selbstironisch nannten, war überschaubar. Fast alle Forscher beschäftigten sich mit der sogenannten Radialgeschwindigkeitsmethode, die darauf beruht, dass sich Zentralstern und Planet um einen gemeinsamen Schwerpunkt bewegen, was eine minimale Schlingerbewegung des Sterns zur Folge hat. Damit ließen sich nur massereiche Planeten entdecken. Lediglich eine Handvoll Wissenschaftler weltweit benutzte eine neue spektroskopische Methode, die eine direkte Untersuchung des vom Planeten reflektierten Lichts erlaubte. Damit konnte man erstmals auch kleinere Planeten von der Größe der Erde finden. Aber das Interessanteste war, dass die Analyse des Lichts Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Planetenatmosphäre ermöglichte. Das Spektrum war wie ein chemischer Fingerabdruck der Atmosphäre. Er, Wilson, hatte nun als Erster eine zweite Erde entdeckt. Das Spektrum seines extrasolaren Planeten wies Ozon - ein deutlicher Hinweis auf Sauerstoff - sowie Kohlendioxid aus. Aber damit nicht genug, auch Methan und Distickstoffoxid hatte er gefunden. Vorkommen und Häufigkeiten der Moleküle waren Hinweise, nein, Beweise für Photosynthese, für Leben.


Niemand wusste bisher von seiner sensationellen Entdeckung. Lediglich gegenüber seinem Freund Jorge aus Antofagasta, dem er unbegrenztes Vertrauen schenkte, hatte er vor einigen Tagen Andeutungen in einer E-Mail gemacht, jedoch ohne genauere Details zu verraten. Jorge und er hatten die gleichen Datensätze des VLT erhalten. Aber beide hatten sich die Daten aufgeteilt, um unnötige doppelte Analysen zu vermeiden. Das Very Large Telescope mit seiner adaptiven Optik, die die Luftunruhe der Erdatmosphäre kompensieren konnte, lieferte für ihre Forschungen einfach die besten Ergebnisse. Nicht einmal das Hubble-Weltraumteleskop konnte da mithalten.


Wilson hatte also Zeit. Es war unwahrscheinlich, dass ihm jemand zuvorkam. Aber es würde ihm sicher schwerfallen, seine Erkenntnisse lange zurückzuhalten. Nach der Veröffentlichung konnte er seine Forschungen für einige Monate vergessen. Die Medien, Presse, Fernsehen, würden über ihn herfallen.


 


„Morgen, John", hörte er Alex Gablers Gruß. Er hatte nicht bemerkt, dass sein Kollege den Raum betreten hatte, den sich beide teilten.


„Morgen, Morgen", erwiderte Wilson, trotz seiner Müdigkeit gut gelaunt.


„Wieder Streit zu Hause?"


„Was?"


„Das ist in dieser Woche bereits die dritte Nacht, die du hier verbringst."


„Die vierte."


„Dein Rasierapparat ist auch kaputt?"


„Lass mich in Ruhe. Oder besorg schon mal zwei Flugtickets nach Stockholm."


„Für uns beide?"


„Für Lilli und mich. Und einen Smoking brauch ich natürlich auch."


„Okay, ich glaub, du hast mal wieder abgehoben. Ich muss leider gleich meine Vorlesung halten, ‚Supermassereiche Schwarze Löcher‘. Dann hast du deine Ruhe."


„Klingt gut."


Sowohl Wilson als auch Gabler frotzelten ganz gerne. Eigentlich verstanden sie sich gar nicht schlecht. Sie hatten auf verschiedenen Gebieten der Astrophysik promoviert und kamen sich fachlich überhaupt nicht ins Gehege. Während der eine sich mit Planeten beschäftigte und mit der Frage, ob es Leben außerhalb des Sonnensystems gibt, erforschte der andere sozusagen das Gegenteil, den Tod von Sternen, durch den Schwarze Löcher entstehen können, und Supermassereiche Schwarze Löcher mit Millionen oder gar Milliarden Sonnenmassen, deren Entstehung bisher nicht geklärt ist. Gabler hatte ein Poster über seinem Arbeitsplatz hängen, das vollständig schwarz war. Er freute sich jedes Mal, wenn er nach der Bedeutung des schwarz gerahmten Bildes gefragt wurde. Seine Antwort war dann stets: „Das ist eine Nahaufnahme eines Schwarzen Lochs, des Sagittarius A*, im Zentrum unserer Milchstraße."


Wie jeden Morgen loggte sich Gabler in ein Forum ein, in dem sich Wissenschaftler aus aller Welt über die neuesten Forschungsergebnisse auf ihrem Fachgebiet austauschten. Wilson bemerkte, dass sein Kollege vollkommen regungslos, wie gebannt auf den Bildschirm starrte, auf dem in schneller Abfolge merkwürdige Grafiken flimmerten. Aus dem PC-Lautsprecher drangen Geräusche zu ihm herüber, die ihn an den Sound eines Modems erinnerten.


„Ich hab's geahnt, die Schwarzen Löcher unterhalten sich mit dir!", scherzte Wilson.


Gabler antwortete nicht. Das passte gar nicht zu ihm. Er hatte sonst eigentlich immer eine passende Antwort parat.


Wilson wandte sich den Berechnungen zu, deren Ergebnisse auf dem linken Monitor dargestellt wurden. Vor einer Veröffentlichung musste er unbedingt sicherstellen, dass ihm keine Fehler unterlaufen waren. Immer und immer wieder hatte er in den letzten Tagen und Nächten alles überprüft. Für ihn gab es inzwischen keine Zweifel mehr. Er hatte die zweite Erde entdeckt.


 


Während Wilson in seine Berechnungen vertieft war, hörte er plötzlich Schritte hinter sich. Er drehte sich mit seinem Schreibtischstuhl um 180 Grad. Gabler stand vor ihm. Dessen völlig ausdruckslose Augen und teilnahmslose Mimik erschreckten ihn.


„Was ist?", fragte Wilson, bevor er einen stechenden Schmerz in der Brust spürte. Er verstand nicht, was gerade passiert war. Er sah nach unten. Ein Brieföffner steckte in seiner Brust und sein weißes T-Shirt färbte sich langsam rot. Er hob den Kopf und sah zu Gabler auf. Ein Lächeln kam über seine Lippen. Das konnte nicht real sein, was er gerade erlebte.


 


„John!" hörte er eine zärtliche Stimme.


„John?"


Der Wissenschaftler öffnete die Augen.


„Mein Computer - ich muss ..."


„Gar nichts musst du, John." Seine Frau Lilli strich ihm sanft über die Wange.


„Aber es ist wichtig!"


„Nichts ist wichtig. Nur gesund werden musst du."


„Wo bin ich? Was ist passiert?"


„Im Krankenhaus, Schatz. Du erinnerst dich nicht?"


„Nein. Ich muss raus hier!", Wilson versuchte sich aufzurichten, schaffte es aber nicht.


„Hübsch liegen bleiben!", flüsterte Lilli mit einem bestimmenden Unterton.


„Du hast Besuch, John, meinst du, dass du mit ihm reden kannst?", fuhr sie fort.


„Wer?"


„Ein Kommissar Westerkamp, er hat einige Fragen an dich."


„Was für Fragen? Ich weiß nichts. Aber du musst mir helfen, Lilli!"


„Was ich auch immer für dich tun kann ..."


„Bitte ruf Alex an. Er soll meinen Computer runterfahren."


„Alex Gabler?"


„Ja, du kennst ihn doch."


„Schon, aber der ist nicht im Büro", antwortete seine Frau zögernd.


„Wieso? Egal, dann ruf Simon Klein an. Der sitzt im Nebenzimmer, Durchwahl 34. Am besten ist, wenn er meinen Computer und die Festplatte, die dranhängt, an sich nimmt. Sag ihm, dass es ganz, ganz wichtig ist. Sag ihm, dass er meine Beobachtungszeit am VLT bekommt, wenn er mir hilft."


„In Ordnung, aber worum geht es?"


„Bitte, es ist sehr wichtig."


„Ich mach es direkt, John. Kann ich den Kommissar reinlassen?"


„Von mir aus, wenn du dann bitte den Klein anrufst."


„Ich komm später wieder", sagte Lilli mit einem liebevollen Lächeln.


Kaum hatte sie das Zimmer verlassen, nahm Westerkamp ihren Platz neben dem Bett ein.


„Wie geht es Ihnen?", fragte er etwas zu monoton, um eine tatsächliche Anteilnahme glaubhaft auszudrücken.


„Einfach klasse", antwortete Wilson wirsch.


„Sie wissen, was gestern passiert ist?"


„Nein."


„Ihr Kollege Gabler hat versucht, Sie umzubringen."


„Quatsch."


„Mit einem Brieföffner, zwei Zentimeter am Herzen vorbei."


„Gabler und ich sind quasi Freunde."


„Hatten Sie Streit mit ihm?"


„Ne, ganz bestimmt nicht. Mit Alex kann man, wenn überhaupt, nur fachlich streiten. Der hat nur Schwarze Löcher im Kopf."


„Was?"


„Ach, davon verstehen Sie nichts", antwortete Wilson unfreundlich.


„Herr Wilson, können Sie mir sagen, womit Sie sich beschäftigen?"


„Beruflich?"


„Ja, natürlich."


„Mit grünen Männchen."


Westerkamp sagte nichts. Er drehte den Kopf zur Seite und sah aus dem Fenster. Wilson erkannte, dass er den Bogen überspannt hatte.


„Na ja, ich beschäftige mich mit sogenannten Exoplaneten, also Planeten, die nicht zu unserem Sonnensystem gehören", lenkte er ein.


Westerkamp hatte sich ihm wieder zugewandt. „Interessant. Die Schlingerbewegungen des Muttersterns verraten einen Planeten, nicht wahr?"


Wilson war überrascht. „Ja, aber ich verwende neue Methoden, mit denen man mit etwas Glück auch die Planetenatmosphäre analysieren kann."


„Können Sie sich vorstellen, dass der Angriff Ihres Kollegen mit Ihrer Arbeit zu tun hat?"


„Nein, absolut nicht. Wir haben kaum Berührungspunkte in unserer Forschung. Sagen Sie, wo ist Gabler jetzt?"


„Es wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen. Aber zurzeit befindet er sich in der Psychiatrie."


„Alex ist in der Klapsmühle? Das ist doch wohl nicht wahr, oder?"


„Doch. Ein Student ist offenbar direkt nach dem Anschlag in Ihr Büro gekommen und hat sofort den Notarzt gerufen. Als Polizei und Arzt eintrafen, saß Gabler auf seinem Schreibtischstuhl und stierte vor sich hin. Bisher hat er noch kein Wort wieder gesprochen."


„Es tut mir leid für Alex. Er ist ein feiner Kerl und ein guter Kollege", seufzte Wilson.


 


„Üb immer Treu und Redlichkeit" klang in diesem Moment aus Westerkamps Handy.


„Westerkamp."


„Hier ist Kröger. Jemand hat das Siegel zu Gablers Büro aufgebrochen", hörte Wilson deutlich aus dem Hörer.


„Fehlt was?"


„Ein Computer ist verschwunden."


„Gablers Computer?"


„Nein, den haben unsere Leute ja bereits mitgenommen."


„Hören Sie sich mal um, ob jemand was gesehen hat, und sorgen Sie dafür, dass keiner mehr das Büro betritt. Zum Glück ist die SpuSi ja schon durch."


„Okay."


 


„Haben Sie mitgehört?", fragte Westerkamp.


„Ist jemand in mein Büro eingebrochen?"


„Sieht so aus. Ihr Computer wurde gestohlen."


„So ein Mist!", rief Wilson entrüstet aus. Er war sich nicht sicher, ob seine Entrüstung überzeugend bei Westerkamp ankam.


„Hm, Sie verschweigen mir doch nichts, Herr Wilson?"


„Nein, ich bin genauso wie Sie an einer Aufklärung interessiert."


„Ich habe Ihrer Frau meine Karte gegeben. Sie können mich Tag und Nacht anrufen."


 


Als Wilson wieder alleine war, versuchte er seine Gedanken zu ordnen und sich an den gestrigen Tag zu erinnern. Analytisches Denken hatte er in den Jahren des Forschens gelernt. Er kam sich vor wie der Astrophysiker Stephen Hawking, der zur Unbeweglichkeit verdammt war, aber vielleicht gerade deshalb höchste Konzentration erreichte. Seine Erinnerungen an den Vorfall kehrten langsam zurück. Zwar konnte er sich an Gablers Angriff nicht erinnern, aber immer mehr doch an die Situation davor. Zusammen mit Westerkamps Angaben, die vermutlich stimmten, ergab sich ein weitgehend geschlossenes Bild, aber natürlich keine Erklärung für das Geschehen. Streit hatte es zwischen den beiden Wissenschaftlern wirklich nicht gegeben und einen Konkurrenzkampf auch nicht. Als Gabler in das Büro gekommen war, schien noch alles in Ordnung zu sein. Aber Wilson erinnerte sich, dass sein Kollege wie versteinert vor dem Monitor gesessen und auch nicht auf seine Frotzelei reagiert hatte. Hatten das Flimmern des Bildschirms und die merkwürdigen Geräusche etwas damit zu tun, dass Alex so ausgerastet war? Das gab irgendwie keinen rechten Sinn. Wilson war müde. Ursache für seine Müdigkeit waren sicher auch die Medikamente, die er erhalten hatte. Er hatte nicht einmal bemerkt, dass Lilli neben seinem Bett Platz genommen hatte.


„John?"


„Lilli, gut, dass du da bist."


„Das hoffe ich", sagte sie lächelnd, „wie geht es dir?"


„Müde bin ich, ansonsten ist alles okay."


„Ich habe deinen Kollegen direkt angerufen und er hat mir versprochen ..."


„Hab schon gehört, dass es geklappt hat. Auf Simon ist echt Verlass."


 


„Damit Sie bald wieder zu Kräften kommen, hab ich Ihnen ein neues Fläschchen mitgebracht." Schwester Sandra war eingetreten und machte sich am Infusionsbesteck zu schaffen.


„Ich will nichts mehr von dem Zeug, es macht mich müde", brummte Wilson, „was ist da überhaupt drin?"


„Gleich ist Visite. Fragen Sie Professor Laumeier, der wird Ihnen alles erklären."


„Hab Ihnen ein neues Fläschchen mitgebracht", äffte Wilson die Schwester nach, nachdem sie den Raum verlassen hatte. „Ich kann diesen Singsang nicht ab. Die hat zwar nen hübschen Hintern, aber geht mir jetzt schon tierisch auf den Senkel."


„Aber John", wies Lilli ihren Mann zurecht.


Wilson riss das Pflaster mit einem Ruck vom Arm und zog die Kanüle heraus.


„Mensch, John, das kannst du doch nicht machen!", protestierte Lilli lautstark.


„Ich kann", antwortete Wilson mürrisch, „sicher ist da ein Beruhigungsmittel drin, das mich müde macht. Ich muss aber nachdenken, nicht schlafen."


Lilli stand auf, als Professor Laumeier eintrat. „Bleiben Sie ruhig hier", sagte er freundlich und setzte sich auf die Bettkante, „ich wollte nur sehen, wie es unserem Astrologen geht."


„Astronom!" korrigierte Wilson ärgerlich, ich nenne Sie ja auch nicht Quacksalber. Aber ich erstelle Ihnen gerne ein Horoskop."


„Haben Sie noch Schmerzen?"


„Nur wenig. Sie haben sicher Schmerz- und Beruhigungsmittel in den Cocktail gemischt, oder?"


„Sehen wir doch mal in Ihrem Krankenblatt nach", antwortete Laumeier und tippte einige Male mit dem Finger auf das Display seines Tablet-PCs.


„8,6 g Natriumchlorid, 0,3 g Kaliumchlorid, 0,3 g Calciumchlorid-Dihydrat, 5 g Hepa... Das gibt's doch nicht!" Wilson sah, wie der Arzt leichenblass wurde.


„Was ist?"


„Ach, nichts." Laumeier stand auf, nahm die Flasche aus dem Infusionsständer und wollte das Zimmer verlassen.


„Hiergeblieben!", rief Wilson ihm nach.


„Bin gleich wieder da."


„Sie bleiben hier!"


„Was?" Laumeier drehte sich um. Er glich mehr einem begossenen Pudel als einem Medizinprofessor.


„5 g Hepa...?"


„Ein Blutverdünnungsmittel. Ein Blutverdünnungsmittel nach einer Operation. Das habe ich niemals eingegeben, niemals! Das ist völlig unerklärlich. Selbst wenn jemand so was eingibt, würde das System den Fehler schon bei der Eingabe bemerken. In jedem Fall hat die Schwester den Fehler ganz sicher entdeckt. Schließlich war die vorherige Infusionslösung offenbar in Ordnung."


„Dann können Sie die Flasche jetzt wieder anschließen", provozierte Wilson.


„Ich werde das doch besser überprüfen", erwiderte Laumeier kleinlaut und verließ das Zimmer.


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