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Science Fiction
Buch Leseprobe Goldene Zukunft der Erde, Joachim Hausen
Joachim Hausen

Goldene Zukunft der Erde



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Deutschland. Bayern. Allersberg, rund 30 Kilometer südlich von Nürnberg.


Sonntag, 2. Juni 1811. 16:05 Uhr. Sonnig. 25 Grad.


Auf einem staubigen Weg schlenderten Maria und Josef Hand in Hand vom Dorfrand in den nahen Wald. Sonnenstrahlen flirrten durchs Blattwerk. Meisen jubilierten. Amseln schimpften. Insekten sirrten. Eine Hummel brummte vorbei. Ein Eichhörnchen huschte den Stamm einer Eiche hoch.


Wenige Schritte hinter den ersten Bäumen hielt das Paar inne. Es schaute sich in die Augen. Es küsste sich. »Ich liebe dich«, flüsterte die 18-jährige Maria.


Der 20-jährige Josef Huber, zweiter Sohn eines Großbauern, lächelte, strich ihr übers frisch gewaschene, glatte dunkelbraune Haar und zupfte an ihrem Zopf. »Du bist nicht nur die fleißigste Magd auf unserem Hof und im Dorf, sondern auch die schönste. Ich bin verrückt nach dir, Maria, obwohl wir uns erst fünfmal heimlich getroffen haben.«


Sie kicherte. Sie küsste ihn fest auf den Mund. Er packte sie an einer Hand. Sie eilten tiefer in den Wald. Nach etwa 200 Meter führte er sie links hinter türhohen Fichten auf eine teilweise sonnige Lichtung. Sie lächelte und drückte seine Hand. »Ein schönes Plätzchen hast du ausgesucht, Liebster, mit Gras und Moos.«


Sie umarmten sich. Liebevolle Küsse. Leidenschaftliche Küsse. Wilde Küsse. Er tastete nach ihrem Busen. Sie sanken zu Boden. Sie strich ihm durchs mittelbraune Haar. »Endlich haben wir heute viel Zeit für uns«, flüsterte Maria. Sie zog die hellblaue Bluse und den grauen Rock aus. BH trug sie keinen. Sie hob die straffen Brüste an. »Streichele und küsse sie«, wisperte sie.


Josef erfüllte ihren Wunsch. Sie legte den Kopf in den Nacken. Leises Keuchen. Er lutschte und knabberte an den steifen Warzen. Lautes Keuchen.


Er hielt inne. Er sah ihr in die Augen.


»Herrlich«, flüsterte sie. Sie küsste ihn heftig.


Er löste sich. Er strahlte. Er zog das sandfarbene Hemd, die braune Hose und die graue Unterhose aus. Er rollte die Kleidungsstücke zusammen und stopfte sie unter ihren Kopf. Er streichelte ihre Wangen. Zart küsste er sie auf Nasenspitze und Lippen. Er schaute ihr in die Augen. »Hattest du ... äh ... ich meine, bist du noch ... äh ... Jungfrau?«


Sie strich ihm übers Haar. Seufzen. »Nein.«


Er schluckte. »Mit wem ...?«


»Erkläre ich dir nachher.«


Nicken. Er legte sich zwischen ihre Beine.


Maria wimmerte. Marie hechelte. Maria stöhnte. Ihr Körper zitterte. Die Hände krallten ins Moos. Sie bäumte sich auf. Ein heiserer Schrei. Sie sank zusammen.


Josef glitt über sie. Er schaute ihr in die Augen.


»Himmlisch!«, wisperte sie. Sie griff ihm in den Schritt. »Jetzt komm zu mir, Liebster, tief, fest, wild. Ich sehne mich danach, habe jede Nacht davon geräumt.«


Er lächelte. »Ich auch, Liebste.«


Das Paar genoss das Liebesspiel. Maria zuckte und bebte. Leise Schreie.


Josef schnaufte, prustete, röhrte und explodierte. Maria schrie nochmals.


Er rollte neben sie. Umarmung. Zärtliche Küsse. »Das war göttlich, Liebster!«, flüsterte sie. »Ich bin ganz hoch, ganz weit geflogen. Wollte gar nicht mehr zurückkommen.«


Er lächelte. Er strich ihr über die Wangen. Er küsste sie auf die Spitze der leicht gekrümmten Nase. »Das machen wir jetzt jeden Sonntag, Liebste.«


Sie strahlte. »Da freu ich mich aber, vielleicht ... vielleicht können wir uns ja auch einmal in der Woche im Heuschober treffen.«


Er hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen. »Ich hoffe es auch.« Er schaute ihr in die Augen. »Du wolltest mir doch erzählen, wer dich ...«


Sie strich ihm durchs Haar. Sie seufzte. »Es geschah im Heuschober am Erntedankfest im letzten Herbst. Es ... es war ... es war – dein Vater. Er wollte mich vom Hof jagen, wenn ich nicht mitmache.«


Josef knirschte mit den Zähnen. »Dieses Dreckschwein!«, stieß er hervor. »Ich würde den Saukerl am liebsten umbringen. Wie oft hat er ...?«


Das Liebespaar zuckte zusammen. Wundervoller Gesang einer Frauenstimme erklang, untermalt von Geigen- und Flötenspiel. Mit aufgerissenen Augen lauschten Maria und Josef. Sie schüttelten sich. »Was ist das für eine Musik«, flüsterte sie, »und ... und wo kommt sie her?«


Er sprang auf. »Keine Ahnung.« Er deutete nach rechts. »Vielleicht lagert auf der nahen Lichtung eine Gruppe fahrender Musikanten. Komm, wir ziehen uns rasch an. Ich will nicht, dass uns jemand so hier sieht. «


Sie schien enttäuscht. Sie seufzte. Sie nickte.


Rasch kleideten sie sich an. Sie eilten zum Weg. Noch immer sang die Frau. Noch immer spielten Geigen und Flöten. Er nahm Maria an einer Hand.


Knapp 100 Schritte weiter traten sie links in den Wald. Sie umrundeten Brombeersträucher, üppiges Buschwerk und schlängelten sich durch raumhohe Buchen. Sie näherten sich dem lieblichen Gesang. Nach rund 60 Meter erreichten sie den Rand der Lichtung. Jäh hielten sie inne. Stumm und mit aufgerissenen Augen starrten sie. Maria und Josef wankten. Sie schüttelten sich.


»Heilige Muttergottes! Was ist denn das?«, flüsterte sie. »Sieht aus wie ein riesiges goldenes Ei. Wie kam es hierher? Es hat keine Räder, außerdem ist der Weg viel zu schmal. Vielleicht ist es vom Himmel gefallen.«


Musik und Gesang verstummten. Josef erwachte aus seiner Starre. Er krächzte: »Wenn es vom Himmel gefallen wäre, wäre es kaputt. Ich weiß auch nicht, was das ist. Es ist mindestens doppelt so lang wie unser Haus und viel, viel höher. Es hockt auf sechs breiten Kufen. Es füllt die Lichtung fast aus.« Er trat ein paar Schritte vor.


Maria huschte neben ihn und packte ihn am rechten Arm. »Bleib hier, Josef! Ich habe Angst. Das Ding ist mir unheimlich.« Sie starrte ihn an. »Hörst du es auch?«, wisperte sie. »Es brummt leise.«


Lässig wirkend winkte er ab. »Keine Sorge, Liebste, wenn es uns was antun wollte, hätte es das schon getan. Ich geh jetzt mal hin, will wissen, woraus es gemacht ist. Wenn du Angst hast, bleib hier.«


»O nein! Ich gehe mit dir.« Hand in Hand pirschten sie näher. Er deutete zur mittleren Kufe. »Dahinter läuft ein ungefähr drei Meter hoher Wulst um das Ei. Ich will diese stumpf silberne Kufe anfassen, sieht aus wie Eisen. Sie ist mindesten eine Elle im Boden eingesunken.«


Knapp vier Schritte vor der Kufe blieben sie stehen. Josef sah hoch. » Bei allen Heiligen!«, stieß er hervor. »Sieh dir das mal an, Maria!«


Sie schaute hoch.


Er schien aufgeregt. »Ich glaube, da ist eine Tür mit abgerundeten Ecken, aber ohne Griff. Man sieht nur eine dunkle Linie. Das goldene Ei ist ... es ist ein Haus ohne Fenster.«


Maria starrte ihn an. »Aber Josef, wer ...?«


Leises Zischen ließ sie verstummen. Die zwei Meter hohe und 1,30 Meter breite Tür glitt ein Stück nach innen und verschwand links hinter der Außenwand. Kein Licht fiel aus der Öffnung. Summend schob sich unten ein fast türbreiter Steg heraus, bildete eine Treppe mit 15 Stufen und senkte sich auf den Boden. Das Summen verstummte.


Maria und Josef schauten sich mit aufgerissenen Augen an. Sie presste seine Hand. »Was geschieht da?«, wisperte sie. »Was sollen wir jetzt machen? «


»Keine Ahnung. Sieht wie eine Einladung aus.«


Schnauben. »Du ... du willst doch nicht da reingehen, oder?«


Josef öffnete den Mund und – schloss ihn wieder.


Ein Mensch, ein Mann, erschien in der Türöffnung. Er schritt die Treppe hinab und blieb knapp zwei Meter vor dem offensichtlich schockierten Paar stehen. Der Fremde überragte Josef um zehn Zentimeter. Kinnlanges blondes Lockenhaar umrahmte sein ebenmäßiges Gesicht. Er trug ein wadenlanges, gefälteltes weißes Gewand mit kurzen Ärmeln und dunkelrote Halbstiefel.


Maria und Josef schienen gelähmt. »Heilige Muttergottes!«, stieß sie hervor. »Ein Engel! Ein wahrhaftiger Engel!«


Auf dem Rücken des Mannes prangten zwei 90 Zentimeter lange und maximal 50 Zentimeter breite schneeweiße Flügel in einem 60-Grad-Winkel. Sie bewegten sich nicht.


Der Engel hob die rechte Hand. »Fürchtet euch nicht, Menschenkinder«, sagte er mit sonorer Stimme in der hiesigen Sprache. »Ich bin der Erzengel Gabriel. Ich wurde geschickt, um mit euch in diesem Gefährt in den Himmel aufzufahren.«


Maria und Josef wankten. Sie schienen einer Ohnmacht nahe.


Der Engel griff in die rechte Gewandtasche. 


 


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