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> Science Fiction > Geheimakte Eden
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Science Fiction
Buch Leseprobe Geheimakte Eden, Kerstin Ax
Kerstin Ax

Geheimakte Eden


Jedes Ende hat auch einen Anfang

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16.06.2100                Florida/USA


                                     Hauptzentrale


 


»Du weißt genauso gut wie ich, dass wenn die ganze Sache rauskommt, die Menschenrechtler und vor allem die Kirche versuchen werden, unser Vorhaben zu unterbinden«, sagte Collin Fridges in gereiztem Ton zu seinem Kollegen Nathaniel Miller, der gerade dabei war, neue Daten in den PC einzugeben.


»Aber meinst du nicht, dass die da draußen auch ein Recht haben, davon zu erfahren?«


Nathaniel sah nicht vom PC-Bildschirm auf, während er diese Frage stellte.


»Nein, das finde ich nicht. Ich lasse mir das nicht kaputt machen, nachdem ich 15 Jahre dafür gearbeitet habe, nur weil du jetzt auf einmal deine moralische Ader entdeckt hast!« Collins Ton wurde immer gereizter. Er sprang vom Stuhl seines Schreibtisches auf und fing an, hinter Nathaniel auf und ab zu gehen.


»Gerade dir müsste doch auch viel an dem Projekt gelegen sein. Immerhin warst du einer der Ersten, der mit auf die Idee gekommen ist. Wenn dir das so wie wir es vorhaben nicht passt, kannst du ja aus dem Projekt aussteigen!«


Jeder Mensch hätte wenigstens ein paar Gewissensbisse, wenn er gerade dabei wäre, Gott zu spielen, jeder abgesehen von Collin Fridges, dachte Nathaniel. Er drehte sich auf seinem Stuhl um und sah Collin direkt in die Augen.


»Okay, okay, ist ja schon gut. Ich will ja nicht aus meinem eigens erdachten Projekt rausfliegen. Außerdem habe ich auch wenig Lust, auf mysteriöse Art und Weise zu verschwinden, um dann anschließend eine Woche später tot treibend in irgendeinem Fluss gefunden zu werden.«


In Collins Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab.


»Siehst du, Kumpel, dann können wir ja jetzt in Ruhe weitermachen.«


 


Lilian Kennington stand vor dem Eingang zu


Labor 1, über dem eine rot leuchtende digitale Anzeige prangte, mit den Namen Collin Fridges und Nathaniel Miller. Darunter stand Projektleiter. Der Stapel Papiere auf ihrem linken Arm wurde immer schwerer.


»Lilian Kennington«, sagte sie mit fester Stimme in das Mikrofon. Anschließend schaute sie in die kleine Kamera auf der linken Seite des Einganges.


»So ein Schwachsinn. Als ob jemand, der hier nichts zu suchen hat, überhaupt die Chance hätte, bis hierher zu kommen«, flüsterte sie leise vor sich hin.


»Eintritt genehmigt!«, tönte eine tiefe männliche Stimme und die Sicherheitstür öffnete sich.


»Hallo Jungs, ich habe ein paar neue Daten für euch.« Lilian war froh, dass sie den Stapel auf dem nächstbesten Schreibtisch ablegen konnte. Ihr linker Arm fühlte sich fast taub an. Schweiß perlte von ihrer Stirn.


»Warum habt ihr die Klimaanlage nicht wenigstens etwas aufgedreht?«


Sie pustete sich eine Haarsträhne von der Stirn und wischte mit dem Handrücken eine Schweißperle, die sich gerade den Weg über ihre Stirn bahnte, weg.


»Weil wir es gerne heiß mögen«, sagte Collin und lächelte Lilian verschmitzt an.


»Du bist und bleibst ein Ferkel, Collin!«


»Aber wenn schon, dann ein sehr gut aussehendes und intelligentes. Wenn ich bitten darf, Madame.«


Nathaniel erhob sich von seinem Stuhl, ging anschließend auf den Schreibtisch zu und nahm sich das erste Blatt des Papierstapels, wobei er um Lilian herumgreifen musste, die Collin noch immer entgeistert anschaute.


»Wenn ihr dann eure Liebenswürdigkeiten ausgetauscht habt, können wir ja weitermachen«, sagte er und schaute auf das Blatt.


»Sehr interessant. Der Gesamtwasseranteil von Bitu beträgt 63 Prozent, davon sind 10 Prozent Süßwasser,also ist der Süßwasseranteil etwas höher als bei uns.« Collin schaute Nathaniel fragend an.


»Könnte das irgendwelche Auswirkungen haben?«


Nathaniel kräuselte die Lippen und sagte dann: »Ich denke nicht. Die Niederschlagsrate könnte nur etwas geringer als bei uns ausfallen, also meiner Meinung nach ist das kein wirklich gravierender Unterschied. Aber wir können ja noch Professor Bellham fragen.«


»Ich werde ihn morgen mal anrufen«, sagte Collin und machte eine Notiz in seinem Timer.


»Damit habt ihr wohl wieder etwas länger zu tun«, mischte Lilian sich ein und tippte auf den restlichen Papierstapel.


»Du könntest mir ja helfen, sozusagen als meine Muse. Vielleicht geht's dann ein bisschen schneller«, sagte Collin und warf Lilian einen Kussmund zu.


»Ich werde jetzt gehen, bevor dieses testosteron-gesteuerte Ferkel noch ganz ausflippt«, sagte Lilian und verschwand.


»Wenn du so weiter machst, hast du in nächster Zeit eine Anzeige wegen sexueller Belästigung, Collin.« Collin fuhr sich lasziv durch die Haare.


»Im Grunde genommen steht sie darauf, sie betet mich nämlich an!«


»Mach ruhig so weiter. Vielleicht haben irgendwelche Außerirdischen inzwischen Bitu entdeckt und besiedelt, und unser Traum wird platzen, wie deine Eier es in nicht allzu ferner Zeit tun werden. Nur weil du dich nicht auf das Wichtige konzentrierst.«


Nathaniel ahmte mit seinen Händen eine Explosion nach.


»Lass uns weitermachen«, sagte Collin mit gespielt gekränkter Miene.


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