Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern

zurück zum Buch

Exploration Capri VI


Teil 6: Zorn

von Christian Klemkow

science_fiction
ISBN13-Nummer:
ASINB0857K677G
Ausstattung:
Ebook auf Amazon, oder in kürze auch als Taschenbuch erhältlich. Umfang 660 Seiten
Preis:
4.99 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Leseprobe

Observationsraum, Ort unbekannt, Datum unbekannt Susannah öffnete ihre Augen und blickte in die Schwärze der Dunkelheit, die sie umgab. Sie lebte noch. Nebelhaft begann sie ihre Umgebung wahrzunehmen. Erst das leise, allgegenwärtige Brummen im Raum, den harten Stuhl auf dem sie saß und schließlich die Fesseln an Händen und Füßen. „Was soll das? Wo bin ich? Hallo?“ Je genauer sie hinsah, umso mehr wurde ihr bewusst, dass es nicht dunkel war, sondern dass sie nur eine Augenbinde trug. Sie war so leicht und unauffällig, dass sie diese fast nicht spürte. Sie versuchte sich die Kopfbinde mit Hilfe ihrer Schulter abzustreifen, doch das Kunststück gelang ihr nicht. Sie strampelte und kämpfte, doch die Gurte, mit denen ihre Arme an die Lehnen des Stuhls gefesselt waren, gaben keinen Millimeter nach. „Hallo? Verflucht, macht mich los!“ Sie hielt inne und horchte, ob sich weitere Personen in ihrer Umgebung aufhielten. Irgendwas hatte sie gehört. Aufmerksam lauschte sie in den Raum hinein. „Ist hier jemand? Steven, bist du das? Ich kann Ihren Atem hören. Verdammt, reden Sie mit mir! Sagen Sie schon was oder machen Sie mich los!“ Niemand antwortete. Ihre Gedanken überschlugen sich. Sie versuchte sich zu erinnern, was als Letztes passiert war. Offensichtlich wurde die Explorer nicht zerstört. Sie war mit Steven in der Kabine gewesen. Aber alles danach war einfach weg. So sehr sie sich auch anstrengte, sich an etwas zu erinnern, es gelang ihr nicht. Alles war wie weggeblasen. „Was haben Sie mit mir gemacht?“ Dann erinnerte sie sich plötzlich doch. Zuerst hatte sie es für einen Traum gehalten. Das junge Mädchen. Der Japaner. Es war mehr ein Albtraum und konnte unmöglich Realität sein. Oder doch? Je mehr Bilder ihres Erwachens zurückkehrten, umso mehr wusste sie, dass es kein Traum war. Verzweiflung und Wut stiegen in ihr auf. Die Angst davor, dass der Traum doch real sein konnte, überwältigte sie. Sie hatten ihr das Kind entrissen. „Ihr Schweine! Was habt ihr mit mir gemacht? Ihr habt sie mir weggenommen. Macht mich los! MACHT MICH LOS, SAGTE ICH! AHHHHHHHH!“ Ihr markdurchdringender Schrei hallte von den nahen Wänden wieder. Weinend sank sie in ihrem Stuhl zusammen. Es dauert nicht lange, ehe sie ein schnaufendes Geräusch wahrnahm. Sie konnte es ganz deutlich hören. Es war, als erwache ein Mann zu ihrer Linken. Sie war nicht allein. War er ebenso gefesselt wie sie selbst? „Steven? Bist du das? Antworte mir! … Verdammt, nehmt mir endlich die Augenbinde ab! Steven!“ Das tiefe Stöhnen zu ihrer Linken nahm zu, passte jedoch nicht zu ihrem Mann. Dennoch kam ihr die Stimmlage bekannt vor, so als würde sie ihn gut kennen. „Wullf! Sind Sie das? Aaron! Wachen Sie auf!“ „Ooooghh … Mein Schädel. Doc? Sind Sie das?“, antwortete endlich ihr unbekanntes Gegenüber. „Ja! Gott sei Dank!“, entfuhr es ihr vor Erleichterung, eine bekannte Stimme zu hören. „Ahhhh, was ist hier los?“ Auch Wullf zerrte an den Gurten seines Stuhls. „Was soll der Scheiß? Wieso bin ich gefesselt?“ „Tragen Sie auch eine Augenbinde?“ „Scheiße, ja! Was geht hier vor? Wo sind wir?“ „Keine Ahnung. Aaron. Wo ist Steven? Geht es ihm gut? Wissen Sie, was zuletzt passiert ist? Können Sie sich an irgendetwas erinnern?“ Hoffentlich wusste er etwas. Susannah betete innerlich, dass es Steven gut ging. „Ich glaube ... nein. Ich war mit Beth zusammen. Fuck! Wo ist sie?“ Offenbar hatte auch er einen Filmriss. „Versuchen Sie, sich zu erinnern! Was ist passiert?“, fragte Susannah aufgeregt. „Ich weiß nicht. Diese höllischen Kopfschmerzen.“ „Die Schweine haben unsere Erinnerungen manipuliert.“ „Von wem reden Sie?“, fragte Wullf. „Na von denen, die uns hier angekettet haben. … Tanaka!“ Der Name war ihr wieder eingefallen. Hinter der Scheibe Ihre Hände auf das Glas gepresst, blickte Yuna zu den Personen im Raum auf der anderen Seite der Scheibe. Ihre Gefühle fuhren Achterbahn. Sie starrte zu ihrer Mutter. Sie war festgezurrt, wie eine Gefangene. Mit Augenbinden, wie vor einer Hinrichtung. Sie konnte es nicht mehr ertragen, wie sie litt. „Es reicht! Hol sie endlich da raus!“, schrie Yuna ihren alten Mentor an, immer darauf bedacht, nicht in frühere Gewohnheiten zu verfallen und ihn Vater zu nennen. Denn das war er nicht. War er nie gewesen. „Weck sie endlich alle auf! Du hast es versprochen! Los, oder ich gehe da rein und mach es selbst!“ „Na schön!“ Tanaka ging zum Mikrofon, aktivierte die Leitung und zögerte. Dutzende Male war er alles durchgegangen, wie er seinen Hals aus der Schlinge ziehen konnte, ohne seine Tochter endgültig zu verlieren. Er musste die Karten auf den Tisch legen und hoffen, dass keiner der vier Crewmitglieder ihm eigenhändig den Hals umdrehte. Einmal mehr blickte er zu Yuna zurück, die seinen Augenkontakt hasserfüllt und auffordernd erwiderte. „Hallo? Ist da jemand?“, hallte die Stimme ihrer Mutter durch den Lautsprecher. Observationsraum Susannah horchte aufmerksam in den Raum. Sie hatte sich das nicht eingebildet. Eine Com-Verbindung hatte sich aktiviert. „Hast du das auch gehört?“ „Was gehört?“ „Die Lautsprecher. Irgendjemand hört uns zu. Bitte! Reden Sie endlich mit uns! So können Sie uns nicht behandeln!“ „In Ordnung“, ertönte eine unbekannte Stimme. „Fuck! Verdammt.“ Wullf konnte kaum glauben, noch einmal eine andere lebende Stimmen zu hören. „Gott! Und ich dachte, wir wären die letzten Menschen, die übrig sind.“ Doch die Erleichterung währte nur kurz, denn die persönliche Situation mit den Fesseln schmeckte ihm in keiner Weise. „Hey! Wer sind Sie? Nehmen Sie uns die Fesseln ab! Wir sind nicht feindselig.“ „Fred. Nehmen Sie ihnen die Kopfbedeckungen ab.“ „Wer zum Teufel sind Sie und was wollen …“ Noch bevor Wullf den Satz ausgesprochen hatte, zog ihm ein Mann die Augenbinde vom Kopf. Das plötzliche grelle Licht blendete ihn, so dass er zuerst nur eine vage Silhouette des Mannes wahrnahm. Doch dann erschrak er, denn er sah einem Totgeglaubten leibhaftig ins Gesicht. Wullf erstarrte. „Was zur Hölle? Fuck! Eric?“ Wie konnte das sein? Er war tot. Sein Leichnam irgendwo da draußen im Nirgendwo. Während Wullfs Augen dem wandelnden Geist folgten, schritt der schwarzbekleidete Mann auf die gefesselte Ärztin zu und zog auch Susannah die Augenbinde vom Kopf. Ängstlich und verstört starrte sie dem stämmigen Mann ins Gesicht. „Großer Gott!“ Susannah erkannte den ehemaligen Sergeant Eric Stone ebenfalls, erfasste jedoch sofort, worum es sich bei diesem Mann offensichtlich handelte. Es gab nur einen logischen Schluss. „Doc. Ich verstehe nicht. Wie kann das sein?“, verlangte Aaron nach einer Erklärung. Erst jetzt bemerkte er die anderen bewusstlosen Crewmitglieder an diesem Tisch. „Das ist nicht der Eric, den Sie kennen. Das ist ein Klon“, erklärte Susannah ungläubig, ohne den Blick von ihm abwenden zu können. „Doc! Sehen Sie!“ Er nickte zur anderen Seite des Tisches hinüber. Susannah folgte Wullfs ernstem Blick und sah Steven und Sadler, die ebenfalls gefesselt und schlafend an den großen runden Tisch platziert worden waren. „Steven! Beth! Oh Gott! Steven! Bist du wach? Hey, Sie! Machen Sie mich los! Ich muss zu ihnen, um sie zu untersuchen. MACHEN SIE SCHON!“, brüllte Susannah dem Klon entgegen. Ohne jede Regung stand dieser nur an der Wand und sah sie an. „Fred, richtig? Bitte! Nehmen Sie meine Fesseln ab!“ Das Knacken erklang erneut. Susannah entging nichts und sie erspähte den eingefassten Lautsprecher an der Decke. Ihr Blick wanderte weiter durch den weißen Raum. Die unauffällige Glaswand zu ihrer Linken. Solche Methoden kannte sie bestenfalls aus schlechten Filmen von früher. Sie war sich sicher: Sie blickte dem Wichser auf der anderen Seite direkt in die Augen. „Sie Dreckskerl! Ich weiß, dass Sie da sind! Machen Sie uns endlich los!“ „Fred, wecken Sie die beiden anderen auf“, erwiderte die fremde Stimme. Fürs Erste genügte ihr das. Wortlos ging Fred zu Steven und setzte ihm ein kleines stiftartiges Gerät an den Hals, welches Susannah noch nie gesehen hatte. Binnen Sekunden kam ihr Mann langsam wieder zu sich. Nachdem er Steven die Augenbinde vom Kopf entfernt hatte, wiederholte er die Prozedur auch bei der Ingenieurin der Explorer. „Steven! Hörst du mich? Steven!“ „Doc. Doc!“, rief Wullf wiederholt. „Wer ist das über den Lautsprecher? Wer ist dieser Tanaka? Was wissen Sie über ihn? Wo sind wir hier? Doc!“ Beinahe abwesend drehte Susannah ihren Kopf zu Wullf hinüber und blickte ihn traurig an. „Ich weiß gar nichts … nur, dass er uns unsere … er hat unsere …“ Susannah brach in Tränen aus und sah wieder zu ihrem Mann Steven, der langsam den Kopf hob, um sich umzusehen. „Ihre was? Doc? Verflucht! Sie da draußen! Kommen Sie endlich her, und reden Sie mit uns von Angesicht zu Angesicht.“ Die Grenzen seiner Geduld waren erreicht. Besorgt sah er zum Commander und zu Sadler, die noch nicht ansprechbar war. „Ich glaub, er kommt zu sich. Commander?“ Steven hob langsam den Kopf und zerrte an den Fesseln. „Gott sei Dank! Steven! Schatz, kannst du mich hören? Sieh mich bitte an, wenn du mich hören kannst.“ Mühsam drehte er seinen Kopf nach links und sah seine Frau an. „Ja. So ist es gut.“ Sie lächelte. Tränen quollen aus ihren Augen. „Hey, meine Kleine. Nicht weinen! Wir leben noch?“ Steven erkannte sofort, dass etwas nicht stimmte. Einen solchen Gesichtsausdruck hatte er noch nie zuvor bei seiner Frau erlebt. Er wusste nicht, warum sie weinte, aber Freudentränen waren es nicht. „Alles okay, Sue?“ „Nein.“ „Wir kommen hier wieder raus.“ „Commander. Wissen Sie, was hier los ist? Können Sie sich an was erinnern?“ „Nein. Wo sind wir hier?“ Er sah sich im ganzen Raum um. Außer hellen Wänden, dem ovalen langen Tisch mit acht Stühlen und verschlossenen, in der Metallwand eingelassenen Schränken sah er nichts. Keine Außenfenster, keine anderen Möbel, nichts. „Wir sind nicht an Bord der Explorer. Sieht wie ein Konferenzraum aus.“ „Wohl eher wie ein Verhörzimmer“, korrigierte Wullf und verwies auf die Glasscheibe hinter seinem Rücken. „Wir haben einen unbekannten Zuschauer.“ „Was?“ „Kannst du dich denn an gar nichts erinnern?“, fragte Susannah erneut. „Irgendetwas?“ „Nein. Was ist hier los?“ „Fragen Sie Ihre Frau. Ich glaube sie weiß, wer uns hier festhält“, meinte Wullf. „Sue? Wovon redet er da?“ Wieder ergossen sich Tränen über die Wangen seiner Frau. „Ich muss dir etwas sagen. Unser …“ Die weiße Tür an der gegenüberliegenden Wand öffnete sich und eine hübsche, junge Frau asiatischer Herkunft trat hindurch. Sie war sehr jung, geradeso erwachsen, wenn überhaupt. Alle im Raum starrten zu dem aufgewühlten Mädchen, das sichtbar eine Pistole in ihrem seitlichen Holster trug. „Oh Gott. Nicht du!“, entgegnete Susannah verzweifelt. Steven verstand nun gar nichts mehr. Trauer, Entsetzen und Verletzlichkeit schrien gleichermaßen aus ihrer Stimme. Es war ein Ausdruck, den er nicht zu deuten vermochte, egal wie lange er sie schon kannte. Das Mädchen blickte zur offenen Tür und sah dann Susannah wieder stumm in die Augen. „Was zur Hölle geht hier vor?“ Verwirrt schaute Steven abwechselnd zum Mädchen und zu seiner Frau, die beide den gleichen Gesichtsausdruck zeigten. „Sie verdammter Mistkerl. Haben Sie nicht mal die Eier, selbst reinzukommen? Sie schicken sie?“, brüllte Susannah zur offenen Tür hinaus. „Sie Feigling!“ „Sue! Mit wem redest du?“, fragte Steven und sah beide an. „Wer ist das? Kennst du sie?“ „Na los! Sag es ihm schon“, forderte sie das Mädchen direkt auf. „Immer gerade heraus!“ Ein unbehagliches Gefühl überkam Steven. Der Unterton seiner Frau verhieß nichts Gutes. Eines war jedoch gewiss: Die Antwort würde ihm nicht gefallen. Das Mädchen sah ihm in die Augen. Sie zögerte. „Mein … mein Name ist Yuna Akira … Tanaka, geborene Cortez und ich bin deine leibliche Tochter. Und Susannah ist meine Mutter.“ „Was?“ Ungläubig starrte er das Mädchen auf der anderen Seite des Tisches an. Das konnte einfach nicht wahr sein, oder doch? Das war unmöglich. Mit fragendem Blick sah er seine Frau an, deren traurige Augen die Wahrheit unterstrichen. „Es ist wahr. Man hat sie uns weggenommen! Er hat sie einfach aus mir herausgerissen!“ „Wovon redest du?“ „Heilige Scheiße!“ Wullf konnte kaum glauben, was er da hörte. Die Tragweite dieser Worte öffnete gleich ein ganzes Dutzend quälender Fragen, deren Antworten niemand von ihnen hören wollte und die doch im Innern brannten. Ein ungläubiges leises Lachen erklang von der anderen Seite des Tisches. „Beth! Es reicht, hör auf!“, versuchte Wullf, seine labile Kameradin zu mäßigen. Doch sie lachte noch immer. „Wieso? Es wird kein Stück besser. Friert mich bitte wieder ein!“ „Halt den Mund, Beth! Kein Wort mehr!“, befahl Wullf und wandte sich dem Mädchen zu. „Yuna, richtig?“ Das Mädchen nickte. „Wie alt bist du?“ „16.“ „Fuck!“ Wullf schüttelte den Kopf. „16 Jahre?“ „Ja. 16 volle Jahre.“ „Wir haben die ganze Zeit verschlafen?“, wollte es Steven genauer wissen. „Nein“, antwortete Susannah kalt. „Man hat uns 16 Jahre gefangen gehalten. Weggesperrt im Kälteschlaf. Ist es nicht so, Yuna?“ „Ja, das stimmt, bis ich es herausgefunden habe. Aber damit ist nun Schluss.“ „Du hast uns gefunden und befreit?“, fragte Steven irritiert? Er konnte dem Mädchen ansehen, wie aufgewühlt es war. Doch warum dann dieses Theater hier? „Ja. Mein anderer Vater … er hat euch versteckt gehalten und mich mein ganzes Leben lang belogen.“ „Dein anderer Vater?“ Steven verstand noch immer nicht. „Tanaka. Er ist nicht mein echter Vater. Er hat es mich nur glauben lassen. Er hat mich an eurer Stelle aufgezogen und belogen.“ „Wenn du uns befreit hast, warum dann die Fesseln? Binde uns los!“, forderte Steven das Mädchen auf. Doch sie schüttelte nur den Kopf. „Nein. Das kann ich nicht. Noch nicht.“ „Warum nicht?“ „Zu eurem eigenen Schutz. Ihr müsst euch erst alles anhören, was er zu sagen hat … Ich will mir erst alles anhören, dann werde ich eure Fesseln persönlich losbinden.“ „Wem sollen wir zuhören?“ Steven sah sich irritiert um. Hasserfüllt blickte Yuna in die offenstehende Tür und wartete. „Mir“, ertönte eine fremde Stimme über die Lautsprecher. „Wer spricht da? Wer sind Sie?“ Keine fünf Sekunden später trat ein Japaner gehobenen Alters durch die Tür. Grauschwarz meliertes Haar und ein ebenso grauer, kurzgeschnittener Bart im Gesicht erschwerten es Steven, das Alter des Mannes einzuschätzen. Er mochte zwischen 50 und 60 Jahre alt sein. Langsam trat der Mann an das Mädchen heran. „Danke Yuna. Ich weiß, dass war nicht leicht für dich.“ Tanaka streichelte ihr über den Rücken, doch Yuna drehte sich abwehrend zur Seite und schlug seine Hand beiseite. „Fass mich nicht an!“

Klappentext

Letzter Teil der abgeschlossenen Science Fiction Saga.

 

Teil 6: ZORN

 

Die Odyssee endet. Wären sie doch nie erwacht. 16 Jahre nach ihrer Ankunft im zerstörten System Capri Solaris kommen die Überlebenden der Explorer auf einer Station voller Geheimnisse zu sich. Nichts ist so, wie es scheint. Die trostlose Welt, in der sie sich wiederfinden, ist bevölkert mit Geistern ihrer Vergangenheit. Während sich Susannah ihrem schlimmsten Albtraum stellen muss, sieht Steven eine letzte Chance, endlich die verfluchte Mission seines Vaters zum Ziel zu führen. Die Antworten sind zum Greifen nah. Was hat es mit den mysteriösen Artefakten auf sich? Gibt es doch noch eine letzte Chance für die Menschheit? Und was führt Tanaka tatsächlich im Schilde? Als die Crew den Geheimnissen schließlich auf die Spur kommt, ist es bereits zu spät. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf.

 

Was wird der letzte Flug der Explorer bringen? Leben oder Tod?

 

„Zorn“ ist die direkte Fortsetzung von „Erwachen“ und bildet den Abschluss der mehrteiligen dramatischen Science-Fiction-Odyssee, die ihre Leser zusammen mit der Explorer auf eine spannende Reise durch Raum und Zeit entführt.

Rezension

Was für eine Buchreihe Christian Klemkow hier erschaffen hat! Klar ist es früh für eine Rezension, aber ich habe es ja längst gelesen und musste ja still bleiben. Nun hat Christian mich in seinem Buch als Testleser erwähnt und jetzt ist Teil 6 ja auch am Markt. Ich habe mich sehr gefreut, als Christian mir seinen Roman zum Testlesen angeboten hat. So konnte ich doch als einer der ersten Leser in meine Hängematte steigen und loslegen. Was waren das für lange Nächte, in denen ich mir die einzelnen Kapitel einverleibt habe. Da musste ich mich manchmal schon zwingen, aufzuhören. Nicht nur, weil es dann teilweise schon 2 Uhr am Morgen war und am nächsten Tag das Büro wartete. Nein, auch weil ich mir noch etwas aufbewahren und die Kapitel nachwirken lassen wollte. Jeden einzelnen Charakter hat so viel Fleisch. Ich weiß. Es ist vielleicht nicht die beste Ausdrucksweise, aber ich kann mir die Sache nicht anders erklären, als dass Christian mit jedem der Protagonisten lange Spaziergänge unternommen hat, um sie so lebendig zu beschreiben. Da ist Wulff, der eine harte Schale, aber einen um so weicheren Kern besitzt. Yuna, die äußerst intelligent aber oft auch extrem unbeholfen ist. Ach was soll ich die Leute beschreiben. Jeder hat halt seinen eigenen Charakter und Christian lässt sie das auch voll ausleben. Ich kann nicht nachvollziehen, wenn jemand etwas an der Buchreihe auszusetzen hat. Das gab es bei Band 4 so einige unzufriedene Äußerungen. Viele haben dann abgebrochen. Hey Leute. Lest weiter! Die letzten 2 Bände sind der Hammer Bei mir stehen nun alle Bände säuberlich aufgereiht in meiner „guten“ Vitrine zwischen Thiemeyer, Sheffield, Eschbach und Schätzing. Da gehört die Reihe auch hin. Ich habe übrigens das „alte“ Cover, das mir viel besser gefällt, als das neue und alle Bände sind handsigniert, weil ich darum gebeten habe. Hey Leute. Bleibt mir nur noch zu sagen, dass die Buchreihe meine absolute Empfehlung bekommt. Ich wünsche Christian einen riesigen Erfolg damit. Vielleicht steht die Reihe ja bald in allen Buchhandlungen. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann ist es der, dass Christian bitte sein Schreiben fortsetzt. Da gibt es noch so viel Unbekanntes da draußen bei den Sternen, die ja eigentlich keine sind. Lieber Christian. Bravo und vielen Dank für die wunderbare Geschichte, die Du mit uns geteilt hast. Euer Axel P.S.: Schreibt bitte alle nach dem Lesen eine Rezension. Wir Autoren und die Buchverkäufe leben davon.