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> Science Fiction > EVA: der Genesis-Code
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Science Fiction
Buch Leseprobe EVA: der Genesis-Code, Sebastian Noll
Sebastian Noll

EVA: der Genesis-Code



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Kapitel 1 - Hülle




»Guten Morgen«, sagte Richie mit einem freundlichen Lächeln zur hübschen Rezeptionistin, als er den Fuse-Tower durch die große Drehtür betrat. »Guten Morgen«, antwortete die junge Dame mit einem genervten Unterton. Unbehelligt schritt Richie weiter in Richtung des Fahrstuhls und grüßte dabei noch weitere Kollegen.


Über dem Empfang prangte das Firmenlogo: Drei Feuerwerksraketen, die jeweils in eine andere Richtung zeigten und deren Lunten gerade abbrannten. Daneben stand in großen, goldenen Lettern der Firmenname Fireworks Corporation.


Er hatte Glück; die Türen des Fahrstuhls öffneten sich gerade, als er sie erreichte.


»Guten Morgen, Mr. Simister«, sagte er zu seinem Chef, der soeben aus dem Fahrstuhl ausgestiegen war.


»Oh, guten Morgen, Mr. … wie war noch gleich ihr Name?«, entgegnete Mr. Simister mit skeptischer Miene.


»Briggs, Richard Briggs«, antwortete Richie, der nach wie vor lächelte.


»Mr. Briggs, genau. Sie sind aus der Entwicklung, Abteilung Motorik, richtig?«, fragte Mr. Simister. Richie nickte und sein Chef fuhr fort: »Ich schaue im Laufe des Tages mal in ihrer Abteilung vorbei, um mir ihre Ergebnisse anzusehen. Jetzt bin ich aber spät dran, wir sehen uns dann.«


Mr. Simister hob zum Abschied seine Hand und eilte in Richtung Ausgang. Richie betrat derweil den Aufzug zusammen mit einigen Personen, die er nur vom Sehen her kannte. Er drückte den Knopf mit dem Schriftzug 4. Stock - Büro Entwicklung und die Türen des Fahrstuhls schlossen sich.


Seit mittlerweile vier Jahren arbeitete Richie nun schon als Ingenieur bei Fireworks, dem größten und vermutlich auch mächtigsten IT-Konzern der Welt. Und er war ziemlich stolz darauf, dort angestellt zu sein, auch wenn seine Vorgesetzten nicht unbedingt zuvorkommend waren. Immerhin leistete er seinen Beitrag an der komplexesten Maschine der Menschheitsgeschichte – dem ersten, voll lebensfähigen Androiden. Ein Android, das ist ein Roboter, der menschliches Verhalten und Aussehen an den Tag legt. Androiden mit einem weiblichen Erscheinungsbild werden zur besseren Unterscheidung auch Gynoid genannt. Fireworks arbeitete schon seit Jahrzehnten am Projekt Genesis und hatte dazu die besten Leute auf dem Gebiet der Robotik und Programmierung rekrutiert, doch erst mit Richies Einstellung konnten echte Fortschritte im Bereich der Motorik erzielt werden. Richie kümmerte sich vor allem um die Elektronik und Mechanik der Gelenke des Karas, dem leblosen Körper eines Androiden. Er versuchte die Bewegungen möglichst fließend aussehen zu lassen, damit sich diese von denen eines Menschen nicht mehr unterscheiden ließen. Keine leichte Aufgabe, doch genau diese Herausforderung reizte ihn daran.


Über dem Fahrstuhlausgang leuchtete die Zahl vier auf und die Türen öffneten sich wieder. Richie verließ den Aufzug und begrüßte auf dem Weg in sein Büro weitere Kollegen.


Er war froh, dass sich seine Abteilung nur im vierten Stock des Fuse-Towers befand. Die Programmierer hatten weniger Glück; sie mussten hoch in die fünfundsiebzigste Etage, und die Kollegen von Projekt Wisdom fuhren jeden Tag sogar rauf bis in das hundertachtzigste Stockwerk – was für eine Qual.


»Guten Morgen, Akira«, sagte er, als er sein Büro betrat, und stellte die Tasche neben seinen Schreibtisch, der gleichzeitig auch als Werkbank diente. Akira war nicht nur sein Kollege, sondern auch ein guter Freund. Als Akira vor einigen Jahren aus Japan nach San José zog, um ebenfalls bei Fireworks zu arbeiten, haben sich die beiden sofort verstanden und angefreundet.


»Guten Morgen, Richie. Wie war dein Wochenende?«, fragte Akira und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Seine Augen funkelten Richie erwartungsvoll durch die dicken Gläser seiner Hornbrille entgegen.


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