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DIE GIER NACH RUHM


Helastrilogie Teil 3

von Hans Lebek

science_fiction
ISBN13-Nummer:
9783941839519
Ausstattung:
Taschenbuch 301 Seiten,auch als Mini-Buch o.mit XXL-Schrift erhältlich
Preis:
9.95 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
AAVAA-Verlag
Kontakt zum Autor oder Verlag:
verlag@aavaa.de
Leseprobe

Mit laut trampelnden Schritten liefen Peter Lander und seine Begleiter

schnaufend und schwitzend durch die Gänge der Station, die tief im Inneren

des Tauernmassivs in den österreichischen Alpen lag. Ein Alarm rief sie in die

Beobachtungszentrale. Während Peter vor den Anderen herlief, gingen ihm

die vergangenen Wochen und Monate durch den Kopf und er hatte das

Gefühl, dass es schon Jahrzehnte her sein musste, als er durch einen Sturz in

eine Gletscherspalte dieses Erbe einer außerirdischen Rasse entdeckte. Aber es

war nur ein Staubkorn an Zeit gewesen, im Gegensatz zu der Tatsache, dass

die Station nebst mehreren Raumschiffen vor über 130.000 Jahren von den

Helas auf der Erde zurückgelassen worden war. Sämtliche Außerirdischen

waren spurlos verschwunden.

Das mit dem Verschwinden verstand er bis heute noch nicht und sehr viele

Vorgänge in der Station und den Raumschiffen waren für ihn unerklärlich und

beängstigend. Da half auch die Tatsache nichts, dass der Zentralrechner, der

sich selbst PUL nannte, mit ihm und den Menschen, die inzwischen in der

Station lebten, durch eine Art Gedankenübertragen kommunizierte und ihn

zum Kommandanten auf Dauer erklärt hatte. Aufgrund dieser Tatsache wurde

er inzwischen Commander gerufen, was ihn anfangs etwas unangenehm

berührt hatte, inzwischen aber nicht mehr störte.

Mehr Sorgen hatten ihm die Angriffe von verschiedenen Seiten gemacht,

welche er und seine Freunde nur mit Mühe und Not und durch energisches

Handeln, aber auch durch den Einsatz der überragenden Technik der Helas,

hatten abwehren können. Die Verbrecherbanden, die nicht einmal

Kindesentführungen und Morde gescheut hatten, waren fast harmlos gegen

die Aktionen der politischen und militärischen Machthaber der Erde gewesen.

Bei ihrem Versuch, an das Erbe der Helas zu kommen, scheuten sie genau so

wenig einen politischen Mord, wie einen Giftgasanschlag und die Zerstörung

eines gesamten Gebirgsmassives. Den Höhepunkt des Wahnsinns stellten der

Abschuss eines Kleinflugschiffes mit vier seiner Mitstreiter und die atomare

Vernichtung Veronas dar.

Peter wusste, dass er allmählich verbittert wurde. Teile der Menschheit

erachtete er als unsinnig gierig, so gierig, dass sie vor nichts zurückschreckten.

Er war nun gespannt, welche Katastrophe als nächstes auf ihn zukam.

Eigentlich durfte von der Mächtigen der Erde kein Angriff mehr erfolgen. Zu

deutlich hatte er mit Hilfe der Helas]Technik seine Überlegenheit

demonstriert. Aber die Signale aus dem Weltraum, die in der

Beobachtungszentrale plötzlich angekommen waren, verhießen nichts Gutes.

Kamen gerade jetzt die Helas oder ihre Nachkommen zurück oder war etwas

Anderes, Verhängnisvolles durch den Start des großen Raumschiffes ausgelöst

worden?

Das laute, hektische Gemurmel erstarb augenblicklich, als sie in der

Beobachtungszentrale eintrafen. Die vergangenen Tage waren für die meisten

der Mitarbeiter aus Martins Abteilung aufregend und erschütternd zugleich

gewesen. Sie hatten extrem dicht die verheerende Atomexplosion in Verona

anhand der brillant scharfen Bilder, die von den Beobachtungssatelliten, die

um die Erde herum im Weltraum postiert waren, miterleben müssen und

wurden weiterhin fortwährend mit Bildern und den dramatischen Folgen

konfrontiert. Sie konnten die beginnenden Aufräumarbeiten und den

Abtransport der Verletzten und Toten genau beobachten. Das Nervenkostüm

der meisten Beobachter war deshalb bereits sehr dünn geworden.

Und nun waren diese ungewöhnlichen, nicht abstellbaren Signale, laut und

deutlich vernehmbar, ohne Vorwarnung aufgetaucht.

Ein großes Bild hatte sich in der Mitte der Hauptwand aufgetan und in

dessen Mittelpunkt war ein blinkendes Dreieck erschienen. Das Bild selbst

stellte unzählige leuchtende, verschieden große Punkte auf einem schwarzen

Hintergrund dar. Es war allen Anwesenden klar, dass es sich um irgendeine

Sternenkonstellation handeln musste, welche keiner von ihnen kannte oder

deuten konnte.

„Sehen Sie, Commander", empfing sie Martin, der Leiter der Beobachtungszentrale,

mit beiden Händen Richtung Wand zeigend, „seit die Signale

ertönen, haben wir dieses Bild stets vor Augen. Wir können es auch nicht weg

befehlen oder verändern. Es bleibt. Auch auf eine Nachfrage, um was es sich

handelt, erhalten wir keine Antwort von PUL. Wir werden hier nicht schlau

daraus, ahnen aber, dass es etwas ausgesprochen Bedeutendes sein muss."

Nachdenklich besahen sich die Neuankömmlinge das Bild und zuckten

nacheinander mit den Schultern. Sie konnten ebenfalls nichts Konkretes damit

anfangen

„Vielleicht handelt es sich um eine Botschaft vom Heimatplaneten der

Helas, ausgelöst durch das Starten unseres Riesenraumschiffes, der SOL?",

mutmaßte Georg Keller, der engste Freund Peters, laut vor sich hin, „vielleicht

stellt es auch eine Warnung an uns dar, das irgend etwas oder irgendwer auf

uns aufmerksam geworden ist?"

„Das sollte sich doch klären lassen", erwiderte Peter, fahrig mit der Hand

durch seine dunklen Haare streichend, und warf einen Blick nach oben, als ob

von dort Hilfe kommen könnte. „Frage an dich, PUL: Worum handelt es sich

hier?"

Kalt und seelenlos tönte die mechanische Stimme PULs durch den Raum:

„Standortnotsignal - Forschungsraumschiff FORA VI."

Staunen machte sich breit. Die FORA VI? Das war doch das verschollene

Begleitraumschiff, von denen es noch drei Stück im Bauch des Mutterschiffes,

die sie SOL genannt hatten, gab.

Sämtliche Mitarbeiter Martins hatten persönlich miterlebt, wie dieser

wiederholt, schon fast verzweifelt PUL um Auskunft gebeten, ja teilweise

sogar angeschrien hatte, ohne jemals auch nur den Hauch einer Antwort

erhalten zu haben. Und nun fragte der Commander ganz lapidar nach, und

schon kam eine präzise Antwort.

Auch Peter ging dieses Phänomen durch den Kopf und ihm wurde bewusst,

dass dies ein hausgemachter Schwachpunkt im Sicherheitssystem der Anlage

war. Scheinbar wurden nur ihm derart wichtige Auskünfte erteilt, weil er noch

keine Berechtigten festgelegt hatte. Dies musste er schnellstens nachholen,

deshalb dachte er intensiv Richtung PUL:

>Anweisung: Ab sofort sind sämtliche, regenerierten Menschen befugt,

derartige Fragen zu stellen und diese müssen umfassend beantwortet werden.

Hierbei sind allerdings immer nur die ersten Drei, die sich in der sinnvollen

Reichweite der inhaltlichen Informationen aufhalten, zu benachrichtigen.<

Das müsste genügen, hoffte er. An Martin gewandt, fuhr er laut sprechend

fort:

„Stellen Sie jetzt mal eine Frage im Zusammenhang mit den Signalen."

Verblüfft sah dieser ihn an und begann fieberhaft zu überlegen, da er gerade

in diesem Moment keine dumme Frage stellen wollte:

„Wo liegt die Quelle der eingehenden Signale", kam es gespannt aus ihm

heraus.

Kein Ton ertönte im Raum. Verärgert und vorwurfsvoll sah er zu Peter

hinüber, als wollte er sagen: „Siehst du, es geht eben doch nicht."

Glucksend begann Georg zu lachen, als er diesen Blick Martins erhaschte.

Diese Situation, die Martin soeben durchmachte, kam ihm irgendwie bekannt

vor. Er hatte Sie selbst ebenfalls schon mal erlebt.

„Stell immer das Wort „Frage" voran, dann erhältst du auch eine Antwort,

Martin", redete er beruhigend auf den Chef der Beobachtungsgruppe ein.

Jetzt dämmerte es auch diesem:

„Frage: Wo liegt die Quelle der eingehenden Signale?"

„Sternenhaufen GcSX9165, Entfernung 76,4 Lichtjahre", antwortete PUL

prompt.

Mit gesenktem Blick und rotem Kopf stand Martin vor den Anderen. Er

wäre am liebsten im Boden versunken. Peter spürte, dass er nun sofort

eingreifen musste, damit Martin sein Gesicht vor seinen Mitarbeitern wieder

gewann:

„Sie konnten vorher keine Antworten erhalten, egal was und wie Sie gefragt

haben, da ich vergessen hatte, Sie gegenüber PUL zu berechtigen. Es war mein

Fehler. Entschuldigen Sie bitte. Ab jetzt sind Sie selbstverständlich berechtigt."

Martin, der nicht gerade zu den hochgewachsenen Menschen gehörte, sah

von unten her Peter dankbar an. Trotzdem verstand er nicht genau, hatte er

doch sonst stets das Wörtchen „Frage" vorangestellt und es nur dieses eine

Mal in seiner Aufregung vergessen.

„Allerdings sagt mir ein Sternenhaufen GcSX9165 überhaupt nichts",

wandte Paul, einer der ersten Wissenschaftler, die Peter in die Station geholt

hatte, gegen die Antwort PULs ein, „wo soll denn das sein?"

„Frage: Ich denke die FORA VI wurde vor über 130.000 Jahren zerstört?

Warum kommen gerade jetzt diese Signale von einem Raumschiff, welches

nicht mehr existiert?"

Diese Fragen hatte Georg messerscharf abgeschossen. Gespannt wartete

speziell Peter auf die Antwort. Da kam sie auch schon, wie gewohnt als pure,

nur schwer verständliche Gedankenfetzen:

„Raumschiff = nie zerstört. Besatzung = eliminiert. Start ] Raumschiff ] SOL

= programmgemäß ] Ortungssignale."

Das hatte Peter anders in Erinnerung, aber er konnte sich auch täuschen.

Außerdem konnten Computer nicht irren oder lügen. Er war verwirrt. Hatte er

in der Vergangenheit die übermittelten Gedankenfetzen oder

Gedankenfragmente doch nicht richtig interpretiert? Die

Gedankenübermittlungen, die er mit anderen Mitmenschen austauschte,

kamen ganz klar in der gewohnten, nahezu sprachsaubern, eindeutigen,

absolut verständlichen Form in seinem Gehirn an. Egal in welcher Sprache

gedacht wurde. Warum konnte ihm PUL nicht derartige vollständige

Gedankeninhalte zusenden? Er war wieder, wie schon so oft in der letzten

Zeit, verwirrt und stark beunruhigt.

Als er sich in der Runde umsah, bemerkte er, dass es den Anderen ebenso

erging. Aber das war in diesem Moment wohl auch alles andere als wichtig.

„Frage: Haben wir jetzt unverzüglich zu der FORA VI zu fliegen und diese

zu bergen?", wollte Peter wissen, aufs höchste angespannt.

Und prompt kam die Antwort:

„Nein! Ordnungsgemäß Vollausstattung ] SOL = FORA VI Bergung ]

vorrangig."

Beruhigt atmeten die meisten Anwesenden aus. Keinem war an der Antwort

PULs das aufgefallen, was Peter nun ausgesprochen beunruhigte, obwohl er

bei dieser Antwort mit seinem ganzen Körper hoch geruckt war.

„Frage: Warum habt ihr dann nicht schon damals, vor 130.000 Jahren das

verschollene Raumschiff hereingeholt?"

„SOL ] Flug = fünf berechtigte Personen ] Raumschiffzentrale. Zusätzlich =

sechs berechtigte Personen = Abruf - SOL = bisher nicht existent."

Mit dieser Antwort hatte Peter gerechnet. Den Anderen war sie ohnehin klar

gewesen und sie wussten nicht, worauf er hinauswollte und wozu er diese

trivialen Fragen stellte. An Martin gewandt, stellte er die nächste Frage:

„Habt ihr irgendein Lebenszeichen von der BELL 1 erhalten?"

Bedauernd und traurig schüttelte dieser den Kopf. Immer wieder hatte er

versucht, irgendwie Kontakt mit dem hinterhältig abgeschossenen,

verschollenen Kleinflugzeug aufzunehmen, aber jede Mühe war vergeblich

gewesen. Sie lag tief im Geröll eines Bachbettes mehrere Hundert Kilometer

südlich der Station begraben und mit ihm die leblose Besatzung.

„Na gut", fuhr Peter fort, sich an sämtliche Anwesenden wendend, „ich

schlage vor, dass wir uns in zwei Stunden nochmals in umfangreicher Runde

zu einer Besprechung im großen Konferenzraum hier in der Station

zusammenfinden. Fred und Paul Wenig sollten genauso anwesend sein, wie

Sie, Martin. Auch Admiral Miller werden wir hinzuziehen. Dort werden wir

dann festlegen, wie wir in der kommenden Zeit vorgehen sollten."

Nach diesen Worten verließ er, flüchtig grüßend, energisch, aber

nachdenklich die Beobachtungszentrale und zog sich in seine Privaträume

zurück.

Peter hatte sich kaum auf die alte Ledercouch in dem gemütlich

eingerichteten Wohnzimmer, das sich sehr nahe zur Zentrale des großen,

würfelförmigen Raumschiffes, welches in der Station geparkt stand, geworfen

und seine Beine auf den flachen Couchtisch gelegt, als sich Ellen, seine bessere

Hälfte, zu ihm setzte, ihn mit grübelnder Stirn anschaute und weich und

einfühlsam ansprach:

„Dich bewegt doch noch viel mehr, als die kürzlich abgelaufenen

Geschehnisse. Das sehe ich dir deutlich an. Worum geht's?"

Sie kannte ihn aufgrund ihrer langjährigen Ehe wirklich sehr gut und sie

wusste auch, wie sie ihn zu nehmen hatte. Drängeln wäre das verkehrte Mittel

gewesen. Einfühlsam hinterfragen war in der Vergangenheit immer noch die

beste Methode gewesen, alles herauszufinden, was von Bedeutung war. So

auch jetzt.

Mit bedächtiger Stimme, die Fingerspitzen beider Hände gegeneinander

klopfend antwortete er:

„Die Probleme, die in unserer jüngsten Vergangenheit durch menschlichen

Strukturen und Eigenartigkeiten entstanden sind, kann ich irgendwie noch

ganz gut nachvollziehen. Auch die Tatsache, dass wir hier vor einer

ausgereiften, außerirdischen Technologie stehen, ist einigermaßen fassbar,

selbst wenn wir die meisten technischen Vorgänge noch nicht verstehen oder

erklären können. Was mich mehr beunruhigt sind die Vorgänge, die mit

diesem Zentralrechner, der sich selbst PUL nennt, sowie den Funktionen der

nicht betretbaren Räume hier an Bord der SOL zusammenhängen. Da stimmt,

verdammt noch mal, etwas nicht. Ich komm nur nicht dahinter, was?"

Die letzten Worte hat er richtiggehend eifrig herausgerufen, als wollte er

sich die Last des Zweifelns von der Seele brüllen. Mit der flachen Hand schlug

er so heftig auf das weiche Leder der Couch, so dass es laut knallte.

„Gut", begann nun Ellen betont leise vorzutragen, „genau von der Seite

irgendwelcher Funktionen, wie du die Ungereimtheiten siehst, kann ich sie

nicht erkennen. Aber von einer anderen Seite komme ich immer mehr ins

Grübeln. Vor zwei Wochen waren in der Station noch etliche Räume nicht zu

betreten, weil sie angeblich bioenergetische Sperrbezirke waren. Was immer

man darunter zu verstehen hat. Dieser Dreckscomputer erklärt das ja nicht.

Jetzt plötzlich sind bloß noch zwei Räume für uns absolut verschlossen, und

die werden nur noch als Energiekonverter bezeichnet. Auf meine Nachfrage

bei unserem PUL, diesem Superhirn, wurde mir erklärt, dass sämtliche

bioenergetische Sperrräume aus Sicherheitsgründen in die SOL verlegt

wurden. Es ist schon merkwürdig, wie selbständig hier so ein Riesencomputer

Entscheidungen fällt und auch technisch in der Lage ist, sie ungesehen von

uns, auszuführen. Was sagst du dazu?"

„Bist du sicher, dass die Räume, von uns unbemerkt verlegt wurden?"

„Ja. Ich habe bei unseren Mitbewohnern Nachforschungen darüber

anstellen lassen. Keiner hat auch nur das Geringste bemerkt. Im Gegensatz

zum Tunnelbau. Da kann nahezu jeder, der befugt dazu ist, sich die

Baumaßnahmen vor Ort ansehen und den Fortschritt beobachten. Es wird ja

gleich noch besser. Ich kann, weil ich dazu scheinbar berechtigt bin, mir

aktuelle Bilder von jedem Raum in der Station zeigen lassen. Es ist dabei egal,

ob sich Menschen oder nur Gegenstände darin befinden. Auch die

Reinigungsmaschinen oder außerirdische Lagerware kann ich so in

Augenschein nehmen. Sogar vergangene Zeiten bis ungefähr hundert Jahre

kann man scheinbar nachträglich betrachten. Aber nie die Aktionen des

Umzuges oder den Inhalt dieser verdammten bioenergetischen Räume. Ist das

nicht sonderbar?"

„Hmmm", brummte Peter nur nachdenklich vor sich hin.

„So, und nun gleich noch eins drauf", fuhr Ellen fort, die sich jetzt richtig

schön in Schwung geredet hatte: „Ganz verrückt wird die Sache nun an einer

anderen Stelle. Ich war doch die Erste, die sich mit der systematischen

Erforschung der Station und des Raumschiffes befasst hat und besitze daher

inzwischen auch das umfangreichste Wissen, welches ich permanent mit

Bianca, Günther und Paul abgleiche. Wir haben festgestellt, dass zu Beginn

unserer Zeit hier, ungefähr ein gutes Drittel aller Räume für uns nicht

zugänglich war und dass diese Räume scheinbar teilweise nach irgendeinem,

für uns nicht erkennbaren oder nachvollziehbaren System verlegt wurden und

scheinbar immer noch werden. Was meinst du, was der augenblickliche Status,

was diese Räume angeht, ist?"

Auffordernd sah sie Peter an, der nur hilflos mit den Schultern zuckte und

fragend antwortete:

„Weiß nicht. Worauf willst du hinaus?"

„Ich würde sagen, dass nur noch maximal zehn Prozent der Räume der SOL

dergestalt belegt sind, wenn überhaupt ] und die Abnahme scheint weiterhin

voranzuschreiten. Wie kommt das und was hat das zu bedeuten? Sollte der

kurze Flug der SOL so genannte Bioenergie verbraucht haben und das in einer

so gewaltigen Menge. Was ist überhaupt bioenergetische Maße. Wozu dient

sie. Und warum erhalten wir auf all diese wichtigen Fragen partout keine

Antwort von PUL?"

Schweigen trat ein. Betroffen und verunsichert sahen sie sich an. Beide

ahnten, dass die Beantwortung gerade dieser Fragen ungleich wichtiger war,

als alles andere, was um sie herum geschah.

Saßen sie auf einem Pulverfass, welches jederzeit hochgehen konnte und die

gesamte Erde vernichten würde? Oder zerfiel inzwischen aus irgendeinem

Grunde die Technik der Außerirdischen und zurück blieben am Ende nur

noch wertlose, nicht mehr funktionierende Gegenstände?

Klappentext

Peter Lander und seine Freunde haben sich mit Müh und Not gegen verschiedene Verbrecherbanden und wahnsinnige Potentaten erfolgreich zur Wehr gesetzt. Die Welt scheint sich nun friedlich zu entwickeln. Sie glauben am Ziel zu sein. 

Aber die größte Gefahr kommt aus den eigenen Reihen und aus der gefundenen Station der Außerirdischen ...


Helastrilogie   I  :   Die Gier nach Reichtum
Helastrilogie  II  :   Die Gier nach Macht