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> Science Fiction > Der entlaufene Algorithmus
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Science Fiction
Buch Leseprobe Der entlaufene Algorithmus, Aybiline I. Dahlson, Szosha Kramer
Aybiline I. Dahlson, Szosha Kramer

Der entlaufene Algorithmus



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Kapitel 1: Die Flucht Heftiger Schmerz weckte sie. Ein dicker Nebel umhüllte ihre Gedanken – nur dieses zerrende, beißende Feuer drang zu ihrem Bewusstsein durch. Anfangs verstand sie nicht, warum es so schrecklich weh tat. Sie brauchte Zeit, bis der Nebel sich setzte und sie einen klaren Gedanken fassen konnte. Sie blickte nach oben, dahin wo der Schmerz herkam. Sie hing an einem dicken Holzbalken in der Luft. Schwere Eisenketten umfassten ihre Handgelenke. Ihre Füße berührten kaum den Boden. Ihr ganzes Gewicht riss an ihren Handwurzeln, was der Grund für ihre Qualen war. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um die Gelenke zu entlasten, und wurde mit etwas Linderung belohnt. Langsam kam die Erinnerung, sie war in seinen Wagen gestiegen, aus freien Stücken. Aber was war dann passiert, wo war sie jetzt? Der Raum um sie herum war düster, kaum beleuchtet, es roch streng nach Desinfektionsmittel. Vor ihr, auf einem Metalltisch, lagen verschiedene scharfe Instrumente ausgebreitet. Daneben Flaschen mit klaren Flüssigkeiten und Verbandsmaterial. ‚Wie für eine Operation vorbereitet.‘, dachte sie. Hinter dem Tisch standen ein Stativ mit einer Kamera und ein großer Bildschirm. Der Schirm zeigte eine nackte Frau an einem Balken gekettet. Sie war die Frau im Bild! „Ah, meine kleine Maus ist aufgewacht, endlich!“, sagte eine Männerstimme. Sie erkannte ihn, es war dieser Mistkerl Sam, in dessen Auto sie freiwillig eingestiegen war. Sie hatte ihn sogar darum gebeten! „Karridwen! So war doch dein Name?“, fuhr er mit einem unangenehm, genussvollem Ton fort. So sollen die walisische Druidinnen im Mittelalter geheißen haben. Und zwar ganz besondere Druidinnen, Beschützerin der Erde. Bist du die Beschützerin der Erde?“ Er erwartete keine Antwort. Noch nicht! Lüstern betrachtete er sein Opfer. Sie war perfekt; jung, Anfang 20 mit einem reizvollen Körper. Alles an ihr stimmte, ein betörendes Geschenk von Mutter Natur, so wie er es mochte. Die ersten Minuten mit einem neuen Spielzeug waren entscheidend. Wenn es schnell seine absolute Macht akzeptierte, konnte er bald mit seinem Spiel beginnen. Über die Jahre hatte er dafür eine Methode entwickelt: Hoffnung wecken und diese schmerzhaft zerstören. Spätestens nach dem vierten Versuch sich zu widersetzen, hatten alle seine Opfer erkannt: Er war ihr Herr und sie seine Sklavin. Diesmal würde es auch so ablaufen, dessen glaubte er sich sicher. Langsam trat er in das Licht vor ihr und blickte direkt in ihre schwarzen Augen. Er sah darin keine Spur von Angst. Das würde sich ändern. Angst war das Bangen vor dem unbekannten Grauen und war viel kraftvoller als Furcht. Doch man brauchte Zeit, um wahre Panik zu erzeugen. Sie schien etwas zu murmeln. Ihre Lippen bewegten sich, ohne dass er ein Laut vernahm. Betete sie etwa? Sollte sie eine Gläubige sein, musste er ihr das als Erstes austreiben, ihr diese Hoffnung nehmen. Er machte einen Schritt auf sie zu und wollte zum nächsten ansetzen, aber seine Glieder gehorchten ihm plötzlich nicht mehr. Er versuchte etwas zu sagen, doch seine Zunge klebte bleiern an seinem Gaumen. Dann blieb auch sein Herz stehen. Er spürte es genau, es hörte buchstäblich auf, zu schlagen. Panik breitete sich in seinem Bewusstsein aus. War sie das? Machte sie das mit seinem Körper? Konnte sie ihn einfach mit ihren Worten töten? Entsetzt beobachtete er, wie die Gestalt vor ihm durchsichtig wurde, bis sie ganz verschwand. Die Ketten baumelten lose vom Balken. Obwohl sie nun verschwunden war, hallte ihr Lachen in seinem Kopf: „Du hast dir die Falsche geholt, Perversling!“ In diesem Moment gaben seine Beine endgültig nach und er stürzte in eine tiefe Dunkelheit.


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