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Science Fiction
Janus Raiden

Das Buch der Weisheit



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. Es war das Symbol des Erzengels Gabriel. Er legte den Körper sanft auf den Boden und ordnete die Kleides des Toten; da fiel ihm ein Zettel in dessen rechter Hand auf. Er zog ihn heraus und erkannte die Seite einer Alten Bibel, darauf stand: Darum werden ihre Plagen auf einen Tag kommen Tod, Leid und Hunger; mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richten wird. Darunter war geschrieben: Neues Testament, Offenbarung. Stefan erkannte das Zitat, dasselbe hatte ein Priester vor sechzig Jahren gesprochen, als der Krieg zwischen den Nationalen Sozialistischen Armee und der Freien Republikanischen Armee seinen Höhepunkt erreicht hatte. Stefan dachte nur Verdammt, nicht schon wieder so einer... Er hat ein richtiges Begräbnis verdient. Während er den Körper wieder hochnahm, sagte er: »Asyl, geh nach draußen, ich komme gleich.« Sie nickte und ging. Stefan bewegte sich langsam und versuchte, den schweren Körper nicht fallen zu lassen. Als er draußen war, schaute Asyl ihn fragend an. »Wir müssen dieser armen Seele ein richtiges Begräbnis geben.« Asyl nickte. Es dauerte einige Stunden, bis Stefan ein Loch geschaufelt hatte, das groß und tief genug war. Als er fertig war holte er den Leichnam und legte ihn in das Grab. Er wusste von früher noch ein paar Zeilen der Bibel, holte Asyl zu sich und bat sie, mit ihm zusammen zu beten. Doch zuerst sprach Stefan ein paar Sätze: »Wer ist der, der den Ratschluss verdunkelt mit Worten ohne Verstand? Darum sage ich euch alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden...Liebes Kind, bleibe gern im niedrigen Stande; das ist besser denn alles, danach die Welt trachtet...Klugheit unter den Menschen ist das rechte graue Haar, und ein unbeflecktes Leben ist das rechte Alter... Dies alles sind Zitate der alten Bibel. Vielleicht treffen sie auf diesen jungen Mann zu, vielleicht aber auch nicht. Wir wissen es nicht, aber eins wissen wir: Dass er nun an einem Ort ist, an dem er sicher vor Gewalt, Krieg und Hunger ist. Lasst uns beten.« Und so sprachen Asyl und Stefan ein Gebet, das Jahrtausende alt war: »Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehen. Wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld. Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn du bist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.« Danach schaufelte Stefan das Grab zu und setze ein kleines Holzkreuz aus Mahagoni auf das Grab.


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