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Science Fiction
Buch Leseprobe 20XX, George Bridark
George Bridark

20XX


Eine futuristische Vision

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Prolog:


 


Noch immer glauben die Menschen an wertlose Zahlungsmittel, die sie einander im Wettbewerb wegnehmen. Die Börse erlebt gerade eine nie da gewesene Hausse. Die Schuldenkrise, die eigentlich eine Systemkrise war und ist, wurde durch den provozierten Angriff der Russen auf Europa gelöst, indem nach dem Krieg ein Schuldenschnitt durchgeführt wurde. Die Politik erklärte der Bevölkerung, dass die alten Probleme der Vergangenheit angehören würden, da der Dollar 2.0 eine völlige Neukonstruktion sei und diese Währung die Vereinten Transatlantischen Staaten, kurz VTS, zu neuem Wohlstand führen sowie einen Schutz gegen die Verbrecherstaaten im Osten bieten werde. Neben der neuen Währung wurde auch ein hierarchisch über der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten angesiedeltes Parlament der Vereinten Transatlantischen Staaten eingerichtet, selbstverständlich besetzt mit wählbaren Mandataren. Die Gewichtung der Nationalitäten in diesem neuen Parlament erfolgt aufgrund der Arbeitslosenrate in den jeweiligen Staaten. Je höher die Arbeitslosigkeit in einem Staat, desto weniger Mandatare dürfen in das Parlament der VTS entsendet werden. Das Beziehen von Geld ist noch immer an die traditionelle Arbeit gekoppelt. Dem Rückgang bedeutender Arbeitsplätze aufgrund der automatisierten Fertigungstechnik wird mittels zunehmender Bürokratie, die neue Arbeitsplätze schafft, Einhalt geboten. Die Gesellschaft 2.0 nimmt Fahrt auf.


 


 


Kapitel X:


 


Ich war gerade dabei, das Dach des Zubaus an meinem Haus mit Schilf einzudecken, als plötzlich ein Hubschrauber zur Landung ansetzte. Ein Teil der Eindeckung löste sich durch die von dem Fluggerät verdrängte Luft und ein Gefühl der Wut überkam mich.


Ein Mann in Begleitung zweier bewaffneter Exekutivbeamten stieg aus und kam auf mich zu. Ohne zu grüßen, fuhr er mich an: »Haben Sie eine Genehmigung für den Zubau? Sind die Materialien zertifiziert?«


Langsam kletterte ich vom Dach und erkannte den Fragensteller. Es war Jürgen. Wir hatten zusammen studiert. Ich begrüßte ihn: »Hallo, kannst du dich noch an mich erinnern?«


Jürgen sah mich herablassend an und antwortete: »Ich erinnere mich. Beantworten Sie meine Fragen!«


Ich wunderte mich über die Bestimmtheit seines Tons und versuchte, höflich zu bleiben. »Was machst du jetzt eigentlich?«, fragte ich.


Jürgen erwiderte scharf: »Wir sind nicht per Du. Das ist eine Amtshandlung! Als staatlicher Oberbaumeister bin ich für Zubauten bei Einfamilienhäusern bis 200 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche in diesem Gebiet zuständig. Beantworten Sie meine Fragen!«


Jetzt dämmerte es mir: Jürgen ist im Hirn so verdreht, dass seine Sozialkompetenz längerfristig eine Auszeit nimmt.


Ich täuschte ein devotes Verhalten vor und gestand, keine Genehmigung zu haben, gab aber auch zu bedenken, dass es sich bei den verwendeten Materialien um Naturprodukte handelte, die ich selbst gesammelt und bearbeitet hatte.


Der Oberbaumeister nickte: »Uns ist bekannt, dass Sie nicht um eine Genehmigung angesucht haben. Das zieht eine Verwaltungsstrafe nach sich. Außerdem müssen Sie den Urzustand wiederherstellen. Überdies ist die Verwendung von nicht zertifiziertem Material strafbar. Natürliche Materialien können schädliche Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt haben.«


Mir wurde bewusst, dass beim Vergleich der aktuellen Satellitenfotos mit den Aufnahmen des Vorjahrs die Veränderung festgestellt worden sein musste. Ich zwang mich zur Ruhe, wenngleich ich bereits vor Wut kochte, und verteidigte mich: »Mir fehlte das Geld für ein Ansuchen. Außerdem habe ich geglaubt, der ländliche Raum sei von den neuen Gesetzen ausgenommen.«


Alle Gebiete außerhalb der Städte waren so gut wie unbewohnt. Handel wurde kaum betrieben. Die Selbstversorgung war der Schlüssel zum Überleben. Deshalb hatte ich beschlossen, einen Zubau zu meinem Haus als Unterstand für meine Tiere zu errichten. Sie spendeten mir einerseits Nahrung und andererseits halfen sie mir dabei, meine Einsamkeit zu ertragen, nachdem mich meine Familie verlassen hatte.


Einer der Exekutivbeamten wurde hellhörig und hakte nach: »Wenn Sie kein Geld haben, warum haben Sie dann Zugriff auf Trinkwasser?«


Ohne nachzudenken, stammelte ich: »Ich verfüge über eine eigene Trinkwasserquelle, die mein Großvater erschlossen hat.«


Die Exekutivbeamten sahen sich gegenseitig an, bevor einer von ihnen sagte: »Es besteht die Gefahr der Verdunkelung und der Wiederholung. Deshalb müssen wir Sie jetzt festnehmen!«


Starr vor Schreck fragte ich nach dem Grund für meine Verhaftung.


Die Beamten bauten sich links und rechts von mir auf und Jürgen klärte mich arrogant auf: »Ist doch klar. Sie dürfen nicht unentgeltlich das Wasser der Vereinten Transatlantischen Staaten trinken. Alle Quellen wurden längst an die Konzerne verpachtet.«


Diese Quelle musste damals bei der Kartierung übersehen worden sein.


Für mich brach eine Welt zusammen. Die Beamten zerrten mich in den Hubschrauber, der mit ohrenbetäubendem Gedröhne startete...


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