Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Satire > Voll aus dem Leben
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Bücher Satire
Buch Leseprobe Voll aus dem Leben, Maximilian Tubè
Maximilian Tubè

Voll aus dem Leben


Ein Kneipenbummel mit Koslowski & Co.

Bewertung:
(312)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
3307
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen

Hochzeit im Hause Schwabbel


 


Nun sollte es doch so weit kommen: Schwabbel und Monika wollten sich das Ja-Wort geben.


 Es schien auch dringend zu werden, glaubte man ihrem Hausarzt. Vorausgesetzt, die Beiden wollten noch ein paar -hoffentlich- glückliche Jahre gemeinsam auf dieser herrlichen Welt verleben.


 Koslowski staunte nicht schlecht, als er nach seinem letzten Urlaub davon erfuhr. Konnte sich einen stichelnden Kommentar jedoch nicht verkneifen: "Waaas? Duuu? Heiraten? Wer soll dich denn nehmen, so wie du aussiehst? Du trägst doch schon seit Jahren deine drei fettgepolsterten Rettungsringe über den Hüften und dein Bauch schwabbelt mit jeder deiner Bewegungen wie bei Rosi, Werners Hängebauchschwein, kurz über dem Boden ..."


 "Nun mach aber mal halb lang", erboste sich Schwabbel. "Nur weil ihr alle zu faul seid, richtig zu essen ... Und außerdem: Mo-nika schaut nicht auf Äußerlichkeiten. Für die zählen die inneren Werte ..."


 "Ach so", meinte Koslowski, "so wie Fettleber, verstopfte Herzkranzgefäße, Hirnschwund, Trinkfestigkeit ...


 " Schwabbel begann schwerer zu atmen. Ein Zeichen dafür, dass er sich einem Wutausbruch näherte. Koslowski klopfte ihm sacht auf die Schulter und meinte dann: "Aber nun mal ganz im Ernst: Als ich vor vier Wochen nach Teneriffa gedüst bin, war die Welt bei dir doch noch in Ordnung. Da kanntest du diese Frau doch noch gar nicht."


 "Richtig", stimmte ihm Schwabbel zu. "Aber als ich nach der Herrentagstour auf dem Heimweg durch den Park war, sah ich sie plötzlich allein auf einer der Bänke sitzen. Mensch, Koslowski, sie war so schön ..."


 "Sicher, nach zwanzig Bier und einer Flasche Korn gibt’s keine hässlichen Weiber mehr ..."


 "Quatsch ... Und als sie dann plötzlich von der Bank rutschte und vor mir lag ..."


 "Da hatte der Ausdruck „wo die Liebe hinfällt“ auf einmal eine ganz neue Bedeutung für dich. Mann, die war doch sicher sternhagelvoll. Sonst wäre sie nicht so einfach von der Bank ... Und ausgerechnet dir vor die Füße, wo du doch schon fast über eine Stecknadel stolperst ..."


 "Du kennst Monika wirklich nicht."


 In diesem Augenblick öffnete sich die Tür und ein Einmeterfünfzig mal Einmeterzwanzig großes Fleischpaket kam herein. Schwabbel strahlte: "Das ist meine Moni ..."


 Koslowski begann zu grinsen: "Das ist nicht dein Ernst. Dieser Fleischklops?"


 Monika hatte sich ihnen, langsam wie eine Dampfwalze, genähert und jedes der Worte genau verstanden. Mit blitzenden Augen schaute sie Koslowski an und drohte mit Wut in der Stimme: "Pass mal auf du schmales Hemd, dass du nicht zwischen unsere Körper gerätst. Dann lernst du nämlich unsere Dampfhämmer kennen und bist nur noch ein Strich in der Landschaft, wenn wir mit dir fertig sind."


 Koslowski fühlte sich bei dieser Ansage sichtlich unbehaglich zwischen den Beiden und versuchte, sich aus dem kritischen Bereich herauszuwinden. Mit leiser Stimme versuchte er sich zu entschuldigen: "Mensch, Schwabbel, das war doch nicht so gemeint. Wir sind doch Kumpels ..."


 "Ja, ja, nun kommst du wieder an, weil dir dein Arsch auf Grund geht ... Aber eines merke dir: Mich gibt’s nur noch mit Moni ..."


 "Schon klar, was du damit meinst. Tschuldigung, Moni, das war nicht so gemeint", heuchelte Koslowski.


 Als sie endlich mit den Gläsern anstießen, wusste er noch immer nicht, ob er nun einen alten Freund verloren oder eine neue Saufkumpanin dazu gewonnen hatte.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2021 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 5 secs