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> Satire > Und ewig bockt das Weib
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Bücher Satire
Buch Leseprobe Und ewig bockt das Weib, M. K. Ruppert
M. K. Ruppert

Und ewig bockt das Weib



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Die andere Seite des Mondes  „Wunder dauern höchstens eine Woche", so heißt es im Buch Genesis - wie wahr. Nehmen wir zum Beispiel diese neuen automatischen Telefonvermittlungen, die sich seit neusten hinter jeder Firma oder Servicedienstleistung verschanzen. Der Kundenterror beginnt gleich mit dem Wählen der Nummer... auf der anderen Seite der Barrikade hebt eine Robotertelefonistin ab und sagt...  „ ........... „. In geschriebenen Worten: „Sie sagt nichts".  Und würde ich kein Atmen vom Tonband hören, könnte man meinen, das Telefon habe sich zu seinem Erfinder Graham Bell gesellt und aufgrund hoher Telefongebühren Suizid begangen. „Hallo! .. Hallo!", schreie ich weltgewandt ins Telefon. Nichts! Trommelfell zerreißende Stille. Der Automat hört mich sehr wohl, deponiert meine Stimme allerdings in der Tiefkühlanlage. Auf Ämtern und Beschwerdestellen versucht man so, die Nörgler weich zu kochen und sie von der Unsinnigkeit ihrer Beschwerde zu überzeugen. Sieht man doch, dass egal was es ist, eine einseitige Telefonleitung noch viel nervender ist. Aber so leicht gebe ich nicht auf, dafür lebe ich zulange in diesem Land, dass ich nicht schon alle Tricks kennen würde.  Ich hohle mir eine Cola, einen Kaffee - etwas Milch, einen Zuckerwürfel - belegte Brötchen aus der Küche und setze mich erneut zum Telefon. „Hallo, ist hier die Stadtverwaltung?" sagte ich betont ruhig, um den Seismographen des Emotionsbarometers der Telefonanlage zu überlisten. Aber auch die Stadtverwaltung schien für solche Hinterlistigkeiten gewappnet zu sein und ließ weiter Knistern aus der Leitung kommen... ruhig und gleichmäßig..." Doch plötzlich, mich riss es fast vom Stuhl, kam eine Stimme: „Buon giorno, hier ist die Stadtverwaltung... wenn Sie sich anmelden wollen - drücken Sie bitte die 1, wenn Sie eine Info zu Tourismusfragen möchten - drücken Sie bitte die 2, wenn Sie einen Beamten benötigen, der Ihre Fragen beantwortet, drücken Sie bitte 3, für Beschwerden 4". Kurz und knapp... ich drückte auf 4. „Wenn Sie eine Beschwerde haben, welche die Stadt betrifft, drücken Sie bitte 1, bei Beschwerden des Landkreises betreffend bitte die 2". Die Taste 1 meines Telefons wurde in den Apparat gepresst.  „Hier Apparat 421-04, was kann ich für Sie tun?" Namen werden prinzipiell nicht genannt, sie gehören zu den intimsten Geheimnissen, der nur einem Kreis von Auserwählten bekannt ist, und somit ist für jede falsche Aussage auch kein Regress zu erwarten. Bei der Beschwerde für Stadt erfuhr ich, dass natürlich, wo doch der Müll aufs Land transportiert wird, dies unter Zuständigkeit des Landes fällt. Ich entschuldigte mich für meine Dummheit und hörte mir erneut die Prozedur an...   „Buon giorno, hier ist die Stadtverwaltung... wenn Sie.." am Ende angekommen drückte ich diesmal natürlich auf 2. Der selbe Herr, wie vorhin unter 421-04, unterrichtete mich, dass sein Kollege krank sei, und er infolgedessen das Telefon seines Schreibtisches nun auch noch bedienen muss und was ich schon wieder wolle. Die Frage war nicht unberechtigt und ich musste tatsächlich etwas



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