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Herr Einzhard "Du liebe Zeit!"


Feine Reime in's Unreine

von Martin Bußmann

satire
ISBN13-Nummer:
9781500196882
Ausstattung:
Kindle Edition und Taschenbuch: 72 Seiten
Preis:
2.47 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
CreateSpace Independent Publishing Platform
Kontakt zum Autor oder Verlag:
bussmann.martin@t-online.de
Leseprobe

MERKE:
„Weib“ wird keine Frau heut gern genannt,
doch ist sie „weiblich“, fühlt sie sich geehrt.
Bei „Dame“ ist es, das ist wohl bekannt,
in jedem Falle umgekehrt.

 

SAU!RIER
Man sagt uns, dass vor vielen Jahren,
die Vögel mal die Saurier waren!
Der Dino wurd’ nicht hingerafft,
sondern hätte es geschafft,
dem Inferno zu entkommen.
Und ich denk‘: „Genau genommen
ist es gut. Vor allem gut,
dass er beim Transformieren
es geschafft hat,
sehr an Größe zu verlieren,
sonst läg‘ bei jedem Schiss auf’s Autodach
meine arme, alte Karre flach.“

 

VERZETTELT
Ich bin etwas irritiert.
Hab mir irgendwas notiert.
Auf dem Zettel. Oben links.
Ah!
„Heute kommt die Schwiegerdings.“
Aaaaaaaaah!
Muss den Zettel schnell zerreißen
oder in den Apfel beißen,
in den sau‘ren des Besuchs
des mit Frau verbund‘nen Fluchs.
Mir wird jetzt schon heiß und kalt,
denk ich an Wort– und Stimmgewalt.
Naja.
Niemand ist, wie man’s gern hätt’.
Manchmal ist sie auch ganz nett.

 

ZU BLÖD FÜR BÖSE
Ich komm‘ in den Himmel rein.
Ich bin zu blöd um bös’ zu sein.
Ja, ich würd‘ mich niemals trau’n,
jemand einfach so zu hau’n.
Nicht über‘s Ohr und anderswo.
Ich krieg’s nicht hin – nur einfach so.
Kenn’ mich nicht aus auf dem Gebiet,
wie man Steuern hinterzieht.
Ich feier’ nicht – wenn’s gut geht – krank,
beraube ungern eine Bank.
Begebe mich auch sowieso
nur selten in ein Risiko.
Bin zu feig’ für Ehebruch,
leiste keinen Meineidspruch.
Mir fällt nichts ein, will ich mal lügen.
Ich würd’ entdeckt, würd’ ich betrügen.
Auch morden ist mir zu gefährlich.
Darum bleib ich lieber ehrlich.
Nicht, weil’s Gewissen zu mir steht –
ich weiß nur einfach nicht, wie’s geht!
Zu blöd.

Klappentext

WES GEISTES KIND

In Schwadernebeln – nee Nebelschwaden – erschien mir ganz schelmenhaft eine Gestalt mit Schwein – Nee, Schein! – schien mir, eingehüllt in eine Aura von Ying über Yang bis Old und strahlte mich an. „Hey, Heinz. Nix zu tun im jenseits von Gut und Böse?“ fragte ich mit fragendem Unterton in der Stimme und ebensolchem Blick im Gesicht.

„Nö.“ sagte er. „Oben sind eh schon alle glücklich. Aber bei euch unten, da ist Bedarf.
Und ich frag‘ mich, ob ich darf ... dürfte ich ... ganz im Vertrauen ...“ – man sah ihn auf der Lippe kauen – „Wäre es möglich, ...… so ein-zwei Reime `raus zu hauen?“ Und er lächelte voll List.

Jetzt wisst ihr, wes Geistes kindliches Gemüt ich bin
und wer HERR EINZHARD wirklich ist.


M.B.

Rezension

Humorvoll und abwechslungsreich, schonungslos albern und natürlich bei Weitem nicht so brillant, wie sein großes Vorbild. Und doch überträgt er die Freude an der Blödelei und am Wortspiel auf Themen unserer Zeit. Nicht nur für Heinz Erhardt Fans ein Buch zum selber lesen und weiter verschenken.