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Reiseberichte
Buch Leseprobe Oman, Das Sultanat, Michael Teupel
Michael Teupel

Oman, Das Sultanat



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Die Omaner zählen neben den Bahrainern zu den freundlichsten Arabern am Persischen Golf.

Im Gegensatz zu einigen Nachbarn, die dem Fremden oft mit Überheblichkeit und Arroganz entgegentreten, wird der Gast aus der Fremde mit größtem Respekt behandelt. Dies spielt auch im Alltagsleben eine große Rolle. So kann man Gastarbeiter aus Indien oder Pakistan an einem Tisch zusammen mit den Omanern in den Restaurants beobachten. Oder wie die Omaner sich auch nicht zu schade sind, den Gastarbeitern auf einem Straßenmarkt Socken oder andere Gegenstände zum Kauf anzubieten. In anderen Golfstaaten wäre dies unmöglich.
Oft werden Sie auf der Straße oder im Souk von den Einheimischen respektvoll angesprochen. Mit ruhigem Gewissen können Sie das Gespräch suchen. Es kann durchaus möglich sein, dass Sie auch in ein omanisches Haus oder eine Wohnung zum Essen eingeladen werden. Dabei gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten : Vor dem Betreten des Hauses bzw. des Zimmers müssen die Schuhe ausgezogen werden. Sie werden sehr schnell feststellen, wo genau das sein wird.
Der Gastgeber bittet Sie in den Empfangsraum, der i.d.R. sehr spartanisch ausgestattet ist. Stühle und Tische werden Sie in den traditionellen Wohnungen kaum finden. Vielmehr werden an den Wänden zahlreiche Kissen ausgelegt sein und irgendwo im Raum wird vielleicht noch ein Fernsehapparat vor sich hin dudeln. Wenn Ihr Gastgeber auf dem Weg nach Hause bereits ein Telefongespräch geführt haben sollte, so dürfte das Nötigste schon vorbereitet sein und man findet vor den Sitzkissen schon frisch geschnittenes Obst in kleinen Scheiben, Wasser und verschiedene Säfte sowie einige Datteln. Neben dem Empfangszimmer befindet sich ein Badezimmer, das man dem Gast zeigen wird. Dort sollte man sich gründlich die Hände waschen und etwas erfrischen. Der Gastgeber wird dann eine große flache Reisschale in das Zimmer bringen. Die Frau oder eine der möglichen Hausangestellten bekommen Sie nicht zu Gesicht. Der Reis ist sehr aromatisch und bekömmlich, da er mit Kardamom, Nelken, Limonen, Safran und anderen orientalischen Geheimnissen zubereitet wurde. Mit einem großen Löffel können Sie sich dann den Reis auf den Teller legen. Wenn man Sie etwas besser kennen sollte, kann es auch sein, dass man extra für den geschätzten Besuch eine Ziege schlachten wird. Wundern Sie sich nicht, wenn man den abgeschnittenen Ziegenkopf in die Mitte der Reisschale gelegt hat. Das ist absolut Tradition und bringt dem Gast den größten Respekt und Anerkennung entgegen. Oft werden natürlich auch frischgegrillter Fisch oder Hühnchen serviert. In einer anderen Schüssel wird man einen gemischten Salat finden sowie etwas Jogurt, mit dem man den Reis verfeinern kann. Falls Sie sehr große Probleme haben sollten, mit der rechten Hand zu essen, wird man sehr schnell Besteck bringen. Man ist jedoch stolz auf die arabischen Traditionen und Sie sollten es ruhig versuchen. Man sollte unbedingt darauf achten, wenn man auf dem Boden bequem sitzt, dass die Fußflächen keinen Anwesenden gezeigt werden, da dies als große Beleidigung empfunden wird. Es ist auch üblich, dass der Gastgeber den Gästen höchstpersönlich die größten Fleischstücke auf den Teller legt.
Nach dem Hauptmahl werden dann wieder die Hände gewaschen und man wird edle Düfte reichen. Seien Sie versichert, dass man nur das Allerbeste anbieten wird.
Zum Abschluss wird man noch arabischen Kaffee anbieten, der jedoch mit unserem Kaffee nichts zu tun hat. Er wird in kleinen Tässchen mit Rosenwasser, Kardamom und etwas Safran zubereitet. Nach der dritten Tasse sollte diese leicht geschwenkt werden, als Zeichen für den Gastgeber, dass es Ihnen geschmeckt hat und Sie keinen weiteren möchten.
Der Kaffee beschließt dann die Einladung und bedeutet, dass man sich verabschieden sollte.

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