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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Wo bitte geht‘s zu mir?, Jürgen Kolb
Jürgen Kolb

Wo bitte geht‘s zu mir?



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Widmen wir uns zunächst einmal einem


Thema, das jeden, ob er will oder nicht, früher


oder später betrifft: Krankheit und deren medizinische


Behandlung. Ein Thema, über das sich


viele Bücher füllen ließen, aber das ist ja ein


Büchlein fürs Grobe. Also beschränken wir


uns nur mal auf wichtige aber allgemeingültige


Ansätze.


Was heißt das denn: Medizin? Es hat ja wohl


etwas mit der Mitte zu tun, in die Sie wieder


gezogen werden sollen. Na, wo sind Sie denn,


wenn Sie nicht in Ihrer Mitte sind? Ah ja, Sie sind


außer sich. Vor Wut, oder vor Enttäuschung?


Anscheinend


ein krankmachender Faktor. Gesundheit


ist ja bei uns als körperliches und


geistiges Wohlbefinden definiert. Bei den alten


Griechen war einer gesund, der sowohl schön


als auch gut war. Na, wer ist demnach denn


heute noch wirklich gesund? Glauben Sie im


Ernst, dass Sie durch Medikamente wieder in


Ihre Mitte gezogen werden? Wohl kaum, aber


es ist sicher ein gutes Kosmetikum.


Es ist schon sehr spannend, womit sich die


heutigen Pharmakologen und Ärzte aller Fach8


richtungen beschäftigen. Sie erforschen den


ganzen Körper bis ins kleinste Detail, welches


Enzym, welches Hormon, wann und wie miteinander


interagiert, was ein zu viel oder zu


wenig einer dieser Stoffe bewirken kann. Wenn


man sie aber fragt: Ja warum ist das denn so,


warum ist dieses oder jenes Hormon denn


erhöht, warum macht der Körper das, obwohl


es ihm ja augenscheinlich schadet, wer steuert


denn hier die Vorgänge verkehrt, wird's für die


Schulmedizin ziemlich eng.


Wenn sie zu viel in dieser Richtung bei den


Medizinern bohren, heißt es oft: Ja, hier wird


es dann philosophisch und unwissenschaftlich.


Na gut, zwar liegt die Lösung nicht direkt im


Philosophischen, aber wenn die Medizin das


schon meint, warum beschäftigt sie sich dann


nicht stärker damit, wenn hier wohl des Rätsels


Lösung liegt? Da müsste die ganze Medizin


komplett


umdenken und es wäre dann ein


Kunstfehler


mit einem Medikament, dieses oder


jenes Hormon zu hemmen oder zu blocken.


Wenn Sie jetzt glauben, ich will damit auf die


Psychoschiene hinaus, haben Sie recht. Ich


9


weiß, es ist unangenehm, denn auf dieser Ebene


ist die eigene Person gefragt, und man kann


sich nicht mehr hinter Laborwerten, erhöhten


Hormonen und falsch funktionierenden Drüsen


verstecken. Jetzt müssen die Karten auf den


Tisch. Wo liegt mein Softwarefehler?


Es scheint aber schon irgendwie zu beruhigen,


wenn man hört: Die Ursache Ihrer Erkrankung


liegt in einer Entzündung in diesem oder jenem


Bereich, oder das eine oder andere Hormon ist


bei Ihnen erhöht. Wunderbar, schon haben wir


unser Alibi, wir können ja nichts dafür, ach ich


armer Mensch.


Jetzt bekommen wir ein Medikament, dreimal


täglich oder besser nur einmal am Tag, weil


wir es sonst ja vergessen könnten, und der Arzt


wird's schon richten. Wenn der Arzt wirklich


Arzt wäre, würde er sie erst mal in den Hintern


treten und Ihnen klarmachen, was Sie falsch


gemacht haben, warum Ihr Körper plötzlich


streikt.


Sokrates hat einmal den Satz geprägt: Frage

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unterlassen, erst dann darfst du ihm helfen.



Unsere Ärzte wären dann wohl ziemlich arbeitslos.


Greifen wir doch ein paar Beispiele heraus.


Das Banalste ist wohl die Gicht. Es ist bekannt,


dass bei ca. 80 % der Patienten mit erhöhten


Harnsäurewerten


der Alkohol die entscheidende


Rolle spielt. Mit anderen Worten: Es wird gesoffen


auf Teufel komm raus.


So, jetzt gehen Sie zum Arzt oder besser, Sie


lassen ihn kommen, denn mit den Schmerzen in


der Großzehe können sie ja schlecht gehen. Sie


bekommen ein Medikament, das den Abbau zur


Harnsäure hemmt und saufen lustig weiter. Das


Ganze nennt sich dann Therapie. Bravo!


Gut, dieses Beispiel ist angreifbar, denn das ist


ja auch den Ärzten bekannt, dass sich hier erst


mal die Frage stellt: Warum säuft er denn wie


ein Loch. Ob diese Frage auch angesprochen


bzw. therapiert wird, steht auf einem anderen



den Patienten zuerst, ob er bereit ist, das, was


zu seiner Krankheit geführt hat, zukünftig zu


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