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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Wissenschaft der Gedankenführung, Felix Brocker
Felix Brocker

Wissenschaft der Gedankenführung


Die Goldene Sonderausgabe

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Vorwort


Dieses Buch ist rein pragmatisch und nicht philosophisch. Es ist ein praktisches Handbuch, keine Abhandlung über Theori­en. Es ist für diejenigen Männer und die Frauen gedacht, die ein dringen­des Ver­langen nach Geld verspüren, die zuerst reich wer­den und danach philosophieren wollen. Es ist für jene, die bisher we­der Zeit, Mittel noch Gelegenheit fanden, in die Tiefen des Stu­diums der Meta­physik einzusteigen, aber die Resultate wollen und wil­lens sind, die Schlussfolgerun­gen der Wissenschaft als Grund­lage für ihr Handeln zu neh­men, ohne in alle Prozesse ein­zusteigen, durch die jene Schlussfolgerungen erreicht wurden.


Es wird erwartet, dass der Leser die fundamentalen Aussagen glaubt, genauso wie er es tun würde bei Aussagen zu einem elektri­schen Gesetze, wenn es durch einen Marconi oder einen Edison ver­kündet würde, und während er die Aussagen glaubt, ihre Wahr­heit durch Handeln ohne Furcht oder Zögern beweist. Jeder Mann und jede Frau, die das tut, wird zweifellos reich werden, denn die hierin angewendete Wissenschaft ist eine genaue Wis­senschaft, und Miss­erfolg ist unmöglich. Je­doch für den Nutzen derer, die philosophi­sche Theorien nachfor­schen und sich so eine logische Grundlage für den Glauben sichern möchten, werde ich hier be­stimmte Autoritäten zitie­ren. Die monistische Theorie des Univer­sums, die Theorie, dass Eines Alles ist und Alles Eins ist, dass sich eine Sub­stanz selbst an­scheinend als viele Elemente des materi­ellen Welt offenbart, ist hin­duistischen Ursprungs und hat seit 200 Jahren allmählich seinen Weg in die Gedanken der westli­chen Welt gefunden. Sie ist die Grundlage aller orientali­schen Phi­losophien und der von Descartes, Spi­noza, Leibnitz, Schopenhau­er, Hegel und Emerson. Dem Leser, der diese philosop­hischen Grundla­gen vertiefen will, wird geraten, Hegel und Emerson für sich selbst zu lesen.


Als ich dieses Buch schrieb, habe ich alle anderen Aspekte der Schlichtheit und der Einfachheit des Stils geopfert, da­mit es alle ver­stehen können. Der dafür festgelegte Aktions­plan wurde von den Schlussfolgerungen der Philosophie abge­leitet, er ist gründ­lich ge­prüft worden und besteht den höchsten Test praktischer Experiment­e: Er funktioniert. Wenn du wissen möchtest, wie ich zu den Schluss­folgerungen ge­langte, dann lies die Schriften der oben erwähnten Autoren, und wenn du die Früchte ihrer Philoso­phien in der tatsächli­chen Praxis ernten willst, dann lies dieses Buch und tue ge­nau das, was es dir zu tun vorgibt.


 


Wallace D. Wattles


 


1. Das Recht reich zu sein


Was auch immer zur Rechtfertigung der Armut gesagt werden mag, es bleibt die Tatsache bestehen, dass es nicht möglich ist, ein wirk­lich vollendetes oder erfolgreiches Leben zu führen, es sei denn, du bist reich. Kein Mensch kann zu sei­ner größtmöglichen Höhe der Ta­lent- oder Seelenentwick­lung aufsteigen, es sei denn er hat genug Geld, um die Seele zu entfalten und Talente zu ent­wickeln, die er für den Gebrauch vieler Dinge haben muss, aber er kann sie nicht ha­ben, wenn er nicht das Geld hat, um sie damit zu kaufen. Ein Mensch entwickelt seinen Geist, seine Seele und sei­nen Kör­per, in­dem er Gebrauch von Dingen macht, und die Ge­sellschaft ist so or­ganisiert, dass der Mensch Geld haben muss, um Besitzer von Din­gen zu werden. Deshalb muss die Grundlage für allen Fort­schritt des Menschen die Wissenschaft des Reich­werdens sein.


Der Sin und Zweck allen Lebens ist seine Weiterentwicklung, und al­les, was lebt, hat ein unabdingbares Recht auf alle Entwick­lung, die es zu erreichen fähig ist. Des Menschen Recht zum Leben be­deutet sein Recht, freien und uneingeschränkten Ge­brauch von allen Din­gen machen zu können, die zu sei­ner vollsten geistigen, spiri­tuellen und körperlichen Entfaltung notwendig sind oder mit an­deren Wor­ten, sein Recht reich zu sein.


In diesem Buch spreche ich nicht von Reichtum in symboli­scher Wei­se: Wirklich reich zu sein be­deutet nicht, nur mit ein bisschen zufrie­den zu sein oder sich darum zu streiten. Kein Mensch sollte mit we­nig zufrieden sein, wenn er zu mehr Gebrauch und Genuss fähig ist. Der Zweck der Natur ist der Fortschritt und die Entfal­tung des Le­bens, und jeder Mensch sollte alles haben, was zur Macht, Eleganz, Schönheit und zum Reichtum des Lebens beitra­gen kann. Mit weni­ger zufrie­den zu sein, ist sündhaft.


Der Mensch, der alles besitzt, was er für den Unterhalt des Le­bens braucht, das er zu leben fähig ist, ist reich, und kein Mensch, der nicht genug Geld hat, kann alles haben, was er sich wünscht. Das Leben ist so weit fortgeschritten und so kompliziert geworden, dass sogar die meisten „einfachen“ Männer oder Frau­en eine große Men­ge Wohlstand benötigen, um in gewisser Art und Weise zu le­ben, um sich eben der Voll­ständigkeit anzunä­hern. Jede Person möchte na­türlich alles werden, wozu sie fähig ist, es zu werden. Dieser Wunsch, ei­gene Möglichkeiten zu ver­wirklichen, ist der menschli­chen Natur angeboren. Wir können es nicht ändern, alles sein zu wollen, was wir sein können. Er­folg im Leben ist, das zu werden, was du sein willst. Du kannst nur das werden, was du sein willst, durch Gebrauch von Dingen, und du kannst den freien Gebrauch von Din­gen nur haben, wenn du reich genug wirst, um sie zu kaufen. Die Wissenschaft des Reichwer­dens zu verstehen, ist folglich das We­sentlichste des gesamten Wissens.


Es gibt nichts Falsches an dem Wunsch reich zu werden. Der Wunsch nach Reichtum ist wirklich der Wunsch nach einem reiche­ren, volleren Leben in Hülle und Fülle, und dieser Wunsch ist ange­messen und löblich. Der Mensch, der nicht wünscht, mehr in der Fül­le zu leben ist abnormal, und so ist auch der Mensch ab­normal, der nicht wünscht, genug Geld zu haben, um alles kaufen zu können, was er will.


Es gibt drei Gründe, für die wir leben. Wir leben für den Körper, den Geist und die Seele.


Keiner von ihnen ist besser oder heiligerer als der andere. Alle sind gleich wünschenswert und nie­mand der drei, ob nun Kör­per, Geist oder Seele, kann sich völlig ausdrücken, wenn irgendeiner der ande­ren vom vollen Leben und Ausdruck abge­schnitten ist. Es ist nicht richtig oder edel, nur für die See­le zu leben und Geist oder Körper zu verleugnen, und es ist falsch, nur für den Intellekt zu le­ben und Kör­per oder Seele zu verneinen.


Uns allen sind die abscheulichen Konsequenzen des Lebens für den Körper und das Leugnen des Geistes und der Seele be­kannt, und wir sehen, dass wirkliches Leben den kompletten Ausdruck von al­lem bedeutet, was der Mensch durch Körper, Geist und See­le aus­drücken kann. Was auch immer der Mensch sagen mag, keiner kann wirklich glücklich oder zufrieden sein, wenn sein Kör­per nicht voll­ständig in jeder Hinsicht funktioniert und das Gleiche für seinen Geist und seine See­le zutrifft. Wo immer es noch nicht ausgedrückte Möglichkei­ten oder nicht durchgeführte Aufgaben gibt, ent­stehen un­befriedigte Wünsche. So ein Wunsch ist eine Möglichkeit, nach Aus­druck zu suchen oder eine Aufgabe, die nach Erfüllung strebt.


Der Mensch kann sich nicht vollständig im Körper ausdrücken ohne gute Nahrung, bequeme Klei­dung, ein warmes Obdach und die Frei­heit von maßloser Schufterei. Ruhe und Erholung sind eben­falls not­wendig für sein physisches Leben.


Niemand kann geistig vollständig ohne Bücher leben und ohne die Zeit sie zu studieren, ohne eine Gelegenheit für Reisen und Beob­achtung oder intellektuelle Gemeinschaft. Um geistig voll­ständig zu leben, muss der Mensch intellektuelle Erho­lung haben und sich selbst mit allen Gegenständen der Kunst und Schönheit um­geben, zu dessen Gebrauch und Wertschätzung er fähig ist.


Um seelisch vollständig zu leben, muss der Mensch lieben kön­nen, und die Liebe zu verweigern, ist der größte Ausdruck von Ar­mut. Das höchste Glück des Menschen liegt im Verschen­ken von Gutem an jene begründet, die er liebt. Liebe findet ihren natür­lichsten und spontansten Ausdruck im Ge­ben. Der Mensch, der nichts zu geben hat, kann seinen Platz als Ehe­partner, Mutter oder Vater, Staatsbür­ger oder Mitmensch nicht ausfüllen. In der Nutzung materieller Din­ge findet ein Mensch das volle Leben für seinen Körper, entwickelt seinen Geist und entfaltet seine Seele. Es ist deshalb von höchstem Wert für ihn, dass er reich sein soll­te.


Es ist vollkommen richtig, dass du wünschen solltest reich zu sein. wenn du ein normaler Mann oder eine normale Frau bist, kannst du gar nicht anders. Es ist vollkommen richtig, dass du der Wissen­schaft des Reichwerdens deine größte Auf­merksamkeit ge­ben soll­test, denn es ist die edelste und not­wendigste aller Studi­en. Wenn du dieses Studium vernachläs­sigst, hast du die Pflicht dir selbst, Gott und der Mensch­heit gegenüber verleugnet. Du kannst Gott und der Menschheit keinen größeren Dienst erwei­sen, als das Meiste aus dir selbst zu machen.


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