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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Wie werde ich ein guter Nachhilfele, Julien Appler
Julien Appler

Wie werde ich ein guter Nachhilfele


Ein Ratgeber für alle, die Heranwachsende bei

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Wie werde ich ein guter Nachhilfelehrer?


Ein Ratgeber für alle, die Heranwachsende beim Lernen unterstützen wollen


Julien Appler


 


LESEPROBE


 


1. Der Nachhilfelehrer Als Nachhilfelehrer sollte man gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen und wer das nicht kann, muss sie eben lernen. Kleine Dinge können einen Unterschied zwischen guter und schlechter Nachhilfe machen.


 


1.2 Respektieren Sie Ihre Schüler! Sie werden im Regelfall als Autoritätsperson vorgestellt und genießen den Respekt der Schüler meist von Anfang an. Jetzt gilt es diesen Respekt zu halten. Die einfachste Methode ist es, Ihren Schülern denselben Respekt entgegenzubringen. Das bedeutet auf der einen Seite, dass Sie ihre Leistungen anerkennen und auf der anderen Seite, dass Sie sie nicht respektlos behandeln. D.h. bleiben Sie nett und begegnen Sie Ihren Schülern auf Augenhöhe, denn arrogantes Verhalten ist unangebracht.


 


1.3 Hören Sie aktiv zu! Zuhören können wir alle, oft machen wir es aber nur halb. In der Nachhilfe müssen Sie richtig zuhören können. Einerseits damit Sie Ihre Schüler besser verstehen und andererseits damit Sie die Fehler in deren Denkweise schneller erkennen. Lassen Sie Ihre Schüler ausreden! Damit erkennen Sie den wahren Ursprung des Problems schneller und sparen Zeit. Manchmal versteht man seine Schüler nicht. Deswegen aktives Zuhören! Stellen Sie Fragen, bis Sie verstanden haben, worin das eigentliche Problem liegt. Meist löst der Schüler das Problem dann schon von selbst und alles was Sie getan haben, war die richtigen Fragen zu stellen und zuzuhören.


 


1.4 Leiten Sie Ihre Schüler an! Wenn Sie Ihre Schüler machen lassen was sie wollen, kriegen Sie sie in kritischen Momenten nicht in den Griff. Als guter Nachhilfelehrer müssen Sie anleiten können und klare Grenzen setzen. Wer in seinem Unterricht das Heft nicht in die Hand nimmt, der bekommt es abgenommen. Kurzerhand übernimmt einer der Schüler die Leitung Ihres Kurses und es ist ein Kraftakt den Kurs zurückzugewinnen. Man könnte auch sagen: Wer nicht anführt, wird an der Nase herumgeführt. Lassen Sie sich unter keinen Umständen Ihre Autorität aus der Hand nehmen. Das erschwert den Nachhilfeunterricht und macht es für Lernwillige unmöglich sich zu konzentrieren.


 


[...]


 


2. Der Schüler


2.1 Kein Schüler ist wie der nächste Der Schüler ist ein interessantes Wesen. Doch während wir in Dokumentationen über Löwen, alles über Löwen erfahren, könnten wir keine Dokumentation über Schüler machen, in der wir alles über Schüler erfahren. Der Mensch ist zu individuell. Jeder Schüler ist ein Unikat und braucht seine eigene höchstpersönliche Betreuung. Das klingt sehr exklusiv, muss es aber auch sein, um langfristig erfolgreich zu lehren.


 


2.1.1 Altersunterschiede Wir schieben Menschen gerne in Schubladen. Doch bereits bei den Altersunterschieden kann das zu Herausforderungen führen. Denn 12 Jahre ist nicht gleich 12 Jahre. Man behauptet zwar immer Mädchen würden schneller reifen als Jungs, doch leider ist diese Aussage nicht hilfreich. Letztlich müssen Sie als Lehrperson das Alter Ihres Schülers einschätzen. Ich rede nicht vom tatsächlichen Alter, sondern vom gefühlten Alter. Nur weil jemand 16 Jahre alt ist und so aussieht, kann er sich trotzdem wie ein 12-Jähriger benehmen. Dementsprechend müssen Sie die Lehrmethode an den jeweiligen Schüler anpassen.


 


2.1.2 Leistungsunterschiede Selbst wenn Sie in die Situation kommen zwei Schüler aus derselben Schule und Klasse in einem Ihrer Kurse zu haben, heißt das nicht zwangsweise, dass sie denselben Wissensstand haben. Man kann leicht der Verlockung nachgeben, beiden dieselben Aufgaben zu geben, obwohl sie unterschiedliche Schwächen haben. Vermeiden Sie diese Gleichstellung! Das Gleiche gilt für Schüler aus derselben Klassenstufe.


 


2.1.3 Die Chemie stimmt nicht Selten kann es vorkommen, dass es einfach nicht passt. Sie erklären dem Schüler auf zehn verschiedene Weisen den Stoff und egal wie sehr Sie es versuchen, Sie kommen einfach nicht durch. Das kann auch bei Schülern, die Sie sehr nett finden, passieren. Sollte ein Gespräch zu keinem Ergebnis führen, sollten Sie den Fall mit der Leitung des Nachhilfeinstituts besprechen, um dem Schüler die Möglichkeit zu geben bei einem anderen Nachhilfelehrer zu lernen. Im Falle von privatem Einzelunterricht sollten Sie ein offenes Gespräch mit den Eltern suchen, um eine Lösung zu finden.


 


2.2 Fünf Problem-Stereotype So unterschiedlich Menschen auch sein können, so gleich und wiederholt tauchen diverse Arten von Menschen immer wieder in unserem Leben auf. Das gilt auch für Schülertypen. Sie sollten nicht überrascht sein, denn das wiederholte Auftreten verschiedener Schülertypen macht es nach jedem Mal leichter diesen erneut entgegenzutreten. Sie werden den fünf Stereotypen immer mal wieder in den verschiedensten Ausmaßen begegnen. Jeder hat sowohl Vor- als auch Nachteile, die es zu beachten gilt. Manchmal können auch Mischungen dieser Typen vorkommen. Bevor wir allerdings auf die Stereotypen zu sprechen kommen. Ein paar Tipps vorneweg. Lassen Sie sich grundsätzlich nicht auf Kämpfe ein, denn Krieg gibt es nur, wenn zwei Parteien gegeneinander antreten. Eine Diskussion stört Ihren Kurs und führt zu nichts. Ihr Schüler bleibt uneinsichtig und trotzt noch mehr. Sagen Sie ihm was er zu tun hat und lassen Sie ihn danach im Regen stehen. Es wird einen Moment dauern, doch meist fängt er kurze Zeit später an zu arbeiten. Die meisten Schüler wollen kooperieren und dem Lehrer folgen, denn das ist bequemer und einfacher.


 


2.2.1 Der Schweigsame Er gehört zu den beliebtesten und gleichzeitig unbeliebtesten Schülern. Während Sie am Anfang noch begeistert sind, wie still er ist, sind Sie spätestens nach der ersten Arbeit, die er trotz Ihrer Hilfe in den Sand gesetzt hat, überrascht. Wie konnte das passieren? Auch wenn er den Kurs nicht nachhaltig stört, meldet sich der Schweigsame nie zu Wort. Es ist nie klar, ob er etwas verstanden hat oder nicht. Er stellt keine Fragen und meldet sich nicht bei Problemen. Schnell vergisst man, dass er da ist und kümmert sich nicht weiter um ihn. Denn: Schweigen ist Zustimmung. Falsch! Seien Sie vorsichtig! Auf den Schweigsamen müssen Sie ein besonderes Augenmerk legen. Verlieren Sie ihn nicht aus den Augen und stellen Sie besonders viele Fragen. >>Nach der Erklärung<< „Hast du das verstanden, Florian?“ „Ja!“ Wer sich mit dieser Antwort zufrieden gibt, lässt den Schüler im Stich. Achten Sie darauf offene (auch W-Fragen genannt) und keine geschlossenen Fragen (Fragen die man mit Ja oder Nein beantworten kann) zu stellen. Dadurch finden Sie leichter heraus, ob der Schweigsame es wirklich verstanden hat. >>Nach der Erklärung<< „Hast du das verstanden, Florian?“ „Ja!“ „Was musst du jetzt also machen?“ Dadurch zwingen Sie den Schüler Ihre Erklärung nochmal zu wiederholen, dass hilft einerseits die Erklärung zu verinnerlichen und andererseits hilft es Ihnen festzustellen, ob er verstanden hat, was sie gesagt haben. Haken Sie ruhig nochmal nach, wenn die Erklärungen des Schülers schwammig werden. Meist ist das schon das erste Indiz, dass er die Erklärung nicht richtig verstanden hat.


 


2.2.2 Der Kasper Der Kasper ist mein persönlicher Favorit. Die meisten verbinden mit ihm nur Schlechtes, doch er hat unglaublich viele Qualitäten. Auf der einen Seite redet er viel, stört öfter Ihren Unterricht als andere und steht gerne im Mittelpunkt, auf der anderen Seite aber stellt er viele Fragen, ist sehr offen und mit dem richtigen Maß an Aufmerksamkeit leicht in den Griff zu bekommen. Sein vorlautes Verhalten soll Ihre Aufmerksamkeit auf ihn ziehen. Lassen Sie das nicht zu! Wenn er dazwischenredet, während Sie bei einem anderen Schüler sind, zeigen Sie ihm, dass Sie ihn gesehen haben und gleich kommen. Im Extremfall müssen Sie ihm bei einem Gespräch klarmachen, wo die Grenzen seines Verhaltens sind. Die schlimmste Strafe für ihn ist Aufmerksamkeitsentzug. Wenn Sie dem Kasper sagen, dass Sie ihn weniger beachten werden, wenn er sich nicht benimmt, kann das allerdings zu Trotz führen und er benimmt sich noch weniger als vorher. Lassen Sie ihm also Aufmerksamkeit zukommen, wenn er sich benimmt: „Ich finde es gut, dass du so konzentriert gearbeitet hast.“ Dadurch bekommt der Schüler ein Gefühl für richtiges Verhalten und wird angespornt dieses Verhalten zu wiederholen. Allerdings müssen Sie ihm dennoch die Benimmregeln klar und deutlich vermitteln. „Benimm dich!“ Damit weiß niemand, was Sie wollen! Sagen Sie ihm genau was er machen soll. „Bitte sei ruhig, denn die anderen können sich sonst nicht konzentrieren.“ Eine Erklärung ist nicht immer notwendig, hilft aber oft. Sollten Sie einen Störenfried haben, der die Nachhilfe als Ersatzbühne missbraucht, trennen Sie ihn von der Gruppe. Alleine ist er oft sehr umgänglich und arbeitsam.


 


Literaturverzeichnis


Hoegg, Günther. Gute Lehrer müssen führen. Weinheim: Beltz, 2012.


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