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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Weltbilder bilden Welten, Christina Maywald
Christina Maywald

Weltbilder bilden Welten


Von Don Quijote bis Pippi Langstrumpf

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Sie haben sich über den Untertitel gewundert? Keine Angst, Sie sind damit sicher nicht alleine.

Der Untertitel resultiert daraus, dass ich in den letzten Jahren erkannt habe, dass genau diese beiden Geschichten extreme Gegensätze darstellen, welche nicht ohne Mühe vereinbar sind. Gehen wir mal aus von Don Quijote der auszog, „um Abenteuer zu suchen und all das zu üben, was, wie er gelesen, die fahrenden Ritter übten, das heißt jegliche Art von Unbill wieder gut zu machen und sich in Gelegenheiten und Gefahren zu begeben, durch deren Überwindung der ewigen Namen und Ruhm gewinnen würde."
Don Quijote S. 23f
Ich nehme an, Sie erinnern sich an die Geschichte des Landadeligen, welcher sich für einen edlen Ritter hält und sich seiner Herzdame „Dulcinea von Toboso" verpflichtet fühlt.

Gemeinsam mit seinem Schildknappen Sancho Pansa macht er sich auf, um gegen die übermächtigen Feinde an zu kämpfen. Seien das als Windmühlen verkleidete Riesen oder als Hammelherde getarnte feindliche Truppen.

Ein relativ kurzes Stück aus dem Roman beschreibt Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen, welche in seinem Weltbild keine übermächtigen Maschinen, sondern Riesen darstellen, welche es zu bekämpfen gilt, um seine Herzdame zu beschützen.

Stellt sich mir die Frage, was veranlasst einen Menschen dazu, in Windmühlen Riesen zu sehen? Was brachte ihn dazu, seine Wirk?lichkeit derart zu verschieben, dass Dinge was anderes sind, als sie für andere scheinen?

Für mich ist dieser Roman ein gelungenes Beispiel dafür, wie schmal der Grat sein kann zwischen dem, was ein Mensch glaubt, zu sehen und dem, was es tatsächlich ist.

Wobei ich hier auch gleich drauf hinweisen möchte, dass Wirk?lichkeit in meinem Weltbild immer das darstellt, was in der jeweiligen Person wirkt. Also in Don Quijote wirkte das Bild der Riesen. Im Leser wird großteils das Bild der Windmühlen wirken.

Was jetzt real ist, lasse ich vorerst mal dahin gestellt. Für Don Quijote waren die Riesen real. Für die meisten Leser hier werden die Windmühlen real sein.

An dieser Stelle vielleicht auch gleich der Hinweis, dass es nicht unbedingt Windmühlen sein müssen, welche man glaubt, bekämpfen zu müssen. Für manche äußern sich andere Menschen oder auch Systeme als ähnliche Riesen wie die des Don Quijote.

Für mich ist er der typische Retter: er weiß, dass er nicht unfehlbar ist und er glaubt, die ganze restliche Menschheit vor den Angriffen der Feinde beschützen zu müssen. Er rettet andere, um sich selbst nicht retten zu müssen.

Ich möchte noch weiter gehen und behaupte, in jedem von uns stecken Anteile von Don Quijote (natürlich auch von Pippi Langstrumpf).

Wir alle haben „Feindbilder", welche wir glauben, bekämpfen zu müssen. Fragen Sie einmal einen guten Freund, wie er ihr spezielles und aktuelles Feindbild sieht. Sie werden überrascht von der Antwort sein.

Auch gleich vorweg: wenn ich behaupte „in jedem von uns" dann beziehe ich mich natürlich in diese Überlegungen mit ein. Ich werde dies im zukünftigen Verlauf des Buches nicht mehr explizit dazu schreiben, es allerdings immer mit berücksichtigen.

Wir werden dann bei den Alltagsdramen noch intensiver drauf zurück kommen. All die hier verwendeten Bezeichnungen und Einteilungen sind Situationen oder Fakten, welche in einer bestimmten Form benannt wurden.

Wenn ich von Täter oder Opfer oder Retter schreibe dann tu ich das in dem Bewusstsein, dass es sich dabei eben um Menschen handelt, welche jeweils ein ähnliches Weltbild ihr eigen nennen und auch danach leben.

Speziell auch dann beim Graves-Modell ist es mir persönlich ganz wichtig, dass ich gleich von Beginn an fest stelle, dass es in keinem Falle irgendeine Form von Wertung sein soll, sondern einfach eine Möglichkeit der Benennung.

Doch kommen wir auch gleich weiter zur zweiten Extremfigur:

Pippi Langstrumpf.
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt.


So singt sie. Immer und immer wieder. Wenn sie mit „Herrn Nilsson" und dem Pferd „Kleiner Onkel" in der Villa Kunterbunt sitzt und Bonbons nascht, statt Lebertran zu trinken.

Gemeinsam mit ihren Freunden Annika und Tommi verbringt sie zahlreiche lustvolle Stunden und verzichtet ihretwillen auch auf ein Zusammenleben mit ihrem wiedergefundenen Vater.

Pippi, korrekt heißt sie Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf, lebt in einer kleinen schwedischen Stadt, findet ihren Vater im Taka?Tuka?Land wieder und verschenkt Goldmünzen an die Räuber. Sie lebt unbeschwert und problemlos ganz alleine in ihrem Häuschen.

Nichts und Niemand kann ihr irgendetwas anhaben. Sie lebt unbekümmert in ihrer eigenen Wirk-lichkeit. Es ist eine vergleichbare Wirk?lichkeit wie die von Don Quijote. Aber sie geht in eine ganz andere Richtung.

Während Don Quijote glaubt gegen Alles und Jeden ankämpfen zu müssen, versteht sich Pippi mit allen Menschen und unterstellt ihnen nur Gutes und Freundliches.

Aber sie versteht es auch, anderen Menschen Grenzen zu setzen, bzw. auch mal „Nein" zu sagen, wenn es ihren Überzeugungen widersprechen würde, etwas zu tun, was sie nicht will.

Pippi Langstrumpf ist stark, im wahrsten Sinne des Wortes.

Für mich ist sie das Paradebeispiel für einen Realisten, einen Macher, der voll im Hier und Jetzt lebt, sich weder über Dinge ärgert, die er sowieso nicht mehr ändern kann, noch sich um Situationen sorgt, welche vielleicht nie eintreten werden.

Die beiden Seiten einer Medaille. Wir können die Beiden auch Pessimist und Optimist nennen. Und wir werden noch öfter auf sie zurück kommen im Laufe des restlichen Buches, dies hier vorab mal als kurze Einleitung, wie ich zu diesem Untertitel gekommen bin.

Ziele
Dieses Buch soll Ihnen als Arbeitsunterlage dienen, um sich mit sich selbst und anderen Menschen etwas intensiver zu beschäftigen und sich in Folge davon auch das Leben nicht mehr unnötig schwer zu machen.

Sie können es einerseits als Nachschlagewerk benutzen und andererseits auch intensiv durch arbeiten und darauf hin überprüfen, in wie weit die angeführten Denkmodelle auch für sie stimmig sind.

Voraus schicken möchte ich auch noch, dass es in meinem Weltbild nicht „die" Wahrheit gibt, sondern jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat und auch sein eigenes Bild der Welt.

Von daher gibt es auch nur verschiedenste Denkmodelle, wie der Mensch an sich „ticken" könnte, einige davon möchte ich Ihnen auf den nächsten Seiten etwas näher bringen. Ob Sie diesen Denkmodellen eine Chance geben, sich als ein weiteres Puzzleteil in Ihrem Weltbild einbringen zu dürfen, überlasse ich selbstverständlich Ihrer ureigensten Entscheidung.

In Huna, der Philosophie der hawaiianischen Kahunas lautet das erste von sieben Prinzipien:

Die Welt ist, wofür du sie hältst
Auf dieses Prinzip werde ich nachstehend noch detaillierter unter dem Begriff des Weltbildes eingehen.

Im NLP gibt es sogenannte Grundannahmen: Angenommene Voraussetzungen, welche ein effizientes Arbeiten mit der Methode an sich nachhaltig unterstützen, welche z.B. lauten:

Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes Modell der Welt. Hole andere in deren Modell ab.
Menschen sind Kartographen: ihre Landkarte bestehen aus Bildern, Tönen, Gefühlen, Geschmäckern und Gerüchen.
Einige Landkarten sind nicht bewusst. Wenn Menschen ihre Landkarten verändern, verändern sie ihren emotionalen Zustand.
Die Landkarte ist nicht das Gebiet, manche Probleme entstehen dadurch, dass die Landkarte für das Gebiet gehalten wird.
Jedes Verhalten ist nützlich in einem bestimmten Kontext.
Je mehr wir uns in unser Gegenüber hinein fühlen können, desto besser können wir seine ureigenste Wahrnehmung nachvollziehen.

Lesen Sie sich bitte nochmals das Gedicht im Vorwort genau durch. Wenn wir dieses als Grundlage unseres Lebens annehmen, müssen wir erkennen, dass wir nie wirklich wissen werden, was unser Gegenüber fühlt, sondern primär auch weiterhin unser Weltbild auf sie/ihn projizieren.

Doch je mehr wir uns damit beschäftigen, warum Menschen so re?agieren, wie sie re?agieren, desto objektiver können wir an die Beurteilung unseres Verhältnisses zu unseren Mitmenschen heran gehen.

Dies ist Ziel dieses Buches: Ihnen einige Denkmodelle näher zu bringen, welche uns unseren Alltag erleichtern können. Je mehr Wahlmöglichkeiten Sie haben, mit Ihrem Gegenüber zu kommunizieren, desto effizienter wird dieser Austausch für beide Seiten werden.

Und je detaillierter Sie unterscheiden können, warum Ihr Gegenüber genau so re?agiert, wie es re?agierte, desto besser können Sie sich auf die jeweiligen Situationen einstellen. Viele Miss­verständnisse lassen sich vermeiden, wenn wir einfach anerkennen können, dass eben unser Gegenüber „anders tickt wie wir".

Aus diesem Grunde ist allerdings zuerst wichtig, sich selbst etwas besser kennen zu lernen. Je mehr Sie sich Ihres eigenen Seins bewusst werden, desto leichter wird ihnen auch der Austausch mit anderen Menschen fallen.

Ich bitte Sie gleich hier, vorweg, die Übungen und Überlegung an sich selbst aus zu probieren, bevor Sie diese an anderen Menschen „anwenden".

In realen NLP-Ausbildungen wird immer in Dreiergruppen geübt: Klient und Coach und Beobachter. Dies ist jetzt in Buchform nicht möglich, aber Sie werden sicher auch so immer wieder Situationen finden, in denen Sie die hier beschriebenen Situationen überprüfen können.

Ich lade Sie ein, mir generell nichts von all dem zu glauben, was ich hier aufschreibe, sondern es selbst zu überprüfen. Und auch nur die für Sie wirklich stimmigen Teile heraus zu nehmen und auf ihre Richtigkeit oder Wirksamkeit zu überprüfen.

Dieses Buch kann Sie entweder zu den ersten Schritten auf Ihrem Weg zur Selbsterkenntnis verleiten, aber sich auch als Art zusammenfassendes Resümee zum Nachlesen eignen.

Mir persönlich ist dieses Buch ein Bedürfnis, um immer mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, sich über ihr ureigenstes Weltbild bewusster zu werden. Und auch zu zu lassen, dass andere Menschen eben ein anderes Weltbild haben wie sie selbst.

Es ist das dritte einer Art Serie, welche für mich die Essenz meiner eigenen Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Jahre, zwischenzeitlich schon Jahrzehnte, darstellt.

Zielgruppe
Dieses Buch richtet sich an alle Menschen, welchen Kommunikation und gegenseitiges Verständnis ein Anliegen ist, d.h. es richtet sich speziell an Sie, die Sie dieses Buch in Händen halten.

Egal, ob Sie Hausfrau und Mutter sind oder Topmanager, Kommunikation ist in allen Fällen ein Thema, mit welchem Sie sich möglicherweise etwas intensiver beschäftigen wollen.

Doch es geht mir hier mit diesem Buch nicht so sehr um Kommunikation an sich, sondern mehr um die dahinter liegenden Grundlagen, warum Menschen in bestimmten Situationen genau so re?agieren, wie sie es tun.

Und daraus resultierend können wir dann auch unsere Kommunikation ver?ändern, weil wir ein detailliertes Hintergrundwissen haben und daher auch nachvollziehen können, warum eben unser Gegenüber so re?agiert, wie er es tut.

Es steht uns auch jederzeit frei, einfach an zu erkennen, dass eben etwas so ist, wie es ist und es nicht zu ver?ändern. Diese Wahl haben wir sowieso in jedem Moment unseres Da?Seins.

Die Beispiele dieses Buches erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind die Grundlagen dessen, womit ich mich in den letzten über zwanzig Jahren intensiv beschäftigt habe.

Es gibt sicherlich noch zahlreiche, nicht weniger wertvolle Einteilungs- und Zuordnungsmöglichkeiten, sowohl im Bereich Verhalten als auch Eigenschaften einzelner Menschen.

Inhalte
Der Großteil dieses Buches beschäftigt sich mit Modellen in Bezug auf NLP und verwandten Methoden.

Zu Beginn finden Sie einige Begriffsdefinitionen, welche meinem Weltbild entsprechen. Nicht, weil sie irgendwelchen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben sollen, sondern weil wir damit eine gemeinsame Basis schaffen können, auf der wir uns danach austauschen können.

Sollten Sie komplett konträre Vorstellungen zu den einzelnen Begriffen haben, dann bitte ich Sie, trotzdem davon aus zu gehen, dass ich hier in diesem Buch eben die Begriffe unter Zugrunde­legung meiner Definitionen verwende.

Im Bereich NLP beginnen wir mit den wichtigsten Metaprogrammen, welche uns im Alltag immer wieder be?treffen. Des Weiteren beschäftigen wir uns etwas ausführlicher mit allgemein üblichen Verallgemeinerungen in unserem Sprachgebrauch.

Danach erhalten Sie einen Überblick über die logischen Ebenen, in welchen wir uns bewegen. Hierzu passend dann auch die Bedürfnispyramide nach Maslow.

Als nächstes kommt wieder ein verwandtes Thema, das Modell der Entwicklungsstufen von Personen und Organisationen nach Clare Graves.

Dann noch einige weitere bekannte Persönlichkeitsmodelle und als Abschluss die Alltags?Dramen, welchen wir jederzeit ausgesetzt sind, ob wir sie bewusst wahr nehmen, oder auch nicht.

Hierbei gibt es einen kurzen Überblick über das Kommunikations­modell nach Virginia Satir, Kurzeinführungen in die Transaktionsanalyse und Trinergy®, sowie meinen persönlichen Erkenntnisse unter der Kapitelüberschrift Ceteem®

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