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Wege zum Familienhund


Der neue Klick

von Simone Werth-Wagner

ratgeber_buecher
ISBN13-Nummer:
9783981411522
Ausstattung:
318 Seiten, 400 Farbfotos, großes Taschenbuch im Softcover
Preis:
23.50 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
AnRoSi-Verlag
Kontakt zum Autor oder Verlag:
info@anrosi-verlag.de
Leseprobe

Seite 57

Flexibilität öffnet neue Wege

Manchmal ziehen Leckerlis auch nicht. Jetzt nicht denken „och, da hilft mir dann das Buch ja auch nich weiter“. Ne, dann wird nachgedacht und andere Möglichkeiten gesucht, um zum Ziel zu kommen. Das ist dann der erste Schritt zum „Klick“. Unsere Hovawart-Hündin nahm keine Belohnungs-Leckerlis. Nicht mal Käse oder Wienerle. Ganz doof, wenn man da aufgibt. Wir hatten dann Lernen, Grenzen setzen und Belohnen auf einen Ball umgeleitet, hat auch hervorragend geklappt. Und deswegen wird auch nicht jeder Hund gleich ein Ballsüchtiger – das liegt auch in deiner Macht. Sicherheitshalber kann man den Hund vor dem Ball holen dürfen erst absitzen lassen. Ja, dann wäre der Ball die Belohnung fürs „SITZ“…denke mal, das ist dem Hund wurscht und er freut sich einfach, dass er holen darf.

Man kann auch einen wuseligen Hund mit einem Dummy oder einem Stofftier oder Zerrseil belohnen. Oder es wird eben ein Belohnungsspiel, oder genau das, was du zusammen mit deinem Hund ausprobierst. Vielleicht hilft es auch, einige Abschnitte mehrmals zu lesen. Beim Hund weiß ich, dass Wiederholungen Hirnwindungen erweitern. Oder man ist einfach zu schlau für diese Welt. Denkt zu mühevoll verzwickt. Glaubt, wenn man einen Fehler macht, ist alles dahin. Ist es nicht. Nach dem „Klick“ ist dein neues Hunde-Wissen immer und überall einsetzbar. Hast du dir vor der Hunde-Anschaffung schon Gedanken gemacht, wie das Leben mit Hund eigentlich aussehen soll? Hätte man gerne einen „anständigen“ Hund gehabt, der einen sowohl problemlos im Leben begleitet, aber auch mal still warten kann? Es liegt nicht nur daran, dass dein Mix ein bellfreudiger Dickkopf mit enormer Fähigkeit zur Einfältigkeit, gepaart mit stundenlanger Spielfreudigkeit, ist. Manch einer macht oder möchte es sich auch schwer machen. Na dann gucken wir mal, ob auch denen – nicht dir – geholfen werden kann. Ein Wandersmann ist sehr schlecht beraten, sich einen Hund zu holen, der schon leider angezüchtet oder auch mixbedingt durch seine kurze Schnauze kaum atmen kann oder durch seinen langen Rücken und kurze Beine schon nach ein paar Jahren nicht mehr mithalten kann. Wenn du eine „Sofakartoffel” bist, ist es möglich, dass ein Malinois nicht gerade der idealste Hund für dich ist. Das ist auch eine Hunderasse, die nicht glücklich ist, wenn sie als „normaler” Familienhund gehalten werden soll – und die Familie und Nachbarn sind es bald auch nicht mehr. Hier ist vom Besitzer schon eine gewisse Art von begeistertem Beschäftigungsbedürfnis und Erfahrung nötig. Und ein Basset ist wohl meist untauglich für den Hundesport – außer, er darf seine Ohren einsetzen. Auch Erziehungsfanatiker werden mit ihm keine Freude haben. Eine gute Portion Selbstständigkeit bringt er mit – manch einer möchte dazu stur – sagen. Ist er aber nicht – er findet nur manches total unnötig. Wenn man darüber nachdenkt, dass diese Rasse einst zur Jagd mit hoher Ausdauer im Schweiß (Blut des Wildes) suchen verwendet wurde, kann man sich das bei seiner heutigen Gestalt überhaupt nicht mehr vorstellen.

 

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Gewohnheitstier oder ich nehms, wies kommt

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Tagesablauf aussehen kann. Der unabhängige Hund Keine festen Uhrzeiten angewöhnen, auch können ruhig die Futterplätze gewechselt werden. Außer, du möchtest unbedingt ein ganzes Hundeleben lang jeden Tag nach dem gleichen Schema leben – und zum Beispiel eine gesellige Runde verlassen müssen, weil doch der arme Hund immer um neunzehn Uhr sein Futter bekommt. Weil ja auch der Hase draußen pünktlich um neunzehn Uhr dem Hund ins Maul läuft. Natürlich gibt es gewisse Abläufe im Alltag, die ein ungefähres Zeitfenster erzwingen. Dann versuche im Urlaub oder am Wochenende nicht pünktlich zu sein. So wenig Abhängigkeit schaffen, wie irgend möglich. Dann hat der Hund auch null Probleme damit. Den Napf nach dem Fressen immer wegräumen. So kann er sich nicht stundenlang bettelnd am Futterplatz aufhalten. Den gibt es einfach nicht. Wer nen Garten hat, kann gerne mal einen Spaziergang ausfallen lassen – vieles ist nicht vorhersehbar. Warum auch? Der Tag ist so, wie du ihn dir zusammenbaust – und dein Hund geht ihn einfach mit. Ganz selbstverständlich. Freigeist braucht Freiraum. Diese Art zu Leben, liegt jungen Familien, Selbstständigen, oder auch unternehmungslustigen Rentnern. Wenn der Tag nicht immer gleich ablaufen soll oder kann. Ich übe dies auch gerade mit unserem kleinen „Schweinehund“. Der hat dermaßen schnell eine innere Uhr entwickelt, die ich versuche, wieder anders ticken zu lassen. Higgins kann da ausdauernd hartnäckig sein – und das geht lautstark vonstatten. Ich halte aber durch – und die Fortschritte sind bereits zu sehen. Ne, mehr „bereits weniger zu hören“. Der Gewohnheitshund Ein Hund kann zum „Gewohnheitstier“ gemacht werden. Sozusagen zum „Beamten“ unter den Hunden. Diese Berufsgruppe möge mir bitte verzeihen – aber mit diesem Vergleich weiß einfach jeder, wie es gemeint ist. Hier nenne ich mal: immer zur gleichen Zeit Gassi gehen, zur gleichen Zeit Füttern, einmal die Woche in die Hundeschule, Spaziergang immer am gleichen Ort, Donnerstagabend um zwanzig nach Sieben kämmen und Spielzeit ist auch zu einer bestimmten Zeit. Natürlich ist bei Berufstätigen oder Gartenlosen oder Müttern mit vielseitigen Kindern, die immer mal von links nach schräg gefahren werden müssen, ein gewisser Trott nötig. Ein Hund lebt auch als „ganzer Beamter“ mit sich im Reinen. Wahrscheinlich ist hier das Wichtigste für den Halter, dass er genau weiß, wann sein Hund kackern muss.

 

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 4

KAPITEL 1 - Der Hund an sich und im Besonderen

Die Entstehung des „Klicks, Wege zum Familienhund“ 6

Ganzheitlichkeit auf den Wegen zum entspannten Familienhund 10

Grundvoraussetzungen für ein Leben mit einem Familienhund 14

Was verstehen wir zwei denn nun unter einem Familienhund 15

Was möchte ein Familienhund von heute von seinem Leben 17

Aus Beobachtung lernen 20

Grundsätzliches von Anfang bis Ende 21

Vom Wolf zum Hund und wieder zurück 22

Aufzucht von Lebewesen unter guten Bedingungen 23

Was macht der „Klick“ mit dir 25

Der sogenannte Problemhund 30

Check für Erstlingshalter 32

Was genau ist ein Rassehund 34

Der „Rassehund ohne Papiere“ oder der „falsche Mischling“ 35

Die Vererbungslehre 36

Warum die Ahnentafel wichtig ist 36

Der „ echte“ Mischling 38

Hybridzucht – oder ich doodel mir einen 38

Aber ich will doch nur einen Hund kaufen 40

Der Hund vom „seriösen“ Züchter 41

Ein Hund von einem Großzüchter 44

Ein Hund vom Vermehrer 45

Ein erwachsener Hund aus Privathand 46

Was ist eine Qualzucht 47

Darum soll man keine Schmuggelwelpen kaufen 47

Ein Auslandshund für die Familie 49

Der Straßenhund möchte dort lieber bleiben 51

Das Für und Wider eines Hundes aus einem deutschen Tierheim 52

Über eine (Online)-Anzeige zum Hund 54

Die Macht der Eigenschaften 55

Flexibilität öffnet neue Wege 57

Pflege von Fell und so gehört auch dazu 59

Die Tischübung mit Gesundheitscheck 64

Passen meine Haltungsbedingungen für einen Familienhund 65

Wie tickt mein Hund 69

KAPITEL 2 – Wege zum Familienhund

Die Wahl der Hundeschule oder doch lieber ohne 73

Aller Anfang ist nicht schwer 80

Futter und Drum rum 83

Der Augenkontakt am Futternapf 83

Gewohnheitstier oder ich nehms, wies kommt 87

Erziehung oder lass ich es einfach 89

Zuhause muss es funzen 93

Lernen im ersten Hundejahr 93

Der Unterschied von Belohnung und Bestechung 94

Die Körpersprache 96

Von Regeln und Grenzen 97

Aus Erfahrung lernen 98

Wer gibt den Ton an 98 Schnellsein ist fast alles 99

Gegensätzlich Handeln 100

Die Stubenreinheit 101

Der außerhäusliche Toilettengang 103

Der Wochenplan 104

Ausgehzeugs 107

Die Leinenführigkeit 108

Keine Leinenkontakte 111

Wann beginnt eine Jagd 112

Die Länge eines Spaziergangs 115

Die ersten Spaziergänge im Freilauf 118

Hund trifft Hund, der anders ist 120

Vorbilder suchen erspart viel Arbeit 121

Alleine lassen, einfach gemacht 122

Vertrauen aufbauen 124

Eltern, sagt es euren Kindern 124

Das Pubertier 127

Wieviel Vorsicht ist nötig 128

Nicht giftig, nur tödlich 130

Übernachtungswochenende 130

Kastration und Sterilisation 131

Bitte mit gutem Beispiel voran gehen – von Anfang an 132

Der Arme ist an der Leine 134

Der unartige Hund – oder ist es doch nur sein Mensch 135

Entfaltungsmöglichkeiten 137

KAPITEL 3 - Das Tagebuch

Der Held des Tagebuchs und seine ersten Lebenswochen 141

Takeos Tagebuch entsteht 142

Einundzwanzig Tage im Leben von Takeo 143

TAKEOS Tagebuch - Erste Eindrücke sammeln

Grenzen setzen, aber trotzdem Spaß haben 147

TAKEOS Tagebuch – Viele kleine Tagesziele

Üben fürs Leben und Spaß für die Seele 154

TAKEOS Tagebuch – Frust nicht nur für Vierbeiner

Das richtige Gleichgewicht 160

TAKEOS Tagebuch – Den Alltag nutzen

Der Einbau vom Hund in den Tag 163 Die ersten Erfolge 165

Eine neue Herausforderung 171

Kids und Zwicks 173

Der Tag X 177 TAKEOS Tagebuch – Das Leben ist schön Vielerlei Eindrücke 191

Alltag ist veränderbar 196

Vom Frust aushalten und weiteren Zielen 199

Shinaiko gab dem Syndrom einen Namen 202

Kurze Unsicherheiten oder Zurückhaltung des Welpen 203

DAS SHINAIKO-SYNDROM 207

Wenn man den letzten Schritt vor dem ersten macht 210

TAKEOS Tagebuch – Klappe, die letzte

Kommen wir zur Stubenreinheit 226

Der Nagerversuch 232

Wann ist etwas verboten, wann erlaubt 237

Kawaii ist da 244

Die beleidigte Leberwurst 248

Auffrischung für später 252

Halali, die Jagd ist eröffnet 255

TAKEOS Tagebuch endet hier 258

KAPITEL 4 – Shinaiko-Syndrömser und ein glückliches Ende

DAS SHINAIKO-SYNDROM 260

Ursachen-Forschung und es “klickt” im Kopf 261

Ne Schafherde is nu mal nicht 261

Ein Hund MUSS nicht fressen – er DARF 263

Ein Auslandshund sucht Besitzer 265

Ein neues Leben mit oder für meinen Hund 267

Vom Durcheinander zum Aufgeräumten 271

Hunde mit Job 273

Anspannung ist anstrengend 275

Mein Hund soll bei mir bleiben 275

Zwei wie Hund und Katz 287

Aus ein mach mehr Hunde 288

Wer passt zu wem 289

Die Futterverteidigung in der Gruppe oder bei Besuch 294

Streithühner und Hähne und die Schlichtung 295

Spaziergänge mit mehreren Hunden 297

Aufmerksame Hunde 300

Mal ein Auge zudrücken 302

Kranker Hund, was nun 303

Dein Hund wird alt 308

Was macht Takeo 311

Ich sage „ja“ zu (m)einem Hund 314

Impressum

 

Wege zum Familienhund - einfach gemacht. Weitere Leseproben und Bestellung im Online-Shop

Klappentext

Basiswissen rund um den Hund, spannend verpackt. Alles, was du für einen entspannten Familienhund an Wissen benötigst, steht hier drin.

 

Ob du einen Welpen, Junghund oder erwachsenen Hund hast oder möchtest – für jeden ist dein neues Verständnis umsetzbar. Sehr anschaulich, mit vielen lebensnahen Beispielen und Fotos erfährst du, wie ein Hund wirklich tickt. Konsequenz, ja. Richtig eingesetzt, verliert das Wort schnell seine Bedrohlichkeit.

 

Wie integrierst du einen Hund in den Alltag? Welche Art Hund – und welcher Erziehungsstil – passen zu uns? Dein Hund versteht dich nicht? Oder umgekehrt? Welche Regeln und Grenzen sind notwendig und wie wirken sich diese auf das weitere Zusammenleben aus? Wann du wissen möchtest, warum es nicht richtig funzen will.

 

Wege zum Familienhund – einfach gemacht.

Rezension

Melanie

5,0 von 5 Sternen

Der beste Hundeerziehungsratgeber Rezension aus Deutschland vom 4. Oktober 2020 Ich habe schon sehr sehr viele Erziehungsratgeber gelesen, aber keins ist so wie der Klick im Kopf. Es lässt sich leicht lesen, ist aus dem Alltag geschrieben und mit viel Humor. Trotz jahrelanger Hundehaltung haben wir sehr viel dazu gelernt. Wir haben das Buch schon mindestens 5x gelesen. Zu empfehlen für alle, die Hunde haben, bei denen bald ein Welpe einzieht, aber auch für alle geeignet die Tiere mögen. 100% Weiterempfehlung!

 

Kunde

5,0 von 5 Sternen Erziehungsratgeber Rezension aus Deutschland vom 4. Oktober 2020 Ich finde es ist ein sehr gutes Buch. Es hat uns bei der Erziehung unseres Welpen geholfen. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.