Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern



Kategorien
> Ratgeber > Venusdüfte
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Venusdüfte, Gisa Braune
Gisa Braune

Venusdüfte


Ätherische Öle in Liebe und Sexualität

Bewertung:
(274)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
2764
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
Bestellbar in allen Buchhandlungen, auch online
Drucken Empfehlen

Inhaltsverzeichnis




  • Teil 1: Die Theorie 



Eine lange Geschichte 13


Alles fängt im Kopf an 25


Die Pheromone – Botschafter des Inneren 27


Was ist ein Aphrodisiakum? 31




  • Teil 2: Die ätherischen Öle 



Was ist ein ätherisches Öl? 36


Die Klassiker: Da kann nichts schiefgehen 39


Sandelholz 40


Rose 42


Jasmin 46


Ylang Ylang 48


Neroli/Orangenblüten 50


Die Gewürzöle: mit Vorsicht zu genießen 53


Zimt 54


Schwarzer Pfeffer 56


Ingwer 58


Kardamon 60


Koriander 62


Geheimtipps – und andere Helfer 65


Patchouli 66


Vanille 68


Zedernholz 70


Tuberose 72


Rosenholz 74


Muskatellersalbei 76


Hydrolate 79


Zitrusöle: der Gute-Laune-Faktor 81


Pampelmuse/Grapefruit 82


Mandarine 84


Bergamotte 86


Orange 88




  • Teil 3: Action 91



Erotische Meditationen und Visualisierungen 93


Massage 98


Die Macht der Berührung 98


Die Ganzkörpermassage: mit Leib und Seele 101


Die Gesichtsmassage 102


Die Massage des Solar Plexus 104


Der Ritus der sechs Kostbarkeiten 108


Aromatische Tipps 110


Trockene Scheide 110


Yoni- und Lingampflege 112


Vorzeitige Ejakulation 113


Erektionsschwierigkeiten 114


Niedrige sexuelle Ansprechbarkeit 116


Dammriss und Dammschnitt 117


Empfindungslosigkeit in der Scheide 118


Liebeskummer 119


Mundgeruch 120


Das Deo 122


Eine romantische Atmosphäre schaffen 124


Wie man sich bettet… 128


…und kleidet… 128


…so liebt man. 128


Verhütung 128


Fruchtbarkeit und Schwangerschaft 129


Safer Sex 130


Einige Rezeptvorschläge 131


Praktische Hinweise 133


Vorsichtsmaßnahmen 133


Tipps und Dosierungen für Massage, Bad und Hautpflege 134


Lagerung und Haltbarkeit 136


Tipps für den Einkauf 137


Preislagen 138


Übersicht: Aphrodisische Eigenschaften der ätherischen Öle񗹤 143


Danksagung und Erwähnungen 145


Literaturverzeichnis 147


Stichwortverzeichnis 149


Anmerkungen 151


 


Eine lange Geschichte


Das Bemerkenswerteste gleich vorab: Wo auch immer in der Vergangenheit aromatische Pflanzen kultiviert wurden, wusste man um deren Wirkung auf die sexuelle und die spirituelle Ekstase. Diese Dualität von Sexualität und Religion zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des erotischen Parfüms. In früheren Zeiten wiesen schlechte Gerüche für die Menschen auf böse Mächte hin und angenehme Gerüche auf gute Mächte. Der hin-duistische Himmel und seine Götter dufteten lieblichst, genauso wie die griechischen Götter im Elysium oder das moslemische Paradies. Duftende Harze hielt man für Schweißtropfen oder Tränen der Götter und lieblichen Blütenduft für ein Werkzeug göttlicher Inspiration. Duft war das Bindeglied zwischen Diesseits und Jenseits. Durch Verbrennen wohlduftender Substanzen versuchte man, auf eine andere Ebene, sprich: in spirituelle Ekstase, zu gelangen und so mit den Göttern in Kontakt zu kommen; man glaubte auch, dass durch den auf-steigenden aromatischen Rauch die Gebete zum Himmel transportiert würden. Daher der Name „Parfüm“, von lateinisch per fumum – durch den Rauch. In der indischen und persischen Literatur treffen sich Liebespaare vor-zugsweise in duftenden Blütengärten. Da ist es kein Wunder, dass Mogul Jahangir im 16.Jh. für seine Gemahlin Nur einen Garten schuf, den er Shalimar, „Bleibe der Liebe“, nannte, und der heute nicht nur zu einem der schönsten Gärten in der ganzen Welt zählt, sondern auch dem bekannten Parfüm von Guerlain seinen Namen lieh. In Indien wurde die Geburt der Parfümerie dem Gott Indra zugeschrieben, einem hinduistischen Kriegsgott, dessen Brust mit Sandel-holz eingerieben ist. Im Kama Sutra ist oft von Düften und Parfümen die Rede. Die Kunst der erotischen Massage mit aromatischen Ölen wird in Indien seit langer Zeit gepflegt. Dabei massieren sich Liebende nicht nur gegenseitig – auch indische Elefantenkühe kommen in den Genuss einer Massage mit aphrodisischen Ölen, um ihren Bullen Lust auf die Paarung zu machen! Die gleichen Düfte, insbesondere Sandelholz, wurden und werden auch heute noch zum Meditieren und für andere religiöse Zeremonien verwendet. Im alten Ägypten findet man ebenfalls einen starken Zusammenhang zwischen Sexualität und Spiritualität. Die ägyptischen Priester waren außerordentlich geschickte Parfüm- und Kosmetikhersteller. Selber geschminkt und parfümiert, stellten sie liturgische Öle her, um damit u.a. ihre Götterstatuen zu parfümieren. Ursprünglich zu reinigenden Zwecken eingesetzte aromatische Salben für Frauen entwickelten sich bald zu echten Kosmetika. Nach dem Besuch im öffentlichen Bad – Hygiene und Körperpflege waren sehr wichtig – rieb man sich mit den von den Priestern hergestellten Pomaden ein: zur Hautpflege, um böse Geister fernzuhalten, als Anti-Aging-Mittel – und zu Verführungszwecken. Die Rezepte waren streng geheim, und es gab hunderte davon. Die gleichen aromatischen Kräuter wurden bei religiösen Zeremonien verbrannt, zum Einbalsamieren der Toten benutzt und kamen als Medikamente zum Einsatz. Neben Weihrauch und Myrrhe schätzte man auch Zimt, Zypresse, Wacholder und Iris. Der blaue Lotus (Nymphaea caerula) war wegen seiner aphrodisierenden und halluzinatorischen Wirkung sehr beliebt. Auch Kleopatra kannte natürlich die erotische Macht mancher Düfte und machte reichlich Gebrauch davon. Als Markus Antonius sie ans Ufer des Tibers bestellte, tränkte sie die Segel ihrer Barke mit Jasmin- und Rosenessenzen, so dass man sie schon von weitem riechen konnte. Und natürlich verfehlte dieser Trick nicht seine Wirkung. Markus Antonius verliebte sich unsterblich in sie. Die erste Liebesnacht verbrachten die beiden angeblich auf einem Teppich aus Rosenblättern. In der Sklaverei in Ägypten lernte das Volk Israel die Kunst der Par-fümerie kennen und trug sie später nach Palästina, in sein Heimatland. In der Bibel finden sich zahlreiche Hinweise auf duftende Salben, Räucherwerk und andere aromatische Substanzen. Sie wurden für die persönliche Hygiene benutzt, um Körper und Kleidung zu parfümieren, um Insekten fernzuhalten, Essen und Wein zu würzen, die Köpfe der Gäste zu ölen und die Toten zu bestatten. Judith parfümierte sich, um Holofernes zu verführen und ihm den Kopf abzuschlagen, und im Buch Esther kann man nachlesen, dass sich eine Jungfrau „sechs Monate mit Balsam und Myrrhe“ und sechs Monate mit anderen Pflegeprodukten auf ihre erste Nacht mit dem König Ahasverus vorbereiten musste, bevor sie in sein Harem überführt wurde. Die drei Weisen aus dem Morgenland brachten dem Jesuskind Weihrauch und Myrrhe dar, Maria Magdalena strich später mit ihren Haaren kostbare Nardensalbe auf seine Füße, und nach der Kreuzigung wurde er mit Myrrhe und Aloe einbalsamiert. Im antiken Griechenland waren ebenfalls alle Bereiche des täglichen Lebens von angenehmen Düften durchdrungen. Man schrieb den Ursprung und Gebrauch von Duft den Göttern zu. Diese besaßen ganz besondere Parfüme, die den Menschen nicht zugänglich waren. Die Götterverehrung war daher von lieblichen Düften begleitet, und duftende Kräuter mit ihren heilenden Eigenschaften galten als Geschenk der Götter an die Menschen. Besonders unter dem persischen Einfluss während der Regierungszeit Alexanders des Großen machten die Griechen regen Gebrauch von wohlriechenden Kosmetika. Die Frauen rieben sich ihre Brüste und Schenkel zum Vorspiel mit parfümierten Ölen ein. Mit Parfümen gefüllte kleine Vasen waren beliebte erotische Geschenke zwischen Verliebten und Geliebten beiderlei Geschlechts. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite, die der Legende nach mit einem weißen Rosenstrauch aus dem Schaum des Meeres geboren wurde, verdanken wir den Begriff „Aphrodisiakum“. Ihr zu Ehren feierte man alljährlich ein Fest, die Aphrodisia.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2021 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs