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> Ratgeber > Trotzphase - Warum ich wütend werde
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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Trotzphase - Warum ich wütend werde, Annika Rohmbach
Annika Rohmbach

Trotzphase - Warum ich wütend werde


Kindern ihre Grenzen aufzeigen

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Was ist die Trotzphase eigentlich? Spätestens dann, wenn sich die Kinder ohne irgendwelche Anzeichen auf den Boden schmeißen, laut schreien und sich nicht beruhigen lassen, wissen die meisten Eltern dass sie auch bei ihnen angekommen ist: die Trotzphase! Früher glaubte man, dass man nicht autoritär genug gegenüber den Kindern war. Heute ist man schlauer und weiß, dass die sogenannte „Autonomiephase“ nichts mit mangelnder Autorität zu tun hat. Sondern es geht darum, dass die Kleinkinder ihren eigenen Willen für sich entdeckt haben, jedoch ist die Entwicklung des Gehirns noch nicht soweit, als dass sie die entstehenden Gefühle kontrollieren können. Dementsprechend sind die Gefühle wie Wut oder Ärger in der Regel sehr stark und sie treten spontan und unkontrolliert auf. Während der Trotzphase entdeckt das Kleinkind sein eigenes „Ich“, doch es braucht auch die Eltern, um diese unbekannten Gefühle in die richtigen Bahnen zu lenken. Neurologen erklären die Trotzphase so: Der Widerwille, also Trotz, hängt eng zusammen mit der Entwicklung des Gehirns. Jeder Mensch hat einen Bereich im Gehirn, der zuständig ist für die Ratio. Man nennt diesen Bereich auch „oberes Gehirn“, die „Vernunftszentrale“. Es unterscheidet sich vom „Reptiliengehirn“, dem „unteren Gehirn“, welches von Geburt an voll entwickelt ist und den Instinkt steuert. Das obere Gehirn benötigt für seine völlige Reifung viele Jahre und erst im Alter von 25 Jahren ist es voll entwickelt. Daher ist auch die Selbstkontrolle für Kleinkinder und auch noch für Teenager oftmals schwierig, sie zu beherrschen. Einem Kleinkind in der Trotzphase zu sagen „jetzt sei doch nicht so wütend“, ist ebenso überfordernd, als würde man einem Erwachsenen sagen „sprich mal endlich russisch“. Ein zielgerichtetes und kontrolliertes Handeln ist während der Entwicklungsphase des Gehirns nicht möglich. Anlass für die Trotzphase Meistens können die Eltern nicht nachvollziehen, was einen ausgewachsenen Wutanfall ihres Kindes hervorgerufen hat und welche Emotionen sich im Kind ausbreiten. Trotzanfälle entfalten sich durch über einen längeren Zeitraum angesammelte Wut, gepaart mit Beklemmung, was die Kinder nicht definieren können. Der Auslöser ist dann wie der berühmte „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“. Das wütende Kind erfährt einen aufsteigenden Jähzorn, der es ergreift und es sich nicht mehr unter Kontrolle hat. In diesen Situationen auf das Kind einzureden oder zu Schimpfen hilft wenig, man muss es aussitzen. Das Kind hat extreme Wutanfälle - wie reagiert man richtig? Die Wutanfälle können nicht nur für die Eltern sehr anstrengend und verwirrend sein. Auch für das Kind selber sind sie stressig und führen oftmals zur Erschöpfung. Dabei sind Wutanfälle nur eine Begleiterscheinung in der Trotzphase. In manchen Fällen ist der Auslöser für die Wutanfälle erkennbar: Müdigkeit oder Frustration. Besonders unerfreulich sind diese Wutausbrüche dann, wenn die Kinder von ihren eigenen Gefühlen so übermannt werden, dass sie andere Kinder oder Geschwister schlagen oder nach ihnen treten oder auch Dinge zerstören. Wutausbrüche gehören zu einer gesunden Entwicklung dazu In der Zeit, in denen die Kleinen ihr eigenes „Ich“ erkennen, sind sie bestrebt, selbstständig zu sein und wollen allen zeigen, was sie schon können. Allerdings überfordern sie sich schnell und Frustration breitet sich in ihnen aus: sie sind noch nicht groß genug, um ein Spielzeug, das oben im Regal liegt, hervorzuholen oder ihre Motorik lässt noch zu wünschen übrig und die Strumpfhose alleine anzuziehen klappt nicht. Im täglichen Leben des Kleinkindes gibt es immer wieder Situationen, in denen es Sachen erkunden möchte, aber alleine schafft es dies nicht. Verbote oder Ansagen dem Kind gegenüber auszusprechen hilft da überhaupt nicht weiter, das Gegenteil ist dann der Fall: die Frustration erhöht sich und die Wutanfälle lassen nicht lange auf sich warten. Beginn einer Trotzphase Schon relativ früh, nämlich mit zwei Jahren, beginnen die ersten energischen Trotzphasen. In dem Alter entwickelt sich ein charakteristischer Wille. Kleinkinder testen ihre Grenzen aus und möchten ihre Vorstellungen, möglichst sofort, umsetzen. Für Eltern bedeutet das eine aufreibende Zeit, sich damit auseinander zu setzten. Die Spanne einhergehender Anfälle reicht von kürzeren Phasen bis hin zu längeren und öfteren Ausbrüchen. Sie reichen von gelegentlicher Bockigkeit, ständiges Nörgeln und anhaltenden Gefühlsausbrüchen die es in sich haben und mit ausuferndem Geschrei, Tritten und Schlägen einhergehen. Eins haben sie alle gemeinsam: sie entstehen plötzlich und unerwartet. Diese Ausbrüche empfinden die Eltern als nervenaufreibend und mühselig. Wenn ein Anfall auch noch in der Öffentlichkeit vorkommt, ist das Schamgefühl der Eltern beachtlich herabgesetzt. Entwicklungstechnisch sind diese Phasen aber von Bedeutung für die Kinder. Diese enorme Hartnäckigkeit und Gefühlserregung bietet die Grundlage, für die ersten Lebensjahre.


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