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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Teenpower, Pia Beck Rydahl
Pia Beck Rydahl

Teenpower


...geh deinen Weg!

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1 Einleitung


Teenpower ist ein Buch für dich. Du bist jung, lebst in einer Zeit mit vielen Herausforderungen. Wenn du das Buch liest, kannst du dich selbst besser kennenlernen und deinen Herausforderungen gestärkt begegnen. Teenpower gibt dir Wissen, Tipps und Übungen, mit denen du ein besseres Selbstwertgefühl bekommen kannst. Du wirst viele Werkzeuge bekommen, mit denen du deine negativen Gedanken zu positiven wenden kannst. Dadurch wirst du mehr Freude am Leben finden und mit anderen teilen können.


Du wirst weiters das Geheimnis der Faulheit kennenlernen, wie du ins Schwarze triffst, wie du vom 10 Meter Brett springst und was dazugehört, um der beste Freund der Welt zu sein.


Wie du das Buch nutzt, ist deine Sache. Vielleicht entscheidest du dich dazu, es nur zu überfliegen, um ein paar Tipps und Tricks zu sammeln, die du üben willst. Vielleicht schaust du nur die Überschriften an und beginnst die Teile, die dich ansprechen, zu lesen.


Aber ein Buch allein hilft nicht weiter. Ich bin der Meinung, dass man sich am besten helfen kann, indem man mit einem nahestehenden Menschen spricht. Wenn man über die eigenen Probleme und Gefühle spricht, können Gedanken sprießen, die einem zu neuem Wachstum verhelfen. Dieses Buch kann dir einen Tritt in eine neue Denkrichtung geben, mit der du dann auch anders handeln wirst.


 


1.1 Wer bin ich?


Noch vor wenigen Jahren glaubte ich, dumm, unintelligent und zu nichts nutz zu sein. Ich war davon überzeugt, dass ich in meinem Leben keinen Erfolg haben würde. Ich lebte ein Leben als wäre es ein Probelauf, gleich würde mein richtiges Leben beginnen. Trotzdem hatte ich die Hoffnung, mich eines Tages zu finden und festzustellen, dass ich mehr vermochte als ich glaubte.


Als ich dieses Buch für dich zu schreiben begann, war ich besorgt. Ein gewöhnliches und ein wenig dummes Mädchen wie ich konnte doch kein Buch schreiben, dachte ich. Wusste ich genug, um so viele Seiten zu beschreiben? Außerdem hatte ich ja davor schon so viele Sachen begonnen, ohne sie zu Ende zu führen. Und was würde geschehen, wenn die Leute vom Verlag herausfinden würden, dass ich dumm bin?


Mein Kopf war voller Gedanken. Und das wurde erst nach den ersten Kapiteln besser. Ich entschied mich, das Buch zu schreiben, weil ich viel über mich und über Menschen im Allgemeinen gelernt hatte: Dass negative Gedanken uns stoppen können, wir auf sie aber nicht zu hören brauchen. Wir brauchen diesen Gedanken nicht zu glauben und sie sind nicht immer wahr. Man kann sich einen Stoß geben und die Gedanken einfach sein åassen. Die Dinge nahmen ihren Lauf und mit der Zeit verschwanden meine Bedenken.


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Es geht also nicht darum, ob du daran glaubst, dass du etwas bestimmtes tun kannst, sondern darum, dass du es trotzdem tust. Das will ich dir durch dieses Buch beibringen.


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In meiner Tätigkeit als Coach von Teenagern führe ich täglich Gespräche, in denen es darum geht, wie sich die Jugendlichen fühlen und was sie in sich entwickeln wollen. Welche Ziele sie haben und wie sie sie erreichen. Die Gedanken, Gefühle, Träume und Frustrationen der Jugendlichen inspirieren und berühren mich jeden Tag. Und oft fühle ich mich zurückversetzt in die Zeit, in der ich selbst Teenager war - so lange ist das auch nicht her.


Ich zog als sechzehnjährige Gymnasiastin von zu Hause aus. Rückblickend kann ich sehen, dass das zu früh war, dass Schulbesuch, Aufgaben und Schlaf zu kurz kamen. Ich zog mit meiner Freundin Helle zusammen und wir mussten selbst das Geld für die Miete verdienen, was nicht leicht war.


Ich erinnere mich an meinen Ärger über meine Mutter. Ich fand, dass sie mich einengte und zu neugierig war. Ich wollte in Ruhe gelassen werden, mir und anderen beweisen, dass ich selbständig und stark sein konnte. Ich glaubte, dass ich das durch meinen Auszug zeigen musste. Heute kann ich sehen, dass meine Mutter immer das Beste für mich wollte und ich ihrem Rat gegenüber nicht offen war.


Ich kann mich auch an meinen ersten Liebeskummer erinnern. Damals hatte ich meine ersten Selbstmordgedanken, weil ich dachte, dass alles gleichgültig sei und „dass sie es bereuen würden, wenn ich nicht mehr da wäre". Das war das erste Tief meines Lebens. Aber auch das überstand ich. Immer wieder saß ich ganz schön in der Patsche, weil ich nicht gerade das stillste Mädchen war.


Noch als 12-jährige war ich immer das brave Mädchen der Klasse mit langem blonden Haar, einer riesigen Zahnspange und rot umrandeten Vergrößerungsgläsern vor den Augen. Was haben meine Eltern bloß gedacht als sie mir eine rote Metallbrille mit superdicken Gläsern gaben? Durch meine Brillen geschaut, sahen meine Augen aus wie die eines Fisches und damit wurde ich aufgezogen.


Nach meinen Jahren als braves Mädchen, das in der Schule tüchtig war, wechselte ich die Rolle. Nach außen mimte ich das „gleichgültige" Mädchen, das eine harte Sprache sprach und cool wirkte. Das wurde zu meiner Maske. Heute glaube ich, dass ich meine tiefe Verunsicherung verschleiern wollte. Ich konnte nicht so auftreten wie die Beliebtesten der Klasse, wollte durch Lügen beeindrucken, um Freunde zu bekommen.


In diesem Buch wirst du Hilfe für Situationen finden, in denen du gemobbt wirst. Du wirst auch Ideen dafür finden, wie du deine Eltern besser ertragen kannst. Du wirst auch mehr darüber lernen, welche Maske du trägst und was passieren kann, wenn du sie ab und zu ablegst.


Ich habe Teenpower geschrieben, weil ich weiß, dass Jugendliche weder zu verzweifeln brauchen noch sich einsam fühlen müssen. Es gibt auch andere Wege. Alle können ein besseres Selbstwertgefühl bekommen und ich will dir mit diesem Buch einen Schubs in Richtung eines gestärkten Selbstwertgefühls geben. Ich will dich dazu ermuntern, neue und mutige Schritte in deinem Leben zu setzen, damit du das tust, was dich wirklich interessiert. Alles übrige hängt allein von dir ab.


 


2 Wie steht es um dein Selbstwertgefühl


 


2.1 Worum geht es in diesem Kapitel?


In diesem Kapitel geht es um das Selbstwertgefühl. Du erfährst etwas über den Unterschied zwischen Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Darüber, dass es nicht reicht, gut Tennis zu spielen oder in Deutsch gute Noten zu schreiben, um sich geborgen und wohl zu fühlen. Du kannst ein hohes Maß an Selbstvertrauen haben und dich trotzdem leer und traurig fühlen. Warum das so ist, kannst du hier lesen.


 


2.2 Was ist das Selbstwertgefühl?


Viele Menschen glauben, dass das Selbstwertgefühl etwas ist, das man hat oder eben auch nicht hat. Vielleicht hast du den Eindruck, dass du einen geringen Selbstwert hast. Selbst wenn dem so ist, hast du immer noch die Möglichkeit, sicherer und stärker zu werden. Du kannst deinen Blick auf dich selbst ändern.


Manche behaupten, dass es ein langer, zäher Kampf sei, ein besseres Selbstgefühl zu bekommen. Ich glaube nicht, dass das stimmt. Ich glaube, dass es möglich ist, ein stärkeres und gesünderes Selbstbild zu bekommen, wenn man gewillt ist, seine Gedanken über sich zu ändern. Dabei geht es einem mit jedem Schritt besser. Der Selbstwert kann immer wachsen. Du kannst innerlich stark werden.


Die 16jährige Cecilie erzählt uns über ihren Selbstwert:


Ich bin jetzt wie ich bin. Ich habe damit aufgehört, mich zu produzieren. Zu viel Zeit habe ich damit verbracht, mich mit meinen Freundinnen und anderen zu vergleichen. Seit ich daran glaube, dass ich so sein darf wie ich bin, habe ich nicht mehr das Bedürfnis, mich mit anderen zu vergleichen. Wuchs ein Pickel in meinem Gesicht, konnte ich früher eine Verabredung nicht einhalten - ich musste ja perfekt sein. Heute kann ich unfrisiert und mit Pickeln rausgehen und fühle mich damit wohl. Ich stand mir selbst im Weg, weil ich glaubte, dass niemand mit mir, so wie ich wirklich war, Zeit verbringen wollte. Es ist cool, dass ich diese dummen Gedanken jetzt im Griff habe, damit es mir nicht so schlecht geht.


Dein Selbstwert ist die Einstellung, die du zu dir selbst hast, und die Art, wie du über dich nachdenkst. Es ist der Wert, den du dir beimisst, und die Art, wie du dich siehst.


Du kannst beispielsweise folgende Überzeugungen haben:


Ich bin ganz okay, so wie ich bin.


Andere mögen mich.


Ich bin ein guter Freund.


Ich bin ein guter Mensch.


Ich werde ein gutes Leben haben.


Ich schaffe es.


Hast du ein geringes Selbstwertgefühl, glaubst du vielleicht folgendes:


Ich bin nicht gut genug.


Etwas an mir ist falsch.


Ich bin entbehrlich.


Ich bin es nicht wert, dass andere Zeit mit mir verbringen.


Ich bin komisch und andere mögen mich nicht.


Ich bin ein schlechter Mensch.


Ich bin bedeutungslos.


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Du verwendest dein Selbstwertgefühl, um an den Menschen, der du bist, zu glauben.


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Wir können unser Selbstwertgefühl nie ganz verlieren. Es kann aber so gering werden, dass wir unsere Lebenslust verlieren. Das Selbstwertgefühl schwankt in jedem Leben immer wieder.


Von Kindesbeinen an entwickelt sich dein Selbstwertgefühl. Deine Eltern, Lehrer und Freunde sind gemeinsam mit deinen vielen Erlebnissen daran beteiligt, dein Selbstwertgefühl zu formen. Positiv und negativ.


Zu Beginn deiner Teenagerzeit hat deine Persönlichkeit oft Wachstumsschmerzen. Deine Gefühle sind voll aufgedreht und du kannst innerhalb einer halben Stunde froh gestimmt, ängstlich, wütend und gereizt sein. Mit 17-21 Jahren kannst du deine Gefühle besser kontrollieren und wirst ruhiger. Warte aber nicht auf deinen 17. Geburtstag, bevor du etwas für dein Selbstwertgefühl tust. Du hast viele Möglichkeiten, dein Selbst zu stärken. Und wenn du bereits 18 bist und dein Selbstwertgefühl keinen Zentimeter größer ist als mit 14, brauchst du nicht frustriert zu sein. Aber lies weiter. Vergiss nicht, dass wir in unserem ganzen Leben Neues über uns selbst lernen. Wenn du willst, kannst du dich immer entwickeln.


Wie fühlt es sich an, ein starkes und gesundes Selbstwertgefühl zu haben?


Selbstwert


Was du sagst / kommunizierst


Du kannst über Fehler lachen.


Du kannst Nein sagen, wenn du spürst, dass deine Grenzen überschritten werden.


Du sagst, wenn du etwas brauchst.


Was du denkst


Deine Gedanken über dich stärken dich und sind positiv - natürlich nicht immer, Stimmung und Gefühle schwanken.


Du denkst darüber nach, was du aus deinen Fehlern lernen kannst.


Du denkst: „Ich bin ok, so wie ich bin - mit allem, was ich kann und nicht kann."


Was du fühlst


Du kennst deine Gefühle.


Du spürst, wenn du froh bist und traust dich, Freude und Begeisterung zu zeigen.


Du spürst, wenn du traurig bist, kannst es zeigen und darüber reden.


Du spürst, wenn etwas weh tut. Beispielsweise wenn andere dich treten oder deine Grenzen überschreiten. Du kannst es ihnen sagen.


Du hast Lebensmut und traust dich, Neues anzugehen.


Du weißt, dass du innerlich in Ordnung bist, auch wenn du ängstlich und unsicher bist.


Was du tust


Du achtest auf deine Mitmenschen und hast Lust und Zeit, für sie da zu sein.


Selbst wenn du Angst hast, gehst du Probleme an.


Du überzeugst dich selbst davon, dass du trotz Unsicherheit und Furcht Dinge verändern kannst.


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