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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Struwwelpeter für Manager, Fritz Maywald
Fritz Maywald

Struwwelpeter für Manager



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Zum Anfang


Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen,

aber die wenigsten erinnern sich daran.

Antoine de Saint-Exupéry

Der kleine Prinz

Als Kinder hatten wir alle (wirklich alle!) noch Phantasie, Visionen, Träume. Als Kinder haben wir noch Zwerge gesehen, das Einhorn im Wald gefunden und hielten alles für möglich. 
Irgendwann wurden wir dann zu „ordentlichen“ und „normalen“  Menschen erzogen – und plötzlich wurden Visionen zu Krankheitssymptomen, wer zugab, Zwerge zu sehen, kam in die Nervenklinik und wer träumte wurde aufgefordert, gefälligst aufzuwachen und fleißig und gehorsam zu sein.

Irgendwann noch später waren wir dann erwachsen (oder ließen uns das zumindest einreden), setzten uns freiwillig materiellen Zwängen unserer Umwelt aus, machten Karriere (und sei es um den Preis eines Herzinfarktes) und vergaßen völlig darauf, welche Träume und Fähigkeiten in uns steckten.

Und irgendwann einmal sind manche von uns aufgewacht, haben sich erfolgreich zur Wehr gesetzt, haben Gewohnheiten gegen Natürlichkeiten eingetauscht – und haben zu leben begonnen, haben viele ihrer verschütteten Fähigkeiten wieder entdeckt und sind damit wieder zu glücklichen Kindern geworden, die träumen durften und ihre Träume sogar ohne Streß und ohne Mühsal zu verwirklichen begannen.

Dieses Buch soll alle aufwecken, die im Streben nach Karriere und materiellen Zielen auf ihr Kind-Sein vergessen haben – und zwar früh genug, damit sie noch Zeit genug haben, ihre Ziele ohne Streß, gleichsam träumerisch zu verwirklichen. Dieses Buch fordert dazu auf, die Schäden, die uns als Jugendliche „ordentliche“ Erziehung zugefügt hat zu vergessen und wieder ein ungehorsames Kind zu werden, dem alle Möglichkeiten offenstehen.


Aber gleich am Beginn eine Warnung:

Dieses Buch provoziert, stellt in Frage – provoziert Sie etwa dazu, Ihr Verhalten radikal zu ändern, stellt vielleicht das Weltbild in Frage, das sie mühsam aufgebaut haben. Möglicherweise ändern Sie sich sogar nach der Lektüre dieses Buches und einige Leute in Ihrem Umfeld werden Sie nicht mehr wiedererkennen, nicht mehr wiedererkennen wollen, weil Sie dem gewohnten Bild, dem geforderten Bild des ordentlichen, normalen, gehorsam sich Zwänge auferlegenden Menschen nicht mehr entsprechen.

Wenn das so ist, dann hat dieses Buch seinen Zweck erfüllt. Denn erst dadurch, daß Sie sich geändert haben, haben Sie die Voraussetzung dafür geschaffen, auch Ihr Leben zu ändern. Und die Menschen, die Ihnen jetzt aus dem Weg gehen, waren sowieso nur ein Hindernis für diese Veränderung. Und wenn Sie einmal begonnen haben, sich in die richtige Richtung zu verändern, werden Sie sehr schnell dahinterkommen, was alles möglich ist – Lust statt Streß, Karriere ohne Herzinfarkt und ohne Burn-Out, jedes Ziel erreichen, daß Sie sich gesetzt haben, und sei es noch so ver-rückt.

Und wenn Sie meinen, dieses Buch ist nichts für Sie, weil Sie ja sowieso immer .. und trotzdem .. und das alles eigentlich nur die Anderen angeht, Sie nicht, überhaupt nicht – dann lesen Sie es als vorbeugendes Mittel, falls Sie es doch irgendwann einmal – rein zufällig natürlich – brauchen.
 


 

Fritz Maywald - Autor provokativer Management-Literatur - Narr Management - Phantasie Management Wege kreativen BewusstSein - Struwwelpeter Manager Anleitung Ungehorsam - Eulenspiegeleien Manager - Einfach Exzellent Lustvoll Spitzenleistungen - Teilen Mit-Teilen Wege effektive Kommunikation - systemischer NLP Trainer systemischer NLP Coach Trinergy® Trainer TimeLineTherapy® Master Practitioner Aufstellungsleiter SNLP

Es gibt keine Fehler

Es gibt keine Fehler, nur Feedback

Grundprinzip des NLP


Zur Beruhigung für alle Controller und Qualitätsmanager:

Ihr Job ist nicht wirklich in Gefahr – natürlich gibt es Fehler. Es gibt aber eine absolut sichere Methode, aus Fehlern zu lernen, durch Fehler Erfahrung aufzubauen, Fehler in nützliche Hinweise am Weg zur Excellenz zu konvertieren: positives Feedback.

Überlegen Sie einmal:

Wenn ein kleines Kind versucht, den ersten Schritt zu machen, dann fällt es normalerweise auf den Po. Was meinen Sie, was geschehen würde, würden kleine Kinder so reagieren wie viele Menschen? Was meinen Sie, was geschehen würde, wenn dieses kleine Kind sofort einen Schuldigen für diesen offensichtlichen Fehler suchen würde, zur Sicherheit die Eltern beschuldigen würde oder den Nachttopf oder den Teppich und dann die ganze Nacht wach liegen würde, um sich eine entsprechende Strafe für diesen Schuldigen auszudenken? Sehr wenige Kinder würden gehen lernen!

Das Kind – das ja immerhin schon so mutig war, überhaupt aufzustehen aus seiner sicheren Bauchlage – registriert: „Das, was ich jetzt getan habe, hat nicht zu dem gewünschten Ziel geführt – also mache ich es anders.“ Und – unschuldig wie Kinder eben sind – beruft es weder ein Expertenkomitee ein, auch nicht den Aufsichtrat, nicht einmal einen Unternehmensberater, es versucht diesen ersten Schritt ganz einfach und unschuldig und spontan noch einmal. Und – verblüffend – seine Sensoren sind so gut, daß es nach und nach die Abweichungen korrigieren kann, die zum Sturz geführt haben, und geht.

Unendlich viel Energie wird bei den Anstrengungen Erwachsener vergeudet, keine Fehler zu machen. Denn trotz all dieser Anstrengungen macht selbst ein Perfektionist Fehler – und das führt ihn wieder zu neuen Anstrengungen, diese Fehler zu verheimlichen – vielleicht dadurch, indem er blitzschnell Schuldige dafür findet.

Sie meinen, das mit der Notwendigkeit, auf dem Weg zur Excellenz (das ist übrigens etwas völlig anderes als Perfektion) Fehler zu machen, sei doch etwas übertrieben?

Gehen wir zurück zu dem kleinen Kind und zu dem Beispiel von vorhin. Welche Chance hätte dieses Kind, gehen zu lernen, wenn ihm davor irgend jemand erfolgreich eingeredet hätte, es dürfe niemals hinfallen? Das Kind lernt gehen, indem es unerschrocken hinfällt, wieder aufsteht, wieder hinfällt, wieder aufsteht – solange, bis es eben gehen kann. Es genügt also offensichtlich, einmal öfter aufzustehen, als man hinfällt.

 


Fritz Maywald - Autor provokativer Management-Literatur - Narr Management - Phantasie Management Wege kreativen BewusstSein - Struwwelpeter Manager Anleitung Ungehorsam - Eulenspiegeleien Manager - Einfach Exzellent Lustvoll Spitzenleistungen - Teilen Mit-Teilen Wege effektive Kommunikation - systemischer NLP Trainer systemischer NLP Coach Trinergy® Trainer TimeLineTherapy® Master Practitioner Aufstellungsleiter SNLP

Die Geschichte vom fliegenden Robert 

oder:

Die Überwindung der Glaubenssätze

Wenn der Regen niederbraust,

wenn der Sturm das Feld durchsaust,

bleiben Mädchen oder Buben

hübsch daheim in ihren Stuben.

Der Struwwelpeter


Es war einmal ein Land, in dem gab es eine uralte Überlieferung, eine Überlieferung, welcher alle Leute Glauben schenkten, eine uralte Überlieferung, welche die Urgroßeltern den Großeltern erzählt hatten, welche die Großeltern den Eltern erzählt hatten, welche die Eltern den Kindern erzählten, lange bevor sie in die Schule gingen, als allererste Wahrheit ihres Lebens.

Jede Mutter erzählte es ihrem Kind bereits in der Wiege und dann immer wieder, jeder Vater bekräftigte es, und alle Lehrer wiederholten es, damit sich die Regel einprägen konnte: Niemand, ausnahmslos niemand darf es wagen, bei regnerischem und stürmischen Wetter aus dem Haus zu gehen, ganz im Gegenteil, man mußte die Läden der Fenster verschließen, die Türen doppelt versperren und sich in den hintersten Winkel des Hauses verkriechen.

Alle waren überzeugt davon, daß diese Überlieferung, diese Regel, dieses moralische Grundprinzip unumstößlich gelten mußte, weil sonst schreckliche Dinge geschehen würden. Welche schrecklichen Dinge das wären, wenn jemand – und bereits darüber zu reden, daß das unaussprechliche eintreffen könnte, erfüllte die Bewohner des Landes mit Angst und Schrecken – welche schrecklichen Dinge also geschehen würden, wenn jemand gegen diesen Glaubenssatz verstoßen würde, das wußten sie nicht mit Gewißheit, denn niemand hatte das je gewagt, aber sie malten es sich über Generationen hinweg in den düstersten Farben aus.

So gab es grauenvolle Geschichten über Kinder, die todkrank geworden waren durch die Kälte und die Nässe und den Wind, um schließlich zu sterben, grauenvolle Geschichten über unfolgsame Buben, die hinausgegangen waren in den Sturm und von ihm fortgetragen wurden, so daß man sie nie wieder gefunden hatte, sogar Bücher wurden darüber geschrieben.

Es gab natürlich auch eine ganze Menge Nachteile, welche die Menschen in diesem Land willig in Kauf nahmen: Bereits wenn die ersten Wolken aufzogen, wagte sich keiner mehr aus dem Haus, um ja nicht im Freien vom Sturm und vom Regen überrascht zu werden. Im Herbst sah man daher nur dann Menschen auf der Straße, wenn der Himmel strahlend blau war, und das war er selten. Daß dieses Land kein reiches Land war, ergibt sich wohl daraus, denn man verdiente vorwiegend durch einfache Arbeiten Geld, die man zuhause verrichten konnte, und selbst für diese Produkte waren kaum Käufer zu finden, weil die Menschen ja so selten aus dem Haus gingen. Und noch etwas fehlte den Menschen: Niemand hatte je die Schönheit eines wolkenverhangenen, sturmgepeitschten Himmels gesehen, niemand hatte je den Sturm in seinem Haar und die Regentropfen auf seiner Haut gespürt – und so konnte niemand den Sonnenschein und den blauen Himmel richtig schätzen, weil man sich ja vor dem Gegenteil abwandte und außerdem in ständiger Angst lebte, das Wetter könnte schlechter werden.

Auch Robert hatte natürlich alle diese Geschichten gehört, wieder und wieder. Aber immer schon war er neugierig zum Fenster geschlichen, um wenigstens einen flüchtigen Blick auf den grauen Himmel erhaschen zu können, um wenigstens dem Sturm zuhören zu können, wenn er ihn schon nicht spüren konnte, um wenigstens einige Regentropfen auf den Fensterscheiben hinunterrinnen zu sehen, wenn er sie schon nicht auf seiner Zunge schmecken konnte. Aber die Fensterläden waren geschlossen, die Fenster mit dicken Vorhängen verhängt, und alle Bewohner des Hauses saßen im innersten Raum, der keine Fenster hatte.

Eines Tages, auf einem der kurzen Spaziergänge, die er ganz selten mit seiner Mutter macht, um einzukaufen, eines Tages, als am herbstblauen Himmel die ersten Wolken aufzogen, versteckte sich Robert einfach in den Büschen des Parks, der am Rande der Stadt lag. Und so laut und verzweifelt seine Mutter auch rief, sosehr sie ihn suchte, er kam nicht hervor. Und da die Angst der Mutter vor dem Ungeheuerlichen, das geschehen würde, wenn sie die alte Regel brechen würde, ungeheuer groß war, größer noch als die Liebe zu ihrem Kind, lief sie ohne ihn nachhause.

Robert aber legte sich in dem menschenleeren Park einfach in die Wiese und auf den Rücken, sah den Wolken zu, wie sie immer dichter und dunkler wurden, spürte den Wind auf seiner Haut, der immer heftiger wurde, und schmeckte schließlich die ersten Regentropfen auf seiner Zunge. Er verschwendete keinen Gedanken daran, was jetzt vielleicht Schreckliches geschehen würde, denn er war glücklich, glücklich und frei.

Und wie er so im immer stärker werdenden Regen dalag, der warm und monoton auf seine Haut trommelte, schloß er die Augen und meinte zu fliegen, hoch hinauf, weit über den Park und die Stadt, weit über das Land, so hoch hinauf, daß sogar die Zeit keinerlei Bedeutung mehr hatte. Und er wußte jetzt, daß all die alten Geschichten über die grauenvollen Dinge falsch waren, immer falsch gewesen waren und immer falsch sein würden. 

Und Robert wußte, daß er dann, wenn er von seiner Reise zurückgekehrt war, allen Menschen im Land davon erzählen würde, daß es keinen Grund gab, bei Wind und Regen im Haus zu bleiben. Und er wußte, daß sie ihm glauben würden. Aber jetzt wollte er seine Reise mit dem Sturm noch eine Weile genießen.


Zum Nachdenken

¨       Denke darüber nach, wann man Dir als Kind beigebracht hat, was gut ist und was schlecht ist, wann man Dir als Kind beigebracht hat, was Du tun darfst und was nicht, wenn man Dir beigebracht hat, was möglich ist und was nicht.

Denke darüber nach, wann man Dir als Kind beigebracht hat, was gut ist und was schlecht ist, wann man Dir als Kind beigebracht hat, was Du tun darfst und was nicht, wenn man Dir beigebracht hat, was möglich ist und was nicht.
¨       Dann denke darüber nach, welche dieser Glaubenssätze in Dir noch immer vorhanden sind, obwohl Du schon lange weißt, daß sie keine Wahrheit enthalten.

¨       Denke weiter darüber nach, ob die Menschen, die diese Glaubenssätze in Dich eingeprägt haben, glückliche Menschen waren, oder in ihren Zwängen eingezwängt und von ihnen beherrscht.

Und dann geht hinaus in den Wind und spür den Regen.

 


 

Fritz Maywald - Autor provokativer Management-Literatur - Narr Management - Phantasie Management Wege kreativen BewusstSein - Struwwelpeter Manager Anleitung Ungehorsam - Eulenspiegeleien Manager - Einfach Exzellent Lustvoll Spitzenleistungen - Teilen Mit-Teilen Wege effektive Kommunikation - systemischer NLP Trainer systemischer NLP Coach Trinergy® Trainer TimeLineTherapy® Master Practitioner Aufstellungsleiter SNLP

Von der Normalität der Gewohnheit

Von der Lust der Natürlichkeit

Die wahre Bildung des Menschen besteht darin,

das Gewohnte vom Natürlichen zu unterscheiden.

Mahatma Ghandi


Wir sind alle dazu erzogen worden, das Gewohnte als das Natürliche anzusehen – von unseren Eltern, von unseren Lehrern, von unseren Vorgesetzten, vielleicht sogar von unseren Trainern und Leitbildern. Das Gewohnte, das sind nicht nur unsere Gewohnheiten – das wäre ja noch gar nicht so schlimm - sondern das sind die Gewohnheiten unserer Eltern, unserer Großeltern, vieler Generationen vor uns. Und – noch schlimmer – das Gewohnte bestimmt, was man tun darf, wie man zu sein hat.

Das besonders Schlimme gerade für gut ausgebildete Führungskräfte: Je „besser“ Sie erzogen wurden, diese Gewohnheiten anzuerkennen und anzunehmen, je besser und je länger Sie von den falschen Lehrern zu ordentlichen Erwachsenen ausgebildet wurden, um so mehr werden Sie diese Gewohnheiten anerkennen, annehmen, und irgendwann sogar für das Natürliche halten.

Wenn wir am Gewohnten festhalten, ja es zum Dogma erheben, verhindern wir nicht nur jede Veränderung und Weiterentwicklung, sondern werden – und das ist viel schlimmer – zu Marionetten irgendwelcher über Generationen eingeprägter Verhaltensmuster. Und zur Verteidigung solcher Verhaltensmuster, solcher Gewohnheiten, werden sogar Kriege geführt und Menschen getötet.


Ein Vorschlag


Denken Sie einmal darüber nach, was von dem, was Sie täglich tun, natürlich ist – und was Ihnen durch die Gewohnheit aufgezwungen wurde. Und dann versuchen Sie einmal, einen Teil Ihrer Gewohnheiten aufzugeben und – vielleicht vorerst einmal zur Übung heimlich – Natürlichkeiten anzunehmen.

Sie werden, wenn Sie sich einmal getraut haben, Ihre wiedergewonnene Natürlichkeit auch öffentlich zu machen, plötzlich viele Gleichgesinnte treffen. Und wenn all die anderen „gewöhnlichen“ Menschen dann meinen, Sie seien nicht mehr normal, dann sollten Sie stolz darauf sein.


Fritz Maywald - Autor provokativer Management-Literatur - Narr Management - Phantasie Management Wege kreativen BewusstSein - Struwwelpeter Manager Anleitung Ungehorsam - Eulenspiegeleien Manager - Einfach Exzellent Lustvoll Spitzenleistungen - Teilen Mit-Teilen Wege effektive Kommunikation - systemischer NLP Trainer systemischer NLP Coach Trinergy® Trainer TimeLineTherapy® Master Practitioner Aufstellungsleiter SNLP

Der Struwwelpeter als Warnung

Wenn die Kinder artig sind,

kommt zu ihnen das Christkind;

wenn sie ihre Suppe essen

und das Brot auch nicht vergessen,

wenn sie, ohne Lärm zu machen,

still sind bei den Siebensachen,

beim Spazierngehn auf den Gassen

von Mama sich führen lassen,

bringt es ihnen guts genug

und ein schönes Bilderbuch.


 Dieses Buch wird tatsächlich noch immer verkauft, und zwar als Kinderbuch (richtig schön aus festem Karton, damit auch die ganz kleinen Kinder bereits das Fürchten lernen). Und vermutlich wird dieses Buch auch noch immer mit erhobenem Zeigefinger Kindern vorgelesen.

Ich vermute, die Meisten von Ihnen kennen dieses Buch – vielleicht nicht mehr bewußt, aber irgendwo in Ihrem Unterbewußtsein ist eingegraben, was man alles nicht tut.

Der oben zitierte Text steht auf der Rückseite des Buches, sozusagen als Excecutive Summary. In die Erwachsenensprache übersetzt heißt das:

¨       Gott ist nur für die artigen, ordentlichen, normalen und gefügigen Menschen da.

¨       Ordentlich und normal ist ein Mensch dann, wenn er jedes Essen, daß man ihm gibt, ohne Widerspruch und ohne nachzudenken ißt.

¨       Ordentlich und normal ist ein Mensch weiters, wenn er ganz still ist und ja keinen Lärm macht, und sich immer nur mit denselben sieben Sachen beschäftigt, ja nicht mit einer achten Sache.

¨       Und wenn so ein ordentlicher und normaler Mensch doch einmal hinausgeht in die weite Welt, dann hat er sich sofort eine führende, lenkende und ihn manipulierende Autorität zu suchen, die ihn davon abhält, unordentlich und närrisch zu werden.

 ¨       Und als Belohnung für all diese Normalität erhält er dann vielleicht viele bunte Papiere mit Zahlen und Bildern drauf, um die er sich etwas kaufen kann, oder wird vielleicht sogar befördert.

¨       Eine grausame Vorstellung – wundert es Sie jetzt noch, daß so viele ordentliche Erwachsene im Streben nach diesen Belohnungen einfach kaputt gehen, vielleicht an einem Herzinfarkt

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