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Buch Leseprobe Reimlexikon für Profis, Gunnar Kunz
Gunnar Kunz

Reimlexikon für Profis



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Vorwort


Ich arbeite nicht gern mit unzulänglichem Werkzeug. Na schön, ich habe mal versucht, mit einer Nagelfeile ein eingerostetes Fahrradschloss durchzusägen, aber das gehört nicht hierher. Als Liedertexter und Musicalautor jedenfalls möchte ich nicht auf Reimlexika angewiesen sein, die keinerlei professionellen Ansprüchen genügen. Deshalb habe ich irgendwann angefangen, mir ein eigenes Lexikon zusammenzustellen, das mir die Arbeit merklich erleichtert. Diese Erleichterung auch anderen Autoren zugute kommen zu lassen, ist das Ziel dieses Buches.


 


Sie fragen sich, weshalb ich mit den auf dem Markt befindlichen Reimlexika nichts anfangen kann? Ganz einfach: Ein professionelles Reimlexikon muss effizient und knapp sein, dem Nutzer ist nicht damit gedient, sich durch Berge von Wörtern zu kämpfen, die niemand kennt, geschweige denn benutzt. Wenn ungebräuchliche Wörter wie "abwägsam" oder "konvenabel" aufgelistet werden, während "einsam" fehlt, dann stimmen die Auswahlkriterien nicht. Auf komplizierte Konjunktivformen ("aufschöbe", "erschüfe") kann verzichtet werden. Nur bei Stichwörtern mit wenig Einträgen empfiehlt es sich, auch ungewöhnliche Wörter aufzulisten. In jedem Fall sollten statt einer einseitigen Auswahl sowohl moderner Jargon für einen Rap-Text oder ein politisches Traktat zur Verfügung stehen als auch altertümliche Wörter für ein poetisches Gedicht oder ein Lied in einem historischen Roman. Aus unerfindlichen Gründen vernachlässigen die meisten Lexika Verbzusammensetzungen wie "gibt nach", "dreht um", "hält ein", die überaus ergiebige Reime bieten. Unsinnig ist auch, nicht nach betonten und unbetonten Silben zu unterscheiden, also etwa "Auftakt" (Betonung auf der ersten Silbe) neben "exakt" (Betonung auf der zweiten Silbe) zu stellen, was höchstens unmusikalische Gemüter für einen Reim halten. Das bei weitem größte Ärgernis liegt jedoch in den Sortierkriterien. Es ist für den ambitionierten Nutzer unzumutbar, wenn er sich den Reim für ein Wort aus zahllosen, über das ganze Buch verteilten Einträgen zusammensuchen muss, wenn er also gezwungen ist, einen Reim auf "Welt" unter - älten, - ält, - älle, - ällen, - eld, - elden, - elle, - ellen, - ellt, - elten, - elt nachzuschlagen. Entscheidend ist die Aussprache, nicht die Schreibweise, daher gehören sämtliche Reimwörter in einem Eintrag zusammengefasst, und Verweise müssen so gestaltet sein, dass dem Nutzer nicht mehr als einmal Blättern abverlangt wird. "Reimlexikon für Profis" erfüllt all diese Kriterien. Weshalb Sie hier - und nur hier - auf einen Blick die kulanten Mutanten, ungestüme Ungetüme und massenweise Tattergreise finden und unplugged auf abstrakt, Fleischer auf Geisha oder Oger auf Yoga reimen können. Nirgendwo anders lässt sich auch nur in Erwägung ziehen, dass Richard kichert. Und wo sonst prasst er, der Pastor? Zur Anlage und Benutzung des Buches Auf die schmerzhafte Tour - nämlich durch Irrtümer, die mich Monate an zusätzlicher Arbeit kosteten - habe ich herausfinden müssen, dass Sprache als etwas Gewachsenes und Lebendiges sich streng-formalen Kriterien widersetzt und die beste Sortiermethode innerhalb eines Stichworts daher aus einer individuellen Kombination von Prinzipien besteht, die Folgendes berücksichtigt: die Silbenanzahl; den Vokal, der die Hauptbetonung trägt; unterteilt je nachdem, ob diese Hauptbetonung lang oder kurz ausgesprochen wird (was landschaftlich verschieden und daher subjektiv sein kann); den Rhythmus ("veränderbar", "unzerstörbar" und "elementar" haben jeweils vier Silben, ihr Metrum ist jedoch grundverschieden); die Melodie ("manipulieren" steht unmittelbar neben "kapitulieren" (gleiche Vokale), nicht neben "analysieren" (gleicher Anfang: an-) oder "aquarellieren" (gleicher Schluss: -lieren), weil Vokale für die Wortmelodie entscheidender sind als Konsonanten). Das nur, um meine unkonventionellen Sortiermethoden zu rechtfertigen. Anschließend können Sie diesen Punkt gleich wieder vergessen. Wie ich überhaupt auf detaillierte Erläuterungen verzichte, weil umständliche Erklärungen eher abschrecken und sich das Meiste beim Stöbern ohnehin von selbst erschließt. Nicht vergessen sollten Sie allerdings Folgendes: Der weitgehend klangliche Aufbau des vorliegenden Werkes bringt gegenüber anderen Reimlexika einige Veränderungen in der Systematik mit sich. Deshalb, und auch, um Verweise auf ein Minimum zu beschränken, liegen diesem Buch einige wenige Regeln zugrunde, die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, sich aber leicht einprägen lassen: Bei der Stichwortsuche beachten Sie bitte: ä-Reime finden Sie unter e ai-Reime finden Sie unter ei äu-Reime finden Sie unter eu y-Reime finden Sie, je nach Aussprache, unter ü oder, seltener, unter i ("Whisky"). ß wird als geschlossener Block vor ss gelistet. das Dehnungs-h wird ignoriert (auch wenn sich so seltsame Einträge wie - o-en für "drohen" und "flohen" ergeben) das Dehnungs-e in ie wird ignoriert dt wird wie t behandelt Außerdem gilt: eu-Reime sind zwischen die ei-Reime eingegliedert (Der ei/eu-Block bildet ein Extrakapitel zwischen e und i) ö-Reime sind zwischen die e-Reime eingegliedert ü-Reime sind zwischen die i-Reime eingegliedert Dadurch wird es möglich, viele unreine Reime rasch zu erfassen ("Flecke" als Reim auf "Röcke", "Freuden" als Reim auf "Leiden", "Miene" als Reim auf "Bühne"). Die Reimwörter werden nach betonten und unbetonten Endsilben aufgeteilt, unbetonte erhalten einen Extra-Eintrag, der durch ein * gekennzeichnet ist (also: - ale/n (1) enthält "Aale", "Lokale" und "mahle", - ale/n* (2) enthält "heimzahle", "Merkmale" und "Mühsale"). Grundsätzlich lohnt es sich, beide Einträge anzusehen, da einige Endsilben leicht von betonten in unbetonte verwandelt werden können und umgekehrt, z.B. durch Passivbildung: "ausheckt" = keine Betonung auf der letzten Silbe ? "ausgeheckt" = Nebenbetonung auf der letzten Silbe. Die Stichwörter sind höchstens zweisilbig. Sollten Sie ein Stichwort nicht finden, z. B. weil die Betonung auf der drittletzten Silbe liegt ("Radium"), versuchen Sie es mit der unbetonten letzten oder vorletzten Silbe (also - ium oder - um statt - adium). Dieses System erspart Tausende von Querverweisen, die das Lexikon unnötig aufblähen würden ( - adium, - orium, - udium etc.). Analog sind ggf. zweisilbige Reime unter der unbetonten letzten Silbe zu finden ("Lagerung" und "Maserung" unter - ung statt unter - agerung und - aserung). Um Doppelungen von Wortgruppen gering zu halten, werden manche Beugungsformen zusammengefasst: "Rebe/n" steht für "die Rebe" und "die Reben", "Biotope/n" für "die Biotope" und "den Biotopen", "biete/n" für "bieten" und "ich biete", "rauer/n" für "rauer" und "rauer'n" (etwa in: "die rauer(e)n Methoden"). Auf viele Erweiterungen wurde verzichtet; diese können unter den Stammformen nachgeschlagen oder erschlossen werden ("Wilderer" unter - ilder/n, "Holzes" unter - olz, "pfeifend" unter - eife/n, "Knöllchen" unter - olle/n). Bei Verweisen auf die Stammform wird gelegentlich ein Hinweis gegeben, wie man zusätzliche Reime erhält: Ein ! mit nachfolgendem Beispiel steht für: Bedenke auch! Beispielsweise wird unter - aler/n auf ? al verwiesen, darunter findet sich der Hinweis: "! befahl er", um daran zu erinnern, dass man auf diese Weise etliche Verben umbilden kann. An unreinen Reimen scheiden sich die Geister. Komödiantische Texte bereichern sie immer, bei ernsten Texten ist Fingerspitzengefühl gefragt, doch auch hier können sie sinnvoll sein, vor allem, wenn sich ein inhaltlicher Zusammenhang geradezu aufdrängt ("heut" als Reim auf "Zeit"). Ohnehin machen klassische Reimschemata mehr und mehr offenen Strukturen Platz. Aus diesem Grund finden Sie eine Vielzahl von Vorschlägen zu solchen Reimen in eckigen Klammern, z.B. wird unter - ebe/n auf [? ede/n] und [? ege/n] verwiesen, weil sich "geben" auf "jeden" und "Regen" reimen lässt. Einige dieser Regeln sind für den Anfang sicher gewöhnungsbedürftig, doch schon nach kurzem Gebrauch werden Sie feststellen, dass die neue Systematik Ihnen die Suche nach einem treffenden Reim wesentlich erleichtert. Ich jedenfalls empfinde es nicht nur als zeitsparend, sondern als pure Freude, auf einem Blick zahllose zusätzliche Möglichkeiten eröffnet zu bekommen, die ich anderswo vergeblich suche. A-Reime - a (1) [→ ar (1)] [Panama → ammer/n (2), Paprika → icker/n (2) etc.] ah! bah! da ha! ja na? nah‘ (Verb) nah (Präp.) etwas geht jmd. nah etwas kommt dem nah etwas liegt nah jmd. steht jmd. nah jmd. tritt jmd. zu nah Ra Rah‘ sah Schah tja Blabla aha! haha! na ja Allah Mama na, na! Papa p. a. heda! BH bejah‘ Eklat ersah versah besah geschah Etat ZK beinah‘ eins a i-ah! oha! oh ja! hurra! Kanada Malaga Pharmaka Kaballa trallala! Panama Bakkarat


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