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Buch Leseprobe Qualitätsmanagement, Cornelia Platte
Cornelia Platte

Qualitätsmanagement



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Verantwortung, Befugnisse und Kommuni­kation (5.5)


 Verantwortung und Befugnisse (5.5.1) 

Theorie

„Es gibt niemanden, der nicht mit Qualität zu tun hat" (William E. Deming). Die Feststellung Demings sagt klar aus, dass auch das ‚kleinste Rädchen' zählt! Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Kompe­ten­zen für jeden einzelnen Mitarbeiter zu klären. Dazu ge­­hört die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Zu­stän­dig­keiten und Qualifikationen. Umgesetzt wird das z. B. durch ein Organigramm, eine Be­fug­nis­matrix, sowie Funktions- und Arbeits­platz­be­schrei­bung­en. Diese Dokumente müssen allen Mitar­bei­tern bekannt sein, von ihnen verstanden und durch Unterschrift akzeptiert wer­den.  


Praxis

Wer kein realistisches, wahrheitsgetreues „Organi­gramm" er­stellt, legt keinen Wert auf eine leicht er­kenn- und durchschaubare Struk­tur! Genau die aber ist uner­lässlich beim Einplanen von Risiken oder Suchen nach Fehlern.Wenn nicht für jeden - und damit meine ich jeden, also auch die Führungsriege! - eine „Funktions-, bzw. Stellen­be­schrei­bung" vorhanden ist, dann wird es mehr oder weniger dem Zufall überlassen, ob und wie das getan wird, was zu tun ist. 


Beispiele aus der Praxis

Bei einem Hersteller wurden Befugnisse nie festgelegt. Jeder machte das, wo­für er sich berufen fühlte. So kam es, dass eine Pro­jektmanagerin, ohne das Wissen der Un­ter­nehmensleitung und ohne jeg­lichen Zusatz  zur ge­leistet­en Unter­schrift (Voll­macht), voreilig ein 18.000 Euro teures Spritzguss­werk­zeug bestellte, das aber in­zwischen nicht mehr benötigt wurde. Da sie so nach außen den Status eines Ge­schäfts­führ­ers sym­­bo­li­sier­te (Unter­schrift ohne „i. V.") und die Unter­neh­mens­leitung kei­ne Unterschriftsregelung fest­ge­legt hatte, konnte sie die Mit­ar­bei­terin dafür auch nicht ‚rund' machen und blieb auf dem Schaden sitzen. Wenn es keine klare Aufgabenverteilung gibt, mach­en die Übereifrigen alles, die Faulen nur das, was sie wollen und die Phleg­­ma­ti­schen nur dann überhaupt etwas, wenn sie direkte An­­weisungen be­kommen. Zuständigkeiten werden nicht festgelegt. Ob im Ko­pierer oder auf der Toilette Papier ist, die neue Ware um­geh­end an ihren Platz verbracht wird, das interne Telefon­verzeichnis immer auf einem aktuellen Stand ist, die Arbeit mit den aktuellen Formularen erledigt wird, die Geräte funktionieren, oder gar die Rech­nungen korrekt und rechtzeitig gestellt werden, hängt einzig und alleine vom Gutwill der einzelnen Mit­ar­bei­ter ab! In einer Arztpraxis mit fünf Mitarbeitern sollte ein QM-System eingeführt werden. Als es zu dem Punkt „Funk­tionsbeschreibungen" kam, sagten alle, ein­schließ­­lich des Chefs aus, dass so etwas nicht nötig sei, denn jeder kann und macht alles und das klappe sehr gut. Daraufhin wurde eine Einheits-Funktions­be­schrei­bung für alle erstellt, die dann jeder un­ter­schreiben sollte. Sofort ging die Strei­cherei los, denn es stellte sich sehr schnell heraus, dass eben nicht jeder die­selben Aufgaben zu tun hatte und auch nicht Willens, oder in der Lage dazu gewesen wäre! Qualifikation der Mitarbeiter: Mangelnde Qualifi­kation führt unweigerlich zu einem erhöhten Risiko bei der Aus­führung der Arbeit. Dies betrifft sowohl die Ar­beits­sicherheit, als auch die Qualität der geleisteten Ar­beit. Fast die gleichen Auswirkungen kann eine Über­­­qua­lifizierung haben, denn derart betroffenen Mit­­­ar­bei­ter neigen zu Unaufmerksamkeiten und Un­zufrie­den­heit. Kriminelle Energie, gedeckt von der Geschäftsleitung. Ein lei­ten­der Mit­arbeiter aus der Produktion hatte vor ei­nem wich­ti­gen Be­hör­den-Audit fehlende Liefer­ver­träge da­durch „beschafft", dass er sie kurzerhand selbst erstellt hat - mitsamt der gefälschten Liefer­an­ten­­unter­schrift­en. Als die Geschäftsleitung davon Wind bekam, kam keine Reaktion, denn sie wusste ge­nau, dass die fehlenden Dokumente einen größeren Scha­den gebracht hätten. Der Mit­ar­beiter tanzte fort­an ungestraft allen auf dem Kopf herum!   Copyright 2007 - Cornelia Platte



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