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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Psychologie für die Seele, Thomas Peddinghaus
Thomas Peddinghaus

Psychologie für die Seele



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8. Psychologie und persönliche Entwicklung


Mit der am Ende des letzten Kapitels geäußerten Vermutung, dass das Bewusstmachen unserer psychischen Prozesse möglicherweise nützlich zur Erlangung eines Seelenheils über den physischen Tod hinaus sein könnte, schließt sich allmählich der Kreis dieser psychosophischen Betrachtungen und wir kehren schließlich zum Anfang dieses Buches zurück: Die Beschäftigung mit der Psyche an sich und die Erweiterung des eigenen Bewusstseins wurden schon zu Beginn dieser Reise durch die psychologische Landschaft als die notwendigen Schritte zum Seelenheil beschrieben.


Angenommen, jeder Mensch trüge von Geburt an einen kleinen, aber feinen göttlichen Funken in sich. Weiterhin angenommen, der-, die oder dasjenige, welche/r/s dem Menschen diesen göttlichen Funken einhauchte, würde mit dieser Gabe eine Art Auftrag, eine so genannte Lebensaufgabe verbinden. Diese Lebensaufgabe wäre so individuell wie der Fingerabdruck eines Menschen einzigartig ist (und das bei immerhin über sieben Milliarden Menschen weltweit!): Hätten Sie als Leser/in dieses Buches Interesse daran, diese Ihre spezifische Lebensaufgabe näher kennen zu lernen? Oder würden Sie mangels eindeutiger Beweise für die Existenz eines solchen göttlichen Funkens jegliche Beschäftigung und Auseinandersetzung mit so etwas wie ‚Ihrer Lebensaufgabe‘ mehr oder weniger desinteressiert von sich weisen? Wenn es stimmt, dass der Mensch so wird, wie er über sich selbst denkt, dann könnte die eigene Einstellung zum Thema ‚persönliche Lebensaufgabe‘ das entscheidende Zünglein an der Waage sein, mit der ich mein Leben durchschreite und bewältige.


Vielleicht ist es daher weniger eine Frage reinen Glaubens, ob menschliches Leben über das Offensichtliche hinaus einen Sinn ergibt. Eher ist es eine innere Erkenntnis und Überzeugung, die durch entsprechende Erfahrungen und Denkweisen in einem Menschen heranreifen kann.


Wie dem auch sei, bei aller Philosophie ist eines gewiss: Sich über den eigenen Platz in diesem Leben klar zu werden, ist auch psychologisch gesehen von entscheidender Bedeutung: Ob ich mich für ein Leben im Glauben an eine übergeordnete Instanz oder aber bewusst für ein Leben im so genannten „Hier und Jetzt“ ohne Hinwendung zu einer wie auch immer gearteten Spiritualität ausrichte – wichtig ist die geistige Auseinandersetzung mit dem Thema und Gewinnung eines eigenen Standpunktes. Wie allgemein im Leben gilt auch hier der Grundsatz, dass die meisten Probleme der Menschen dann entstehen, wenn sie sich nicht entscheiden. ‚Zwischen den Stühlen’ zu sitzen ist wohl nicht nur die unbequemste Art des Sitzens, sondern auch die anstrengendste. Sehr oft könnten wir uns psychischen Dauerstress ersparen, wenn wir uns von der Pein befreien würden, unsere Entscheidungen quälend lange hinauszuschieben. Mitunter kann es besser sein, einmal falsch zu entscheiden und diese Entscheidung später wieder zu korrigieren, als längere Zeit in einem zermürbenden Schwebezustand zu verharren. Zwar kann man sich wohl nicht wirklich bewusst für oder gegen Gott entscheiden, man kann sich jedoch zumindest Gedanken über den eigenen Standpunkt machen und versuchen, gute Gründe für die eigene Lebensphilosophie zu gewinnen.


Bei der Einstellung zum eigenen Leben und dem Glauben an eine höhere Sinnhaftigkeit hat dieses unschlüssige und unentschiedene Denken und Handeln unter Umständen fatale Folgen. Man stelle sich nur vor, die angenommene göttliche Instanz macht am Ende des Lebens eine Art Bestandaufnahme über den Verlauf desselbigen. Als Antwort auf bestimmte Fragen erhält diese göttliche Instanz Aussagen wie „Na ja, richtig geglaubt habe ich eigentlich nicht, aber ausgeschlossen habe ich auch nichts“ oder „Ich habe immer gesagt, dass 119 niemand etwas Genaues weiß und am Ende eben alles offen ist“. Wie würden Sie als göttliche Instanz auf so viel Vagheit und Unklarheit reagieren? Standpunkt beziehen Ein Grund für die heutzutage weit verbreitete Orientierungslosigkeit könnte genau diese Vermeidung von bewusst getroffenen Entscheidungen und das damit verbundene Vertreten eines klaren Standpunktes sein. Wir leben in einer Zeit, in der alles möglich ist, was machbar ist. Die Berücksichtigung ethischer oder von Respekt und Mitgefühl geprägter Denk- und Verhaltensweisen wird immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Vordergründig ist die Wahrung des äußeren Scheines und das Mitschwimmen im Strom der Eitelkeiten das, was zählt, um gesellschaftlich mithalten zu können. Wir leben zwar im Zeitalter des Individualismus, praktizieren dabei jedoch im Großen und Ganzen einen extremen Egoismus. Einen Standpunkt zu beziehen, bedeutet daher in diesem Zusammenhang nicht das egozentrierte und selbstverliebte Zurückziehen auf die eigene Einzigartigkeit, sondern der Versuch, sich selbst über all die Facetten der eigenen Persönlichkeit bewusst zu werden und sie in ein größeres Ganzes einzubringen. Dazu muss ich mich noch nicht einmal politisch betätigen oder sonst wie gesellschaftlich nützlich machen. Es genügt unter Umständen, wenn ich mich aus dem Zugzwang der ‚schweigenden Mehrheit‘ befreie und für mich selbst einen Standpunkt zum Leben und seinen Fragestellungen entwickle. Die Vertretung dieses Standpunktes hat den Weg von innen nach außen genommen, statt die Meinung anderer ungeprüft zu übernehmen und kundzutun. Menschen, die diesen Weg beschritten haben, sind immer für andere an der Festigkeit und Standhaftigkeit ihres Auftretens erkennbar. Sie sind diejenigen, denen eine so genannte charismatische Ausstrahlung nachgesagt wird. Dieses ausstrahlende Leuchten rührt dann von einer inneren Energiequelle her, die selbst erzeugt und ständig erneuert werden kann.


„Das Ziel einer Psychotherapie ist es, dass aus dem Patienten ein Erleuchteter wird.“


D.T. Suzuki


 Damit soll nicht einem weiter voranschreitendem Egozentrismus oder Besserwisserei Vorschub geleistet werden. Es geht vielmehr um eine natürliche und gesunde Lebenseinstellung und Haltung, die zwischen dem Eintreten für die eigenen Interessen und der notwendigen Anpassung an die gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten abwägt. Wir leben nun einmal in einer von Wettbewerb und Konkurrenz gekennzeichneten Leistungsgesellschaft und sind durch deren Bedingungen auch psychologisch geprägt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte wurde das Prinzip ‚Der Stärkere gewinnt‘ vom Tierreich auf den Menschen übertragen. Heute gibt es subtilere Wege, um den Einzelnen an sich selbst zweifeln zu lassen. Das ständige Vergleichen und Wetteifern um Status und Anerkennung im Beruflichen wie im Privaten ist tief in unserer Gesellschaft verankert. Dabei begeht der Mensch den ersten Schritt zum Unglücklich sein, indem er sich beständig mit anderen vergleicht und sich als besser oder schlechter bewertet.


 


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