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Buch Leseprobe Nur bei Bedarf!, Ben Diaz
Ben Diaz

Nur bei Bedarf!


Die Abhängigkeitsfalle

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Warum ich mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit gehe Wieso mache ich das? Diese Frage stellte ich mir während des Buchprojektes immer wieder. Weshalb schreibe ich meine Geschichte auf und riskiere damit, meine persönlichen Probleme, Krisen und Schwächen schonungslos an die Öffentlichkeit zu bringen? Und gab mir auch gleich die Antwort: Weil es im Internet und in den Fachbuchhandlungen zwar Informationen über Medikamentenabhängigkeit und deren Bewältigung gibt, aber zu wenige. Und wenn dann doch einmal ein informatives Buch zu finden ist, werden bestimmte Thematiken meist nur lückenhaft behandelt. Ich habe selbst erlebt, wie schwer es ist, Erfahrungsberichte zu bekommen. Nur wenige Betroffene sind bereit, sich zu outen. Fast scheint es, als sei medikamentenabhängig zu sein oder einem Suchtmittel zu erliegen, eine Seuche, der man schleunigst aus dem Weg gehen sollte. Warum nimmt der oder die denn auch so viele Tabletten? Warum trinkt der so oft über den Durst? Warum raucht die unentwegt Zigaretten? Kein Abhängiger ist morgens aufgestanden und hat gesagt: „Ich werde dann mal süchtig!“ Doch ein Mensch kann schneller abhängig werden, als wir es uns im Allgemeinen vorstellen. Hinzu kommen private oder berufliche Konflikte, Themen wie Krankheit, Gewalterfahrung, Arbeitslosigkeit oder finanzielle Probleme, die eine Abhängigkeit fördern können. Wobei unsere Gesellschaft zahlreiche mehr oder weniger harmlose Drogen durch Akzeptanz unterstützt, zum Beispiel Alkohol und Nikotin. Ich stehe zu meiner Vergangenheit und weiß, ICH BIN NICHT ALLEINE. Europaweit gibt es zig Millionen Menschen, die einer Abhängigkeit, egal welcher Art, verfallen sind, unter psychischen Störungen leiden oder gar unter beidem: Spielsucht, Internetsucht, Sexsucht, Magersucht, Medikamenten- sowie Drogen8 abhängigkeit, Bulimie in Verbindung mit der Abhängigkeit von Abführmitteln, Schlafstörungen kombiniert mit Schlafmitteln … Alleine 9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. In diesem Buch zeige ich den konkreten Prozess in die (unbewusste) Abhängigkeit, aber auch wieder heraus. Denn wie ich aus Internetforen weiß, suchen zahlreiche Betroffene Hilfe. Sie wünschen sich Informationen über den Verlauf eines Entzugs, Symptome, Dauer, psychische und physische Beeinträchtigungen sowie Tipps, um die Belastungen besser durchzustehen. Und genau hierin liegt meine Motivation. Obwohl … das wäre zu uneigennützig. Denn es ist ein Bonus für mich, dieses Buch zu schreiben, da mir die schriftliche Aufarbeitung hilft, diese für mich sehr schlimme Zeit zu verarbeiten. Auch das bringt mich auf meinem neuen Weg ein Stück voran.


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