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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Mein erster Triathlon, Gerald Fränkl
Gerald Fränkl

Mein erster Triathlon



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www.triathlon-einsteiger.de
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Vorwort und Vorgedanken
Schön, dass Du Dich für den Triathlonsport interessierst. Dank der Kür des Triathlons zur olympischen Sportart und dank drei aufeinander folgender Siege von deutschen Athleten (Normann Stadler 2004 und 2006, Faris Al Sultan 2005) beim Ironman Hawaii, dem bekanntesten Triathlon überhaupt, hat der Triathlonsport eine verstärkte mediale Wahrnehmung erfahren, die immer mehr Freizeitsportler anzieht.

Dieses Buch ist eine Mischung aus Erfahrungsbericht, Fragestunde, einer Tippsammlung und Informationen, wie man tiefer in die Materie einsteigt.

Es richtet sich an Anfänger und an (zumindest leicht) ambitionierte Freizeitsportl­er, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Triathlon zu „ma­chen".

Dieses Buch ist kein klassischer Trainingsratgeber und enthält deshalb keine Trainingspläne und keine Technikanleitungen.

Ich möchte Dich in erster Linie motivieren und auf dem Weg zu Deinem ersten Triathlon unterstützen und Dir Erfahrungen weitergeben, die ich selbst gesammelt habe und die mir erfahrene Triathleten berichtet haben.

Die Tipps sind sehr konkret. Ggf. musst Du sie deshalb auf Deine persönli­chen Verhältnisse übertragen. Bei Ausstattungsempfehlungen habe ich stets angegeben, wo Du diesen Artikel erwerben kannst und was er in etwa kos­tet. Wenn ich konkrete Hersteller oder Markennamen nenne, ist das aus meiner persönlichen, subjektiven Erfahrung ein besonders hervorzu­hebendes Pro­dukt. Das heißt keineswegs, dass ein anderer Hersteller/Produkt schlechter sein muss.

Ich habe die „Du"-Form für die Ansprache gewählt. Erstens ist unter Sport­lern nunmal das „Du" absolut üblich - Hierarchie und Respekt hin oder her. Zweitens will ich Dich motivieren. Und das geht nunmal nur mit dem „Du".

Ich wünsche Dir sehr viel Freude mit diesem Buch und hoffe, dass es viele sehr nützliche Tipps für dich enthält.

Wenn Du Lust hast, kannst Du mir über Deine Erfahrungen berichten.

Auf www.triathlon-einsteiger.de findest Du Kontaktmöglichkeiten und auch einige dieses Buch ergänzende Informationen.



Und bevor es richtig losgeht, noch einige Vorgedanken:

Sportliche Wettkämpfe sind oftmals eine (ganz persönliche) Heraus­forderung, ein Abenteuer. Egal, ob man als erster oder letzter ins Ziel kommt.

Der erste Triathlon ist mit Sicherheit ein Abenteuer. Einige Gedanken zum Thema Abenteuer:

Abenteuer ist eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.
Gilbert Keith Chesterton

Abenteuer ist das Ergebnis schlechter Planung.
Colonel Blatchford

Ein Leben ohne Abenteuer ist wahrscheinlich unbefriedigend, aber ein Leben, in dem Abenteuer jedwede Form zugestanden wird, ist mit Si­cherheit ein kurzes Leben.
Bertrand Russell



Grundinformationen zum Triathlon

Triathlon: Dreikampf
Der Triathlon ist eine Ausdauersportart, bei der der Reihe nach zunächst geschwommen, danach geradelt und am Schluss gelaufen wird. Schwimmen ist dabei der zeitlich kürzeste Teil, Rad fahren der Längste. Es gibt keine Pause zwischen den Sportarten, die Zeit läuft durchge­hend. Der Triathlon ist somit eine Mehrkampfsportart aus dem Feld der Ausdau­ersportarten.

Die Anfänge des Triathlons reichen in die Mitte der 1970er. Der Ironman, einer der härtesten und der wohl populärste aller Triathlonwettkämpfe, wurde erstmals 1978 auf Hawaii ausgetragen. Wenig später fanden in Europa die ersten Triathlonveranstaltungen nach heutiger Defintion und dann auch unter dem Namen Triathlon statt.

In den folgenden Jahren wurden auch Kurzdistanzwettkämpfe und etwas später auch die Mitteldistanz eingeführt. Nachdem die Streckenlängen zunächst von Veranstaltung zu Veranstaltung variierten, wurden ab ca. 1990 die Streckenlängen zunehmend (international) vereinheitlicht.

Die größte Triathlonveranstaltung der Welt ohne den Ironman ist der Hamburg City-Man mit über 6.500 Athleten (Stand 2006).

Die vierte Disziplin
Scherzhaft (aber eigentlich mit viel Wahrheit) wird oft noch eine vierte Diszi­plin dazu gerechnet: der Wechsel zwischen Schwimmen und Radfahren und zwischen Radfahren und Laufen. Dabei kann man sehr viel Zeit verlieren und Wechseltraining sollte daher unbedingt in den Trainingsplan aufgenommen werden.

Ebenso scherzhaft, aber auch wieder mit viel Wahrheit wird die Willenskraft für das Durchhalten beim abschließenden Laufen erwähnt.

Triathlon als Freizeitsport
Anders als z. B. beim Laufen ist die Zahl der Freizeitsportler beim Tria­thlon kleiner. Die großen Marathons ziehen 5.000, 10.000 und mehr Läufer an; beim Triathlon zählen Veranstaltungen mit 5.000 Teilnehmern schon zu den ganz großen Veranstaltungen, der Regelfall liegt bei 1.000 bis 3.000. Es sind wohl noch nicht genug Leute auf den Geschmack gekommen, denn: Während ein Freizeitmarathonläufer z. B. 3 Stunden in der prallen Sonne unterwegs ist, kann man sich als Triathlet erst einmal z. B. 10 Minuten im Wasser „abkühlen". Und dazu hat man eben die Abwechslung und die Vielseitigkeit.

Triathlonboom und Modesport
In Deutschland gibt es jährlich über 50 Triathlonveranstaltungen. Gerade durch die drei aufeinander folgenden Siege deutscher Triathleten beim Ironman Hawaii hat sich das Interesse am Triathlon spürbar erhöht. Von einem Modesport kann man zum Glück nicht sprechen, dafür ist die Zahl der Triathleten deutlich zu gering. Die Wurzeln des Mehrkampfs liegen tausende Jahre zurück.

Der Triathlon wird olympisch
Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney feierte der Triathlon sein Olympiadebüt. Das hat zweifllos zu einer deutlich höheren Popularität von Triathlonwettbewerben geführt.

Dennoch ist der Triathlon auch im Profi-Bereich auf dem Boden geblieben. Sicher: die Rennräder der Profis stehen denen bei den großen Radklassikern nicht in viel nach und sind ähnlich hoch optimiert. Eine Über­optimierung, einschließlich systematischem Doping (siehe Kapitel 5.12 ab Seite 26), ist im Triathlon zum Glück weniger verbreitet als in anderen „Sport"arten. Natürlich wird bei den Profis sehr viel optimiert. Manche Athleten absolvieren sogar monatlich einen Leistungstest (siehe Kapitel 8.4 ab Seite 76).

Triathlondistanzen
Für jedes Leistungsniveau gibt es eine geeignete Veranstaltung. Die Be­zeichnungen variieren etwas. Lese dazu einfach die Ausschreibung der jewei­ligen Veranstaltung, dort sind die Strecken immer genau mit angegeben.

Für Kinder und Jugendliche gibt es sogar nochmals extra Klassen.

Wettkampf
Schwimmen
Radfahren
Laufen

Sprint-/, Jedermann-/
Volks-Triathlon
750 m
20 km
5 km

Olympische Distanz(=ITU Kurzdistanz)
1.500 m
40 km
10 km

ITU-Mitteldistanz
3.000 m
80 km
20 km

Ironman
3.800 m
180 km
42,2 km

ITU-Langdistanz
4.000 m
120 km
30 km

Abbildung 1: Übersicht Wettkampfdistanzen
Übrigens: Die Schwimmstrecke wird meist per GPS-Gerät (zukünftig wohl mittels Galileo) vermessen. Die Messung wird von einem Notar beglaubigt oder von einem Wettkampfrichter bestätigt und freigegeben. Das schützt aber nicht vor Pannen. So war beim München-Triathlon 2005 die Schwimmstrecke statt 1,5 km nur etwa 1,3 km lang.

Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Distanzen. Z. B. gibt es die doppelte Ironman-Distanz „Doppeltriathlon" mit einer schier unglaublichen Wettkampfdauer von mehr als 24 Stunden. Oder sogar Triple-Triathlon-Veranstaltungen mit einer Wettkampfdauer von 45 Stunden und mehr. Als Freizeitsportler dürfen wir da mit Recht den Kopf schütteln.

Aber tröste Dich: Diese Athleten haben dazu insbesondere eine (genetisch bedingte) Muskelkonstellation, die sie diese Leistungen überhaupt erst erbringen lässt. Natürlich gehört dazu auch extrem hartes Training - Um­fang und Intensität kann man sich als Otto-Normal-Triathlet gar nicht vor­stellen.

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