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Liebesfallen


von Ulrike Sammer

ratgeber_buecher
ISBN10-Nummer:
3929046407
ISBN13-Nummer:
9783929046403
Ausstattung:
Paperback
Preis:
13,9 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
spirit Rainbow Verlag
Leseprobe

Während meiner langjährigen Arbeit als Psychotherapeutin und Psychologin wurde ich sehr oft mit der Liebe befasst, da sie „das" zentrale Thema der meisten Menschen zu sein scheint. Für all diese Impulse danke ich jenen Menschen, die sich mir anvertraut haben.     Aber nicht nur meine berufliche Tätigkeit, sondern auch meine Lebensumstände und die eine oder andere Krise stießen meine eigene Nase überdurchschnittlich häufig auf alle mit der Liebe verbundenen Gefühle, die ich manchmal sehr schmerzlich, aber noch öfter ungemein bereichernd und beglückend erlebte. Und immer wieder fühlte es sich anders an... So beschloss ich, dieser schillerndsten aller Emotionen nachzugehen. Das folgende Buch ist das Ergebnis meiner Gefühlsreise.    Gerade weil es sich hier um die gemeinsame Geschichte von Frauen und Männern handelt, erfüllt es mich mit besonderem Unbehagen, dass die Frage der Anrede in unserer Sprache noch immer nicht befriedigend gelöst ist. So ersuche ich Sie, liebe weibliche und männliche Leser, jedes Mal wenn Sie „der" Betroffene, „der" Träumer, „der" Partner, „der" andere und dergleichen im Text finden, sich beide gleichermaßen angesprochen zu fühlen!    Verstehen Sie sich einfach als „der Mensch" und begleiten Sie mich bei den folgenden Überlegungen! Wien 2002Ulrike Sammer

Klappentext

„Liebe" scheint einer der unklarsten Begriffe in unserer Kultur zu sein - jeder will sie und niemand weiß wirklich, wie sie ist!

Es gibt unzählige Definitionen, daher ist die Liebe wie geschaffen für alle möglichen Missverständnisse und Fallen. Wie soll der Wunsch nach Liebe aber jemals erfüllt werden, wenn die Verständigung darüber schon so schwierig ist?

Ulrike Sammer zeigt in diesem Buch die unterschiedlichen Beziehungswünsche im Laufe des Lebens, die verschiedenen Anschauungen und irrigen Vorstellungen, die Ängste, Nöte und Defekte, die der Liebe im Wege stehen auf. Dieses Buch ist ein pragmatischer Versuch, sich wohlwollend näher zu kommen. Es gibt wieder Mut, sich auf die Liebe einzulassen.

Rezension

 

Liebesfallen – psychologische Betrachtungen über das berühmteste Gefühl der Welt
 
Auf Seite 8 wird Liebe definiert: Schlagworte, 20 cm lang aufgelistet, enden mit der Feststellung: „Es gibt vermutlich kein anderes Gefühl, das so oft missverstanden wurde wie die Liebe.“ Und in welche Liebesfallen kann man dann hineinschlittern?
Liebe ist ein Gefühl, das sich in verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedlich äußert, ist ein dynamisch wandelbares Ereignis, das sich nicht statisch erschöpft. Das ist ein Leitsatz der Autorin. Ein zweiter Schwerpunkt betrifft die gesellschaftlich-partnerschaftliche Stellung von Frau/Mann; Männer sollten in den Bereichen Fürsorge, soziale Verantwortung, Solidarität und Empathie nachreifen, um ein gesünderes gesellschaftliche Gefühl zu garantieren.
Die Autorin empfiehlt endlich von engen genitalen Fixierungen abzugehen und Erotik im Sinne gemeinsamer Freude, gemeinsamer schöner Erlebnisse, als „Fest der Sinne“ zu gestalten. Hindernisse von Lust und Liebe ergeben sich aus angstvollen Entwicklungen (Leistungsängste, Sex als Ware, Masturbation, Exhibitionismus, Voyeurismus). Missverständnisse in der Liebe können vielzählig sein: Recht auf Liebe, allheilende Liebe, Schönheit statt Liebe, totales Harmoniebestreben, Symbiose anstatt teilbarer Liebe; die Autorin, die auch außereuropäische Kulturkreise kennengelernt hat, geht recht unkompliziert mit jenen Liebesbedürfnissen und Verwirrungen um, die viele quälen können. Ein großes wichtiges Kapitel ist dem Einfluss von Angst auf unser Liebesverhalten gewidmet: Sozialängste, Bindungsängste, Verlustängste, Begegnungsängste, Sicherungsängste und Veränderungsängste; sie führen in Liebesdefekte hinüber, die auf narzisstische Störungen, auf Borderlineentwicklungen und posttraumatische Belastungen zurückgeführt werden können und fachspezifischer Psychotherapie bedürfen.
Zum Abschluss streift die Autorin noch religiöse Lehrmeinungen zum Thema Liebe, erwähnt Liebe in der Dichtkunst und kurz die Haltungen von Freud, Adler und Jung.
Das Buch endet mit dem Aufruf, das Lebendige im Partner zu fördern, die Bedürfnisse des anderen unter Wahrung der eigenen anzunehmen und die Selbsterziehung zur Toleranz anzugehen. Dadurch kann die Kraft der Liebe immer neu aufgebaut und vermehrt werden. Die Sprache der Autorin geht in Herz, Bauch und Verstand. Ein heikles Thema für uns alle wird sachlich, verständlich und direkt angesprochen. Ein Buch, das man jedem in die Hand drücken sollte – als eine Lebensverfassung, als eine Verfassung zur Liebe.
Em. Univ.-Prof. Dr. H. G. Zapotoczky