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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Lebensweg mit Stoppschild, Peter Nowotny
Peter Nowotny

Lebensweg mit Stoppschild


Ein neuer Ratgeber gegen Angst und Depression

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Selbsterfahrung



Dieses Buch habe ich geschrieben, weil ich meine Erfahrungen,


die ich über viele Jahre durch mein eigenes


Leiden und die Arbeit mit Betroffenen erworben habe,


mit Ihnen teilen möchte.



Wenn Sie unter Ängsten und Depressionen leiden, sollten


Sie auf jeden Fall zunächst ärztliche und therapeutische


Hilfe in Anspruch nehmen!



Aber Sie sollten sich auch bewusst machen, dass Sie sich


in erster Linie selbst helfen müssen. Niemand anderer


kann das für Sie tun. Die Ursachen Ihrer Probleme liegen


in Ihnen selbst, in Ihrer Psyche, Ihrem Unterbewusstsein.


Sehen wir uns das an einem einfachen Beispiel an:


Sie haben einen Computer. Dieser hat im Laufe der Zeit


eine Menge Programme eingespeichert, die mittlerweile


wertlos sind, den normalen Ablauf aber behindern, weil


sie ihn immer zum Absturz bringen. Was ist der logische


nächste Schritt? Sie entfernen die störenden Programme


und programmieren Ihren Computer neu, nach Ihren


persönlichen Bedürfnissen. Ähnlich funktioniert das mit


unserer Psyche. Wie Sie das bewerkstelligen können?


Darum geht es in diesem Buch.


Ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe selbst jahrelang


unter schweren Depressionen und Ängsten gelitten, alles


verloren: Freunde, Familie, Beruf, Geld, mein Haus,


mein Selbstvertrauen, meine Fröhlichkeit, den Glauben


an das Schöne...


Ich war berufsunfähig und konnte mich nur mit Hilfe


starker Medikamente halbwegs über Wasser halten. Völ8


lig energielos, gefangen in meiner Wohnung, gab es für


mich nur Angst, Verzweiflung und Depression. Als die


Ärzte dann auch noch Diabetes bei mir feststellten, eine


schwere Form, bei der ich Insulin spritzen musste, und


mich jetzt zusätzlich noch mit der Tatsache konfrontiert


sah, meine körperliche Gesundheit zu verlieren, dachte


ich, dies sei das Ende. Durch den Diabetes ließ auch


meine Sehkraft nach, es gab nur mehr Angst. Angst vor


der Angst?, vor der Depression?, vor der Ungewissheit?,


vor dem körperlichen Verfall?, auf jeden Fall vor der Zukunft!


Ein Freund brachte mir in diese Situation ein Buch über


positives Denken und lieferte mir damit den entscheidenden


Anstoß, meinem Leben eine völlig andere Richtung


zu geben. Heute lebe ich wieder glücklich, gesund


und unbeschwert, ohne jegliche Medikamente. Für Sie,


liebe Leserinnen und Leser, drehe ich das Rad der Zeit


noch einmal zurück.


9



Es war ein Tag wie jeder andere...



An einem Tag wie jeder andere, ging ich auf der Straße


und konnte plötzlich nicht mehr weiter. Mir wurde


schwindelig und ich fühlte mich, als würde mir der Boden


unter den Füßen weggerissen. Eine unbeschreibliche


Panik stieg in mir hoch. Ich lehnte mich an die nächste


Hausmauer und dachte: „Jetzt ist es aus!" Nach ein paar


Sekunden war der Spuk vorbei.


„Gott sei Dank!", dachte ich und ging ein paar Schritte


weiter. Sofort ging es wieder los. Es war keine Einbildung,


es war kein Spuk, es war Tatsache! Ich konnte es


nicht fassen. Aus heiterem Himmel bekam ich Angstzustände,


die für mich nicht erklärbar waren. Jetzt war es


mit meinem Mut vorbei. Ich hielt Ausschau nach einem


Taxi, aber es dauerte zehn endlose Minuten, bis endlich


eines anhielt.


Zu Hause angekommen, war mir auch nicht wohler. Der


Schreck war zu groß. Ich saß ganz still da und war wie


hypnotisiert! Ich dachte über mein Leben nach. Was war


geschehen, was hatte diesen Angstanfall auslöste? Plötzlich


ging es wieder los! Wieder dieses furchtbare Gefühl,


die Besinnung zu verlieren - wahnsinnig zu werden! Ich


griff zum Telefon und konnte den Hörer kaum halten.


Nur mit Mühe gelang es mir, den Notarzt anzurufen. Danach


folgte ein langes, banges Warten. Endlich kam er!


„Guten Tag, was gibt es?", fragte der Arzt. Ich versuchte,


so gut es ging, meinen Zustand zu schildern, in der Hoffnung,


dass er mir erklären könnte, was mit mir los sei,


doch davon war keine Rede. Er gab mir etwas zu trinken


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und dann eine Spritze. Das war vorerst alles. Nach zirka


zehn Minuten besserte sich mein Zustand. Das Mittel


schien zu wirken. Ich konnte aber keine seelische Erleichterung


empfinden. Der Panikanfall war zwar vorbei,


aber eine schwere, tiefe Traurigkeit legte sich über


mich.


Nach zwei Stunden kam die nächste Attacke! Alles wie


beim ersten Mal. Nein, es war noch viel schlimmer,


denn ich hatte jetzt begriffen: Das wiederholt sich! Das


kommt immer wieder! Das ist nicht mehr aufzuhalten!


Das Mittel wirkt also nur kurze Zeit, und dann kehren


diese Zustände wieder!


Ich war verzweifelt. Ich wollte nicht mehr. Es ist aus.


Alles ist aus. Vorbei! Meine Panik steigerte sich ins Unermessliche!


Das werde ich nie mehr los! Wer weiß, was


da noch alles kommt! Ich war in das tiefste, schwärzeste


Loch gefallen, das es gibt. Entsetzen und Depression


wechselten sich ab. Beides war negativ. Alles war negativ.


Ich sah keine Hoffnung. Nun war passiert, was ich


nie gedacht hätte. Ich hatte Angst! Angst vor den einfachsten


Dingen des Lebens: vor dem Einkaufen, vor


dem Spazierengehen, vor dem Zu-Hause-Sitzen, vor


dem Alleinsein, vor dem Straßenbahnfahren..., einfach


vor allem Angst. Ich ließ mich vorerst einmal krankschreiben.


Ich konnte der Firma natürlich nicht sagen:


„Ich habe Angst!" Also erfand ich eine Ausrede, irgendwelche


körperlichen Unpässlichkeiten...


Oft war der Notarzt da, weil ich die Angst- und Panikattacken


ohne Hilfe nicht ertragen hätte. Mein Leben


änderte sich von einem Tag auf den anderen. Vom akti11


ven Leben, zur passiven Traurigkeit, sprich Depression.


Die Welt war weit entrückt. Ich sah alles nur durch einen


grauen Schimmer, hatte die Beziehung zur Realität verloren.


Es herrschte nur mehr tiefe Niedergeschlagenheit,


die fallweise durch schwere Angstzustände unterbrochen


wurde. Mein Krankenstand nahm bedrohliche Formen


an. Drei Monate zu Hause, keine Besserung - im Gegenteil,


alle meine Kräfte waren verschwunden. Längst


hatte ich den Weg zum Nervenarzt eingeschlagen. Doch


es gab nur ganz kurze Momente, in denen die Angst besiegt


schien. Antidepressiva und Beruhigungsmittel in


allen Stärken und Variationen wurden ausprobiert. Der


Erfolg stellte sich nicht ein. Einmal war es so schlimm,


dass ich meinen Arzt um eine Überweisung in ein Krankenhaus


ersuchte. Dort verbrachte ich einige Tage. Die


Medikamente wurden immer mehr. Auch meine Angst


nahm zu, denn ich erkannte trotz der medikamentösen


Behandlung, dass hier keine echte Hilfe zu erwarten war.


Nicht einmal ein Arzt konnte mir helfen! Das Vertrauen


in die Behandlung wurde täglich geringer.


Wo finde ich Hilfe? Das war die Frage, die ich mir Tag


und Nacht stellte. Ja, auch in der Nacht, denn mit dem


Schlaf war es vorbei. Die Zeit verging, nur meine Angst


nicht! So kam es, dass ich wieder einmal ein Krankenhaus


aufsuchte und mich den diversen Untersuchungen


unterzog. Dabei wurde Diabetes II festgestellt. Zuckerkrankheit!


Zusätzlich zu meinem furchtbaren Leiden


war ich jetzt auch noch in meinen Essgewohnheiten


drastisch eingeschränkt. Es wurde immer schlimmer.


Es gelang den behandelnden Ärzten nicht, meine Angst


12


durch Medikamente und Therapiegespräche zu verbessern


und einen für mich zufriedenstellenden Zustand zu


erreichen. Vollkommen deprimiert und mit einer Insulinspritze


in der Hand verließ ich nach drei Wochen das


Krankenhaus. Es war genug! Ich musste meinen Beruf


aufgeben, denn ich konnte nicht mehr auf die Straße gehen,


ohne von einem Angstanfall gepeinigt zu werden.


Dazu kamen finanzielle Einbußen, ich verlor all meine


Freunde, war arbeitslos, ohne Geld und ohne Hoffnung.


Die Depression kroch immer tiefer in meinen Körper,


meine Seele...


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