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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Käfig- und Volierenbau, Ernst Albrecht
Ernst Albrecht

Käfig- und Volierenbau


Praktische Anleitungen

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Käfig- und Volierenbau



DER WEG ZUR GUTEN VOLIERE



Allgemeines

Die Vögel dieser Erde bewegen sich in einem großen weiten Raum. Sie legen mit ihren Flugbewegungen oft sehr große Entfernungen zurück. So ist es selbstverständlich, dass den Vögeln in Käfig und Voliere möglichst viel Flugraum geboten werden soll. Volieren sind Flugkäfige für Vögel. Ein Flugraum, worin Vögel ausreichend Platz zur Ausübung ihrer Flugbewegungen haben sollen. Je nach Vogelart ist die Größe des Flugraumes verschieden. Für z. B. große Papageien- und Sitticharten ist ein langer Flugraum zweckmäßig. Kleinvogelarten können zwar schon in einem großen Käfig, mindestens jedoch ab 80 cm Breite oder Länge, ausreichend Flugbewegungen ausüben, doch je größer der Raum ist, um so wohler fühlen sich die Insassen. Die Gestaltung der Voliere zum naturnahen Lebensraum ihrer Bewohner verbessert das Wohlbefinden beträchtlich. Konstruktion und Gestaltung einer Voliere hängen also von der Art ihrer Bewohner ab. Sie bestimmen, welche Voraussetzungen für sie gegeben sein sollen. Uns als Liebhaber der Vogelwelt wird es viel Freude bringen, wenn wir unter Beachtung vorgenannter Hinweise unsere Flugkäfige bauen. Sehr schnell werden wir dann erkennen, dass sich unsere gefiederten Freunde in geräumigen und naturnah eingerichteten Volieren recht wohl fühlen. Das neue Tierschutzgesetz vom 25.05.1998 (BG Bl. I S. 1105, 1818) gibt bedauerlicherweise keine Hinweise auf Größen und Grundeinrichtungen von Tieranlagen. Das Ministerium für E.L. u. F. hat mit einem Gutachten vom 10.07.1996 über Mindestanforderungen zur Haltung von Kleinvögeln das Tiersch.G. ergänzt. Es enthält sehr gute, wichtige Anforderungen, die jeder Vogelliebhaber beachten sollte, siehe ab Seite 110. ….. …..



Die Gartenvoliere



Allgemeines

Eine Gartenvoliere steht im Umfeld des Gartens. Sie kann in jede Pflanzen- und Blumenanlage eingefügt werden. Auch in einen Innenhof, der zudem noch einigen Wetterschutz abgibt, lässt sich eine Voliere harmonisch eingliedern. Steht nicht gerade der beste Platz zur Verfügung, so ist nach Kompromissen zu suchen. Verschiedene, aber wichtige Details müssen dann beachtet werden und zur Ausführung kommen. Wird die Volierenöffnung, also die Sichtseite, die mit Draht bespannt wird, der Wetterseite zugewandt stehen, sollte diese Öffnung nicht allzu groß und oben wie unten durch so genannte Schürzen einen Wetterschutz bekommen. Schlagregen und vom Boden aufschlagendes Spritzwasser werden zum Teil durch die Schürzen abgeleitet. Die nachfolgend beschriebene Gartenvoliere soll eine ganz überdachte Voliere werden. Die Rückwand, zum Nachbarn, und eine Seitenwand, zur Garage, sind geschlossen. Die Überdachung soll aus einer teilweise lichtdurchlässigen Dacheindeckung erstellt werden. Hierfür können Lichtplatten aus Polyester, PVC-hart, Polystyrol oder Acryl verwendet werden. Zwei- oder dreischalige Lichtplatten müssen so verlegt werden, dass durch die Hohlräume der Platten Luft fließen kann. Bei starker Sonnenbestrahlung auf die oberste Lage der Lichtplatte mindert eine Luftzirkulation durch die Hohlkammern der Platte den sich unter dem Dach bildenden Wärmestau. Zusätzlich ist für den Abbau eines Wärmestaus im Dachraum eine Entlüftung vorzusehen. Die Entlüftungsöffnungen dürfen nicht zu groß und sollten für kühle Tage verschließbar sein. Bei zu großem Querschnitt der Entlüftungsöffnungen wäre Zugluft unter dem Dachbereich zu erwarten. Das würde den Gefiederten ganz und gar nicht bekommen. Die geöffnete Volierenfront wird bei Kleinvogelhaltung mit doppeltem Maschendraht, z. B. auf Holzrahmen gespannt, geschlossen. Der außenliegende Draht kann in der Masche etwas größer als der innenliegende sein. Zweckmäßig ist es, einen Maschendraht zu wählen, der mit einer dunklen Kunststoffschicht ummantelt ist. Holz- und auch Rohrrahmen sollen unten und an den Seiten nicht an Wangen oder Laibungen des Volierengebäudes anliegen. Ein Luftspalt von 8 bis 10 mm lässt feuchte Stellen am Rahmen rasch trocknen und verhindert so das schnelle Faulen der Rahmenkonstruktion. Die Abbildung 3 auf Seite 7 zeigt Draht-Holzrahmen, die zwischen den gemauerten Stützpfeilern, wie beschrieben, montiert sind. ….. ….. Beleuchtung Das Licht, die künstliche Beleuchtung (s. auch „Die Voliere“ Heft 12/1990, 3/1994, 4/1994) Farbtafel 2 Bild 3 – 5, 6 + 8 Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass wir unseren gefiederten Freunden einen naturnahen und biotopgerechten Aufenthalt in Käfig und Voliere bieten sollen. Dazu gehört in unseren geographischen Breiten eine dem Tageslicht ähnliche bzw. farbnahe künstliche Beleuchtung. Sie sollte aber auch eine Tageslichtlänge von 12 – 14 Stunden haben. Die Farben der Sonne geben uns das Leben. Wie wichtig diese Farben und Lichtleistungen für alles Lebende auf dieser Welt sind, zeigen die Messwertgrafiken der französischen CIE (Internationale Beleuchtungs Kommission). ….. ….. Natürlich muss das Licht in seiner Beleuchtungsstärke der Vogelart angepasst sein. Es darf auf keinen Fall zu wenig, aber auch nicht zu viel sein. Um diese Größe bestimmen zu können, hilft uns unsere eigene Studie über das Biotop der zu haltenden Vogelart. Ein Vogel, der in offenen Savannen lebt, kann nicht in der Haltungsweise mit einem Vogel aus dem Urwaldgebüsch gleichgestellt werden. Wir müssen uns fragen, wie eine annähernd naturgemäße Beleuchtungsstärke gefunden werden kann. Hier sehen wir die Möglichkeit, über den Pflanzenbewuchs des Biotops etwas zu erfahren. Die in der speziellen Pflanzen-Literatur gemachten Angaben wie hell, viel Licht, Sonne oder im Schatten stehend, helfen uns schon weiter, wenn zusätzlich das Ursprungsland der Pflanze angegeben ist. Doch reicht diese Information noch nicht aus. ….. ….. Die Fa. Osram hat eine Pflanzentabelle erstellt. Hierin wird die Mindestbeleuchtungsstärke in Lux (lx) für verschiedene Pflanzenarten zur Erzielung einer Photosynthesebelichtung zur Erhaltung der Pflanzen angegeben. Für ein besseres Wachstum bestimmter Pflanzen kann ein Mehr nicht schaden, ein Zuwenig aber negative Folgen für die Pflanzen haben. Soweit wie möglich habe ich die Osram-Tabelle durch Angabe der Herkunftsländer ergänzt. ….. ….. Wärmedämmungen nach der 3. WSVO vom 01.01.1995 Farbtafel 4 und 5 und verschiedene Zeichnungen Allgemeines Die Haltung wärmebedürftiger Vogelarten macht in unseren nord- und mitteleuropäischen Breiten die Beheizung der Vogelunterkunft notwendig. Um aber die laufenden Energiekosten möglichst gering zu halten, soll die Vogelunterkunft bauphysikalisch richtig konzipiert werden. Die Bauphysik umfasst alle physikalischen Bereiche der Bautechnik. Besonders angesprochen sind der Wärme-, Feuchte- und Schallschutz sowie der Brandschutz, aber auch klimatologische Einflüsse von außen und innen. Wer sich ein Vogelhaus neu errichtet, sollte sich mit diesen Grundlagen der Dämmtechnik, die auch in einer Tabelle und durch Abbildungen verdeutlicht werden, vertraut machen. Aber auch derjenige ist angesprochen, der sein Gebäude oder seinen Dachraum für die Gefiederten nachträglich wärme- oder schalldämmend verbessern möchte. Die neue Wärmeschutzverordnung dient dem Wohnungsbau. Sie schreibt Mindestdämmschichtdicken nach U-Werten vor. Im Einzelnen siehe unten stehende Tabelle. ….. ….. Eine Hilfsvorrichtung zum Leimen von Holzrahmen 1 Zeichnung Zum Thema Käfigbau auf Seite 127 zeigen die Abbildungen 14 und 15 wie die vorgerichteten Vorsatzgitterrahmen in einer provisorisch angefertigten Vorrichtung zusammengeleimt werden. Eine solche Vorrichtung besteht aus einer Span- oder Tischlerplatte. Vier Leisten, mindestens 40 mm breit, deren innere Seitenfläche gerade abgerichtet sein soll, werden auf der Platte befestigt. Sie müssen auf der Platte zueinander parallel und im rechten Winkel liegen. Das Zwischenmaß soll etwa 0,5 mm unter dem zu leimenden Rahmenmaß liegen. So bekommen die Rahmen etwas Vorspannung. Fällt beim Vorrichten der Gehrungen mal das Rahmenmaß etwas kleiner aus, sollen zwischen den Holzleisten der Vorrichtung und den Rahmenleisten Pappstreifen eingeklemmt werden. Unter den Leimstellen der Gehrungsschnitte werden Papierstücke gelegt. Sie verhindern das Festkleben des Rahmens mit der Vorrichtung.

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