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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Glück, Dr. Günther Koch
Dr. Günther Koch

Glück


Ratgeber

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Mein Haus, mein Auto, meine Jacht – du und deine Werte Werte zählen zu den Einflussfaktoren, die dein Glück nicht nur direkt, sondern auch indirekt beeinflussen. So hängt dein Glück von deinen eigenen Werten ab und dem Ausmaß, wie du diese lebst. Gleichzeitig jedoch wird dein Glück auch von den Werten deines Umfelds und der Gesellschaft, in der du lebst, beeinflusst. Die Auseinandersetzung mit Werten mag auf den ersten Blick spießig und langweilig wirken, ist aber unerlässlich, um glücklich zu werden. Prinzipiell ist es nicht zutreffend, dass es Werte gibt, die in Bezug auf das individuelle, persönliche Glück besser oder schlechter sind als andere. Dies gilt, obwohl beispielsweise Lee und Kawachi festgestellt haben, dass Personen mit religiösen und spirituellen Werten glücklicher sind als diejenigen, die sozialen Beziehungen und Freundschaft höchste Bedeutung beimessen. Am unglücklichsten sind statistisch gesehen Personen, die extrinsische Errungenschaften wie Geld, Macht, Bildung oder Arbeit als Kernwerte nennen. Dabei sind die Zusammenhänge sehr gering. Wirklich glücklich sein wirst du nur, wenn du ein Leben führst, in dem sich deine eigenen Werte wiederfinden. Mit anderen Worten: Räumst du Familie, Partnerschaft und einem harmonischen Zuhause den höchsten Stellenwert ein, wird dich ein Leben als beruflich unglaublich erfolgreicher Geschäftsmann, der von Meeting zu Meeting jettet und in erstklassigen Hotels aus dem Koffer lebt, nicht glücklich machen. Ebenso wenig wirst du glücklich werden, wenn Geld, Reichtum und Erfolg dich antreiben, du deine gesamte Zeit jedoch damit verbringst, deiner Familie ein plüschiges Zuhause zu schaffen, die Kinder zur Schule zu fahren und am Wochenende durch die Wälder zu spazieren, während die Arbeit liegen bleibt. Aus diesem Grund beginnt der zweite Teil dieses Ratgebers mit der Arbeit an deinen Werten. Dabei möchte ich dich an der Hand nehmen und dich mit einigen einfachen Übungen dazu bringen, dir deine Werte bewusst(er) zu machen. Behalte dabei stets im Hinterkopf, dass gerade die heutige Zeit voller Optionen ist. Letzten Endes bist einzig und allein du es, der entscheidet, wie du deine Ressourcen nutzen möchtest. Du entscheidest, wie und mit wem du deine Zeit verbringst, worin du deine Energie investierst und was du dir zu Herzen nimmst. Selbst in genau dieser Sekunde hast du eine Entscheidung getroffen – nämlich die, dieses Buch weiterzulesen. Diese Entscheidungsfreiheit jedoch macht das Leben kompliziert, da aus allen Richtungen an dir gezerrt und gezogen wird: Einerseits wird erwartet, dass du einen festen Partner oder eine feste Partnerin hast und eine Familie gründest – andererseits scheinen Promiskuität und eine möglichst hohe Anzahl an Sexualpartnern erstrebenswert. Einerseits scheinen fettes SUV, Markenkleidung und teure Sonnenbrillen ein gutes Leben auszumachen – andererseits wird die eher schlecht bezahlte Arbeit einer Krankenschwester oder eines Sozialarbeiters hoch geschätzt. Einerseits gelten Weltoffenheit, interkulturelle Kompetenz und Individualreisen als Kernelement eines modernen, guten Lebens – andererseits hat angesichts des Klimawandels der Begriff »Flugscham« Einzug in den deutschen Wortschatz gehalten. Einerseits möchtest du einfach mal ein ruhiges Wochenende in den eigenen vier Wänden verbringen – andererseits fordern deine Profile auf Instagram und Facebook Fotos vor exotischer Kulisse. Dieses Ziehen und Zerren führt manch einen in den Burn-out. Denn geht die Allgemeinheit in der Regel davon aus, dass Burn-out die Folge von zu viel Arbeit und Anstrengung ist, sieht die Realität anders aus. Tatsächlich ist Burn-out die Folge von Arbeit und Anstrengung, die als sinnlos erachtet wird. Anders ließe es sich auch nicht erklären, dass beispielsweise Bundeskanzlerin Merkel in Krisenzeiten bis zu 140 Stunden pro Woche arbeitet, ohne auch nur in die Nähe eines Burn-outs zu kommen. Doch wie sieht die Realität für viele von uns aus, die ihre Passion noch nicht gefunden haben? Arbeiten diese hart, um sich das wunderschöne, hochmotorisierte Auto leisten zu können, nur um dann festzustellen, dass dessen Zauber schon nach wenigen Wochen verflogen ist? Sparen diese ein Jahr lang, um den Traumurlaub auf den Malediven zu finanzieren, nur um schon kurz nach ihrer Rückkehr wieder die Tage zu zählen, die es dauern wird, um dem Alltag das nächste Mal zu entfliehen? In dieser Situation müssen es nicht 140 Arbeitsstunden pro Woche wie bei Frau Merkel sein. In dieser Situation reicht auch das normale Arbeitspensum, um unglücklich zu sein. Beheben lässt sich dies lediglich, indem du herausfindest, woran dir wirklich etwas liegt, und du dein Leben bestmöglich an diesen Werten ausrichtest. Diese Werte sind es, denen du auf deinem Weg zum Glück Priorität einräumen solltest. Keine Angst, du musst dich nicht für Monate auf eine einsame Insel zurückziehen, am anderen Ende der Welt meditieren oder teure Workshops zu Selbstfindung, Werten und Visionen besuchen. Es ist schon ausreichend, sich ganz bewusst mit den eigenen Werten auseinanderzusetzen, und genau damit hast du mit der Lektüre dieses Kapitels bereits begonnen! Bevor ich dir jedoch konkrete Schritte für eine neue Wertorientierung aufzeige, ist es sinnvoll, den Begriff Werte etwas genauer zu beleuchten: Schäfer und Höflinger erklären Werte als »Orientierungsmaßstäbe, an denen sich Menschen in ihrem Urteilen und Handeln ausrichten und welche als gut, nützlich und sinnvoll erachtet werden«. Das europäische Ethik-Netzwerk definiert Werte als »tief-verwurzelte, bedeutsame und durchdringliche Überzeugungen, Haltungen (Einstellungen), Ideale und Bedürfnisse […]«. Unabhängig von diesen beiden Definitionen sind Werte grundlegender Bestandteil unserer psychologischen Verfassung und unserer Identität. Wir werden durch das definiert, was wir in unserem Leben für wichtig halten. Wir werden durch die Dinge definiert, denen wir Priorität einräumen: Wenn dir Geld wichtiger ist als alles andere, dann wird dies deine Persönlichkeit, deine Identität ausmachen. Wenn Sex und Drogenkonsum das Wichtigste in deinem Leben sind, dann wird dies deine Identität definieren. Diese große Bedeutung von Werten sorgt dafür, dass jegliche Persönlichkeitsentwicklung oder -veränderung, dass jeder Schritt in Richtung Glück eine Neuausrichtung unseres inneren Wertekompasses braucht. Nur wenn du weißt, was du schätzt, kannst du dein Leben in Übereinstimmung mit diesen Werten führen. Nur dann kannst du echtes Glück empfinden. Wenn du jedoch deine Werte nicht kennst, verletzt du sie täglich. *** Zeit für das Wesentliche – die Power Hour für mittelgroße To-dos Natürlich sind es nicht allein die kleinen und kleinsten To-dos, die unser Arbeiten oder unser Entspannen unterbrechen und uns Zeit rauben. Vielmehr sind es häufig auch die Dinge, die unsere Aufmerksamkeit und unsere Energie einige Minuten in Beschlag nehmen: Der Anruf bei der Kundenhotline, der noch zu erledigen ist. Das Entkalken der Kaffeemaschine. Hier einfach die 30-Sekunden-Regel in eine 5-Minuten-Regel umwandeln zu wollen, ist nicht sinnvoll. Dadurch würdest du deinen Tagesablauf wieder und wieder signifikant unterbrechen, jeglichen Workflow verlieren und könntest letztendlich weder produktiv arbeiten noch hättest du Zeit für die schönen Dinge im Leben. Aus diesem Grund sind es genau diese mittelgroßen Aufgaben, die häufig so lange aufgeschoben werden, bis es wirklich nicht mehr anders geht. Ein schlechtes Gewissen und konstante Ablenkung von wichtigen Dingen begleiten dich bis dahin. Statt die 30-Sekunden-Regel anzupassen, hält das Zeitmanagement eine deutlich sinnvollere Technik bereit: die Power Hour. Dabei führst du ein oder zwei fixe Termine pro Woche ein, zu denen du jeweils 60 Minuten für deine mittelgroßen To-dos reservierst. In dieser Zeit arbeitest du zügig und hoch konzentriert, um möglichst viele dieser Aufgaben abzuarbeiten. Wichtig dabei sind zwei Dinge: Plane deine Power Hour immer am gleichen Wochentag und um die gleiche Uhrzeit. Es geht darum, die Power Hour zu einer fixen Einrichtung in deinem Wochenablauf zu machen – andernfalls wirst du nach Abflauen der Anfangseuphorie schnell dazu übergehen, deine Power Hour aufzuschieben oder ausfallen zu lassen. Achte darauf, dass deine Power Hour auch wirklich nach sechzig Minuten endet. Es geht nicht darum, einfach nach und nach die Kleinigkeiten abzuarbeiten, die sich im Laufe der letzten Tage angesammelt haben. Vielmehr soll genau eine Stunde investiert werden, um unter Hochdruck Dinge abzuschließen, die sonst liegen blieben. Wenn du die Power Hour ausdehnst, nimmst du in Kauf, mit abnehmender Produktivität und in deinem üblichen Trott weiterzuarbeiten. Um wirklich von der Power Hour zu profitieren, solltest du stets ein kleines Notizbüchlein bei dir tragen oder am Computer ständig ein Dokument geöffnet haben. In diesem notierst du stichpunktartig Aufgaben, die du in der Power Hour erledigen möchtest, sobald dir diese unterkommen. Auf diese Weise kannst du die Konzentration schon nach wenigen Sekunden wieder wichtigeren Dingen zuwenden. Fällt dir beim Lesen eines spannenden Buches beispielsweise ein, dass du noch den Sonntagsbraten aus dem Gefrierschrank nehmen musst, kannst du zwei Sekunden investieren und dies auf einem Blatt Papier notieren oder … du kannst aus der Traumwelt deines Romans in die Realität zurückkehren, in den Keller gehen und den Braten in die Küche bringen du liest einfach weiter und riskierst es, den Braten einfach zu vergessen und am nächsten Tag zu hungern. Prinzipiell bleibt es natürlich dir überlassen, zu welcher Zeit du deine Power Hour durchführen möchtest. Erfahrungswerte zeigen, dass eine Platzierung am frühen Morgen vorteilhaft ist. Dadurch wird verhindert, dass dir eine Vielzahl unerledigter To-dos während des Tages im Kopf herumschwirrt und dich von wichtigeren Dingen ablenkt. Außerdem berichten viele, dass eine frühmorgendliche Power Hour einen besonders produktiven Start in den Tag ermöglicht und Motivation für weitere Aufgaben schafft.


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