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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Frei von der Leber ohne Blatt vorm Mund, Manon García
Manon García

Frei von der Leber ohne Blatt vorm Mund



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Teamarbeit vorleben

Teamarbeit hat sich in den Unternehmen mittlerweile etabliert. Die Gründe dafür liegen in der wachsenden Komplexität, im höheren Leistungsdruck und besseren Zugang zu Informationen mittels elektronischer Hilfsmittel. Es ist für die Führungskräfte nicht mehr möglich, alle Informationen in allen Bereichen zu kennen. Die Behauptung, dass sich unser Wissen alle vier Jahre überholt, ist nicht bewiesen, aber auch noch nicht widerlegt worden. Das Management ist bei den Unternehmen überfordert und delegiert Entscheidungen nach unten. Verantwortung wird abgegeben und an die so genannten Teams übertragen. Das hat Vor- und Nachteile, die wir hier aber nicht näher beschreiben wollen. Wir greifen die Vorteile auf und erläutern, wie die Umsetzung in den Schulen aussehen kann.


Das Unternehmen, das Teamarbeit lebt, befindet sich im Vorteil. Dafür ist es notwendig, dass die Mitarbeiter geschult sind und wissen, was von ihnen erwartet und verlangt wird.


Den Spruch „In der Schule lernt man fürs Leben" kennt sicherlich jeder. Deshalb sollte dort auch all das gelehrt werden, was man fürs Leben braucht. Was auf alle Fälle immer wichtiger wird, ist die Teamarbeit oder Teamfähigkeit.


Jeder, der sich am Wochenende einmal eine Zeitung gekauft hat, kann sich davon überzeugen. Lesen Sie sich dazu ein paar Stellenanzeigen durch. Da steht bei jeder Stellenanzeige, dass Teamfähigkeit, Teamarbeit, im Team arbeiten können usw. vorausgesetzt werden. Aber wo lernt man denn, im Team zu arbeiten? In der Schule? Wohl kaum!


In der Schule wird autoritär unterrichtet. Der Lehrer hat das Sagen, und der Schüler hat zu machen, was die Lehrer sagen. Egal, ob es gut oder schlecht ist, egal, ob es sinnvoll ist oder nicht. Wer bei diesem System nicht mitmacht, bekommt schlechte Noten.


Früher hat ein Mathelehrer immer folgenden Spruch mit einem Lächeln gesagt:


§ 1: Der Lehrer hat immer recht!


§ 2: Wenn der Lehrer einmal nicht recht haben sollte, dann tritt automatisch § 1 in Kraft.


Leider weicht die Praxis nicht weit davon ab. Vielleicht denken Sie jetzt, aber das muss ja auch so sein, denn wenn der Lehrer nicht sagt, wo es langgeht, dann herrscht nur noch Chaos in der Schule.


Aber ist dem wirklich so? Wie ist es denn, wenn Sie etwas richtig interessiert? Müssen Sie sich dann anstrengen, etwas zu lernen? Wie verhält es sich mit Ihrem Lieblingssong, kennen Sie den Text nicht schon fast auswendig, obwohl sie nicht jede Zeile einzeln auswendig lernen mussten? Wie ist das mit den Ereignissen im Urlaub? Von wie vielen Urlauben können Sie sagen, was warum wie wo wann passiert ist? Haben Sie schon einmal kleine Kinder beobachtet, die über ihr Lieblingstier erzählen? Sollten es die Haie oder Dinosaurier sein, dann können die Kinder Ihnen mehr erzählen, als in einem durchschnittlichen Lexikon steht.


Sie meinen, die Schüler würden nicht lernen, wenn die Lehrer sie nicht „zwingen" würden? Wie ist es denn mit den Kindern? Sie können kaum sprechen und schon werden Fragen gestellt. Hat eigentlich schon mal jemand gezählt, wie viele Fragen Kinder stellen? Oder die Dinosaurierbücher, die werden freiwillig und gerne gelesen. Da ist es sogar so, dass die Kinder heimlich unter der Decke lesen, obwohl sie schon lange schlafen sollten. Und das ohne Zwang und freiwillig! Warum sollte das nicht auch für die Schule gelten? Oder andersherum, warum gilt das nicht mehr für die Kinder oder Schüler, wenn sie in der Schule sind?


Hören Kinder auf zu fragen, wenn sie eingeschult werden? Oder versuchen die Lehrer die Kinder so einzuengen, damit sie in ein System passen?


Somit wären wir wieder beim Thema. Die Lehrer müssten die Schüler nicht zwingen zu lernen. Die Lehrer sollten meines Erachtens einfach nur da sein, um das Lernenwollen in die richtige Bahn zu lenken. Der Lehrer sollte als Teamleiter die Schüler anleiten, begleiten und ihnen zeigen, wie sie das Beste aus sich herausholen, wie sie im Team arbeiten, wie eine Gruppen- und Teamarbeit funktioniert.


An dieser Stelle sollte erst einmal der Begriff Teamarbeit anhand eines Beispiels erläutert werden.


Ein Team besteht aus Regeln und Festlegungen, aus Mitarbeitern und einem Leiter. Sagen wir einmal, die Regeln sind der Boden, fruchtbarer Boden. Ein Mitarbeiter oder hier in unserem Fall besser ein Schüler ist ein kleines Feuer. Eine Idee der Wind.


Wir haben zum Beispiel vier kleine Feuerchen, die vor sich hin brennen. Sie brauchen den Boden, um zu brennen. Sie sind nicht sehr groß, und wenn genügend Wind aufkommt, gehen sie aus. Jetzt stellen wir uns vor, dass die vier kleinen Feuerchen zusammenstehen und gemeinsam brennen. Jetzt wird aus den einzelnen Feuerchen ein großes Feuer. Der Wind entfacht es noch mehr. Das große Feuer ist nicht mehr zu löschen!


Jeder, der genügend Fantasie mitbringt, sieht ein Buschfeuer oder einen Waldbrand vor sich. Die Stärke kann nur in einem Team in einer Gruppe erfolgen. Deshalb ist die Teamarbeit auch so wichtig, für jeden Einzelnen, für die Unternehmen und für die Wirtschaft. Daher ist es auch so wichtig, dass wir in der Schule von Anfang an mit der Teamarbeit konfrontiert werden. Es muss spielerisch gezeigt werden, was ein Team bewirken kann.


Sportlichen Schülern, die einen Mannschaftssport ausüben, braucht man das nicht zu erzählen. Jeder Sportler ist ein Teil vom Team. Sollte ein Spieler eigensinnig spielen und deshalb die Mannschaft verlieren, werden die Mannschaft und der Trainer den Spieler zurechtweisen! Der wird nie wieder eigensinnig spielen!


Kinder spielen untereinander, und auch hier ist es wichtig, dass sie ein Team bilden. Es gibt immer einen Anführer und Ausführende. Das ist oft von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Eigentlich beherrschen Kinder die Teamarbeit perfekt. Oft ist es so, dass ein Kind immer der Anführer sein möchte. Bald kann man beobachten, dass das Kind alleine spielt, weil die anderen keine Lust haben, wenn er immer den Anführer mimt. Natürlich kommt es auch vor, dass bei einer Gruppe von Kindern das Team als solches nicht funktioniert. Hierfür wären dann die Lehrer zuständig, dieses zu ändern.


Eine ganz wichtige Aufgabe besteht auch darin, den Kindern oder Schülern zu zeigen, was sie bereits können. Wenn sie also die Teamregeln gut beherrschen, sollte man das den Schülern aufzeigen und auch verdeutlichen.


Im Team arbeiten bedeutet außerdem, dass das Team entscheidet. Die Schüler können somit den Unterricht, Regeln und Ausflüge mitbestimmen und gestalten. Wahrscheinlich fallen jetzt einige in Ohnmacht bei der Vorstellung, die Schüler entscheiden zu lassen. Aber können Sie sich vorstellen, dass die Kinder entscheiden würden, nichts zu tun? Dass sich Kinder langweilen wollen?


Schüler sind interessiert und wissbegierig. Sollte das vom Lehrer in die richtigen Bahnen gelenkt werden, kann Großes entstehen!


Hier möchte ich noch einmal einen Bogen schlagen und Sie mitnehmen auf diese Fahrt.


Ein Chef eines Unternehmens möchte den größtmöglichen Erfolg mit dem bestehenden Personal erreichen. Hierfür werden verschiedene Techniken eingesetzt, u. a. Teamarbeit, Zielvereinbarungen, Jahresgespräche, Mitarbeitergespräche, Motivation, Anerkennung, Übertragung von Verantwortung, Prämienvergütung usw.


Wie wäre es, wenn sich die Lehrer als Chef eines Unternehmens verstünden? Wenn der Lehrer im Team mit den Schülern das Optimum für jeden Einzelnen und für die Gemeinschaft erreichen will?


Wie könnte das aussehen? Das wird im nächsten Kapitel genau beschrieben.



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