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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Endliche Wesen im weißen Kittel, Joseph Ashun, MD
Joseph Ashun, MD

Endliche Wesen im weißen Kittel


Der ewige Kampf gegen Krankheiten

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EINLEITUNG


Viele Jahre sind vergangen, seit der Mensch sich mit dem Begriff der „Krankheit“ zu beschäftigen begann. Ebenso viele Jahre ist es her, dass der Mensch anfing, in einem verzweifelten Kampf ums Überleben, sich mit der Kunst des Heilens von Krankheiten zu befassen. Die genialen Männer und Frauen, die sich gemeinsam mit der Kunst des Heilens seit Anbeginn der Geschichte beschäftigt haben, bezeichne ich als „endliche Wesen im weißen Kittel“. Der weiße Kittel ist die tägliche und akzeptierte Uniform der Ärzte in Kliniken, Krankenhäusern und Praxen. Mit „endliche Wesen“ sind gewöhnlich sterbliche Menschen (mit einer begrenzten Lebensdauer und Energie) gemeint, die medizinisches Wissen durch Bildung erworben haben. Der Begriff „endliche Wesen im weißen Kittel“ ist gleichbedeutend für die alten Heiler und die modernen Ärzte; der alte Heiler als Herold des heutigen Arztes.


Der Grund für den Titel meines Buches „Endliche Wesen im weißen Kittel“ liegt in der entscheidenden und überragenden Rolle, die Ärzte im Kampf gegen menschliche Krankheiten über Jahrhunderte hindurch gespielt haben. Mit diesem Buch beabsichtige ich Ihnen, einen kurzen Überblick über einige wichtige Ereignisse in der Geschichte der Medizin zu geben, einschließlich derer, die es in den gemeinsamen Bemühungen, effektive und dauerhafte Heilmittel zu finden, von Anfang an (seit Bewusstsein der menschlichen Existenz) gab. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt in den Ursprüngen der aufgezeichneten Geschichte und erstreckt sich über viele Epochen. Die Essenz des Buches befasst sich mit der Tatsache, dass es einen guten Grund gibt zu glauben, dass alles was menschlich ist, auch kurzlebig und von begrenztem Wert ist; und dass es keinen Nachweis gibt, dass ein sterbliches Wesen (Arzt) Krankheiten heilen kann. Jedoch gibt es deutliche Hinweise darauf, dass das angeborene Heilsystem menschliche Krankheiten heilen kann. Ich versuche Ihnen die Hindernisse in der „Kunst“ der konventionellen Heilmethoden darzustellen und gleichzeitig auf das Problem der menschlichen Gebrechen hinzuweisen, da das Leben nun mal unbeschwerter ist, wenn eine gute Gesundheit vorhanden ist. Eine nachhaltige menschliche Gesundheit kann nur von dem natürlichen, angeborenen Heilsystem garantiert werden und nicht durch die Handlung von Ärzten oder durch die Schulmedizin. Der Aufwand eines Arztes einem Patienten zu helfen, kann nur erfolgreich sein, wenn das angeborene Heilsystem des Patienten bereit und in der Lage ist, die Mühe des Arztes zu unterstützen. Darüber hinaus möchte ich mit diesem Buch meine eigenen Gedanken, Überzeugungen und Beobachtungen aus vielen Jahren der ärztlichen Tätigkeit darlegen. Blicken wir in der medizinischen Geschichte zurück, kann man sehen, dass egal, wie das Ergebnis des menschlichen Strebens Krankheiten zu heilen aussah, die Kunst der Heilung eine kontinuierliche Kette von Ereignissen mit Abenteuern, begleitet von Irrtümern und Erfolgen war. Einige Ergebnisse waren ermutigend, andere hingegen enttäuschend.


Die ersten Heilmittel, die angewendet wurden, waren überwiegend natürlichen Ursprungs. Doch die Folgen der industriellen Revolution des neunzehnten Jahrhunderts, wie unter anderem die Entwicklung der medizinischen und anderen Wissenschaften, sowie die Pharmakologie, haben dazu geführt, dass die Naturheilmittel zugunsten der chemischen Arzneien ersetzt wurden. Aufgrund dieser Entwicklung wurde die medizinische Ausbildung konventionell und dominiert die medizinische Praxis seit Jahrzehnten. Nun ist jedoch eine Revolution im Gange. Im Vordergrund der Gesundheitsvorsorge stehen zwei konkurrierende Systeme: Die Naturheilkunde und die moderne Hightech-Medizin. Naturheilkunde ist ein System, welches sich auf die Förderung der Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten mit natürlichen, nicht toxischen (giftigen) Therapien konzentriert. Es bedeutet eine Rückkehr zur Natur, deren Basis auf eine Regulierung der Ernährung, Atmung, Bewegung, sowie Heilbädern und auf die Nutzung von verschiedenen inneren Kräften liegt, um die giftigen Produkte in den Körpersystemen zu beseitigen und dadurch die Vitalität des Einzelnen für einen guten Gesundheitsstandard zu gewähren. Die Naturheilkunde erlebt einen enormen Aufschwung durch zwei Faktoren: Erstens dem gestiegenen Bewusstsein der Menschen für die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung und Lebensweise und zweiten, durch den öffentlichen Vertrauensverlust in der konventionellen Medizin, chronische Krankheiten effektiv und kostengünstig behandeln zu können. Zudem kommen die zunehmenden Meldungen über Kunstfehler, schädliche Nebenwirkungen mit teilweise tödlichen Ausgängen und der Rückruf mancher auf dem Markt befindlichen Medikamente hinzu. Auch setzt die moderne Hightech-Medizin vor allem auf herkömmliche Heilmittel, wie synthetische Medikamente und der Apparatemedizin. Ob natürliche Medizin die Schulmedizin in Zukunft irgendwann ersetzen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Die Entwicklung dieser zwei konkurrierenden Systeme ist abhängig von der freiwilligen Entscheidung der Menschen. Diese könnte schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben, vor allem mit dem heutigen konventionellen System. Dieses System basiert auf der Grundlage von Theorien und unvollkommenen Beweisen und hat zudem ein begrenztes Verständnis für die Natur der Dinge (z. B. die Physiologie der Arzneimittel, die Reaktion des Körpers auf die Medikamente und vor allem über die Natur des menschlichen Körpers selbst) und ist deswegen nicht ausreichend. Die Krankheiten nehmen trotz aller Fortschritte und Bemühungen stetig zu.


Trotz einiger günstiger Ergebnisse, die von der Menschheit in der medizinischen Wissenschaft erreicht wurden, gibt es eine Sache, der wir Aufmerksamkeit schenken sollten: das Wissen und das Verständnis der Ärzte ist leider ungenügend, da sie keine Vorstellung von den realen Ereignissen, die in den natürlichen Heilungsprozess des menschlichen Körpers vorgehen, haben. Darüber hinaus werden die Kenntnisse, die von einer bestimmten Generation von Ärzten in der medizinischen Wissenschaft gesammelt wurden, von der nächsten Ärztegeneration als weniger wertvoll geschätzt. Und das bringt oft Unsicherheit für die Beurteilung des tatsächlichen Wertes über das heutige medizinische Wissen. Man darf trotz allem, was von den Ärzten im Umgang mit den menschlichen Krankheiten bisher erreicht wurde, die Wichtigkeit nicht außer Acht lassen, dass die Anstrengungen zur Bekämpfung von Krankheiten und anderen gesundheitlichen Problemen, nicht ohne den Akt des angeborenen Heilsystems erfolgreich sein können. Auf diese Tatsache muss das öffentliche Bewusstsein aufmerksam gemacht werden. Die Fähigkeit dieses Heilsystems ist abhängig von der Genetik, dem individuellen Lebensstil und den Umweltbedingungen. Diese Behauptung kann durch die Tatsache aufgestellt werden, dass im Verlauf von Krankheiten zahlreiche innere Heilungsprozesse beim Menschen stattfinden, auf die der Arzt keinen direkten Einfluss hat, weil dieser Prozess seinen Erfahrungen Grenzen setzt. Trotz des bestehenden Wissensstands der Mediziner bleibt die Frage offen, wie die angeborenen Heilsysteme arbeiten, weil die Beantwortung problematisch ist, da fundierte Kenntnisse fehlen. Es ist nicht problemlos eine vertretbare Antwort auf die Frage zu geben, wie das Immunsystem funktioniert, um Krankheiten zu verhindern oder warum normale Zellen plötzlich zu Krebszellen mutieren, da den Ärzten durch fehlende Erfahrung und mangelndem Wissen Grenzen gesetzt sind.


Wenn wir zurückblicken und kritisch auf das sehen, was wir in der Humanmedizin kennen oder glauben zu kennen, werden wir auf die obige Beurteilung kommen. Aus dieser Perspektive ist es sinnlos, nur dem Arzt Wertschätzung zukommen zu lassen, wenn eine Krankheit geheilt ist, sondern auch bei einem ungünstigen Ergebnis der medizinischen Behandlung müssen der Lebensstil, die Umwelteinflüsse, die genetische Mutation und der Zustand des inneren Heilsystems eines jeden Patienten mitberücksichtigt werden. Zum Beispiel ist die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Myokardinfarkt (Herzinfarkt) eines Patienten, der einen gesunden Lebensstil führt, sicherlich höher, als für einen Alkoholiker mit multipler organischer Insuffizienz (Schwäche). Und die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, ist bei denjenigen höher, deren Immunsystem durch Genmutationen, ungünstige Umweltbedingungen (ausgelöst durch starkes Rauchen oder ständigem Kontakt mit toxischen Stoffen wie Dioxin) geschwächt ist. Das Schicksal eines jeden Patienten im Verlauf einer Krankheit (ob in ärztlicher Behandlung oder nicht) hängt hauptsächlich von der Effizienz des angeborenen Immunsystems ab, das durch den Akt der Natur (Gott) ins Leben kam. Voraussetzung für die Unterstützung der Natur ist allerdings, dass jeder Patient durch seine individuelle Art und Weise des Lebens mit dazu beiträgt. Gott (Natur) lässt jeder einzelnen Person den freien Willen, seinen Lebensstil zu bestimmen, aber die Verantwortung für die Folgen, die sich daraus ergeben, trägt jeder selbst.


Dieses ist meine persönliche Meinung und nicht als universell anzusehen. Auch die Idee und die Existenz von Gott sind ein kompliziertes und umstrittenes Thema. Im Kontext kann man die Bedeutung Gott als ein transzendentes göttliches Wesen, dass das Universum mit all den lebenden und nicht lebenden Wesen steuert, deuten; eine göttliche Macht, die uns gesund hält und unsere Atmung, den Herzschlag, die Blutzirkulation, das Denken und das Bewusstsein ermöglicht. Abgesehen davon ist göttliche Kraft auch fähig, die oben genannten Körperfunktionen zu beenden, so dass dieses letztendlich zum Tod führt. In meiner eigenen Interpretation ist Gott die geheime Macht hinter all diesen Geschehnissen in den Menschen, die ich gerade genannt habe. Wenn ich Gott erwähne, meine ich auch die Natur und das natürliche angeborene Heilsystem (das sogenannte Immunsystem, das menschliche Genom mit seiner Steuerzentrale, eingebettet in der DNA). Diese führten im ständigen Dialog mit der Umwelt und dem Außenkosmos zu dem evolutionären Prozess, der die Entwicklung des Homo sapiens brachte und immer noch die menschliche Existenz steuert und schließlich auch den Tod bestimmt. Wenn wir Gott in dieser Weise sehen, ist es einfacher zu verstehen, dass er seinen Platz in der medizinischen Heilung hat. Man darf das Immunsystem also nicht unterschätzen, bei allem was es uns bietet, um unsere Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden zu erhalten. Auch die Bedeutung der äußeren Einflüsse auf unsere Gesundheit sollten mitberücksichtigt werden.


Die neuere medizinische Forschung hat festgestellt, dass viele schwere Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, durch mäßigen Genuss von Rotwein, regelmäßiger Bewegung, einem erhöhten Verzehr von Obst und Gemüse und einer gesunden Umwelt verhindert werden können. Auf diese Weise erhält das Immunsystem die nötigen Impulse, um uns vor den meisten Krankheiten zu schützen. Wenn wir also Selbstdisziplin üben und diese als Leitfaden für ein gesundes Leben nehmen, erhöhen wir die Möglichkeit, unsere Anfälligkeiten für Krankheiten zu reduzieren. Diese Lebensweise würde meiner Meinung nach die Rolle des Arztes bei der Behandlung von Krankheiten in Zukunft auf ein Minimum reduzieren, weil die Mehrheit der Menschen ein starkes angeborenes Immunsystem hätten, welches sie gesund halten würde und dadurch zügellose Arztbesuche zu vermeiden wären. Die Ärzte wären wieder in der Lage, ihre Patienten mit gesundheitlichen Beschwerden stressfrei und ohne Zeitdruck zu behandeln.


In der medizinischen Praxis werden die Ärzte oft mit Fragen konfrontiert, die Antworten benötigen; keine Antworten, die einfach sind, sondern Antworten, die der Anforderung der Intelligenz der Ärzte entspricht und unter Einbeziehung ihres Gewissens als geeignet, haltbar und plausibel erscheinen. Trotz aller Bemühungen können die Antworten der Ärzte nicht immer plausibel sein, zum Beispiel auf die Frage, warum bestimmte Patienten sterben und andere hingegen überleben, obwohl sie die gleichen Medikamente erhalten haben. Die Notwendigkeit, Antworten auf die Fragen in der medizinischen Wissenschaft zu finden, ist vor allem durch den Wunsch ausgelöst, das gemeinsame Ziel, die Ursachen der Krankheiten zu entdecken und entsprechende Heilmittel zu entwickeln, zu erreichen. Die intellektuelle Wichtigkeit der Frage eines Patienten wird von dem Arzt beurteilt; ob dieser aber den Willen hat, eine passende Antwort zu geben und bereit ist, das Risiko für mögliche Fehler oder Missverständnisse durch seine Antwort zu tragen, entscheidet er selbst. Auch wenn manche Antworten mit Risiken für den Arzt behaftet sein könnten, ist es jedoch keine praktikable Option, die Fragen unbeantwortet zu lassen. Bestimmte Fragen in der Medizin sollte man auch nicht unbeantwortet lassen, obwohl die Beantwortung sehr schwierig sein kann, weil Antworten auf diese Fragen über die Grenzen des medizinischen Wissens und der Erfahrung des Arztes hinausgehen. Die Bemühung zur Beantwortung muss trotzdem weiter aufrechterhalten werden. Seit langer Zeit ist eine entscheidende Frage über die kausale Verantwortung in der Medizin unbeantwortet: Wer trägt zum Beispiel die Verantwortung, wenn ein Todesfall während einer Routineoperation oder ein routinemäßiger Todesfall während des Krankenhausaufenthalts eintritt? Die Problematik liegt darin, Beweise zu erbringen, ob der Tod durch fahrlässiges Handeln des Arztes herbeigeführt wurde oder durch ein geschwächtes Immunsystem des Patienten eingetreten ist. Dieser wichtige Aspekt muss hervorgehoben werden und wird später weiter erörtert. Ärzte machen nicht aus böser Absicht Fehler und üben daher bei der Verantwortung solcher Unglücksfälle Zurückhaltung aus, was für mich als Arzt verständlich ist. Eine weitere Tatsache, die wir nicht vergessen sollten, ist, dass im Allgemeinen Ärzte ein hohes Ansehen und einen guten Ruf in der Gesellschaft haben und sie somit jede Form der Beschädigung des persönlichen Ansehens vermeiden möchten und deshalb die Verantwortung für einen Fehler nur unter größter Zurückhaltung akzeptieren. Ein solches Verhalten seitens der Ärzte kann man an dem Beispiel sehen, dass zu Beginn der Entwicklung in der Chirurgie, die nicht gewaschenen Hände der Chirurgen als Ursache für die postnatalen Wundinfektionen nach Operationen, nicht akzeptiert wurde. Zu jener Zeit war es in Wien und Budapest sogar strafbar zu behaupten, dass die Ärzte in den Krankenhäusern als Quelle der Infektionen verantwortlich waren, die häufig bei den gebärenden Frauen zum Tode führten. Doch von der Medizingeschichte wissen wir, dass einzelne Ärzte dieses Problem ernst genommen haben und die obligatorische Handwaschung vor der Operation einführten. Diese Maßnahme hat dazu geführt, dass die Quelle der postpartum Infektionen (nach der Entbindung) entdeckt wurde. Dieses Wissen motivierte die Ärzte, vor allem in Budapest und Wien, das Händewaschen vor der Operation in Geburtskliniken einzuführen. Dies war der Beginn der Desinfektion in der Chirurgie.


Obwohl einige Fragen in der Medizin und Wissenschaft geklärt sind, bleiben andere Fragen weiterhin unbeantwortet. Auch heute gibt es immer noch offensichtliche Frustration bei dem Versuch, die Fragen zu beantworten, warum wir alt werden und die Alterung nicht stoppen können oder warum wir nicht in der Lage sind, Krebserkrankungen zu verhindern. Die Schwierigkeit zur Klärung dieser Fragen hat die Begeisterung vieler Mediziner seit Beginn der medizinischen Entwicklung gedämpft. Sie werden im weiteren Verlauf des Buches Kommentare von René Descartes und anderen prominenten Wissenschaftlern der Vergangenheit lesen können, die diese Enttäuschung zu dem Thema demonstrierten. Zudem werden Sie auch einige Faktoren und Ursachen erfahren, warum Ärzte nicht in der Lage sind, einige Fragen der Medizin zu beantworten, vor allem in Bezug auf die medizinische Bildung und der Behandlung.


Begibt man sich auf die theoretische Seite der Medizin zurück, bleiben für mich einige letzte Fragen, die wir beantworten sollten und nicht ignorieren dürfen. Wenn Gott (Natur) keine Krankheiten kennt, sind unsere Krankheiten dann überhaupt real oder entstehen sie aus der menschlichen Phantasie?


Zumindest kann man ohne Vorbehalt sagen, dass sich das Wort „Krankheit“ nicht durch die natürliche Selektion entwickelt hat, sondern eine freiwillige Entscheidung in der menschlichen Sprache war. Eine weitere Frage ist: Ist der Arzt in der Lage, menschliche Krankheiten zu heilen? Ich werde versuchen, einige Antworten auf diese Fragen im Laufe des Buches zu geben. In den Medien war einmal eine Sendung zu sehen, in welcher der Moderator eine junge Veterinärin fragte, warum sie ausgerechnet Tierärztin werden wollte. Sie antwortete, dass sie lieber Tiere als Menschen heilt. Dieser Glaube, dass Ärzte in der Lage sind zu heilen, ist universell unter Ärzten und Patienten gleichermaßen verbreitet. Dies führt uns zu der zentralen Frage, ob jener universelle Glaube, dass ein Arzt, also ein endliches Wesen, Krankheiten heilen kann, berechtigt ist. Das ist eines meiner Anliegen und die wesentliche Frage in diesem Buch. In der Vergangenheit gab es verschiedene Ausführungen, die zeigten, dass eine große Anzahl von berühmten Männern und Frauen dies bezweifelt haben, wie einige alte Sprichwörter belegen: „Der Arzt verbindet die Wunde und Gott heilt“ oder „Gott heilt und der Arzt erhebt die Gebühren“. Ich erinnere mich an eine weitere Reportage, in der einem älteren Herrn die Frage gestellt wurde, warum er in einem so fortgeschrittenen Alter noch so gesund und vital sei. Die Antwort des Mannes war, dass er die Ärzte immer gemieden hat. Implizit wollte der ältere Herr damit sagen, dass er ein solches Alter nur mit Hilfe seines natürlichen, angeborenen Heilsystems erreicht hat, ohne die Hilfe von Ärzten in Anspruch genommen zu haben. Auf jeden Fall gibt es gute Gründe, dies für zutreffend zu halten. Wichtig ist auch die Erörterung der Fragen, ob der Arzt in der heutigen Zeit ein Heiler oder ein Geschäftsmann ist. Kann der Arzt den hippokratischen Eid in einer Welt aufrechterhalten, in der wirtschaftlicher Zwang und die Finanzkrise herrschen? Oder kann die moderne Gesellschaft die explosiven Kosten im Gesundheitswesen auf Dauer tragen? Sind die Ärzte alleine dafür zuständig, die Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren oder müssen alle ihren Lebensstil ändern und weniger Medikamente konsumieren? Brauchen wir erschwingliche alternative Heilmittel, um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken? Außerdem müssen wir uns fragen: Sind die Ärzte in der Lage, Menschen von Krankheiten zu befreien und Leben zu verlängern, wie seit Jahrzehnten erhofft? Wenn letzteres nicht der Fall ist, was sind die Hauptgründe für das Scheitern dieser Ziele und welche geeigneten Maßnahmen sollten Ärzte ergreifen, um die Situation zu ändern? Aufgrund der Wichtigkeit dieser Fragen ist es notwendig, dass wir so schnell wie möglich Antworten darauf finden. Ich für meinen Teil konnte für mich durch mein langjähriges Berufsleben in Kroatien, Deutschland und Ghana Antworten auf einige dieser Fragen finden.


Mit diesem Buch versuche ich das anhaltende Bestreben der Ärzte und Heiler darzulegen, seit der prähistorischen Zeit Krankheiten zu heilen und das Ergebnis dieser Bemühungen zu bewerten, worauf der Schwerpunkt auf der heutigen Situation liegen wird. Es gab in der Vergangenheit historische Fehler in diesen medizinischen Bemühungen, vor allem durch die Vernachlässigung der evolutionären Gesetze. Aber besonders der medizinische Bereich, der übermäßig abhängig von der Technologie ist und die Präferenz auf die konventionellen Mittel in der Therapie seit Jahrzehnten legt, ist für die Menschen zur Gewohnheit geworden. Und hierin liegt ein wesentlicher Grund, warum es uns bisher nicht gelungen ist, alternative nachhaltige Mittel zu erforschen und zu entwickeln, um menschliche, gesundheitliche Probleme erfolgreich zu beseitigen.


Nach vielen Jahren der medizinischen Praxis ist eines für mich klar: Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein Patient eine schwere Krankheit ohne die Hilfe von Gott (innere Heilungskraft) überleben kann. Wie schon erwähnt, ist die Idee von Gott und seinem Akt der Heilung der menschlichen Krankheiten ein sehr schwieriges und umstrittenes Thema. Dennoch ist die Heilung durch die Natur eine Realität, die wir im Auge behalten sollten. Menschliche Leiden und Gebrechen sind eng verbunden mit der Zeit nach der Entstehung der Welt. Die Entstehung der Welt bedeutet die Existenz von Menschen, Mikro- und Makroorganismen in Raum und Zeit. Es ist daher sinnvoll, eine kurze Darstellung über die Entstehung der Welt und die Ereignisse in der Zeit danach direkt am Anfang dieses Buches zu geben, da darin einige Geheimnisse und Gründe für die Ursachen der menschlichen Krankheiten und Leiden liegen könnten.



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