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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Eltern & Kind GmbH, Tamara Pirschalawa
Tamara Pirschalawa

Eltern & Kind GmbH


Kleiner Erziehungsratgeber

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Die Quengelzone


Manchmal haben Geschäftspartner unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse. Das kann schnell Ärger nach sich ziehen, weil jeder eine andere Vorstellung von der Umsetzung bestimmter Vorgänge hat. Um aber das gemeinsame Ziel zu erreichen und auf einen Nenner zu kommen, sollte man kompromissbereit sein und so vorgehen, dass niemand benachteiligt wird.


Quengelzone, so wird der Wartebereich an der Supermarktkasse von Konsumforschern bezeichnet – aus gutem Grund. Die Kinder quengeln dort, weil sie längere Zeit warten müssen und sich langweilen. Außerdem befinden sich in diesem Bereich Regale mit verlockenden Süßigkeiten. Da liegt es wohl in der Natur der Sache, dass die lieben Kleinen es darauf anlegen, die einkaufenden Eltern halbwegs an den Rand eines Nervenzusammenbruchs zu bringen, um die begehrte Nascherei in ihren Besitz zu bringen. Es wird gebettelt und geweint, geschrien und getobt, der Lärmpegel erreicht ungeahnte Höhen.


In der Situation haben die Eltern zwei Möglichkeiten: Entweder sie geben ihrem Kind nach, was zwangsläufig zur Folge hat, dass sich dieses Szenario bei jedem zukünftigen Einkauf wiederholen wird, oder aber sie geben nicht nach, was zur Folge hat, dass sie ihr schreiendes Kind, die empörten Blicke der anderen Kunden und das genervte Augenverdrehen der Kassiererin oder des Kassierers heroisch ertragen müssen. Schön, wenn just in diesem Moment auch noch der Kassenbon neu eingelegt werden muss, sich in der Kasse kein Wechselgeld mehr befindet oder der Augenverdreher von jemandem abgelöst wird, der bereits mit einer Kasse bewaffnet auf seinen Einsatz wartet. Dies wäre dann wohl an Dramatik nicht mehr zu überbieten – fehlte nur noch das Spotlight, welches auf das Elternteil-Kind-Gespann schwenkt und die Szenerie erbarmungslos mit gleißend hellem Licht ausleuchtet. Schnell fühlt man sich wie ein Rabenvater oder eine Rabenmutter und ist über die Maßen peinlich berührt. Und schon ist man genötigt, doch mal in das Regal zu greifen und diesem einen Schokoriegel zu entnehmen. Das damit beglückte Kind beruhigt sich auf Anhieb, lässt allerdings noch einige herzerweichende Schniefer folgen, um seiner verständlichen Empörung Ausdruck zu verleihen – schließlich darf man dem Erwachsenen ja nicht ohne Weiteres durchgehen lassen, dass er das Kind so lange hat leiden lassen. Und postwendend folgt das kollektive Aufatmen.


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