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Buch Leseprobe Echte Romane schreiben, Doris Niespor
Doris Niespor

Echte Romane schreiben


Ein kompakter Schreibratgeber

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Echte Romane schreiben


 


 


 


 


Ein kompakter Schreibratgeber für Jugendliche


 


 


Schwierigkeitsgrad: 1


(keine bis geringe Vorkenntnisse)


 


von


 


 Doris Niespor


 


 


 


 


 


 


© Doris Niespor




Einleitung                  3


1. Wieso ist mein eigenes Geschriebenes so anders als die Bücher, die ich selbst gerne lese?                  4


2. Wie kann ich mein Buch besser machen?                  6


3. Was brauche ich für einen echten Roman mindestens?                  7


4. Apropos Vertrauen. Warum sollte ich dir vertrauen?                  11


5. Die Idee                  13


6. Die Charaktere                  15


7. Das auslösende Ereignis und der Handlungsablauf                  24


8. Der Schauplatz                  27


9. Spannung                  29


10. Spätestens jetzt: die Perspektive                  33


11. Das ultimative Geheimnis- oder was alle Bestseller gemeinsam haben...                  37


12. Die Rohfassung                  40


13. Überarbeitung 1                  42


14. Überarbeitung 2 – Inhalt                  43


15. Überarbeitung 3 – Grammatik und Rechtschreibung                  44


16. Überarbeitung 4 – Endkontrolle                  45


17. Von Hand oder mit dem Computer?                  46


18. Technische Einstellungen bei der Arbeit mit dem Computer                  47


19. Schlusswort                  49


   
Einleitung

 


Dieses Büchlein will Dir die Möglichkeit geben, erste Erfahrungen mit dem Schreibhandwerk zu sammeln, ohne gleich hunderte Seiten komplexer Schreibratgeber wälzen zu müssen.


Kurz und kompakt, ohne langatmige Doppel-Erklärungen oder seitenweise uninteressantes kopiertes Zeug, das durchgearbeitet werden muss, fasst es die wichtigsten Basics zum Schreiben eines Romanes zusammen und macht sie sofort auf Dein eigenes Werk anwendbar.


 


Nutze mein Wissen aus dutzenden von gelesenen Ratgebern und meinen eigenen Erfahrungen zum Thema Schreiben in dieser leicht verdaulichen Form!


Viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg beim Schreiben!




 


1. Wieso ist mein eigenes Geschriebenes so anders als die Bücher, die ich selbst gerne lese?

 


 


Viele Menschen, die mit dem Schreiben beginnen, sind total motiviert. Sie wollen sich richtig gute Geschichten ausdenken und viele Leser gewinnen, eigene Welten bauen und ihre Leser dort mit hinein nehmen.


 


Du erdenkst also eine richtig gute Geschichte, schreibst sie auf, steckst Dein ganzes Herzblut hinein, lässt es Deine beste Freundin oder Deinen Kumpel lesen, wartest total gespannt auf ihr / sein Urteil- und bekommst:


 


ein Schulterzucken.


 


Was ist passiert? Hat sie / er über Nacht angefangen, Dich zu hassen? Sehen die nicht, wie wichtig Dir das ist?


 


Tatsache ist- es gibt wahrscheinlich keine bessere Antwort als ein Schulterzucken.


 


Was sollen die denn sagen? Ist total sch....? Gute Idee, aber irgendwie nicht so richtig das Meine?


 


Mal ehrlich, ich habe ja noch nichts von Dir gelesen (wenn Du jetzt gleich beleidigt abhaust, werde ich das höchstwahrscheinlich auch nicht), aber ich vermute, der Text ist nicht- na, sagen wir, perfekt.


 


Klapp dieses Buch nicht gleich zu, gerade weil wir dieses Problem haben, schreibe ich einen Schreibratgeber.


 


Fakt ist, dass einem in Deutschland in der Schule das kreative Schreiben nicht in einem Hauptfach wie Deutsch beigebracht wird. Im Gegenteil, die hier vermittelte Art, erzählend zu schreiben, macht einen fürs Romane schreiben total kaputt.


 


Dazu kommt noch, dass viele Leute – Du auch? – echt denken: schreiben kann jeder.


 


Dabei ist das wie Klavier spielen oder Judo oder tanzen- wenn Du es können willst, musst Du es üben.


 


Wenn Du dazu bereit bist, kann ich es Dir beibringen. Es gibt ein ganz großes und mehrere kleine Geheimnisse, die Dein Buch so gut machen, dass es sich wie ein echter Roman liest.


 


Bereit?


 




 


2. Wie kann ich mein Buch besser machen?

 


Ganz einfach.


 


Akzeptiere als Erstes die Tatsache, dass Schreiben Handwerk ist und gelernt werden kann.


 


Ein ziemlich berühmter Typ (heißt Th. Edison, Erfinder der Glühbirne – so eine Lampenart vor der LED) hat mal gesagt:


 


Schreiben ist 1 % Inspiration und 99 % Transpiration.


 


Naja, genau genommen hat er gesagt: Genie ist 1 % Inspiration und 99 % Transpiration. Aber da wir genial schreiben wollen, kommt der Spruch dem, was wir vorhaben, doch sehr nah, finde ich.


 


 


Was meint er damit?


 


Ganz einfach:


 


Es gibt viele Leute mit tollen Ideen, aber nur wenige, die in der Lage sind so ein Ding dann auch durchzuziehen.


 


Wenn Du also zu den Wenigen gehören willst, die ein echtes, spannendes Buch schreiben können, das nicht nur ihre Mami toll findet, dann musst Du Dir Wissen aneignen.




 


3. Was brauche ich für einen echten Roman mindestens?

 


Gute Frage.


Für ein perfektes Buch braucht man eine super Idee, gutes Sprachgefühl, interessante Charaktere, die richtige Perspektive, einen ordentlichen Handlungsaufbau, Spannungsmomente, sichere Rechtschreibkenntnisse für die Überarbeitung und den richtigen Ansatz, wie man überhaupt schreibt.


 


Für ein gutes Buch braucht man das Gleiche, nur von Allem etwas weniger...


 


Das klingt ganz schön viel, Du willst doch nur ein Buch schreiben und keinen Preis gewinnen?


 


Ey, an einem richtigen Buch mit 300 Seiten sitzt man ganz schön lange. Wenn Du so viel Zeit opferst, soll ja wohl am Ende auch was Ordentliches dabei heraus kommen, oder nicht?


 


Das ist ja auch noch nicht alles, nach oben geht da sicher noch was.


 


Außerdem hört sich das schlimmer an, als es ist.


 


 


Aber wir schauen trotzdem mal, ob man einen Punkt oder mehrere weglassen könnte:


 


 


Idee


 


Okay, wir sind uns einig- ohne Idee ist irgendwie doof.


 


 


Gutes Sprachgefühl


 


Da lasse ich mit mir verhandeln. Es gab (und gibt) immer wieder Romane, wo ich denke „ey, das geht gar nicht“, und die dann trotzdem gut laufen, wie z.B. Krimis in Mundart (wie Kölsch) oder Szenesachen. Wäre nicht das Meine, aber wenn Du genau so etwas schreiben willst- warum nicht. Kann funktionieren.


 


Interessante Charaktere


 


Braucht man die wirklich?


Gegenfrage: Kannst Du Dir Harry Potter ohne Harry vorstellen? Oder James Bond ohne James? Oder Sherlock Holmes ohne Sherlock? Oder Twilight ohne Vampire?


Siehste. Müssen wir nicht drüber diskutieren.


 


 


Richtige Perspektive


 


Damit wären wir schon bei der wichtigen Frage: was ist das überhaupt?


Gut, Perspektive kennt man aus dem Kunstunterricht, wenn man die neunte Klasse schon hinter sich hat. Aber im Buch?


Mit Perspektive ist gemeint, in welchem Kopf wir drinstecken, also aus wessen Sicht wir sehen, was passiert – und wessen Gefühle wir erleben.


 


Es gibt da verschiedene Sorten, die erkläre ich noch. Wichtig ist zu verstehen, dass es für einen Roman einen Unterschied macht, ob man in der Rolle der Maus oder in der Rolle der Katze ist:


 


Stell Dir vor, eine Maus ist superhungrig, aber vor ihrem Mauseloch sitzt eine Katze. Irgendwann hält die Maus es nicht mehr aus und geht raus.


 


In wessen Haut möchtest Du lieber stecken? Und aus wessen Sicht ist das Ganze dramatischer?


 


Du siehst schon, wenn Du spannend schreiben willst, kommen wir um die Sache mit der Perspektive nicht drum herum.


 


 


Handlungsaufbau


 


Kann man weglassen. Theoretisch.


Praktisch finde ich es in Büchern total daneben, wenn der Autor irgendwo anfängt, dann woanders hin springt, dann wieder etwas anderes macht und am Ende hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun. In einer guten Geschichte führt immer irgendwie Eines zum Anderen, kaum etwas ist zufällig.


 


Und am Ende kommt es nicht irgendwie, sondern so, wie es kommen muss.


 


Wenn man sich vorher einen Plan macht, ist das deutlich leichter. Nur noch einmal zur Erinnerung: wir schreiben keinen fünf – Seiten - Aufsatz, sondern ein echtes Buch.


Da kann die Hauptperson nicht am Anfang blond sein und Stefan heißen und am Ende ist sie schwarzhaarig und heißt Katrin (es sei denn, das gehört zur Geschichte).


 


 


Konflikt und Spannung


 


Ich denke uns ist beiden klar, dass LAAAAANGWEILIG gar nicht geht.


Es muss also Spannung ins Buch. Oder siehst Du das anders?


 


 


Ordentliche Rechtschreibkenntnisse für die Überarbeitung


 


Okay, erwischt.


Ich persönlich hätte gerne, dass in Büchern wenig Fehler drin sind.


 


 Ess gäht aber aucch miz Fehlerm, lesn kann man es trtzdem noch, oder?


 


Macht nur keinen Spaß.


 


Tatsächlich haben auch schon Leute mit Legasthenie Bücher geschrieben (und veröffentlicht). Denen war gemeinsam, dass sie entweder ein gutes Rechtschreibprogramm hatten (Word, dieses Computerschreibprogramm für Texte, zeigt falsche Sachen an und unterkringelt die- ist echt nützlich) oder einen Helfer, der die Texte überarbeitet hat.


Beides steht Dir auch frei, falls Du in Sachen Rechtschreibung nicht so der Überflieger bist. Also: selbst korrigieren bis zum Abwinken oder Weggeben zum Fehler herausmachen.


Was nicht geht, ist mit ganz vielen Fehlern veröffentlichen oder zum Verlag schicken- so was macht man einfach nicht.


 


 


Der richtige Ansatz, wie man überhaupt schreibt


 


Das ist tatsächlich ein großes Geheimnis und der Kernpunkt des Schreibens. Wenn Du diese Sache nicht verstehst, wird Dein Buch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals ein Bestseller.


 


Da können wir nicht drauf verzichten- vertrau mir.




 


 


4. Apropos Vertrauen. Warum sollte ich dir vertrauen?

 


Ich sage ja immer: Lass Dir nur von den Leuten einen Rat geben, die da sind, wo Du hin willst.


 


Der dicke Diätberater, der verarmte Anlageberater, der dreimal geschiedene Eheberater- muss ich noch weiter machen?


 


Also, schauen wir mal, wo ich stehe:


 


Ich habe bisher neun Bücher veröffentlicht, mit kleinen Verlagen (Vektor-Verlag, Nordmann, Lerato) und großen (Piper, BVK) Verlagen zusammengearbeitet, selbst Bücher über KDP und Create Space veröffentlicht, einen Agenten für mich begeistert (ist auch der Agent von Wolfgang Hohlbein), bin bei Wikipedia gelistet und, besonders wichtig, habe bisher nicht für meine Veröffentlichungen gezahlt- sondern daran verdient.


 


Zudem habe ich in verschiedenen Genres (Buchgattungen) veröffentlicht, also z.B. Sachbücher und Romane geschrieben, auch einen historischen Roman gemacht (so richtig mit recherchieren und so) und Arbeitshefte entwickelt.


 


Aber das absolut Allerwichtigste:


 


Ich habe jeden dämlichen Fehler, den man machen kann, schon einmal selbst gemacht, weiß also, wovon ich rede.


 


Eine Sache noch, bevor es losgeht:


 


Das hier sind nur die Basics, extra kurzgefasst, damit Du mit wenig Aufwand viel input bekommst. Aber es gibt noch viel mehr zu lernen.


 


Auch Leute wie ich ( besonders ich) lernen jeden Tag noch weiter dazu.


 


Wenn man einen Schriftsteller fragt: „Welches Buch war Dein Bestes?“ sagen die Meisten: „Das Letzte“.


 


Warum?


 


 


Weil man sich immer weiter entwickelt, immer besser wird.


Verzweifle also nicht, wenn nicht alles auf Anhieb klappt.


Du schaffst das!


 


Los geht´s!



5. Die Idee

 


Es soll um Vampire gehen, um ein Wettrennen, um Liebe oder um Drachen: eine Grundidee Deiner Geschichte hast Du wahrscheinlich schon im Kopf.


Aber reicht eine bloße Idee aus, um dreihundert oder mehr Seiten zu schreiben?


Eher nicht. Aus diesem Grund spannen wir die Grundidee auf, schaffen Raum für eine Weiterentwicklung. Am Besten geht das meist mit einer eher bildhaften Darstellung, da der kreative Teil unseres Gehirns, die rechte Gehirnhälfte, in Bildern denkt.


 


Nehmen wir an die Grundidee ist, dass es einen kleinen Jungen an einer Zauberschule gibt; die Schule soll dabei einem englischen Internat ähneln. Wie geht man nun weiter vor?


 


Man sucht sich eine bildhafte Darstellungsvariante aus, z.B. kann man eine Treppe zeichnen von links unten nach rechts oben.


In diesem Fall trägt man links unten ein: Zauberschüler, Internat und rechts oben das Ende (!) z.B. besiegt Rivalen im Duell. Dann denkt man sich für die Stufen dazwischen Ereignisse bzw. Quests aus, die als Zwischenstufen sinnvoll scheinen. Am besten gelingt dies meist rückwärts, also vom Schluss zum Anfang hin.


Diese Methode hat den Vorteil, einen sehr genauen Überblick über die Geschichte zu schaffen.


 


Wem das zu strukturiert ist, der arbeitet vielleicht gerne mit einer Art Mindmap (manche nennen das auch Schneeflockenmethode):


Du schreibst Deine Grundidee in die Mitte, ziehst wie einen Strahlenkranz fünf oder mehr Linien von der Mitte nach außen. Die werden am Endpunkt beschriftet mit sinnvollen Handlungselementen. Dann wird jedes diese Elemente wiederum zum Ausgangspunkt für einen neuen Strahlenkranz etc. bis die gewünschte Vielschichtigkeit erreicht ist. Diese Methode lässt sich besonders gut anwenden, wenn man noch nicht so genau weiß, wo man mit seiner Geschichte eigentlich hin will.


 


Oder man zeichnet einen Zahlenstrahl, trägt beim stumpfen Ende die Ausgangssituation des Helden und beim Pfeil den Schluss ein, ab da geht man vor wie bei der Treppe.


 


Welche Darstellungsform man wählt, ist letztlich gleichgültig. Wichtig ist lediglich, dass man in der Planung vom Groben zum Feinen vorgeht und sich so Stück für Stück von seiner Phantasie die Geschichte zusammentragen lässt.


Finde also einfach heraus, welche Art von Bild Deiner Vorgehensweise am ehesten entspricht und nutze dieses Bild als Anker für Dein kreatives Schaffen.


 




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