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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Die friedvolle Erkenntnis des Leben, Thomas H. Meyer
Thomas H. Meyer

Die friedvolle Erkenntnis des Leben


Die wahre Freiheit liegt in der Vernunft verb

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Fragen danach wer wir sind und welche Rolle wir im Leben spielen, stellt sich jeder Mensch in seinem Leben. Die philosophisch-religiöse Betrachtungen des Bestsellerautors wollen helfen, Antworten auf grundlegenden Fragen in Sachen Menschsein zu finden. Um neue Maßstäbe zu setzen, beschäftigt sich der Autor überwiegend mit der Frage, woran man menschliche Werte festmacht. „Die friedvolle Erkenntnis des Lebens", ist ein Sachbuch, das einen leicht verständlichen Überblick über die Geschichte der Philosophie bietet und zugleich ein Ratgeber ist der helfen will, Lebensumstände zu verbessern und vernünftigere Entscheidungen zu treffen. Fragen wie „Was ist richtig und was ist falsch? Was ist menschengerecht oder naturgemäß und was nicht?" können wir nur im Kontext einer sich weiterentwickelten Gemeinschaft beantworten. Insofern vermittelt das Buch auch Erkenntnisse über das Verhältnis von Weisheit und Lebensform, das Verhältnis von Denken und Erfahrung, die Bedeutung der Freiheit für den Begriff des Handelns, und er weiht in das Prinzip Ursache und Wirkung ein. Nach einem Streifzug durch Theorie der klassischen Philosophie von der Antike bis zur Moderne beleuchtet der Autor anthropologische Denkweisen, geht auf das Prinzip der menschlichen Freiheit ein und leitet Grundsätze fürs Leben ab. Anhand vieler Fallbeispiele zeigt Thomas H. Meyer, wie man lernt, mehr für sich selber zu tun und mit Lebensangst besser umzugehen. Metaphysisch und religiös prägendes Denken tritt in vielen seiner Erwägungen hervor. Unsere innere Einstellung zu unserem Leben sei das Mittel, das unseren Lebensweg erleuchte, lautet eine der Weisheiten von Thomas H. Meyer.




 



    Der Beginn


 


Als für mich mit fünfzehn Jahren der Ernst des Lebens mit meiner Berufslehre begann, schenkte mir mein Vater mein erstes Buch über den Menschen. Unzählige Diskussionen führten wir beide gemeinsam über die verschiedensten Themen. Wir analysierten, was uns der Autor wohl mit dem, was er schrieb, sagen wollte. Oder wie dieser Dr. Professor wohl dieses oder jenes gemeint haben könnte usw. Das Schönste an unseren langen Gesprächen war für mich, dass wir beide immer zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kamen und nie eine Frage offen ließen.


 


Zum Beispiel sprachen wir einmal darüber, dass der Mensch allzu gerne dazu neigt, sich vieles im Leben möglichst kompliziert zu machen. Natürlich kann ein Mensch äußere Einflüsse nicht abschalten. Auch dem positiven denkenden Menschen passiert es ständig, dass er angeklagt und beschimpft wird. Nur kamen wir zu dem Schluss, wenn der Mensch es nicht zulässt, kann ihn kein Mensch auf der ganzen Welt negativ beeinflussen oder unglücklich machen. Dinge auf die wir keinen direkten Einfluss haben müssen wir akzeptieren lernen. Die Möglichkeit hierin liegt darin verborgen, dass wir uns im Leben immer nur auf die für uns selbst viel wichtigeren und wesendlichen Dinge konzentrieren.


 


  


     Aus meinem Leben


 


Einst lebten meine Großeltern noch in den schönsten Schlössern von Luxemburg bis Deutschland. Selbst heute werden in Vaters Elternhaus „Schloss Buseck" noch an die einhundertfünfzig Hochzeiten jährlich durchgeführt. Und ich schaffe mich schon bei dem Bau eines kleinen Hauses in den Ruin!


 


Es ist ein wunderschöner Maitag, die Sonne scheint mir angenehm warm in mein Gesicht; genau richtig, um draußen unter Gottes Himmel arbeiten zu können. Ich drücke die Dreckschaufel fest mit dem Fuß so tief es geht in den Grundberg, um die Schubkarre mit einer weiteren Schaufelladung so voll wie möglich zu bekommen. Die hälfte der Schaufelladung rollt wieder von der Schubkarre herunter auf die Erde. Das zeigt mir, dass nichts mehr hineingeht. Die Schaufel drücke ich nochmals tief in den Berg, damit sie schon für die nächste Ladung bereitsteht, wenn ich wieder zurückkomme. Bevor ich die Schubkarre anpacke, schüttele ich meine Arme, um meine Muskeln etwas aufzulockern - damit will ich einem Muskelkater vorbeugen, den ich allerdings schon habe. Beim Voranschieben der Karre bemerke ich beim Gehen, wie mein rechter Fuß unter der Sohle schmerzt. Genau weiß ich es nicht mehr, wie viele Male ich heute schon die Schaufel mit diesem rechten Fuß in Grund und Boden getreten habe. Das schlechte Rollen der Karre will mir sagen, dass der Reifen wieder etwas Luft braucht. Es sind nur noch fünf Meter bis zu der Stelle, an der ich meine Ladung hinkippen muss. Ich hole an dieser Stelle immer mit letzter Kraft Anlauf, damit die Ladung so richtig mit Schwung beim Auskippen rausrutschen kann.


 


Ich frage mich wirklich, was die ganze Sch...e eigentlich noch soll. Ich rackere und schufte hier um unser neu gebautes Haus herum und bewege den ganzen Grund von Hand zu Fuß. Jeder andere lässt das von einem Bagger erledigen, aber das kann ich vergessen - ich bin nämlich schon seit Langem total pleite.


     Unser Estrichleger hat den Estrich verlegt, obwohl ich da schon vorher genau wusste - diese Rechnung kann ich unmöglich bezahlen. Das bringt doch alles überhaupt nichts mehr, es ist doch nur noch eine Frage der Zeit, wann dieses neu gebaute Haus zwangsversteigert wird. Der Baustoffhändler liefert mir auch schon seit Langem nichts mehr, gut 50 % seiner Rechnungen sind noch offen und nicht bezahlt.


 


Im Inneren des Hauses sind die Zimmer auch alles andere als fertig. Im Schlafzimmer liegen unsere Matratzen einfach nur so auf dem Estrichboden. Solange noch kein Teppich verlegt ist, können wir unser Schlafzimmer nicht komplett aufbauen. Im Bad sind auch noch keine Fliesen an der Wand, aber wenigstens sind die Badewanne und die Toilette schon montiert und angeschlossen. In der Küche ist auch noch kein Wasseranschluss vorhanden; denn Wasser kann man ja auch schnell aus dem Bad holen.


 


Ich rufe laut von draußen nach meiner Frau Teresa, aber es geschieht nichts. Ich rufe noch lauter nach ihr, aber immer noch nichts - sie will mich einfach nicht hören, wieder einmal typisch für diese Frau. Das war schon immer so, da könnte man z. B. verletzt im Keller liegen und absolut niemand würde nach einem schauen. Sie lässt mir leider keine andere Wahl: Ich stecke mir zwei Finger unter die Zunge und pfeife nach ihr wie nach einem Hund. Man soll es nicht für möglich halten: da tut sich noch immer nichts, außer, dass schon alle Nachbarn aus ihren Fenstern nach mir schauen und sich fragen, was denn da wieder los ist und ob da vielleicht irgendwas passiert ist. Jetzt reicht es mir aber wirklich! Genug ist genug und alles hat ja schließlich seine Grenzen. Weil sie sich trotz allem nicht zeigt, gehe jetzt ich hinein. Im Hausflur kommt sie mir schon mit der Frage entgegen: „Hast du gerufen, mein Schatz? Mir war nämlich so, als hätte ich da irgendetwas gehört." „Ja, das habe ich. Bitte sei doch so lieb und mache mir eine Tasse Kaffee. Warum hörst du denn auch nicht, wenn ich nach dir rufe, du, taube Nuss‘?" „He, Vorsicht! Pass' bitte ein bisschen auf mit dem, was du zu mir sagst, weil ich nämlich im Keller war und versucht habe, die blöde Heizung wieder einzuschalten." Ach ja, die Heizung! Weil wir uns ja gerade kein Heizöl leisten können, aus den eben genannten Gründen, nehme ich immer nur zehn Liter Diesel in einem Kanister von der Tankstelle mit. Dieses reicht für zwei Tage. Leider ist die Heizung aber nur für Heizöl eingestellt und somit verrußt ständig die Düse vom Brenner und setzt mindestens alle acht Tage aus. Genau deswegen muss ich mindestens einmal in der Woche diese Düse vom Ruß reinigen. O. k. Resi, ich kümmere mich heute Abend darum.


     So wie all die Dinge zu dieser Zeit für uns aussahen, würde sich so schnell nichts an unserer finanziellen Situation verbessern. Es war absolut nichts davon zu sehen, wie oder wann sich möglicherweise eine Verbesserung unserer Situation ergeben könnte. Ganz im Gegenteil: Zuerst wurde unser Telefon gesperrt und etwas später dann auch noch der Strom abgeschaltet. Es hörte einfach nicht auf - immer mehr Rechnungen kamen in unser Haus geflattert. Zu dieser Stunde wusste ich wirklich nicht mehr, wie wir die Karre wieder aus dem Dreck ziehen könnten. Nur eines wusste ich schon damals ganz genau: dass unser Geist sehr begabt ist und alle Wege kennt, das anscheinend Unmögliche wieder ins Mögliche umzusetzen. Und nur allein mein inneres Gefühl sagte mir: „Egal was noch alles geschehen mag; wir werden es trotz allem schaffen!" Einfach nur aufgeben ist wohl immer der leichteste Weg, aber einfach nur aufgeben war noch nie meine Art. Ich mache mir das zu Nutze, was wir Menschen allen anderen Lebewesen voraushaben: Wir haben einen Verstand. Wir können denken und überlegen, und Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.


 


Es war nur eine Frage der Organisation, alles wieder geradezubiegen. Ich führte zahlreiche Gespräche mit unserer Hausbank und mit all den Firmen, die noch Geld zu bekommen hatten. Letztlich wurden wir uns einig und kamen auf einen vernünftigen Nenner, um alle Probleme aus der Welt zu schaffen!


 


Mit dieser kleinen Geschichte aus meinem Leben will ich Ihnen zeigen, dass Sie es hier auch nur mit einem Menschen zu tun haben, der sich genauso wie alle anderen durch sein Leben boxen musste, um das zu erreichen, was er heute hat und ist - ein Mensch.


  


     Gott macht aus uns, was wir sind


 


Sie benötigen in Ihrem Leben kein Abzeichen, wenn Sie Ehre in Ihrem Herzen  tragen!


     Auf Grund meines persönlichen Interesses begann ich mich, mit dem Thema Mensch und seinem Leben zu beschäftigen. Immer schon interessierte ich mich dafür, was uns Menschen in Bewegung setzt. Es schien für mich immer etwas ausgesprochen Positives zu sein, mich mit diesem Thema zu beschäftigen.


     Muss ein Mensch denn nicht einen Titel haben, um etwas Bedeutendes zu sein (zum Beispiel einen Doktor- oder Professorentitel oder was auch immer)? Von allen Titeln einmal abgesehen haben wir Menschen alle einen gemeinsamen Geist vom gleichen Ursprung und wir könnten Titel bis zum Abwinken haben und blieben trotzdem immer noch das, was wir sind: „Menschen". Im Laufe der Zeit müssten wir doch über alle Vorurteile hinausgewachsen sein. Das heißt mit anderen Worten: In der Lage sein, es einfach zulassen zu können, wenn uns ein Mensch, unabhängig von allen Titeln, das Gefühl vom Guten gibt und wir das dann auch noch am eigenen Leib erfahren dürfen. Wir können ausnahmslos von jedem Menschen etwas Positives lernen. Gott macht keine Unterschiede zwischen uns Menschen, warum sollten wir dann so etwas tun?


     Mit zwölf Jahren ging ich zu meinem Nachbarn, der ratlos auf den klapperten Motor seines Wagens schaute und sich darüber wunderte, dass der Motor etwas komisch lief. Als ich ihn fragte, ob er einmal in letzter Zeit seine Zündkerzen erneuert hätte, weil sein Vierzylinder, so wie sich das anhörte, nur auf drei Töpfen liefe, belächelte er meine Feststellung nur. Ich war nur ein kleines Kind, das man nicht ernst nehmen muss. Doch er ließ einen Fachmann kommen, der ihm dann vier neue Zündkerzen einbaute. Und siehe da: Der Motor lief danach wieder wie geschmiert. Ich konnte nur allein aus dem Grund feststellen, woran das Problem lag, weil ich mich schon sehr früh für Autos interessierte und mit meinem älteren Bruder gemeinsam an jedem Wochenende daran rumbastelte. Genauso wie ich mich früher einmal für das Innenleben der Autos interessierte, beschäftige ich mich heute liebend gerne mit dem Innenleben des Menschen. Wenn man einmal darüber nachdenkt, wie kompliziert so ein menschlicher Organismus funktioniert, um einen überhaupt am Leben zu halten, so ist für mich selbst heute noch jede Geburt eines Menschen ein Wunder. Eine Geburt ist für uns im Algemeinen aber zu einer Art Selbstverständlichkeit geworden. Und absolut alles, was wir als selbstverständlich in unserem Leben hinnehmen, wird - wenn überhaupt - nur sehr wenig von uns hinterfragt. Allein aber, wenn wir nur einmal unter bösen Zahnschmerzen litten (wer kennt sie nicht?), wurde uns auf einmal wieder bewusst, wie schön wir es doch vorher hatten, als uns noch keine zerreißenden Zahnschmerzen quälten. Aber das war ja auch alles vorher mehr als nur selbstverständlich für uns!


     Sie können sich aber weitaus mehr an den selbstverständlichen Dingen des Lebens erfreuen, wenn Sie die Erkenntnisse über die wahren Dinge des Lebens besser verstehen lernen, um Fragen nach dem Sinn des Lebens zu beantworten und um zu erfahren, wie eine eigene Meinung und Überzeugung überhaupt für jeden einzelnen zu Stande kommt.


     Wer bin ich überhaupt? Wieso bin ich, ich? Was erwarte ich von meinem Leben? Wo will ich hin und wann will ich ankommen? Alles wichtige Fragen, mit denen man sich in seinem Leben auseinander setzen sollte. Diese Fragen erzeugen in Ihrem Leben eine größere Aufmerksamkeit für das, was um Sie herum geschieht. Die beste Art, um Antworten auf diese wichtigen Fragen zu bekommen, ist eine regelmäßige Meditation. Eine wirkungsvolle Meditationsart unter vielen ist die Einsichtsmeditation, die ich Ihnen in dem Teil „Meditation" dieses Buches beschrieben habe. Die Einsichtsmeditation ist dafür sehr geeignet, um Erkenntnisse über die wahre Natur der Dinge zu erfahren. Die Wirklichkeit Ihres Selbst und der Welt wird durch die Einsichtsmeditation wirkungsvoll durch Höhen und Tiefen erkennbar gemacht. Und genau aus diesem Grund sollte man sich auch mit der Meditation befassen.


  


  


     Das Leben ist kein Zufall!


 


Bis heute bleibt noch völlig ungeklärt, was zuerst da war, die Henne oder das Ei. Dieses Henne-oder-Ei-Problem wird wohl noch bis in alle Ewigkeit ungelöst bleiben. Die Entstehung der Proteine hängt von der DNS ab, nur ohne vorhandenes Protein kann sich unmöglich eine DNS bilden. Wie lässt sich also unser altes Henne-oder-Ei-Problem lösen?


     Welche vernünftige Lösung bietet uns möglicherweise ein Evolutionist? Wir kennen Insekten, die sich getarnt haben, um zu überleben, wie zum Beispiel eine Spinne, die sich als Ameise getarnt hat, eine Mücke als Wespe und ein Insekt, das sich als Dorn getarnt hat, um zu überleben. Können sich diese Insekten denn von ganz allein verändern und sich tarnen?


     Mensch und Tier atmen, um leben zu können, Sauerstoff ein und stoßen beim Ausatmen Kohlendioxyd aus. Bäume und Pflanzen dagegen nehmen Kohlendioxyd auf und geben Sauerstoff ab. Pflanzen stellen durch die Hilfe des Sonnenlichtes aus Kohlendioxyd nicht nur Sauerstoff her, sondern auch Wasser und Mineralien wie Nahrungsmittel, zum Beispiel Äpfel, Bananen, Orangen, Zitronen usw. Oder die abermillionentausend Zellen Ihres eigenen Körpers - sind die alle nur Zufall?


Alle Planeten unseres Sonnensystems bewegen sich auf präzisen Bahnen um unsere Sonne herum. Wissenschaftler stoßen unaufhörlich auf neue Aspekte dieser harmonischen Ordnung. Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen, die einzige Erklärung der Erzeugung des Lebens sind die Ergebnisse eines Schöpferaktes. Unser ganzes Universum unterliegt strengen Gesetzen; doch ohne Gesetzgeber gibt es kein Gesetz. Zu welcher Schlussfolgerung müssen wir denn hinsichtlich dieser außergewöhnlichen Ordnung kommen? Diese Meisterleistung haben wir doch einzig und allein nur Gott zu verdanken!


  


  


     Macht unser Schöpfer Fehler?


 


Um Ihnen diese Frage zu beantworten, werde ich wohl etwas mehr Zeit benötigen. Sollten Sie noch keine Antwort auf diese Frage haben, dann nehmen Sie sich bitte noch etwas mehr Zeit dafür und lesen zuerst einmal darüber nach, was ich Ihnen gerne über diese spezifische Frage sagen möchte.


     Gott ist also ein mächtiger Geist. Ein Geist, der schon von Beginn unserer Schöpfung an ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Damit unser Schöpfer aber sein Ziel erreichen kann, braucht er anscheinend uns, die Menschen. Also haben wir es hier mit einem Geist zu tun, der sich nur durch die Menschen zu seiner eigenen Vollkommenheit entwickeln kann. Außer Frage steht, ob es für uns Menschen nur diesen einen wahrhaftigen Schöpfergeist gibt. Sie stimmen mir sicherlich zu, wenn ich sage, für uns gibt es nur diesen einen Schöpfer - der einzige Geist, mit dem wir Menschen alle gemeinsam verbunden sind und somit ein Ganzes ergeben. Nur vielleicht hat ja unser Schöpfer auch wiederum einen einzigen wahrhaften Gott, der über ihm steht und der auch erst eine Stufe zur seiner Vollkommenheit weiterkommt, wenn sich sein untergeordneter Gott (unser Gott) weiterentwickelt hat. Somit müssen Sie sich das Ganze einfach als ein unendliches geistiges Netzwerk vorstellen, um zu verstehen, dass dieses niemals enden kann.


     Erlauben Sie mir bitte noch diese eine Vorfrage: Ist es ein Fehler von der Natur oder ist es der Fehler von Gott (wobei für mich die Natur wiederum Gott ist, dies aber nur kurz nebenbei bemerkt), dass ihm mitunter ein Ei aus seinem Kuckucksnest fällt? Was ich Sie damit fragen will ist, kann denn zum Beispiel ein Kind selbst etwas dafür, wenn es blind auf diese Welt kommt? Ganz sicher nicht! Bei den einen heißt es dann, da hat wohl die Natur diesem armen Kind einen schlechten Streich gespielt, bei den anderen ist es wieder Gott, der für alles verantwortlich ist. Wir haben es sehr einfach, mit solchen Dingen umzugehen - wir geben ganz einfach, so wie wir das in solchen Fällen immer gerne tun, Gott die ganze Schuld an allem.


     Dann hört man wieder von unseren Ratlosen, wie konnte denn Gott so etwas nur geschehen lassen? Und das war es dann auch schon wieder und niemand denkt noch lange großartig weiter darüber nach. Warum ist das eigentlich so? Warum denkt man denn nicht weiter darüber nach? Doch nur aus dem einzigen Grund, dass es einen selbst ja nicht betrifft und wir immer nur dazu neigen, an uns selbst zu denken.


     Wenn Sie nun aber einmal davon ausgehen würden, dass unser Schöpfer überhaupt keine andere Möglichkeit hatte, als diese Seele blind ins Leben zu rufen, dann ist die Frage, wieso denn nicht? Aus welchem Grund sollte der Schöpfer denn so etwas Schreckliches überhaupt zulassen, ein wehrloses Kind blind auf die Welt kommen zu lassen? Der Schöpfer hatte dieses aber nicht nur zugelassen, sondern es war pure Absicht von ihm, dieses Kind blind zu machen. Bitte schlagen Sie jetzt - um Gottes willen - nicht sofort dieses Buch zu, geben Sie mir noch bitte die Möglichkeit, meinen Gedankengang bis zum Ende auszuführen und entscheiden Sie dann, ob Sie dieses Buch tatsächlich beenden möchten. Wie Sie ja sicher schon bemerkt haben, spreche ich hierbei von der Seele des Kindes. Wenn Sie jetzt einmal davon ausgehen würden, dass wir Menschen eine unsterbliche Seele besitzen, und davon gehe ich zumindest für meinen Teil einmal aus, dann kann es ja auch nur folgendermaßen funktionieren: Wenn der Mensch gestorben ist, verlässt die Seele seinen Körper und geht wieder in einen neu geborenen Menschen hinein. Somit habe ich Ihnen gerade die Wiedergeburt beschrieben, das Gesetz der ewigen Wiederkehr, die „Reinkarnation". Was hat das denn alles mit der blinden Seele zu tun? Dieses Kind aber kam vielleicht nur deshalb blind auf die Welt, weil es sich genau diese Seele, im vorherigen Dasein des Lebens, zur Freude gemacht hatte, anderen schwächeren Menschen die Augen auszustechen und danach noch womöglich einen Freudentanz veranstaltet! Hätte aber genau dieselbe Seele des blinden Kindes im vorherigen Leben exakt das Gegenteil davon getan, wie den kranken und blinden Menschen geholfen, ihnen Trost gespendet und ihnen wieder neuen Mut zum Leben gegeben, dann wäre dieser Seele bei ihrer Wiedergeburt sicher diese Erfahrung, blind durchs Leben zu laufen, erspart geblieben.


     Wenn also Gott bewusst dieses Kind blind auf die Welt kommen ließ, dann doch nur aus einem ganz bestimmten Grund: Vielleicht, weil diese im Moment noch unreine Seele nun schon selbst diese schreckliche Erfahrung machen muss, was es für einen Menschen bedeutet, unnötigerweise blind durch sein ganzes Leben laufen zu müssen; sie aber nur so die einzige Möglichkeit bekommt, wieder eine reine Seele zu werden!


Für mich gibt es absolut keine Zufälle in dieser Hinsicht, weil alle Menschen, die auf diese Welt kommen, schon bei ihrer Geburt eine ganz bestimmte Aufgabe mit in die Wiege gelegt bekommen haben und diese zu erfüllen haben! Welche Aufgabe es für Sie oder für mich zu lösen gibt, dass weiß nur Gott!


     Und nun stelle ich Ihnen die Frage gerne noch einmal: Macht Gott Fehler? Also ich für meinen Teil beantworte diese Frage mit einem ganz klaren Nein.


 


Wir müssen selbstverständlich hierbei verstehen, dass Menschen, die körperlich oder geistig behindert auf die Welt kommen, natürlich im Wesentlichen selbst nichts dafür können. Wie auch? Es sind Menschen, die in ihrem Leben eine sehr harte Prüfung bestehen müssen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass allen gesunden Menschen gleichzeitig zur Aufgabe gemacht worden ist, diese armen, kranken Menschen seelisch und moralisch zu unterstützen. Wir haben eben auch eine sehr große Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen und zwar völlig unabhängig davon, wie krank oder gesund, wie arm oder reich ein Mensch auch sein mag!


     Betrachten wir uns doch einmal so eine menschliche Seele etwas näher! Rein theoretisch gesehen wäre es ja auch möglich, dass jede Seele, Ihre sowie auch meine, ganz bestimmte Phasen des Lebens durchmachen muss, zum Beispiel die Phasen, gesund, krank, weiblich, männlich, lesbisch, homosexuell, hetero, klein oder groß zu sein, um an ihre eigene Vollkommenheit zu gelangen. Die Seele des Menschen muss anscheinend verstehen lernen. Aber wie könnte denn so ein Seelenleben aussehen und welchen Kriterien unterliegt denn überhaupt eine Weiterentwicklung einer Seele? Sind wir Menschen denn nicht mehr als nur der Mittel zum Zweck? So ist es natürlich bei Weitem nicht, denn der Mensch selbst kann ja durch sein richtiges Handeln zu seinem Glück finden, zu seiner inneren Freiheit und zu seiner vollkommenen Zufriedenheit gelangen, wenn er all diese Gesetze respektieren würde. Welche Gesetze? An erster Stelle steht vor allem anderen wohl die Nächstenliebe. Behandeln Sie alle Menschen genau so, wie Sie selbst auch von Ihren Mitmenschen behandelt werden wollen.


     Fügen Sie keinem anderen Menschen Leid oder einen Schaden zu, denken Sie nicht einmal schlecht über jemand anderen. Alles, was Sie in Ihrem Inneren des Geistes positiv oder negativ im tiefsten Verborgenen aushecken, kommt wieder auf Sie selbst in Ihrem eigenen Leben zurück.


 


 


  


     Die Schöpfung


 


Gott unser Schöpfer ist einfach alles auf dieser Welt, eine vollkommene leuchtende Essenz. Aber selbst der Schöpfer verlangt nach mehr, nach mehr Erfahrung, um mehr zu geben. Deshalb erschuf er einen Behälter, ein Gefäß, das zur Aufnahme dieses von ihm geschenkten reinen Lichtes fähig ist, dieses göttliche Licht in sich zu ergießen. Die Menge des Lichtes ist zu viel für dieses Gefäß, es kann ihr nicht standhalten und zerbricht. Es zerstreut seine Bruchstücke in das was wir heute Urknall oder Schöpfung nennen. Die Aufgabe des Menschen ist es, diese Bruchstücke wieder zusammenzufügen und somit dieses Gefäß also unsere Welt, somit wieder zu heilen. Wir können zusammenfügen was zerbrochen ist. Es ist unsere Aufgabe es zu versuchen und zwar von jedem einzelnen von uns. Eben aus diesen Bruchstücken der Zerstörung, entsteht Hoffnung für uns Menschen.      


 


Bei diesem Thema spreche ich einmal darüber, was sich denn wohl unser Schöpfergeist bei seiner Schöpfung der Menschheit überhaupt gedacht haben mag und welche Verantwortung er übernommen hat, als er uns das Leben schenkte.


     Die ganze Natur zeigt uns Menschen doch, dass sich alles in einem sehr empfindlichen Gleichgewicht befindet. Wenn der Mensch aber wirklich dafür geschaffen worden ist, um über alles auf dieser Erde zu herrschen, dann mache ich mir meine ernsthaften Gedanken darüber und stelle mir dabei nur die einzige Frage, wie lange es wohl noch dauern wird, bis die Menschheit ihren von Gott gegebenen Mutterplaneten Erde restlos zerstört haben mag. In einer Zeit, in der die schlauen Köpfe der Menschheit damit beschäftigt zu sein scheinen, uns ein weiteres Überleben auf dem roten Planeten Mars zu ermöglichen, sind die anderen wiederum damit beschäftigt, mit voller Energie unseren Planeten Erde in Schutt und Asche zu legen und auf Teufel komm raus zu vernichten. Sicherlich war es nicht von unserem Schöpfer beabsichtigt, dass einmal der Mensch auf einem anderen Planeten wie auf dem Mond oder auf dem Mars mit einem künstlichen Atmungsgerät seinen Morgenspaziergang macht. Die Neugier des Menschen ist mit Sicherheit ein weiteres sehr wichtiges Handwerkszeug, das uns Menschen im Leben immer einen Schritt weiter bringen sollte; wäre das anders, dann würden wir sehr wahrscheinlich heute immer noch in Steinhöhlen leben. Aber wie sieht das mit unserem Gewissen aus,  das wir ebenfalls auf unseren Lebensweg mitbekommen haben? Offensichtlich dominiert die Gier des Menschen einige gute Eigenschaften, die uns eigentlich dabei verhelfen sollten, Eigenverantwortung zu übernehmen und untereinander gerecht zu sein. Gott mischt sich aber absolut nicht in unsere Geschäfte ein. Nicht, dass Sie jetzt glauben mögen, es wäre deshalb, weil er einfach nichts mit uns zu tun haben will - so ist das mit Sicherheit nicht im Geringsten. Dieser Geist Gott ist, wie wir es schon alle von Kindheitsbeinen an gelehrt worden sind, ein unvorstellbar mächtiger und gerechter Geist, der eindeutig unfehlbar ist. Ich hoffe nicht, dass Sie jetzt womöglich auf den Gedanken kommen, dass ich mir selbst einbilden würde, ich wäre der nächste Erlöser unserer Menschheit, nach dem Motto, zuerst Moses, dann Jesus und jetzt bin ich an der Reihe. Bis jetzt kannte ich noch sehr gut meine eigenen Grenzen, nur bin ich wirklich der Meinung, dass uns der liebe Gott unser größtes Geschenk, was man einem Menschen machen kann, schon gegeben hat und zwar ist das nichts anderes als den freien Willen. Es gibt keine größere Gabe Gottes für uns Menschen als den freien Willen. Der freie Wille allein lässt uns doch erst die größte Freiheit, die es überhaupt für einen Menschen geben kann. Wir treffen unsere Entscheidungen selbstständig, aus freiem Willen. Deshalb sind wir auch, ob wir das nun einsehen wollen oder auch nicht, ganz allein für uns selbst verantwortlich. Somit liegt es nur an Ihnen ganz allein, ob Sie sich beispielsweise für ein Leben unter einer Brücke entschieden haben und aus der Mülltonne Ihre Vollkostnahrung zu sich nehmen wollen oder ob Sie lieber einen halbwegs soliden Job ausüben wollen und sich für das Familienleben entschieden haben. Wie auch immer, der arme Kerl, der Tag für Tag unter einer Brücke haust, ist es eventuell unter den entsprechenden Umständen selber Schuld, dass es so weit mit ihm gekommen ist. Irgendwann vorher in seinem Leben hat er sich aus ganz persönlichen Gründen einfach nur noch gehen lassen, sich selbst schlicht und einfach aufgegeben, wenn Sie so wollen. Hat dieser schweren Lebenssituation, in der er sich selbst befand, offensichtlich nicht die Stirn geboten und gab sich lieber seinem Willen geschlagen. Warum liege ich denn nicht neben ihm unter der Brücke oder warum liegen Sie denn nicht neben ihm? Doch nur aus dem einzigen Grund, weil wir uns viel lieber für das entschieden haben, was wir heute sind.


     Probleme bekommen wir alle einmal in unserem Leben - mal größere und mal kleinere, es liegt aber immer nur an uns selbst, wie wir damit umgehen, um sie zu lösen!


     Unser Schöpfergeist wusste schon sehr gut darüber Bescheid, wie es in uns Menschen aussieht und dass wir immer jemand anderen brauchen werden, dem wir die Schuld an allem geben können, wenn es einmal nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. So gab Gott dem Menschen, den er geschaffen hat, einen Glauben. Ein Mensch ohne Glauben kann nicht leben. Der Mensch ist nicht dafür geschaffen, dass er allein für sich in Einsamkeit lebt. Mann und Frau gehören zusammen, genauso wie Tag und Nacht. Nimmt man eines davon weg, verschwindet das andere automatisch, ganz von allein. Und um dieses Problem zu lösen, damit ein Mensch auch in der Einsamkeit überleben kann, gab Gott ihm einen Glauben.


Der Glaube gibt uns Kraft. Er gibt uns Hoffnung und neuen Mut. Er gibt uns das Gefühl, dass es Gerechtigkeit auf Erden gibt. Er gibt uns einen Sinn in unserem Leben. Er kann Berge versetzen.


     Der eigene Glaube, der einen Menschen wirklich bewegt, muss nicht immer nur allein der Glaube an Gott sein; darum scheint es unserem Schöpfer nicht einmal so sehr gegangen zu sein, sondern es ging ihm vielmehr darum, dass ein Mensch überhaupt irgendeinen Glauben im Leben besitzt! Es gibt mit Sicherheit genügend Menschen auf der Welt, die nicht an Gott glauben. Diese glauben dann eben an etwas anderes, woran sie sich festhalten, wenn sie einmal nicht mehr wissen, wie es weiter gehen soll.


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