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Buch Leseprobe Die Autobombe ..., Papa Shabba
Papa Shabba

Die Autobombe ...



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  • aus dem Inhaltverzeichnis

    Vorwort

    Terrorismus

       Was ist Terrorismus?

       Bedeutungswandel „Terrorismus"

       Arten von Terrorgruppen

       Genfer und Haager Konventionen

       Terroristentaktik für die Autobombe

       Allgemeine Eigenschaften der Terroristen-

          Erkundung

       Chronik 

       Vorläufer für den Terroristenangriff 

       Al-Qaeda 

       ETA 

       IRA 

       Selbstmord-Attentäter 

       Einen Abend vor der Tat sollst du folgendes tun

       Der Propagandist verspricht den Wagemutigen eine

           himmlische Belohnung

       Verhalten eines Selbstmordbombers vor dem

           Angriff

       Verdächtigte Kleidung von Selbstmordbombern

       Andere Merkmale

       Für viele Gründe sind Frauen der Auswahl

           vorgezogen

       Der Erfolg der Abordnung hängt von einer Zahl von

           Elementen ab

       Chronik

       Bombendrohung

       Eingang einer „Bombendrohung"

       Zwei logische Erklärungen

       Wenn eine Bombendrohung benannt wird

       Allgemein sollte der Angerufene wichtige Dinge

           beachten

       1. Verhalten 

       2. Sie notieren!

       3. Sofortmeldung der Drohung

       Prävention

       Erstellen einer Sicherheitsanalyse Seite 33

       Notfallplan-Bombendrohung Seite 33

       Formblatt zum Ausfüllen bei Drohanrufen Seite 34

       Wichtige Notruf-Nummern Seite 35

       Anlage 1 Variante Sicherheitsanalyse Seite 36

       Varianter Notfallplan bei einer Bombendrohung 

       Chronik

       Waffenbestimmung

       Was sind eigentlich Sprengstoffe?

       Initialsprengstoffe, Brisante Sprengstoffe und

          Pyrotechnische Sätze

       Schiessbaumwolle

       Schwarzpulver

       Acetonperoxyd


Was ist Terrorismus?

Zunächst soll geklärt werden, was allgemein unter Terrorismus verstanden wird. Schnell zeigt sich, dass eine eindeutige Eingrenzung schwer möglich ist. Zum einen besteht die Möglichkeit das Phänomen Terrorismus von der Art der Gewaltanwendung („Terroranschlag") her zu beschreiben. In manchen Fällen zeigt sich hier auch eine gewisse Nähe zur

Guerillakriegsführung. Auch lassen sich einige Formen der organisierten Kriminalität (spontane Gewalt, organisierte Gewalt etc.) unter den Begriff Terrorismus subsumieren. Drei neue Studien beinhalten jeweils eine Beschreibung des Phänomens. Walter Laqueur definiert Terrorismus als „die Anwendung von Gewalt oder die Androhung von Gewalt, beabsichtigt, um Panik in einer Gesellschaft zu säen, die Regierenden zu schwächen oder zu stürzen, oder einen politischen Wechsel herbeizuführen". Laqueur fügt jedoch hinzu, dass die gängigen Definitionen des Begriffs „Terrorismus" nicht in der Lage sind, die Größe dieses weltweiten Problems treffend und vollständig zu erfassen. Zu viele Mischformen, verschiedenste politische und religiöse Ziele und Mittel machen eine Eingrenzung sehr schwierig.

Der Soziologe Peter Waldmann betont die planmäßige Durchführung: „Terrorismus sind planmäßig vorbereitete, schockierende Gewaltanschläge gegen die politische Ordnung aus dem Untergrund. Sie sollen allgemeine Unsicherheit und Schrecken, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen". Auch Bruce Hoffman rückt die

„bewusste Erzeugung von Angst" in den Mittelpunkt: „Wir können daher Terrorismus nun versuchsweise als bewusste Erzeugung und Ausbeutung von Angst durch Gewalt oder die Drohung von Gewalt zum Zweck der Erreichung politischer Veränderungen definieren". Während Hoffman betont, dass es Terrorgruppen um eine politische Veränderung geht, sprechen Laqueur von Gewaltanwendung gegen eine Regierung oder eine politische Ordnung. Hoffman und Waldmann sprechen sich für eine differenzierte Betrachtungsweise aus: Nicht nur die Tat, sondern die Motive der Täter

sind wichtig. Oft sind Terrorgruppen militärisch schwach und mit wenigen Ressourcen ausgestattet. Sie greifen zur „Verlegenheitsstrategie" Terrorismus, um nicht zuletzt Ihr Publikum zu beeindrucken. Hoffman bemerkt: „Beim Terrorismus geht es ebenso sehr um die Androhung von Gewalt wie um die Gewalttat selbst, dementsprechend ist er bewusst auf weitreichende psychologische Auswirkungen über das eigentliche Ziel der Tat hinaus an ein breiteres zuschauendes „Zielpublikum" gerichtet". Für Waldmann hat der Terrorismus im Unterschied zu anderen Gewaltformen

eine öffentliche, mediale Komponente. Es handelt sich um eine Art „symbolische Gewalt", die eine Art Botschaft vermitteln will. „Dem Terroristen geht es nicht um den eigentlichen Zerstörungseffekt seiner Aktionen. Diese sind nur ein Mittel, eine Art Signal, um eine Vielzahl von Menschen etwas mitzuteilen. Terrorismus, das gilt es festzuhalten, ist primär eine Kommunikationsstrategie". Festzuhalten ist auch, dass drei Arten von Gruppen involviert sind:

1. die terroristischen Gruppen,

2. die Opfer, die Öffentlichkeit

3. und die Medien.

Erwin Müller kritisiert zu Recht die oft bis zur Beliebigkeit ausgedehnte Ausweitung des Terrorismusbegriffs. Auch eine Verengung der Problematik auf „isolierte, substaatliche Akteure" wird dem Phänomen Terrorismus nicht gerecht.

Stattdessen ist oft eine gewollte Zusammenarbeit zwischen Regierungen und terroristischen Gruppen (Gesponserter Terrorismus) festzustellen. Verschiedene Akteure können bewusst oder fahrlässig zur Proliferation beitragen: Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen wie Regierungen, die über ABC-Waffen oder Wissen zu ihrer Herstellung verfügen,

müssen dazu gerechnet werden. Schließlich zeigt sich, dass Regierungen das Etikett „Terroristen" oft abhängig von eigenen politischen Zwecken verwenden.

Das US-Außenministerium benutzt eine Terrorismus-Definition, wie sie im Abschnitt 22 des United States Code, Section 2656f (d) enthalten ist:

vorsätzliche, politisch motivierte Gewalt, verübt gegen zivile Ziele durch substaatliche Gruppen oder geheime

Agenten, gewöhnlich in der Absicht, ein Publikum zu beeinflussen.

Dagegen definiert die amerikanische Bundespolizei, das FBI den Terrorismus folgendermaßen:

gesetzwidriger Gebrauch von Zwang oder Gewalt gegen Personen oder Eigentum zur Einschüchterung oder zur

Nötigung einer Regierung, der Zivilbevölkerung oder irgendeines Teiles davon zur Förderung bestimmter

politischer oder gesellschaftlicher Ziele. Und das Verteidigungsministerium der USA vertritt schließlich die folgende Begriffsbestimmung:

gesetzwidriger - oder angedrohter - Gebrauch von Zwang oder Gewalt gegen Personen oder Eigentum, um

Regierungen oder Gesellschaften zu nötigen oder einzuschüchtern, oftmals um politische, religiöse oder

ideologische Ziele zu erreichen.

Terrorismus kann man als eine Abfolge von fünf Einzelprozessen sehen, die darauf angelegt sind - nacheinander -, die

folgenden Ziele, zu erreichen:

1. Aufmerksamkeit

2. Bestätigung

3. Anerkennung

4. Autorität

5. Regierungsgewalt

Bedeutungswandel „Terrorismus"

66 bis 73 nach Christus: Vor mehr als 2000 Jahren wurden die ersten Taten dessen wir heute als Terrorismus

bezeichnen, von religiösen Fanatikern. Die „Zeloten" unternahmen einen rücksichtslosen Feldzug mittels

politischer Morde, die sich meist gegen einzelne richteten, wobei sie die sica, einen primitiven Dolch, benutzten.

Der Zelot tauchte aus der Anonymität eines überfüllten Marktplatzes auf, zog die sica aus seinem Gewand hervor und schlitzt vor alle Anwesenden sichtbar einem römischen Legionär die Gurgel auf. Lange vor der Epoche der CNN-Nachrichtensendungen und der Liveübermittlung zielten die öffentlich verübten Gewaltakte - genau wie jene der heutigen Terroristen - auf eine eindringliche Botschaft an ein breiteres zuschauendes Zielpublikum. Die Zeloten sollen sogar bereits eine Art von chemischer Kriegsführung angewandt haben: sie vergifteten nämlich

Brunnen und Kornspeicher, die von den Römern benutzt wurden und sabotierten sogar die Wasserversorgung

Jerusalems.

1090 - 1272: Die Sekte „Assassin" bezieht sich auf die rituelle Selbstvergiftung, bevor sie sich auf ihre

Mordmissionen begaben. Sie ließen sich nach vollbrachtem Mord von den Leibwachen niederstechen. Es wäre als eine Schande angesehen worden, den Einsatz zu überleben. Immer benutzten sie einen Dolch, nie Gift, nie Geschosse, obwohl dies dem Täter die Chance des Entkommens geboten hätte. Aber genau dies galt es zu verweigern, denn wer den Tod nicht fürchtet, der sei zu allem fähig. Sie sahen sich als Richter und nicht als Meuchelmörder. Wer während der Durchführung eines Angriffs zu Tode kam, würde sofort glorreich in einem paradiesischen Himmel aufsteigen. Dasselbe Ethos der Selbstaufopferung ist heute bei vielen terroristischen Organisationen zu finden. Die Legende, die stark durch die Reiseberichte Marco Polos Verbreitung fand, lautet wie folgt: Als Hassan-i Sabbah in seiner Bergbefestigung Alamut residierte, weckte er die Todessehnsucht der jungen Adepten mit einen Kulissentrick. Die Männer bekamen Haschisch - so viel, bis sie weg dämmerten.

Woraufhin Hassan-i Sabbah sie in einen inmitten der Burganlage verborgenen Garten bringen ließ. Kaum waren sie dort erwacht, trugen sie nicht mehr ihre alten Lumpen, sondern golddurchwirkte Seidenkleider, lagen auf saftigen grünem Gras und Polstern, Wasser und mehr noch Wein aus edlen Karaffen wurden gereicht von Dienern, vor allem aber: Die Jungfrauen des Paradies waren auch da und zu Willen. Haschisch gab es ebenfalls wieder. Bis die vollkommen Verwirrten erneut weg gedämmert waren, hinausgetragen, umgezogen wurden und nach dem vermutlich verkaterten Aufwachen ihren Meister fragten, was ihnen da eigentlich widerfahren sei. Das

Paradies, antwortete der Iman von eigenen Gnaden, genauer: nur ein Vorgeschmack, ein kurzer

Besichtigungstermin. Wer auf Dauer dort einkehren wolle, müsse sich als todesfreudiger Attentäter, opfern.

Assassinen leiten sich nach Meinung der Etymologen von Haschischijjin ab, den Haschischkonsumenten.

1793/ 94: Das Wort „Terrorismus" wurde zum ersten Mal während der Französischen Revolution allgemein

gebräuchlich. Im Gegensatz zu seiner heutigen Verwendung hatte der Terminus Terrorismus damals einen entschieden positiven Beiklang. Das System oder régime de la terreur wurde als ein Instrument zur Durchsetzung von Ordnung errichtet anlässlich der vorübergehenden anarchischen Periode der Unruhen und Aufstände, die auf die Erhebung von 1789 folgten. Vielleicht eine Ironie der Geschichte: Ursprünglich hing der Terrorismus sehr eng mit den Idealen der Tugend und der Demokratie zusammen. Trotz des Unterschieds gegenüber seiner späteren Bedeutung hatte der Terrorismus der Französischen Revolution zumindest zwei Schlüsseleigenschaften mit seiner modernen Variante gemeinsam.

1. war das régime de la terreur weder ziellos noch blind, wie man es dem Terrorismus heute so oft unterstellt, sondern es war vielmehr organisiert, zielbewusst und systematisch.

2. bestanden sein Ziel und seine Rechtfertigung in der Schaffung einer „neuen und besseren Gesellschaft". 1795: Erfuhr das Wort in der englischen Sprache durch Edmund Burke eine Popularisierung. Dieser erwähnte in

seiner berühmten Polemik gegen die Französische Revolution „Tausende von jenen Höllenhunden, die man

Terroristen nannte ... und auf das Volk losließ". Das Auftauchen des Nationalismus und bestimmter Auffassungen über Souveränität und Bürgerrechte, gründend auf der gemeinsamen Identität eines Volkes im Unterschied zur Erbfolge eines Herrscherhauses, führte zur Einigung und Schaffung neuer Nationalstaaten wie etwa Deutschland

und Italien. Inzwischen wurden von der industriellen Revolution, neue universalistische Ideologien

(Kommunismus/ Marxismus) hervorgerufen, die aus der Entfremdung und den ausbeuterischen Umständen im

Kapitalismus des 19. Jahrhunderts resultierten. Aus diesem Milieu ging eine neue Ära des Terrorismus hervor, in der das Konzept viele seiner bekannten revolutionären, staatsfeindlichen Aspekte von heute gewann.

1857: Sein wichtigster Vorläufer war angeblich der italienische republikanische Extremist Carlo Piscane, der

seiner ihm durch Geburt zukommenden Stellung als Herzog von Giovanni entsagt hatte, um schließlich bei einer gescheiterten Revolte gegen die Bourbonenherrschaft umzukommen. Ein leidenschaftlicher Vertreter des

Föderalismus und Mutualismus, ist Pisacane dennoch weniger wegen dieser Auffassungen in Erinnerung

geblieben als wegen seiner Theorie der „Propaganda der Tat", deren Begriffsschöpfung ihm zugeschrieben wird.

Und diese Idee sollte seitdem stets einen überwältigenden Einfluss auf Rebellen und Terroristen gleichermaßen ausüben. „Die Propaganda der Tat ist ein Schreckgespenst", schrieb Pisacane, „Ideen gehen aus Taten hervor und nicht umgekehrt, und das Volk wird nicht frei durch Bildung, sondern gebildet in der Freiheit". Gewalttätigkeit, sei nicht nur notwendig, um Aufmerksamkeit zu erregen oder öffentliches Interesse für ein Anliegen zu wecken, sondern um zu informieren, zu bilden und schließlich die Massen für den Zweck der Gewalt, zu gewinnen. Sie könne niemals effektiv durch Kampfschriften, Plakate oder Veranstaltungen ersetzt werden.

1878: Vielleicht die erste Organisation, die Pisacanes Maximen in die Praxis umzusetzen versuchte, war die

Narodnaya Wolya oder der Volkswille/ Volksfreiheit, eine kleine Gruppe von russischen Konstitution. Für sie

bedeutete „Propaganda der Tat" das Auswählen von bestimmten Personen, die die Gruppe für Verkörperung des autokratischen Unterdrückerstaats hielt. Ein wesentliches Element der kollektiven Überzeugung der Gruppe bestand darin, bei der Verfolgung von noch so edlen und nutzbringenden Zielen, „keinen Tropfen überflüssigen Blutes" zu vergießen. Selbst wenn sie ihre Zielpersonen mit großer Sorgfalt und nach reiflichster Überlegung ausgewählt hatten, verspürten die Angehörigen der Gruppe immer noch tiefes Bedauern darüber, einem anderen menschlichen Wesen das Leben zu nehmen.

1881: Beschlossen Teilnehmer des „Anarchistenkongress" in London, die „Anarchistischen Internationale oder Schwarzen Internationale" zu gründen. Die Gewaltakte der Anarchisten waren vielfältig und nicht koordiniert. Die

Anarchisten waren verantwortlich für eine bemerkenswerte Serie von Morden an Staatsoberhäuptern und eine Reihe besonders berüchtigter Bombenanschläge.

80-er und 90-er Jahren: Verfolgte eine extreme armenische nationalistische Bewegung in der Osttürkei eine terroristische Strategie gegen den Fortbestand der osmanischen Herrschaft - eine Strategie, wie sie später von den meisten der ethnisch-nationalistisch/ separatistischen Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg übernommen wurde. Das Ziel der Armenier bestand darin, einen Schlag gegen ein fremdes Regime durch wiederholte Attacken gegen seine Kolonialadministration und seine Sicherheitskräfte durchzuführen, um die Unterstützung der

Einheimischen zu gewinnen, wie auch gleichzeitig internationale Aufmerksamkeit, Sympathie und Unterstützung zu erringen.

.... In Bosnien erhoben sich Gruppen von enttäuschten Nationalisten - bosnisch-serbische Intellektuelle,

Universitätstudenten und sogar Schüler, die pauschal unter dem Namen Mlada Bosna oder Jungbosnier bekannt waren. Zwar ist es leicht diese Bewegung, wie es einige Historiker getan haben, als eine Ansammlung von frustrierten, armen, trostlosen und gestörten Halbwüchsigen abzutun, ähnlich wie viele heutige Beobachter moderne Terroristen als geistlos, besessen und nicht realitätstüchtig schmähen. Doch war es ein Mitglied von Jungbosnien, Gavrilo Prinzip, der die Kette von Ereignissen ausgelöst hat, die am 28.06.1914 begannen, als er den Habsburger Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo ermordete und die schließlich im Ersten Weltkrieg gipfelten.

Nachdrücklich befürwortete sie Attentate als Mittel zur Erfüllung eines Zieles.

1911: Verließ eine radikale Gruppe die Narodn Odbrana und gründete die Ujedinjenje ili Smrt, die „Union des

Todes" oder „Tod oder Vereinigung", besser bekannt als Crna ruka oder die „Schwarze Hand". Die seltsamen

Verbindungen zwischen hochrangigen Regierungsbeamten, ihren führenden Militärs und einer dem Anschein nach unabhängigen grenzüberschreitenden terroristischen Bewegung und das verwickelte Netz von Intrigen,

Verschwörungen, geheimen Waffenlieferungen und Ausbildungslagern, Spionageagenten und Schlupflöchern jenseits der Grenze waren zwangsläufig Teil dieses Beziehungsgeflecht. Genau hier liegt eine aufschlussreiche historische Parallele zu dem aktuellen Phänomen, das als „staatlich geförderter" Terrorismus bekannt ist. Es gab blutrünstige Rituale und Treueide, und es gab auch Morde an abtrünnig gewordenen Mitgliedern. Die Mitglieder wurden durch Erkennungsnummer identifiziert, es wurden Gewehre und Bomben unter ihnen verteilt.



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