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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Diät Odyssee, Marisa López
Marisa López

Diät Odyssee


Reise zu einer bewussten Lebensweise

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Manipulation von außen Seit Anbeginn der zivilisierten Menschheit strebt das einzelne Individuum nach vorgegebenen Idealen. Spätestens seit Mitte des letzten Jahrhunderts gilt für viele in der westlichen Welt als höchstes Ideal, reich und schön zu sein. Je mehr Einfluss die Medien in unseren Alltag fanden, umso absurder wurde auch der Schönheitswahn. Wie eine schöne Frau oder ein schöner Mann auszusehen hat, wird von der Werbe- und Modeindustrie vorgegeben. In Hochglanzmagazinen, mit digitaler Bildbearbeitung in Form gebracht, werden der Masse deren Makel vorgehalten. Hier wird unterbewusst suggeriert, wie ein Mensch auszusehen hat. Keine Falten, kein Gramm Fett, alle Konturen symme-trisch – ein ganzes Team an Stylisten, Kameramännern, und die Grafikdesigner nicht zu vergessen, die eben mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen Gottes Werk um ein Viel-faches perfektionieren wollen. Frauen um die 50 sehen dann wieder aus wie 30, macht ja Sinn, wenn es nach dem Anbieter der Anti-Aging-Mittel geht, für diese gerade geworben wird. Hinter diesem Schein steckt eine Milliarden Euro schwere Beauty-Industrie. Vor allem junge Menschen glauben den Versprechungen der Werbeindustrie und meinen nach deren vorgegebenen Schönheitsidealen aussehen zu müssen und setzen alles daran, diesen zu entsprechen, riskieren dadurch sogar ihre Gesundheit, sodass folglich der Körper und der Geist erkranken. Die eigene Orientierungslosigkeit macht uns zum idealen Opfer beziehungsweise zum perfekten Kunden. Schönheit kommt von innen, klingt wie ein Klischee, ist aber so. Manche sagen nun, diese Aussage oder Weisheit kommt stets von unattraktiven oder bereits erleuchteten Menschen, die sowieso bereits über das Körperliche hinweg sind. Die Manipulation von außen bringt uns ab von dem Weg der Weisheit und der inneren Schönheit. Die Medien versuchen jeden Einzelnen zu manipulieren, wie dieser zu denken und auszusehen hat. Werbung beeinflusst uns Konsu-menten mehr, als wir denken oder zugeben wollen. Nicht umsonst investieren manche Großkonzerne bis zur Hälfte ihrer Einnahmen wieder in die Werbung. Die Werbeindustrie versucht gezielt Kinder von ihren Produkten zu begeistern, mit dem Effekt, dass geworbene Kunden im Kindesalter auch später zufriedene Kunden bleiben, da positive Erinnerungen aus der Kindheit den Menschen fürs ganze Leben prägen. Der Mensch greift von Natur aus zu gewohnten, altbewährten Produkten, auch wenn diese vielleicht gar nicht gut für ihn sind. Gutes Beispiel hierfür ist der Clown in den Farben Rot und Gelb, wobei im Grunde alle Menschen wissen, wie ungesund seine Produkte sind, trotzdem gehört diese Fast-Food-Kette zu einem der erfolgreichsten Unternehmen welt-weit. Die Werbung manipuliert uns, indem sie mit vielen Tricks arbeitet. Sie setzt auf prägnante und simple Ideen, die sich leicht im Unterbewusstsein abspeichern, benutzt sogar unsere Sinne, um uns zu verführen. Es werden verführerische Bilder verwendet, die die Fantasie anregen und angenehme Gefühle auslösen. Nie zuvor war das menschliche Auge so in Versuchung geführt worden. Ein Produkt, welches wirklich das kann, was es verspricht zu können, müsste meiner Meinung nach nicht so aggressiv beworben werden. Irgendjemand hat sich einmal ausgerechnet, dass wir von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr 350.000 Werbebildern ausgesetzt sind. Dies gleicht schon einer Hypnose. Bilder funktionieren bei mir besonders gut, auch heute noch, obwohl ich behaupten kann, diesen Wahn, diese Manipulation durchschaut zu haben. Es ist aber eines, sich von verführerischen Bildern hinreißen zu lassen, und ein anderes, diesen auch zu verfallen und nachzugeben. Wenn jeder Einzelne sich einmal vor den Spiegel stellt, findet er vermutlich etwas, dass ihm nicht gefallen könnte. Eine zu große Nase, zu kleine Lippen, die Statur zu schmächtig und, und, und. Was soll denn das?! Von wem wurden diese Gedanken in unsere Köpfe gepflanzt? Sind es wirklich unsere eigenen?! Wann habe ich das erste Mal festgestellt, dass der Spiegel, in dem ich mich betrachte, etwas an mir auszusetzen hat? Alle Schönheitsideale sind anerzogen durch jahrelange Manipulation von außen. Sei es nun durch die Eltern, die Freunde, Zeitschriften, das Fernsehen, das Internet – egal über welche Kanäle auch immer diese verzerrten Botschaften einen infizieren, diese Ansichten waren anfangs nicht unsere eigenen. Kein Baby auf der Welt würde seinen Babyspeck als nicht modebewusst beurteilen. Kein molliges Kind würde von sich selber behaupten, es hätte einen zu dicken Bauch oder zu dicke Oberschenkel, wenn es nicht zuvor von anderen Kindern diesbezüglich gehänselt worden wäre. Wenn es nie zuvor die Information erhalten hat, dass der Bauch oder das Bein, so wie es im jetzigen Moment aussieht, als dick und somit als hässlich bezeichnet wird, woher soll es dann wissen, was schön oder eben nicht schön sein soll?! Schön findet sich das Kind von Natur aus, bis zu diesem einen Augenblick, wenn die prüfende und kritische Beurteilung von außen stattfindet. Wie auch ich manipuliert war, erkannte ich erst nach vielen Jahren. Schlank in 30 Tagen Die Hälfte der Menschen in Europa ist übergewichtig. Zwei Drittel der Männer und rund die Hälfte der Frauen in Deutschland haben zu viel auf den Hüften und ein Viertel beider Geschlechter ist fettleibig (adipös), obwohl jeder zweite Deutsche schon einmal eine Diät ausprobiert und fast jede Frau, egal aus welchem europäischen Land, sich zumindest einmal der einen oder anderen Diät verschrieben hat. Die Diätindustrie verdient Milliarden mit leeren Verspre-chungen, kann aber keine dauerhaften Erfolge vorweisen. Jede Firma, die ein Diätprodukt oder -programm anbietet, verkauft Hoffnung. Wird man für zu dick erklärt, so kauft man sich das ein oder andere Buch und beginnt eine Diät nach der anderen. Schlank in 30 Tagen oder 10 Kilo in 2 Wochen sind die vielversprechenden Verkaufsslogans. Mit einer solchen Diät nimmt man kurzfristig ab, auf längeren Zeitraum hinaus funktionieren diese aber nicht. Extreme (Crash-) Diäten versprechen eine Traumfigur, fragt sich nur, wie lange diese hält. Die Mehrzahl der Menschen, die sich solch einer Diät, oder besser ausgedrückt dieser Wahnidee, aussetzen, bringen kurze Zeit nach Beendigung dieser noch mehr an Gewicht auf die Waage als zuvor. Und je mehr dieser Diäten ausprobiert werden, desto dicker wird man. Dass bei diesen Wunder-diäten meist zu einer ungesunden Ernährung verleitet wird und die Folgeschäden nicht absehbar sind, ist nicht mehr abzustreiten. Schlank sein steckt in dem kollektiven Bewusstsein der heutigen Gesellschaft. Die Menschen sind vom Schlanksein besessen und folglich reagiert die Diätindustrie mit den aberwitzigsten Abnehmprodukten. Von Diätzahnpasta, Cremes, Sprays, Parfums, Seife bis hin zu Diättellern oder Abnehmkleidung. Der Geldgier skrupelloser Geschäfte-macher sind keine Grenzen gesetzt. Bevor man Geld für solche Produkte ausgibt, wäre es sinnvoller, sich mehr Gedanken um eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu machen. Also eine Ernährungsumstellung, die langfristig in den Alltag integrierbar ist, kombiniert mit ausreichend Bewegung. Mit diesem einfachen Ratschlag ist natürlich kein Geld zu machen und deshalb floriert der Markt der Diäten weiter. Wenn eine Diät nicht funktioniert, gibt man sich stets selbst die Schuld dafür, versagt zu haben, anstatt die erfolglose Diät zu hinterfragen. Dieses ständige Versagen, nicht erfolgreich schlank zu bleiben, erzeugt einen enormen psychischen Stress, der am Selbstbewusstsein nagt und die Unzufriedenheit steigt nach jeder erfolglosen Diät weiter an.


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