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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Der Tod löscht mich nicht aus, Walther von Meisenburg
Walther von Meisenburg

Der Tod löscht mich nicht aus


Wer den Tod versteht, lebt besser und stirbt

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Ausschnitt von Seite 23:




Der Sinn des Todes


 


Wenn die Reifung der Seele das vorrangige Ziel der irdischen Existenz ist, wird uns auch der Sinn des Todes klar. In einer einzigen Rolle könnte unsere Seele niemals alle Erfahrungen und Emotionen dieser Welt sammeln. Dazu muss sie regelmäßig die alte Hülle abstreifen, beim Übergang ins Jenseits gereinigt und wieder in einen ganz neuen Körper hinein geboren werden. Die Seele wechselt das Land, ihr soziales Umfeld, die Rasse und das Geschlecht. 


 


Wir leben in einer Welt des ständigen Wandels. Nichts bleibt, wie es ist. Alles ist in Bewegung und befindet sich in einem Prozess ständiger Erneuerung. Aber damit das Neue seinen Platz finden kann, muss das Alte gehen. Das ist der Lauf der Welt, der aus einem ewigen Werden und Vergehen besteht. Der Tod kann somit als notwendiges Element der beständigen Fortentwicklung des irdischen und seelischen Lebens akzeptiert werden. Ohne ihn hätte das Leben auf der Erde nicht in dieser prächtigen Vielfalt entstehen können. Auch uns Menschen gäbe es ohne ihn nicht. 


 


Erst im Tod erfüllt sich das Leben. Wenn die Seele aus dem Körper ausgetreten ist, wird sie gereinigt. In diesem Prozess begreift sie die wahren Zusammenhänge des gelebten Lebens und speichert die gewonnenen Eindrücke als Weisheit. Nur durch den Tod kann die Seele einen Entwicklungsschritt abschließen und die irdische Verderbtheit ablegen. So kann sie immer wieder mit reinem Geist geboren werden und ganz neue Persönlichkeiten und Gedanken entwickeln.


 


Das wäre ja alles ganz toll, wenn uns die Natur nicht mit einer natürlichen Todesangst ausgestattet hätte. Jedes Tier und auch wir Menschen fürchten den Tod seit Anbeginn allen Lebens. Das ist ein Trick zur Arterhaltung. Wir sollen um unser Leben kämpfen und es bewahren, so lange es geht. Es ist wertvoll und bis zum Ende voller Lehren, die wir ausschöpfen sollen. Ohne den Tod hätte das Leben keinen Wert. Es wäre nicht endlich und wir müssten uns nicht bemühen, es sinnvoll zu gestalten.


 


Der Tod ist überall um uns herum, wie auch das Leben. Meist nehmen wir ihn erst schmerzlich wahr, wenn er jemanden aus unserem direkten sozialen Umfeld betrifft. Wir müssen lernen zu verstehen, dass jedes Leben und jeder Tod einen Sinn hat.


 


Ausschnitt von Seite 59/60:




Die Bereitschaft zum Tod


 


Nahe des Todes verstehen viele Menschen erst, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Deshalb trenne und sortiere Dein Leben. Je mehr Du hast, desto mehr musst Du hinter Dir zurücklassen. Erkenne, dass aller weltlicher Besitz nur geliehen ist und völlig unwichtig auf der bevorstehenden Reise. Es ist eine extreme Lebenssituation, geprägt vom Festhalten wollen und Loslassen müssen. Wir haben das im Leben oft erlebt. Immer wieder mussten wir loslassen - angefangen vom Lieblingsspielzeug, das kaputt ging, über Haustiere und Menschen, Arbeitsplätze, Lebensräume, bis hin zum jetzt geforderten Loslassen der gesamten Existenz einschließlich des eigenen Egos. Der Tod wird kommen, so oder so. Wenn es Dir gelingt, das ganz zu akzeptieren, ohne dem Ende ausweichen oder es bekämpfen zu wollen, wirst Du in einen Zustand tiefer Entspannung gelangen. Wenn Deine Zeit gekommen ist, kannst Du frei werden von Angst vor dem Tod und Deinen Frieden mit Dir selbst, den Menschen, dem Leben und der Welt schließen. Du findest die Kraft dazu in Dir selbst, Deiner unsterblichen Seele, die keinen Tod kennt und doch so oft gestorben ist. 


 


Je mehr Du Dich an das Leben klammerst, desto schmerzlicher wird das Loslassen. Ein Mann beschrieb seinen Sturz ins eiskalte Wasser, woraus er letztendlich doch noch gerettet wurde. Er berichtete über die alles umfassende Panik und Todesverkrampfung, diese höchste Not und Pein, als die Kälte das Leben aus ihm heraussog. Als schließlich sein Körper den Kampf aufgab und sich das krampfhafte Festhalten am Leben löste, erfuhr er ein Gefühl wahren Glücks. Dieses war so erfüllend, dass es den Schmerz des kalten Wassers gänzlich verdrängte und alle innere Not beendete. In dem Augenblick war er vollkommen bereit, zu sterben.


 


Wie gut wir den eigenen Tod akzeptieren können, hängt auch vom gelebten Leben ab. Das Empfinden der Menschen ist völlig unterschiedlich. So hält der eine Mensch an einem ereignisreichen Leben krampfhaft fest, weil er auch im Alter noch große Freude daran hatte. Ein anderer blickt auf ein ebenso buntes Leben zurück und stirbt gerne in dem Bewusstsein, das Leben genossen zu haben. Im anderen Extrem hält jemand an einem ereignislosen Leben fest, weil er hofft, die immer vermisste Zufriedenheit noch zu finden, ein anderer hängt gar nicht an seinem tristen Dasein. Wir allein bestimmen, wie wir unser Leben verbringen und wie sehr wir daran hängen. So werden wir auch den eigenen Tod empfinden. Die Erkenntnis, das Leben nicht fortführen zu dürfen, kann zum Zorn auf den Tod und alle Menschen führen, die weiterleben werden. Das Loslassen kann ein bitterer Kampf sein, muss es aber nicht. Ein liebevolles Leben wird auch in einem liebevollen Tod enden, da bin ich mir sicher.


 


Ausschnitt von Seite 62:




Visionen auf dem Sterbebett


 


Wenn Dein Tod nahe ist, wirst Du manchmal Visionen haben, die bereits Wochen zuvor vereinzelt auftreten können, meist aber nur in den letzten Stunden. Du siehst Bilder vom Paradies oder von verstorbenen Menschen, die Dir zuwinken und Dich abholen wollen. Sie sind kein Zeichen beginnenden Wahnsinns, sondern dafür, dass Dein Geist sich öffnet und Du zunehmend sehend wirst. Du wirst spiritueller und kannst Dinge wahrnehmen, die den normalen Menschen verborgen bleiben. Entsprechend sehen sie Deine Eindrücke als Hirngespinste an. Aber das macht nichts aus. Sprich mit ihnen darüber oder auch nicht; sie werden die Wahrheit erst erkennen, wenn ihre Zeit gekommen ist.


 


Die, die Du siehst, sind zwei oder drei immer schon verstorbene Personen. Es sind nur in den wenigsten Fällen die, die Du Dir wünschst zu sehen, sondern es sind die Seelen derer, die vor Dir gegangen sind und zu denen Du eine liebevolle Beziehung hattest, also Eltern, Großeltern und Freunde. Sie kommen, weil Du sie kennst und ihnen vertraust. Entsprechend ist ihr Anblick für Dich tröstlich und erfüllt von Freude. Du hast mehr und mehr den Wunsch, ihrem Ruf zu folgen.


 


Die Ansichten der anderen Welt sind so wunderschön und erfüllend, dass Du sie mit großer Verzückung und Freude betrachtest. Genau so, wie Du das Paradies siehst, wird es sein. Es ist die Welt Deiner Wünsche und Fantasien, in die Du blickst. Jeder Mensch hat seine eigenen Vorstellungen vom Jenseits und jeder Mensch wird genau dort in seinem eigenen Paradies leben. Wir Mitteleuropäer stellen uns gern blühende Landschaften mit alten Bäumen, fruchtbaren Wiesen, herrlichen Blumen und kristallklaren Bächen vor. Andere Kulturen haben andere Idealvorstellungen. Sie alle werden wahr.


 


Es sind keine Halluzinationen, die dich heimsuchen. Keine Trugbilder wollen dich verhöhnen. Dein Paradies öffnet sich in Bildern, damit Du Deine irdischen Bindungen loslassen kannst. Du sollst keine Angst haben sondern wissen, dass Dein Paradies auf Dich wartet - genau so schön, wie Du es Dir immer vorgestellt hast.


 


Ausschnitt von Seite 65 - Teil des Themas: Der Tod


 


Du wirst erfahren, dass er mehr ist als das, aber keine Horrorgestalt, sondern vielmehr ein Gesandter des Jenseits, der die Aufgabe hat, Deine Seele zu befreien und nach Hause zu holen. 


 


Das Sterben kann lang und qualvoll sein. Viele Menschen sehnen den Tod herbei, wenn eine lange Krankheit ihnen schon die Lebensfreude genommen hat und sie das Leben so nicht weiter führen wollen. Schöner und wünschenswerter ist es, wenn man im hohen Alter mit einer nur ganz kurzen Phase des körperlichen Versagens sterben darf. Gleich wie, Du wirst es fühlen, wenn der Tod naht. Es scheint ein inneres Signal zu sein, das nur Du wahrnehmen kannst. Wenn sich eine Todesahnung einstellt, sprich mit Deinen Liebsten darüber, damit Du in Deiner letzten Stunde nicht allein sein musst. Es ist tröstlich wenn jemand da ist, der Deinen Abschied von der Welt begleitet.


 


In den letzten Stunden wird sich Dein Bewusstsein eintrüben und einen gnädigen Schleier über Deine Gedanken legen. Die spirituellen Begleiter werden da sein und Dich erwarten. Die Anwesenden an Deinem Sterbebett werden Dich zu ihnen sprechen hören als ein vielleicht unverständliches Gemurmel. Sie haben den Eindruck, Du seist nicht allein, können aber niemanden sehen.


 


Der Tod wird ganz leise und ohne jedes Spektakel zu Dir kommen. Nur Du wirst ihn spüren. Ob er als Erlöser kommt bei schwerer Krankheit, oder er Dich in hohem Alter heim holt - Du empfindest in seiner Gegenwart ein unbeschreibliches Gefühl von Glück und Frieden. Spätestens in seinem Angesicht spürst Du, dass dieser mächtige und zugleich so sanfte Bote des Jenseits kein Feind der Menschen ist, sondern ein gnädiger Helfer, ohne den Du nicht mehr nach Hause kommst. Er kennt keinen Hass, sondern er kommt in Liebe zu allen Lebewesen. In der Gegenwart dieser Allmacht vergisst Du zu atmen und Dein Herz vergisst, dass es schlagen muss. Der Tod berührt Dich mit sanfter Hand und alle Schmerzen, alle Not und Qual enden sofort. Dein ganzes Glück und Sehnen ist es, ihm in die Ewigkeit der Schöpfung zu folgen. Er reicht Dir die Hand und Du wirst sie ergreifen wie jemand, der bis zum Hals im Sumpf steht. Der Tod zieht Deine unsterbliche Seele, Dein eigentliches Sein aus dem Körper heraus. 


 


Die letzte körperliche Wahrnehmung ist vielleicht ein unangenehmes Geräusch wie ein Brummen oder lautes Summen. Danach folgt meist ein Eindruck, als würdest Du durch einen dunklen Tunnel gezogen, durch ein dunkles Tal fliegen, oder einen dunklen Raum durchqueren. Dann ist Deine Seele frei und der Tod hat sein Werk damit vollendet. Der irdische Körper ist nur noch eine Hülle, aus dem nun langsam das Leben, der Lebenshauch, oder auch die Lebensenergie herausfließt. Ohne, dass Deine Seele wieder in den Körper zurück findet, kann er nicht weiter leben. Er fällt zurück in den Kreislauf der Natur, wo er selbst wieder zu Erde und zur Nahrung für neues Leben wird.



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