Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern



Kategorien
> Ratgeber > Das Leben vor Augen
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Das Leben vor Augen, Thomas H. Meyer
Thomas H. Meyer

Das Leben vor Augen


Du sollst über das was du tust nachdenken

Bewertung:
(352)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
3188
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
Erhältlich bei Bücher.de, Libri.de, Buch.de, Buch24.de, jpc und bei Am
Drucken Empfehlen

Bei meiner Arbeit geht es mir weniger darum, dass jeder weiß, dass ich gerne Fisch mit Reis mag. Es geht um sehr viel wichtigere Dinge. Es geht zum Beispiel um den Versuch, mit dem alt eingefahrenen Grunddenken in unserer Gesellschaft aufzuräumen, um somit wieder Platz für neue Strukturbildungen zu schaffen. Um noch weitere „Dinge" zu erfahren, muss man natürlich erst einmal wissen, dass es mich gibt, einen Buchautor mit dem Namen Thomas H. Meyer, der Religion und Philosophie studiert hat, Bücher schreibt, Antworten auf die Fragen sucht, was ist der Mensch und wonach kann man sich orientiern, um ein gutes Leben zu führen . Wenn mich kein Mensch kennt, können meine Bücher auch nicht gelesen werden. Auch nicht von denen, die sie unter Umständen bitter nötig hätten. Denn wie schon gesagt, geht es bei meiner Arbeit um weitaus mehr, als nur um „Butter bei die Fisch".     


  


Dem Hinweis mit ernstem Unterton „Denk einmal darüber nach" kann man eine sehr viel größere Bedeutung beipflichten, als man auf den ersten Blick annimmt. Somit hat gerade die Philosophie in meinem Leben einen ganz besonderen Stellenwert gefunden. Sie bedeutet für mich das höchste Gut der Menschheit. Nur muss ich diesen Wert auch so definieren, damit Sie meine Haltung dazu besser verstehen. Das tue ich, indem ich das Wort Philosophieren mit dem Wort Nachdenken übersetze. Ich denke über etwas nach. Ein Moment, in dem ich mir über etwas Klarheit verschaffen möchte. Der Moment, in dem ich über etwas nachdenke, ist der Moment, in dem ich philosophiere. Und dieses kann man am besten tun, indem man sich tägliche eine 15-minütige Auszeit nimmt, sich in die Einsamkeit zurückzieht, und über sich und die Welt nachdenkt.


  


Wenn Sie selbst einmal so weit sind, dass Sie den Wert und die Bedeutung des Philosophierens bestens verstanden haben, dann werden Sie auch wissen, das das Philosophieren sogar über Meditation und Esoterik hinausgehen kann.  


  


•·        Meditation: Von vielen Menschen hört man, dass sie sich innerlich ausgeglichen fühlen, weil sie regelmäßig meditieren. Ein Effekt, der sich durch regelmäßiges Meditieren zweifellos erreichen lässt. Nun liegt aber die Technik der Meditation darin, das Denken dabei bewusst abzuschalten. Womit man es zwar schafft, ruhiger zu werden, aber einer echten Problembewältigung kommt man damit keinen Schritt näher.   


  


•·        Esoterik: Esoteriker haben es hervorragend verstanden, sich hässliche Dinge schön zu denken und sich über bestehende Probleme hinwegzusetzen. Affirmieren, Asserieren und Suggerieren heißt übersetzt, in der gleichen Reihenfolge: Bejahen, Verbinden und die Beeinflussung des eigenen Seelenlebens. Beispiel: „Ich bin eins mit dem Universum, mir stehen alle Schätze dieser Welt zu und mir ist auch alles möglich. Positives Denken; mir ist alles möglich, nicht, mir ist nichts unmöglich, verstanden? Oder man gaukelt seinen Sinnen vor, dass man etwas, was man gerne haben möchte, schon hat. Das geht dann in etwa so: Ich schmecke, ich fühle, und ich rieche bereits . . .! Das kann ja auch zweifelsohne sein, das derjenige riecht, nur nach was, das wollen wir gar nicht wissen. Der Erfolg dieser Wissenschaft liegt im Expressionismus (in der Ausdruckskunst).


  


•·        Philosophieren: Dagegen geht es der Philosophie immer nur um das Eine: Sie will, dass Sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität stehen. Sie ermöglicht eine klare Sicht der Dinge und dringt bis zu den Wurzeln eines Problems vor. Seit der Antike ist die Philosophie mit der Frage beschäftigt, wie eine höchstmöglichste Form von Freiheit auf eine größtmögliche Anzahl von Menschen übertragen werden kann. Deswegen liegt mir sehr viel daran, dass Sie wissen, dass die wahre menschliche Freiheit nur in der Vernunft verborgen liegt.


 


Auch bei mir gilt „Übung macht den Meister". Ein Schriftsteller sollte ja auch nicht nur irgendetwas schreiben wollen, vielmehr sollte er dazu in der Lage sein, etwas Lebendiges von seiner eigenen Fachrichtung in einer möglichst verständlichen Form aufs Papier zu übertragen. Was nur bedeuten kann: täglich wie ein Bildhauer so lange an seinem Bildwerk zu meißeln und zu feilen, bis sein Werk vollendet ist. Franz von Liszt zum Beispiel, der zu den bedeutenden Schöpfern der klassischen Musik als Komponist und Pianist des 19. Jahrhunderts zählt. Zu den Höhepunkten seines Schaffens gehören die Kompositionen „Ungarische Rhapsodie", „Faust-Sinfonie" und das Klavierkonzert „Es-Dur". Er gilt als einer der größten Klaviervirtuosen, dessen Technik des Klavierspiels noch keine nennenswerten Neuerungen hinzugefügt wurden. Er pflegte zu sagen: „Wenn ich einen Tag nicht übe, merke ich es. Wenn ich zwei Tage nicht übe, merken es meine Freunde. Wenn ich drei Tage nicht übe, merkt es das Publikum." Das Gleiche gilt für alles andere auch, für was man sich in seinem Leben entschieden hat, zu tun. Sei es, um ein Instrument, wie kein Zweiter zu beherrschen, zu singen wie ein junger Gott, zu jodeln wie die Wildecker Herzbuben, oder wie in meinem Fall, so gut zu schreiben, das der Leser zum Weiterlesen angeregt wird. So liegt der Kern meiner Arbeit mitunter darin, den Rohstoff meiner Worte auf Sinngehalt und Stil abzuschmecken. 


 


Beim Lesen eines Buches sind Sie in der Regel allein, aber herrlich allein. Niemand stört Sie. Sie sind dabei nur auf sich gestellt. So können Sie an einem Ort der Ruhe den doppelten Sinn des Wortes Freiheit erleben. Ich möchte ausdrücklich an dieser Stelle betonen, dass nur allein darin meine Absicht liegt. Ihre Seele so zu verlocken, dass ein Teil Ihrer Illusion in die Realität übergeht. Lassen Sie sich etwas Leben einhauchen. So dass Sie von einem existierenden Ewas zu etwas lebendigen Besonderen werden. Sie werden durch die Philosophie lernen, den alt eingefahrenen Binsenweisheiten aus dem Weg zu gehen, die sich fast schon unbemerkt in Ihr Leben schleichen und Sie nur an Ihrer persönlichen Entwicklung behindern. Ergreifen Sie die erste wichtigste Selbstinitiative, indem Sie von nun an Lebensblockern gegenüber unhöflich sind, werfen Sie sie hinaus. Machen Sie sich bitte keine Sorgen, Sie erhalten von mir ganz neue und sinnvolle Orientierungspunkte, die in Ihrem Leben für Ruhe und Bewegung sorgen werden. Mit der eigenen Umsetzung, beginnen Sie in dem Moment, in dem Sie sich voll darüber bewusst werden, dass Sie nur noch über sich selbst nachzudenken haben, statt über andere. Das Herumgestochere in anderer Leute Leben führt auch zu nichts. Wenn jeder seinen eigenen Dreck vor seiner Haustür kehren würde, dann wäre die Welt sehr wahrscheinlich sauber. Jeder Mensch sollte so viel Charakter entwickeln, um sein eigenes Leben bestens im Griff zu haben. Bleiben Sie in jedem Fall ein geselliger Zeitgenosse mit guten Umgangsformen und vermeiden jegliche Art von Eigenbrötlerei. Auch nach meiner Lebensphilosophie sind Hemmungen mit einzubeziehen, die es ganz klar verbieten, sein Leben auf Kosten anderer aufzubauen. Dazu gehört aber auch, dass mach sich nicht von der sprachlichen Gewandtheit anderer von seiner persönlichen Weiterentwicklung abbringen lässt. Lassen Sie ab sofort alles schrullig Erscheinende außenvor und machen nur bei Wohlüberlegtem eine Ausnahme. Um sich über seine Absichten sicher sein zu können, sollte man seinen Blick nur auf das richten, was tatsächlich Sinn macht. Dafür werde ich Sie mithilfe der Philosophie auf besondere Wege führen. Dadurch gewinnen Sie mehr Breite und Tiefe und werden nicht mehr so leicht aus der Bahn geworfen. Auch dann nicht, wenn Sie selbst einige Meter von Ihrem Weg abgekommen sind. Kaum jemand traut sich heutzutage noch, ein einfaches Leben zu führen. Wie derjenige, der nichts anderes will, als nur in Ruhe sein Leben zu leben. So tue ich nichts anderes, als Ihnen Informationen zu geben, was ein gutes Leben ausmachen kann.      


 


Um die Welt und sich selbst besser zu verstehen, ist Grundvoraussetzung, Geschehnisse und deren Zusammenhänge bestmöglich in Augenschein nehmen zu können. Denn nur so haben wir überhaupt erst die Möglichkeit, die Dinge für unser Verständnis miteinander zu verbinden. Die Schöpfung selbst ist, kurz gesagt; perfekt. Sie funktioniert wie die perfekte Uhr eines Uhrmachers. Er zieht sie auf und sie läuft ganz von selbst, auch ohne dass er in ihr Laufwerk eingreifen muss. Auch die Welt, die von Gott geschaffen wurde, läuft von selbst. Das Problem in diesem ganzen Schöpfungssystem ist leider nur der Mensch, wie man ganz leicht am Chaos und den Ungerechtigkeiten die auf der Welt herrschen, sehen kann. Nüchtern betrachtet, befinden wir uns weit abseits unserer ursprünglichen Wurzeln. Dass wir nur diese eine Welt haben, ändert nichts an der Tatsache, dass sich an der heutigen Absurdität auch solange nichts ändern wird, bis wir den tatsächlichen Sinn unserer Existenz verstanden haben. Nur vermute ich stark, dass es sehr viele Menschen gibt, die es ganz genau verstanden haben, worin ihre eigentliche Aufgabe liegt. Nur gibt es zu wenige, die auch den Preis dafür bezahlen wollen. Der Mensch möchte ja überhaupt keinen Gott haben. Er will auch sonst niemanden haben, der über ihm steht, der ihm sagt, was er zu tun oder zu lassen hat. So werden die Dinge immer solange verdreht, bis es ernst wird. Und immer erst dann, wenn man an seinem selbst produzierten Scherbenhaufen angekommen ist, stellt man sich die Frage, wo ist denn nur der liebe Gott? Wenn irgendetwas entstanden ist, darf gefragt werden, was diesem Entstandenen zugrunde lag. Das ist die philosophische Frage nach dem Prinzip des Werdens. Und wenn dieses Werden abhängig vom menschlichen Handeln ist oder war, erscheint die Frage nach dem Sinn des Ganzen auch berechtigt. Um Probleme oder Missverständnisse überhaupt erst lösen zu können, liegen die Möglichkeiten dafür immer nur in einer vernünftigen Aufklärung der Dinge. Der Philosophie ist es noch immer ums Ganze gegangen. Bei einer nur oberflächlichen Betrachtung eines Problems, wird eine effektive Lösung wohl kaum zu finden sein. Man kann auch nicht immer alles, was um uns herum geschieht, auf Anhieb verstehen. Was man in Raum und Zeit als empirische Einschränkung bezeichnet.


 


Etwas ist immer da, und unter all diesem ganzen existierenden unterschiedlichen Dasein schreibt man nur dem Menschen eine Existenz zu. Allerdings eine fragwürdige! Wie zum Beispiel, wer oder was man ist. Welches Geschlecht, welche Nationalität und wie alt man ist usw. kann gefragt werden. Wenn in einem Menschen ein Wesen der Menschhaftigkeit existiert, gibt es im Allgemeinen für ihn nichts Konkretes auf dieser Welt. Daraus ergab sich beispielsweise für Aristoteles die Frage, was den Unterschied von Leben und einem guten Leben ausmacht. Da es die ursprüngliche Idee der Schöpfung war, dass das Existierende gut existieren soll. Um gut miteinander zu leben, gehört allerdings nicht nur die Rücksichtnahme sich selbst gegenüber, sondern auch gegenüber anderen „Reziprozitäten" (Wechselseitigkeiten). Wir Menschen sind in unseren Vorstellungen, was Bedürfnisse und Lebensziele angeht, sehr verschieden. Was nur bedeuten kann, dass jeder seine eigenen Grundvorstellungen von Glück hat. Was für den einen Glück bedeutet, kann bei vielen anderen im Alltagstrott kommentarlos untergehen. Im Alltag unterliegen wir alle gewissen Zwängen, die mehr oder weniger unsere Unfreiheit ausmachen können. Oftmals sind es Dinge, die wir nicht in der Lage zu ändern sind. Deswegen sollte man auch die Dinge, mit denen man nicht einverstanden ist, aber auf die man keinen Einfluss nehmen kann oder nicht zu ändern vermag, lernen zu akzeptieren.


 


Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht kann. (Friedrich von Schiller)


 


Um eine innere Freiheit zu erfahren, muss man sich selbst die richtigen Fragen stellen. Die wichtigste Frage lautet: Was ist der Inhalt meines Lebens? Daher gesehen soll die Frage nicht lauten, für wen man sich hält, sonder wer man ist. Somit hat man die Möglichkeit, sich selbst zu bestimmen. Ich bin ein Mensch und kein Wurm. Einen krassen Unterschied können wir beispielsweise bei Menschen sehen, die aus ganz bestimmten Gründen, nicht oder noch nicht, selbstständig sein können. Wie bei Säuglingen, Kleinkindern oder bei Kranken und behinderten Menschen. Diese sind aus Gründen ihres Zustands leider nicht dazu in der Lage, sich selbst zu bestimmen, sondern sind von anderen abhängig. So kommt es bei jedem gesunden Menschen selbst darauf an, was er für sein persönliches Glück tut. Da es die unterschiedlichsten Vorstellungen von Glück geben kann, ergeben sich auch logischerweise die unterschiedlichsten Interessen. Dennoch besitzen wir das gemeinsame Glück, dass wir heute in einer Kultur leben, in der wir für unsere Selbstverwirklichung alle die gleichen Möglichkeiten haben. Jeder kann das tun, was seinen persönlichen Fähigkeiten entspricht. Da wir in unserem Alltagsleben von einer Art Automatismus beherrscht werden, laufen wir auch ohne nachzudenken durchs Leben.  Das Denken selbst ist uns kaum noch bewusst. Außer vielleicht wenn Sie zu jemand anderem sagen: „Einen Moment bitte, ich muss gerade über etwas nachdenken." Wenn Sie in Ihrem Leben, was ich nicht hoffen will, keinerlei Ziele vor Augen haben, verlieren Sie wie selbstverständlich eine bewusste Nachdenklichkeit über die Dinge. So bekommen Sie auch keine festen Bestände, sondern erhalten um sich herum eher eine brüchige Strukturbildung, die Sie in die banalen Dinge des Lebens verfallen lässt. Bewusstes Denken bedeutet deswegen, sich Bewusstsein über seine Möglichkeiten zu verschaffen. Sich im Besonderen die Fragen vor Augen zu führen, was denn eigentlich eine gute und sinnvolle Lebensweise ausmacht. Ein gutes Leben zu führen, beginnt mit der Fähigkeit, Fragen darüber stellen zu können. Die Dinge und Bestände um Sie herum sind nicht nur einfach sinnloses Zeug. Diese Dinge haben vielmehr eine Funktion, die Sie sich zunutze machen können. Es liegt immer nur in Ihren eigenen Händen, sich der Dinge dieser Welt zu bedienen und diese für ein gutes Leben zum Einsatz zu bringen. Immer erst dann, wenn wir wahrnehmen, dass etwas nicht mehr so läuft wie es sein soll, werden wir wieder auf etwas aufmerksam. Erst dann erwachen wir ...


Eine meiner schwierigsten Aufgaben, Menschen eine Brücke zu bauen, die, aus welchen Gründen auch immer, am Ende ihrer Weisheit angelangt sind und ihren Glauben in Gott und die Welt restlos verloren haben. Eine Frage, mit der ich mich schon eine ganze Weile beschäftige, ist, wie kann man einem Menschen, der seinen Glauben verloren hat, wieder einen neuen Schub von Hoffnung geben? Der Grund dafür, dass ein Mensch von seinem Glauben abfällt, ist wohl immer in einem Moment der absoluten Hilflosigkeit zu suchen. Es gibt für einen Menschen nichts Schlimmeres auf der Welt, als sich einer aussichtslosen Situation hilflos gegenüber zu sehen. Die Voraussetzung für das Handeln im eigenen Leben ist immer der Ursprung des eigenen Glaubens. Ein Überzeugtsein in der Art von festem Vertrauen, wenn man so will. Für Aristoteles bedeutete „Glaube" eine mittlere Erkenntnisstufe zwischen bloßer Meinung (Doxa) und einer wissenden Einsicht (Logos, Dianoia). Nach christlichem Glaubensverständnis ist Sinn und Unsinn eines Glaubens voneinander zu unterscheiden. Im Laufe der Zeit haben wir uns so weit von Gott und der Natur entfernt, dass es zu einer immer schwierigeren Kunst geworden ist, sich mit Gott und der Welt als ein Ganzes zu begreifen. Im Laufe unseres Daseins haben wir uns so weit von unserer Natur getrennt, dass es in Vergessenheit geraten ist, dass wir Menschen selbst auch ein lebendiger Teil dieser Welt sind. Die Gegenüberstellung von Natur und Kultur oder Zivilisation ist eine sehr weit verbreitete und alte Vorstellung, dennoch führt sie auf das Problem, wie wir Menschen uns selbst im Verhältnis zur Natur sehen. Wer den Versuch unternimmt, dieses Dilemma aufzulösen, muss feststellen, das unsere eigentliche Natur durch unsere Kultur schon längst verformt und verfälscht worden ist. Die heutige Art und Weise, wie wir Gott, die Welt und uns selbst sehen, zeichnet sich in unserem alltäglichen Leben ab. Betrachtet man sich dieses Szenario einmal etwas näher, erweist sich ...


Was ist „Wahrheit"? Wenn ich zum Beispiel behaupte, es gibt auf der Welt keine „Wahrheit", kann diese Aussage selbst ja auch nicht der „Wahrheit" entsprechen. Eine „Wahrheit", oder besser gesagt, was wir als „Wahrheit" mit unseren Sinnen als eine solche halten, ergibt sich letztlich immer aus dem gegenwärtigen Erkenntnisstand der gesamten Menschheitsgeschichte. So kann etwas, was ich heute noch für „wahr" halte, morgen schon wieder „unwahr" sein. Ein Beispiel: „Alle Schwäne sind weiß". Eine Wahrheit, die nur solange für mich Gültigkeit besitzt, bis ich einen schwarzen Schwan zu sehen bekomme. Da wir Menschen uns, was Meinungen und Lebenserfahrungen angeht, grundlegend unterscheiden, ist es aus dieser Perspektive betrachtet auch völlig normal, dass jeder Mensch immer nur das für sich als eine „Wahrheit" annimmt, so wie er sich selbst und die Welt um sich herum sieht und wahrnimmt. So beinhaltet jeder Mensch seine eigene Geschichte und Wahrheit. Seine eigene Lebensgeschichte, wenn Sie so wollen, die er genauso wie ein Buch in sich trägt. Die meine, sowie sie von Belang sein sollte, ist die eines Menschen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bücher zu schreiben. Und derjenige der sich für meine Bücher interessiert, hat sich auch gleichzeitig dafür entschieden, sich mit Impulsen vertraut zu machen, die ein gutes Menschsein und ein erfülltes Leben ausmachen können.


Das Dilemma ist, dass sich die meisten Menschen ohne es zu bemerken, selbst für Tragödien und ein Leben in Fesseln entschieden haben. Selbstgeschmiedete - visuelle - Pläne für ein sinnvolles Leben lassen die Umsetzung auf holprigen Wegen allzu gerne wieder untergehen. Am Ende sitzt man dann, wie schon so oft, zu Hause herum und hat sich von der Außenwelt atmosphärisch abgeschottet. Keine Frage: Das Leben kann einem hin und wieder wirr vorkommen, das gebe ich auch an dieser Stelle ganz offen zu. Gerade in einer Welt, die aus Kitsch besteht, scheint es am einfachsten zu sein, Trübsal zu blasen und ein Leben ohne Anspruch und Ambitionen anzustreben, bis eben alles andere auch um einen herum verblasst.  


Was ist das eigentliche Ziel des Menschen? Der Mensch strebt nach „Glück". Nur solange er den Begriff „Glück" für sich selbst nicht richtig definieren vermag, solange wird er sich wohl die Frage stellen, was will ich denn überhaupt? Obwohl in den meisten Fällen eine eindeutige Bestimmung ausbleibt, gilt Glück als höchstes „Gut" der Menschheit. Da dieses höchste „Gut" als solches aber von den Menschen nun einmal inhaltlich nicht eindeutig bestimmt werden kann, werden die verschiedensten Glücksgüter, wie zum Beispiel, Erfolg, Reichtum und Macht angestrebt. Eine allgemein verbreitete Wegbestimmung, womit in den meisten Fällen aber nur das Gegenteil von „Glück" erreicht wird, wie „Pleiten Pech und Pannen".  „Glück" richtig definiert bedeutet: die Erfahrung von Freude und das Gefühl von einem inneren Wohlbefinden. Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet, beinhaltet „Glück" die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben. Sie wächst aus dem Tun und Handeln menschlicher Zwecke und Werte der verschiedensten Lebenssituationen heraus. In letzterer Bedeutung ist „Glück" in der Philosophie ein zentraler Begriff (gutes Leben). 


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2022 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 9 secs