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Buch Leseprobe Danke für den Rest deines Lebens, Hubert Knicker
Hubert Knicker

Danke für den Rest deines Lebens


Organspende Dank Organspender

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Hubert Knicker Wikingerweg 6 32549 Bad Oeynhausen
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Am 24. Juli 2010 beginnt sein zweites Leben. Hubert Knicker,
Jahrgang 1958, wird Mitte der 1990er-Jahre schwer herzkrank.
Die Diagnose ist eindeutig. Nur eine Herztransplantation kann
sein Leben retten.
Eindrucksvoll schildert der ausgebildete Krankenpfleger, der
bereits mit 39 Jahren wegen seiner Erkrankung verrentet wird, in
diesem Buch die Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken, die
Belastung, die die Erkrankung für ihn und seine Familie bedeutet.
Er beschreibt seine Gedanken, Ängste, Rückschläge und das
Warten auf das Spenderorgan. Gleichzeitig macht er Mut, die
Chance eines „zweiten Lebens“ anzunehmen. Und er beweist,
wie wichtig Organspenden sind.


 


 


Vorwort


 


Sehr lange habe ich überlegt, ob ich meine Erinnerungen, Ängste, Sorgen und Nöte während meiner Wartezeit für eine Organtransplantation von der Diagnosestellung bis zur Entlassung nach meiner Herztransplantation als Biografie veröffentlichen soll oder nicht.


 


Meine Überlegungen gingen auch dahin, ob sich überhaupt jemand für den Leidensweg einer völlig unbekannten Person interessieren würde.


Warum soll ich mir noch die Mühe machen, nach erfolgreicher Herztransplantation dieses Thema aufzugreifen?


 


Mein zweites, neues, geschenktes Leben könnte ich auch auf eine andere Art und Weise besser genießen, indem ich meine allwöchentlichen Blutuntersuchungen durchführen lasse, den Rhythmus meiner 12-stündigen Tabletteneinnahme mit den Immunsuppressiva beachte, mich an gewisse Spielregeln halte und die zur Verfügung stehenden schönen Tage einfach nur genieße, und nicht mehr in die Vergangenheit zurückblicke.


 


Macht man das? Ist das der Dank an eine mir zwar unbekannte Person, die aber schon zu Lebzeiten den Wunsch geäußert hat, ihre Organe nach ihrem Tod spenden zu wollen, um so vielen Menschen ein neues Leben schenken zu können.


 


Ist das der Dank an die vielen Ärzte, das Pflegepersonal und die eigene Familie, die immer für mich da waren, und die dafür Sorge getragen haben, dass ich heute mein zweites Leben „Dank einer Organspende“ genießen darf?


 


So einfach sollte es sich ein Organtransplantierter nicht machen.


 


Für mich gibt es daher nur eine Antwort und die lautet:


 


Nein!


 


Für den einen oder den anderen Leser stellt sich sicher die Frage, warum ich meine Lebensgeschichte hier niederschreibe.


Aber:


 


Meine Biografie beschreibt mehr als 15 Jahre WARTEN auf ein neues Herz. Sie soll als Aufklärung für diejenigen dienen, die sich bisher mit dem Thema „Organspende“ noch nicht befasst haben oder zu diesem Thema noch keine oder eine negative Einstellung haben.


 


Sicherlich bin ich nicht der einzige Mensch, der solch einen langen Leidensweg hatte. Es gibt genügend Personen, die mit dem gleichen Schicksal wie ich behaftet waren und noch sind, aber nicht jeder ist in der Lage, seine Erlebnisse niederzuschreiben.


 


Mit meiner Geschichte möchte ich zeigen, wie kurvenreich eine Herzerkrankung ablaufen kann.


 


So möchte ich beschreiben, wie man mit viel Hoffnung und Unterstützung Schicksale meistern kann, und möchte anderen Menschen in gleicher Situation Mut machen, dass sie niemals aufgeben, denn der Kampf lohnt sich. Ferner möchte ich mit meiner bewegenden Lebensgeschichte mitteilen wie ich mein Leben und Leiden, trotz vieler Tiefen und auch mancher Höhen, gemeistert habe.


 


Für mich ist die Veröffentlichung meiner Lebens- und Leidensbiografie ein persönlicher Wunsch und ein persönliches Anliegen; mit dem ich mich auch bei meinem Spender bedanken möchte. Ein Dank, der eigentlich nicht in Worte zu fassen ist.


 


Außerdem möchte ich den Menschen die große Angst vor dem Thema „Organspende“ nehmen und die Leute wach rütteln – und natürlich möchte ich meinen Leidensgenossen, den vielen Menschen die weltweit auf Organe warten und auf der Warteliste stehen, Mut machen!


 


Signalisieren möchte ich auch, dass die Organspende an sich gar nicht das einzige Sorgenkind eines Wartenden ist, sondern das ständige Ungewisse. Das Ungewisse: Schaffe ich eine Transplantation? Werde ich „immer wieder“ bei Eurotransplant* gelistet? Verbleibe ich auf der Liste? Gibt es ein Organ für mich und, und, und.


 


Schon allein die regelmäßige Listung für Eurotransplant in den Niederlanden löst bei jedem HU-Patienten* immer wieder unglaublich viele Ängste aus.


 


Leider gibt es immer noch zu wenig Organe!


 


Darum geht mein Appell an alle: Entscheiden Sie sich rechtzeitig „FÜR EINE ORGANSPENDE“,


denn bedenken Sie:


 


Es kann auch Sie sehr schnell treffen!


Organspende muss in Deutschland immer noch freiwillig sein. Jedoch sollte sich jeder rechtzeitig mit seinen Angehörigen zusammensetzen, um das Thema Organspende aufzugreifen.


Gesetze mögen noch so beeindruckend sein, aber ohne das persönliche Wort, ohne die persönliche Aufklärung, wird es leider auch in absehbarer Zukunft keinen „Organüberfluss“ geben.


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