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> Ratgeber > Danke! Jetzt bin ich wunschlos glücklich
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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Danke! Jetzt bin ich wunschlos glücklich, Maria Petersen
Maria Petersen

Danke! Jetzt bin ich wunschlos glücklich



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Ich bin glücklich


Es ist Frühjahr 2005. Ich gehe spazieren und habe so ein tolles Gefühl. Ich bin glücklich und freue mich. Warum? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Aber dieses Gefühl kenne ich erst seit ungefähr einem Jahr. Es ist ein schönes Gefühl, aber wieso eigentlich? Ich habe nicht im Lotto gewonnen, ich bin nicht reich - im Gegenteil, ich habe kein Haus, keinen tollen Gewinn beim Geschäft, aber ... ich gehe hier und genieße das Wetter, freue mich über meine Hündin, die im Park herum springt, ich freue mich einfach über alles. Ich bin froh, glücklich und zufrieden. So muss es sich anfühlen, wenn man im Paradies wohnt. J


Das Komische ist, dass ich bis vor einem Jahr noch dachte, vorher auch glücklich gewesen zu sein. Ich hatte alles erreicht, was ich wollte. Ich war erfolgreich und man hat zu mir hoch geschaut. Ich war stolz auf mich. Egal, was ich angepackt habe, ich habe mir alle Ziele und Visionen erfüllt. Ja, sogar meine Visionen habe ich mir erfüllt.


Das ist natürlich kaum vorstellbar, deshalb erwähne ich ein paar Beispiele. Das ist auch deshalb wichtig, damit Sie einen Einblick bekommen und mich besser kennen lernen. Denn fremden Personen glaubt man nicht. J


Zurück zu den Beispielen:



  • Ich war schlecht in der Schule, war zu faul und hatte keine Lust Hausarbeiten zu machen. Für mich bestand die Schule nur daraus den Lehrern zu zeigen, dass sie nicht recht haben oder darin den Lehrern auf der Nase herum zu tanzen. Habe ich die Hausaufgaben abgeschrieben und der Lehrer hat es nicht mitbekommen, fand ich das toll. Habe ich bei den Arbeiten gespickt und dadurch eine gute Note bekommen, hatte ich kein schlechtes Gewissen. Ich fühlte mich toll. Denn ich fand die Schule damals total ungerecht. Es ging nicht darum, dass wir Schüler lernen, sondern darum die Arbeiten so zu schreiben, wie der Lehrer es möchte. Es ging nicht um den Wissenstand.

    Da fragen Sie sicherlich, aber wo habe ich da was erreicht? Das hatte noch nichts mit dem Ziel zu tun, sondern war nur die Einleitung. Also mit dem Hintergedanken, dass ich nicht gelernt habe, weil ich den Lehrern zeigen wollte, dass es auch ohne geht, bin ich vom Gymnasium gegangen worden. Ich hatte es mir mit den Lehrern so verscherzt, dass auf die Nachfrage von meiner Mutter, ob die Lehrer mir eine reelle Chance geben würden, wenn ich mich anstrenge, folgende Antwort kam: „Ihre Tochter wird das nie schaffen, egal wie viel sie sich anstrengt, denn wir (die Lehrer) werden es nicht zulassen." Meine Mutter meinte zu meiner Klassenlehrerin, dass ich aber gerne Ingenieurin werden wollte und dass das nicht mehr geht, wenn ich das Gymnasium nicht schaffe. Daraufhin lachte die Klassenlehrerin und sagte, ich würde nie Ingenieurin werden. So, jetzt kommt der Punkt, an dem ich das schaffe, was ich gerne möchte. Ich wollte Ingenieurin werden und ich wurde Ingenieurin. Ich habe über den zweiten Bildungsweg meine Fachhochschulreife erlangt und auf einer Fachhochschule Bauingenieurin studiert. Mit einen Schnitt von 2,53, obwohl ich im Sommer immer am See lag oder Tennis gespielt habe, anstatt zu den Vorlesungen zu gehen. Im Winter habe ich lieber ausgeschlafen als zu den Vorlesungen zu gehen. Somit hatte ich mein Ziel geschafft.

  • Das nächste Ziel habe ich mir gesteckt als ich im Berufsinformationszentrum war. Wir, die Klasse, sollten uns informieren, was man machen kann und was es für Berufe gibt. Dabei habe ich auf einen Terminal geguckt. Da stand ein Stellenangebot. Dort wurde ein Ingenieur gesucht, der 80.000 DM im Jahr bekommen hätte. Das fand ich toll. Soviel wollte ich auch verdienen, also stand mein Berufswunsch fest. Das habe ich im oberen Punkt beschrieben, dass ich es geschafft habe. Ich habe es auch geschafft das Jahresgehalt zu bekommen.

  • Als ich soviel Geld verdient habe und merkte, wie viel an Steuern weg geht, habe ich mir vorgenommen mir ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Es ist natürlich sehr schwierig als Single ein Haus zu bauen und auch zu bezahlen. Aber ich wollte das gerne und habe mich auch schon auf meiner Terrasse liegen sehen.


Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich mir das Ziel auch erfüllt habe. Ich habe im Juli `98 mit dem Hausbau begonnen. Es war eine Doppelhaushälfte mit ca. 210 qm auf 4 Ebenen. Das ganze Haus war gefliest und hatte Fußbodenheizung, die Decken waren getäfelt und die Wände überall verputzt (auch im Keller). Ich habe alles alleine erstellt. Es war ein Selbstbauhaus. Das bedeutet, dass mir die Materialien zur Verfügung gestellt wurden, wenn ich sie abgerufen habe. Arbeiten musste ich selber. Ich habe also gemauert, gefliest, Türen und Fenster eingebaut usw. Die einzigen Arbeiten, die ich nicht ausführen durfte, waren:



  • Zimmerarbeiten: Dachstuhl

  • Elektroarbeiten

  • Treppenbau: Rohbau


Alles Weitere habe ich mit Unterstützung von ein paar Frauen gebaut, die von meinem damaligen Fußballverein kamen und mir immer wieder geholfen hatten. Das schöne war, dass das Haus am 29.12. einzugsfertig und am 20.02.99 komplett fertig war. Ich hatte das Haus vom Erdbodenaushub bis zum fertigen Zustand in 8 Monaten fertig gestellt.


So ging es immer. Ich habe mir etwas vorgenommen und auch erreicht. Aber ich war nie wirklich glücklich, denn ich wollte immer mehr und immer weiter. Ich war nie mit dem Erreichten zufrieden. Ich habe es auch nie einfach genossen, sondern immer weiter gemacht. Habe mich nie ausgeruht. Warum nur? Darauf habe ich leider bis dato keine Antwort. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass ich es jetzt genießen kann, wenn ich mich nur freue, wenn meine Hündin herum springt. Ich hoffe, dass das Gefühl noch lange anhält!



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