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Ratgeberbücher
Buch Leseprobe Angela B., Angela Bader
Angela Bader

Angela B.


das Tagebuch meiner Corona-Erkrankung

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Tag 1
Montag
Nach einem Arbeitstag, der immer wieder durch Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen über die Pandemie unterbrochen wurde, machte ich - trotz Corona - guter Dinge Feierabend. Auf der Heimfahrt machte ich beim Supermarkt halt, um die wichtigsten Dinge für ein Abendessen eingekauft. Ich hatte im Handschuhfach des Autos blaue Plastikhandschuhe entdeckt, die ich überzog. Sie gaben mir das Gefühl von Sauberkeit und Sicherheit – auch wenn mich andere Kunden komisch anschauen würden.
Aufgrund dieser tollen Idee sah ich mich meilenweit der restlichen Menschheit voraus – die Hygiene befand sich auf meiner Seite und was kann mir ein Virus?
Nichts ;-)
Daheim angekommen, trug ich meine Einkäufe die Treppe hinauf und überlegte, welcher Salat zur eingekauften Hähnchenbrust passen würde – als ich plötzlich meinem Mann Michael gegenüberstand, der einen blauen Mundschutz trug und hustete.
Mein Mann und ich sind seit sechs Jahren verheiratet, kennen uns aber schon fast 20 Jahre. Unsere Liebe ist aus einer langjährigen Freundschaft entstanden, was ich heute noch sehr schön finde.
Da ich ihn lange kenne, lachte ich laut auf, denn er hat eine sehr humorvolle Art und Späßchen am Abend war ich schließlich gewöhnt.
Dass es diesmal anders war, sah ich erst an seinen ernsten Augen und seiner angespannten Körperhaltung.
Er ließ mich gar nicht an sich vorbeilaufen, sondern erzählte sofort, dass er gerade aus dem neu eröffneten Corona-Zentrum in einer nahegelegenen Turnhalle zurückgekommen ist. Das letzte Wochenende schoss durch meinem Kopf und was wir erlebt hatten. Es hatte sich durch nichts von anderen Wochenenden unterschieden. Mein Mann hatte gehustet wie immer; für einen Raucher nicht ungewöhnlich. Ich als Nichtraucherin habe mir angewöhnt, das Thema nicht mehr anzusprechen. Man bekommt dabei mit Rauchern meistens nur Streit, wenn man die üblichen „Pro-Raucher-Sprüche“ hinterfragt oder widerlegt. Also kein Grund zur Besorgnis für mich.
Erst als er sagte, dass das Ärzte-Team vor Ort ihn untersucht und mehrere Symptome von Corona festgestellt hatte, fiel auch mir das Lachen aus dem Gesicht. Er warte jetzt auf das Testergebnis und sei die nächsten vierzehn Tage in Quarantäne.
Ich hielt ihm sofort vor, überall alles anzulangen und uns damit zu gefährden. Natürlich ein doofer Satz zu unpassender Zeit – aber er kam von Herzen und SO reagiert man anscheinend in einer plötzlichen Paniksituation: unüberlegt.
Mich setzte es erst einmal auf den nächsten Stuhl. Auf einmal war alles anders. Diesen Auftritt konnte ich nicht mehr schön reden oder wegretuschieren. Ich musste reagieren.
Nachdem die Einkäufe weggeräumt waren, nahm ich das Telefon und informierte meinen Arbeitgeber. Im nachfolgenden Telefonat mit meiner Hausärztin riet sie mir, einen Corona-Test machen zu lassen.
Es folgte eine unruhige Nacht, in der ich von meiner Arbeit träumte, die unerledigt auf meinem Schreibtisch lag, während ich mich wie Blei fühlte und nicht zu ihr konnte.


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