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Wurzeln für Lisa


Brief an meine unbekannte Tochter

von Cornelia Oehlert

politik_gesellschaft
ISBN13-Nummer:
9783837041972
Ausstattung:
108 Seiten, Paperback
Preis:
9,9 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt
Kontakt zum Autor oder Verlag:
cornelia.oehlert@email.de
Leseprobe
Der Anfang eines langen Briefes. Liebe unbekannte Lisa, seit wir uns zum ersten Mal begegneten, sind 38 Jahre und 341 Tage vergangen. Du hast mir inzwischen 24 Briefe und E-Mails geschrieben, ich Dir insgesamt 43. Telefoniert haben wir noch nie im Leben miteinander. Gesehen haben wir uns nur ein einziges Mal – und das war bei Deiner Geburt am 8. August 1969. Wenige Tage danach hat man Dich mir weggenommen und mich genötigt, Dich zur Adoption freizugeben. Damit wurde das feste Band, das uns neun Monate lang zusammenhielt, nicht nur physisch gewaltsam durchtrennt. In all den Jahren danach gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht an Dich gedacht habe. In diesem langen ›Etappenbrief‹ möchte ich Dir das erzählen, was ein Kind normalerweise tröpfchen- oder scheibchenweise über viele Jahre hinweg erlebt und erfährt. Suche Dir also einen ruhigen Platz zum Lesen und ›höre‹ Dir an, was Deine leibliche Mutter von sich und unserer gemeinsamen Geschichte zu berichten hat, aber mache Dich darauf gefasst, dass Du dabei einiges lesen wirst, was Dich vielleicht berühren, er-schüttern, schockieren oder gar abstoßen wird. Also, dann werde ich nicht mehr lange herumreden oder überlegen, sondern einfach beginnen … © Cornelia Oehlert 2008
Klappentext
»Kinder gibt man nicht weg«, lautet das kategorische Urteil der meisten Menschen, wenn sie erfahren, dass eine Mutter ihr Kind zur Adoption freigegeben hat. Was sie nicht hinterfragen, ist die Geschichte dazu. Oft genug können Mütter darüber gar nicht selbst befinden, denn ›besorgte‹ Familienangehörige nehmen ihnen diese Entscheidung ab. Lisa wurde vor neununddreißig Jahren von ihrer Mutter Claudia zur Adoption freigegeben und erst zweiunddreißig Jahre später wiedergefunden. Selbst Jahre danach kann sich Lisa nicht entschließen, ihre leibliche Mutter zu treffen. Deshalb schreibt ihr Claudia einen Brief, in dem sie ihr die ganze Geschichte erzählt. Und so erfährt nicht nur Lisa, welche schockierenden Lebensumstände zu ihrer Adoption geführt haben …