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> Politik, Gesellschaft > Tu felix Austria
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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Tu felix Austria, Robert Brettschneider
Robert Brettschneider

Tu felix Austria


Die andere Seite der Alpenrepublik

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"Beim Eintreten des Bittstellers füllt der Beamte sein »Amtsorgan« bis zum Maximalvolumen mit Luft und brüllt los, was das Zeug hält. Was er (der Bittsteller) hier zu suchen hätte und wie er (der Beamte) dazu käme, »wegen so einem Sch...« seine kostbare Zeit zu verschwenden, wo er doch so viel Wichtigeres zu tun hätte und so weiter.
Hierbei kommt ein simpler psychologischer Trick zur Anwendung, demzufolge jemand der wütend ist oder die Wut überzeugend spielen kann, einem Gegner von vornherein überlegen ist. Und rechtlich kann man dem Beamten nichts anhaben, denn Schreien ist nach österreichischem Recht nicht verboten. Diese Demonstration der Macht wird durch die Inneneinrichtung der Amtsstube noch verstärkt. Der Beamte sitzt auf einem besamteten Stuhl vor einem prunk­vollen Schreibtisch aus Mahagoni, hinter ihm das Bild des öster­reichischen Bundespräsidenten. Dem Bittsteller wird ein alter, klappriger Stuhl zugewiesen, auf dem er sich noch kleiner vorkommt, als er ohnehin schon ist. Sollte nun dieses offen zur Schau getragene Machtgefälle wider Erwarten noch immer nichts nützen und es der Bittsteller am Ende gar wagen sich bei der Amtsleitung zu beschweren, so wird man seine Beschwerde höflich lächelnd entgegennehmen, nützen wird es absolut nichts.
Und das Ersuchen des Bürgers, weswegen er am Amt erschienen ist, wird mit Sicherheit abgelehnt."


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