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> Politik, Gesellschaft > Thomas Hobbes und der Krieg in den
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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Thomas Hobbes und der Krieg in den , Thomas Tartsch
Thomas Tartsch

Thomas Hobbes und der Krieg in den


Betrachtungen zum Zeitgeschehen

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Beeinflusst durch die wissenschaftliche Exaktheit der neuen naturwissenschaftlich-mathematisch deduktiven Methode sucht Thomas Hobbes als Rationalist und Vertreter des Empirismus in der natürlichen Vernunft des Menschen das Modell seiner Philosophie.


In seinen Werken folgt er - more geometrico - einem stufenweise Vorgehen: Nach der Physik und Anthropologie wendet er sich der Staats- und Rechtslehre zu. Mit dieser Vorgehensweise will er Erfahrungsdaten analytisch auf gesetzesartige Prinzipien zurückführen, welche den Ausgangspunkt wissenschaftlicher Erkenntnis bilden sollen. Strikt lehnt er dagegen sowohl metaphysische ewige Wahrheiten, als auch die von Aristoteles beeinflusste Scholastik als herrschende Philosophie seiner Zeit ab.


Für Hobbes stellt der Mensch ein mechanisches System dar, welches sich nach außen durch Körper und Bewegung, und nach innen durch Verlangen und Abneigung manifestiert. Er definiert den Menschen damit als einen durch Leidenschaften bewegten Körper in Zeit und Raum, dessen willentliche Handlungen im Sinne von Anziehung und Abstoßung durch den Wunsch nach Befriedigung naturhafter Begierden (cupiditas naturalis) verursacht werden. Wille stellt hierbei für Hobbes nichts anderes dar als der Name für das letzte Verlangen oder die letzte Furcht, mit der die Überlegung ein Ende findet.[1]


 


[1] Skinner (2008), S.26


 


[...]


Aus den demokratiefreien Zonen mit ihren Bewohnern, die in einem apathischen Gestaltungspessimismus gefangen waren, sind die Gehege des neuen Lumpenproletariates in den Gossen der Großstädte geworden, welches begierig auf Rache sinnt.


Die palliative Beruhigungsmedizin, bestehend aus staatlichen Transferleistungen und Unterschichten TV, die von der morgendlichen Schwätzer-, über die nachmittägliche tumbe Gerichts-, bis zur nächtlichen Callshow mit moderierenden barbusigen abgewrackten Pornodarstellerinnen als visuellem Orgasmusersatz Stumpfsinnigkeit mit Alkoholnebel mischte, hat ihre beruhigende Wirkung verloren. Die fiebrige Unruhe nimmt zu. Man riecht förmlich den Wunsch nach Blut. Die Wolfrudel formieren sich. Der kleinste Funke reicht aus, um die Gewalt eskalieren zu lassen.


 


[...]


Aber der Leviathan ist auch an der Spitze durch den Defätismus einer sich selbst als Volksvertreter deklarierenden Clique von Politikern bedroht, die bis auf ihre Herkunft aus den Reihen des Lumpenproletariates nichts vorweisen können.


Ihre Waffen sind Kampagnen, die das ius belli auf das Inland anwenden, um den selbst deklarierten Feind nach dem berühmten Satz des Weimarer Staatsrechtlers Carl Schmitt: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet" psychisch und physisch zu verfolgen, damit jede Kritik an der selbstzerstörerischen Politik verstummt. Eine neue Prätorianergarde wurde herangezogen, die als legitimer Nachfolger der links- und rechtsextremen Weimarer Schlägertruppen gegen den „Feind" eingesetzt wird. Damit herrscht das jakobinische Lumpenproletariat aus den Gassen der Großstädte mittels des Lumpenproletariates in den Gossen der Großstädte. Zerfressen von Hass und dem Wunsch nach Zerstörung des Leviathan und der Gesellschaft, welche sie ernährt. Man beißt in die Hand, die füttert.


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