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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Politik neu erfinden, Hans-Jürgen Ferdinand
Hans-Jürgen Ferdinand

Politik neu erfinden


Visionen zur Weltethik und Weltregierung

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Was ist Religion? Religionen werden von Menschen organisiert: von Priestern und Bischöfen, Rabbinern, Imamen und Ayatollahs. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie von Menschen erdacht und gestaltet wurden. Selbst wenn Religionen zum Nutzen mächtiger Personen ausgenutzt und manipuliert wurden, bleibt immer noch durchaus die Möglichkeit, dass die Form einer Religion in ihren Einzelheiten vor allem durch unbewusste Evolution geprägt ist. Dabei handelt es sich nicht um genetische natürliche Selektion, denn die ist zu langsam, um mit ihr die schnelle Evolution und Auseinanderentwicklung der Religionen erklären zu können. Die genetische natürliche Selektion hat in diesem Zusammenhang die Funktion, das Gehirn mit Vorlieben und Voreingenommenheit zu versorgen. Solche genetisch bedingten Vorlieben und Voreingenommenheit sind: • Du lebst nach dem Tod weiter. • Wenn du als Märtyrer stirbst, kommst du in einen besonders schönen Teil des Paradieses, wo dir zweiundsiebzig Jungfrauen zu Diensten sind. • Ketzer, Gotteslästerer und Abtrünnige sollte man umbringen. • Der Glaube an Gott ist eine hohe Tugend. Wenn du merkst, dass dein Glaube ins Wanken gerät, gib dir alle Mühe, ihn wiederherzustellen, und bete zu Gott, dass er dir gegen deinen Unglauben hilft. Glauben ohne Belege ist eine Tugend. Je mehr dein Glaube den Belegen widerspricht, desto tugendhafter bist du. Besonders großer Lohn erwartet die Glaubensvirtuosen, die es schaffen, entgegen aller Begründung und Vernunft an etwas wirklich Seltsames zu glauben, das nicht belegt ist und sich nicht belegen lässt. • Es gibt seltsame Dinge (beispielsweise die Dreifaltigkeit, die Wandlung oder die Wiedergeburt), die wir gar nicht verstehen sollen. Wir dürfen uns nicht darum bemühen, sie zu verstehen, denn ein solcher Versuch könnte sie zerstören. Lernen wir lieber, Erfüllung darin zu finden, dass wir sie als Geheimnisse bezeichnen. • Schöne Musik, Kunst und Schriften sind sich selbst vermehrende Zeichen religiöser Gedanken. Die Darstellung des englischen Biologen Richard Dawkins, die ich hier verkürzt wiedergab, zeigt das Handwerkszeug und den Einfallsreichtum all der Glaubensverkünder auf ihrem Weg, ihre Religion zum eigenen Machterhalt zu missbrauchen. Machen wir uns nichts vor. Solange die politischen Führer der Nationen sich in der Geiselhaft der Religionen befinden, driftet die Menschheit auf den Abgrund zu. Wir brauchen keine Religionen mit abstrusen jenseitigen Wunschbildern, sondern eine der Weltwirklichkeit angepasste Weltethik. Zitate zum Thema „Ich betrachte die Religion lediglich als ein kindisches Spielzeug, und glaube, es gibt keine Sünde außer Unwissenheit.“ (Christopher Marlowe, Dichter, 1564-1593) „Religion ist die Poesie der unpoetischen Menschen.“ (Franz Grillparzer, Dichter, 1791-1872) „Religion ist der Dienst an Gott und die Anbetung Gottes oder eines Gottes, ausgedrückt in Formen kultischer Verehrung, im Gehorsam gegenüber göttlichen Geboten, insbesondere wie sie in akzeptierten heiligen Schriften vorliegen.“ (Definition in Webster‘s Dictionary)


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